Dienstag, 23. Oktober 2012

Hallelujah

Sonderposting. Aufstehen ging heute gar nicht.
Nach einer viel zu kurzen Nacht.
Ich bin gegen 3.30 Uhr eingeschlafen.
Akute Unruhe.
Traurigkeit.
Überforderung.
Und dann diese Infektion, die mich seit Tagen wahnsinnig macht.
Machte.
Cantharis C 30.
Seitdem ist es besser.
Nicht heil, aber sehr deutlich besser.
Durchbruch.

Duschen.
Minutenlang.
Rational gesehen kann ich gar nicht 'dreckig' sein.
Ich habe gestern Nachmittag erst geduscht.
Wasser.
Heiß - für die Verhältnisse eines Warmduschers.
Schrubben mit dem Bimsschwämmchen.
Bekomme den Geruch nicht weg.
Trotz Geschrubbe.
Haftet mir an.
Ich rieche nach mir.
Geht nicht weg.
Ich kriege mich nicht weg.
Ich rieche nach mir.
Ich stinke zum Himmel.
Kann mich selbst nicht riechen.
Fühle mich unwohl in meiner Haut.
Trotz Geschrubbe.
Trotz Seife.
Trotz heißem Wasser.
Das muss doch irgendwie weg gehen?!

Love is not a victory march.

Unter der Hornhaut der rechten Ferse 'juckt' etwas.
Pulst etwas.
Ich krieg's nicht weg.
Auch nicht mit Seife und Bimsschwämmchen.
Macht mich wahnsinnig.

Konnte lange nicht einschlafen, weil ich Angst hatte.
Angst, dass es ein Fehler gewesen sein könnte,
nicht ans Telefon gegangen zu sein, als Hannes angerufen hat.
Angst, die mich nicht zur Ruhe hat kommen lassen.
Habe ihm deshalb gestern noch eine Nachricht geschickt,
dass ich nicht telefonieren könne.
Nichts mit Drama oder so.
Wer soll das verstehen, wenn nicht er?!
Wenn ich ehrlich bin, weiß ich nicht, ob es heute wieder geht.
Habe mit dem Nicht-Telefonieren meine Grenzen respektiert.
Auf mich aufgepasst.
Gut für mich gesorgt.
Hat nichts mit Trotz oder Groll zu tun.
Scheint ok gewesen zu sein.
Heute morgen hat er sich für meine Karte bedankt.
Und das erste Mal, das allererste Mal in dieser schwierigen Zeit gesagt
"Das schaffen wir schon".
Das allererste Mal.

Mein Gefühl und die Oberweite haben mich nicht getrogen.
Das Gewicht ist hoch gegangen.
In schwindel- und besorgniserregende Höhen.
Notbremse ziehen.
Das 'Abnehmgefühl' von neulich war nicht wirklich.
Irritierend.
Nicht mit meinem Körpergefühl übereinstimmend.
Notbremse ziehen.
Auf mich achten.

Schon nach halb acht, und wir haben noch nicht gefrühstückt.
Fridolin ist immerhin angezogen.
So ein liebes Kind. Meistens.
Selbst seine 'Anfälle' liebe ich.
Beruhigen mich.
Ich mag keinen Strebersohn, der immer alles richtig macht.
Niemals.

Sondersituation heute morgen.
Das hier jetzt zu schreiben war wichtiger als Hektik.
Auf mich achten.
Er ist auch glücklich, wenn er noch ein bisschen spielen darf.
Wir werden spät in den Kindergarten kommen, aber nicht zu spät.
Alles im grünen Bereich.

Geht mir bisschen besser jetzt.
"Das schaffen wir schon".

Freedom ... .