Donnerstag, 11. Oktober 2012

Tagetes


Ich habe Sehnsucht nach deiner Berührung. Weich, sinnlich, schön. Ich liebe dich, vergiss das nicht.
Und nach Tagetes in meinem Silberbecher.
Viele rote Kerzen auf meinem großen runden Silbertablett.
Es geht mir besser. Mein Körper ist erschöpft, der Geist vermutlich auch. Das ist ganz verständlich. Jetzt bekommen sie, was sie solange gebraucht hätten, und sich nicht nehmen konnten, aus welchen Gründen auch immer. Schlaf. Viel Schlaf. Ruhe. Sie holen sich alles zurück, bis die Rechnung wieder stimmt. Mein Geist steht nicht verwundert vor meinem Körper, und fragt, weshalb er so erschöpft sei. Er sagt ‚das ist ganz logisch, dass du müde bist, erschöpft‘. Und ‚jetzt bekommst du, das, was du brauchst, hol es dir‘. Müde und erschöpft, aber nicht kaputt. Bereit, sich aufzuladen. Aktiv. Und zu bekommen. Passiv.
 
Strahlender Sonnenschein.
Viel zu tun heute.
Aber da sind sie, die Kraft.
Die Motivation.
Die Freude.
Das zu tun, was erledigt werden muss.
Aber auch, auf mich aufzupassen.
Wohlwollend mit mir umzugehen.
Mit meiner Seele.
Mit meinem Körper.
Keine selbstzugefügten Schmerzen mehr,
kein Selbsthass.
 
Liebevoll. Zärtlich. Warm.