Sonntag, 10. April 2011

Murmeltiere und anderes Gekräuch

Liebe Leserinnen und Leser,

Gestern waren wir im Tierheim, und haben uns schwerpunktmäßig Katzen und Kaninchen angesehen. Mann, Mann, Mann ... die waren so süß. Am liebsten hätte ich gleich zwei Kätzchen mitgenommen. Gefühlsmäßig würde ich Kaninchen lieber hinten anstellen, da der Aufwand mit Futter und Käfig ja doch relativ hoch ist. Fred meinte, da könne man ja dann schauen, wenn es akut sei. Herrschaftszeiten, wie akut denn bitte noch?! Wozu sind wir denn bitte hingefahren?!

Gestern Abend gab es hoffnungsvolles Spielen miteinander, Memory, das mit der Farbenraupe, Ritterspiel und nochmal Memory. Bei sowas denke ich mir dann, ob es nicht vielleicht doch noch was werden könnte mit Fred und mir, außerdem ist was mit meiner Periode nicht in Ordnung. Pffffff. Was noch alles?! Naja, ich muss sowieso zum Hausarzt, wegen einer Überweisung zum HNO-Arzt, da kann ich mir gleich noch eine mitholen. Ich frage mich, wann das alles aufhört. Sind das immernoch Warnschüsse? Und wenn ja: was soll ich machen? Wer hilft mir zu machen, was ich machen muss?!

Heute morgen dann wieder das böse Erwachen: als ich runterkam, waren Fred und Fridolin frühstückstechnisch in den letzten Zügen. Ob ich auch was essen möchte? hat mich niemand gefragt. Geschweige denn für mich gedeckt oder auf mich gewartet. 'Missverständnis' meinte Fred hinterher. Pfffffff. Nehme ich ihm nicht mehr ab.

Wie meinte Fred's Therapeutin am Freitag so schön bezüglich Garten? "Machen Sie das doch zu Ihrem Baby". Ja, mache ich. Und das mit dem Haus, das mit den Tieren, das mit dem Wander, den Urlaub, Fahrrad fahren ... einfach alles mache ich jetzt zu 'meinem Baby'. Ich war immer der Ansicht, wenn man verheiratet sei, dann wäre es von Vorteil, ein 'gemeinsames Baby' zu haben. Ja, wir haben Fridolin. Ihn liebe ich mehr als alles andere auf der Welt, doch darum geht es nicht.

Woran ich mich gerade erst wieder erinnere ist, als wir bei Fred's Therapeutin waren, erzählte Fred von den 'lächerlichen Umständen' unter denen wir 'beschlossen hätten', zwei Kinder zu bekommen. Damals auf dem Lago de Atitlán. Wir haben in einem Souvenirladen sogar zwei Mäuse gekauft, eines für jedes zukünftige Kind. Und wir haben beschlossen, zu heiraten. Das haben wir ja auch gemacht. Ich habe das ernst genommen. Ich habe FRED ernst genommen. Fred mich offensichtlich NICHT. Verarsche. Stich um Stich. Mitten in mein Herz. Wie ich mich fühle? Beschissen. Ich kann nicht mehr. Und ich hatte gedacht ... gehofft ... etwas würde besser.

Traurig.

FF