Sonntag, 19. August 2012

Arbeitslager

Fred bezeichnet dies hier als 'Arbeitslager'. Schon dreist. Keine Ahnung, wie ich mich gegen diese Aggressivität noch wehren soll. Ich hasse es. Das ist doch sein eigenes Haus! Er hat sich entschieden, dass wir das bauen (lassen), und er ist ja nicht doof oder so, da muss man doch wissen, dass mit dem Kauf eines Hauses so Einiges an Verantwortung auf einen zukommt, die es zu übernehmen gilt. Ich werde jedenfalls nicht mehr alles alleine machen. Never ever!!

Meine Regel, wenn man das so nennen kann, kam diesen Monat einen Tag zu früh, tat nicht weh, und hat insgesamt irgendwie nur eineinhalb Tage gedauert. Hm. Sehr sehr seltsam.

"Das Land der Papageien" von Torero & Pimenta ist mein erstes offizielles Buch, das ich aus einem Buchtauschregal entnommen habe. Nicht immer nur geben. Insgesamt habe ich im Sinne von Bookcrossing seit Ende Dezember 2011 schon 122 Bücher 'freigelassen' und über 350 Bücher registriert, die auch noch in die Wildnis freigelassen werden. Macht Spaß. Das Buch ... naja, keine Literatur von Weltformat oder so, im www findet sich nicht mal eine Rezension dazu. Einfach zu lesen, unterhaltsam.

Sorgen mache ich mir um meinen Cousinfreund, der sonst immer sehr gewissenhaft schreibt und antwortet. Er ist schwerst an Krebs erkrankt, und schon als wir uns im April letzten Jahres kennenlernten, gaben ihm die Ärzte noch 'bis Ende des Jahres'. Wir waren in regem Kontakt miteinander, telefonisch und per Mail, allerdings hat er jetzt schon lange nicht mehr reagiert, und auch telefonisch ist er nicht zu erreichen. Hm.

So, Wäscheständer ist weg da, bleibt ein riesiger Haufen an Bügelwäsche, den es zu bewältigen gilt. Nicht heute. Fred stöhnt und stöhnt und stöhnt vor der vielen Arbeit, die er hat, wohl um mir ein schlechtes Gewissen zu machen, weil ich ja gesagt habe, er möge bitte dies und jenes machen. Ich lach mich tot. Schlechtes Gewissen bekomme ich aber nicht, ich schaffe auch genug hier. Dabei habe ich ihm wahrlich schon die leichten Aufgaben hier gegeben, um ihn nicht gleich abzuschrecken, und habe ihm gestern schon einen Großteil abgenommen. Zumal er hier auch lebt ... . Nein, schlechtes Gewissen lasse ich mir definitiv nicht machen!!
Ja, er ist derjenige, der arbeiten geht, das weiß ich durchaus zu schätzen. Jedoch gibt es auch hier eine Einschränkung, denn um unseren Lebensstandard zu halten, den wir hier führen, fließt auch wahrlich genug Kapital von mir hier mit rein, ganz zu schweigen von meiner Arbeitsleistung. Das scheint er irgendwie völlig zu ignorieren.