Montag, 16. Juli 2012

Hamburg, meine Perle

Liebe Leserinnen und Leser,

nun mal kurz meine paar wirren Gedanken ordnen, bevor ich ordentlich loslegen kann ... .

Heute auf dem Programm steht:
- Wäsche (komplett)
- die Rezepte von meinem Gewichtsreduktions-Programm runterladen
- ansonsten nichts, nur worauf ich Lust habe

Fridolin hat letzte Nacht bei mir geschlafen. Er 'arbeitet' zur Zeit dermaßen viel im Schlaf, dass er sich keine Ahnung wie oft um die eigene Achse dreht. Wenn dann die Füße über das Geländer vom Hochbett ragen, habe ich Angst, dass er nicht mehr weiß, wo er ist, wenn er aufwacht, weil er ja komplett anders drin liegt, und dann irgendwie rausfällt. Das Hochbett ist echt hoch.
Ich habe keine Ein-, Durch-, und Ausschlafprobleme mir, das ist zum Glück abgehakt. Allerdings fühle ich mich die letzten Tage beim Aufstehen schon ziemlich schlapp - krankheitsbedingt, wobei der Husten immerhin weg ist. Die Lymphknoten sind derzeit ständig angeschwollen, ohne dass ich wirklich krank wäre, außer den zwei Tagen letzte Woche. Packe ich schon. Irgendwie. Auf mich achten. Auf meinen Körper hören. Rechtzeitig bremsen, beziehungsweise die Maschine in moderatem Tempo laufen lassen.

Vor ein paar Wochen gab es das beste Risotto aller Zeiten. Dachte ich. Dasjenige, welches ich gestern gekocht habe, war einfach ... Risotto in Vollendung. Risotto in Perfektion. Besser als das gestern ging nicht. Dabei ist das doch pupseinfach ... kann jeder: Frühlingszwiebeln in Öl andünsten, Reis dazu, mit einem kleinen Glas Weißwein ablöschen, nach und nach das Wasser, in das die Steinpilze eingelegt waren (mit Kaffeefilter abgeseiht, damit kein Sand rein kommt - *eeek*) zugießen, und immer immer rühren. Getrocknete Steinpilze dazu. Wenn das Steinpilzwasser aufgebraucht ist, mit einem kleinen Schuss Sahne und Wasser aufgießen, bis der Reis die richtige Bissfestigkeit hat. Salzen, frisch gemahlenen Pfeffer drauf. Zum Schluss noch zwei Frühlingszwiebeln dazu, eine gute Portion frisch geriebenen Parmesankäse druntermischen, 2 Zweige frischen Thymian und einen frischen Zweig Oregano dazu. Und gaaaaaanz zum Schluss mit einem klein wenig Trüffelöl statt Butter verfeinern - et voilá!

Fred hat heute Fridolin-Tag, und gleich heute morgen gab's schon wieder Riesenknatsch - ohne meine Beteiligung, ich war noch im Bett. Fridolin habe ich um 6.45 Uhr runter geschickt, und mich nochmal im Bett umgedreht. Dann ging das Geschrei unten los, heulen und Türen schlagen. Nachher hat mir Fridolin erzählt, dass er seinen Tee nicht gleich trinken wollte, deshalb hatte Fred ihm seine beiden selbstgemalten Schatzkarten von gestern weg genommen bis heute Abend. Hm. Das ist aber nicht nett?! Da würde ich auch ausflippen an Fridolin's Stelle. Das ist doch jetzt nicht sooo schlimm?! Mal ganz abgesehen davon, dass er bei mir immer seinen Tee ohne Probleme trinkt.

Hannes hat gestern Abend doch noch angerufen, nachdem ich eine SMS geschickt hatte, dass ich ins Bett gehen würde. Er hat erzählt, wie stolz er auf seinen Sohn gewesen wäre, und und und. Hm. Ich hatte mit Fridolin auch einen schönen Tag gestern, und ich war auch stolz auf ihn gestern (immer), aber irgendwie interessiert niemanden so wirklich, was ich mache. Ich fühle mich benutzt. Ich höre immer zu. Aber ich würde auch gerne mal gefragt werden. Und ich würde auch gerne erzählen.

Eigentlich wollte ich ja jeden Tag 60 Seiten lesen, so dass ich meinen immens großen Stapel angefangener Bücher bis Ende Juli abgetragen haben werde. Aber irgendwie schaffe ich das nicht. Die Bücher, die jetzt noch übrig sind, lesen sich nicht mal eben schnell. Mist. Nicht mal das schaffe ich.

Ach ja, letzte Nacht habe ich von meinem Ex-Freund in Nepal geträumt. Da war ein riesiger Baum, in den man klettern konnte. Den Stamm hoch, dort, wo die Äste in alle Richtungen abgehen, war so eine Art 'Nest', wo man gemütlich sitzen konnte. An eine Traum-Handlung kann ich mich nicht erinnern.

Heute mal ein Zitat aus einem Film:

"Am Ende wird alles gut.
Und wenn es nicht gut ist,
dann ist es auch noch nicht das Ende."
Sonny in "Best Exotic Hotel Marigold"

Das Konzert gestern war ein "Kinderkonzert", um bei Kindern Spaß an klassischer Musik zu wecken. Bei uns im Opernhaus gibt es seit 1000 Jahren eine Kinderkonzert-Reihe, da ist Frida früher auch mit mir hingegangen. Das ist immer mit Moderation, um den Kindern die klassische Musik, und Musikinstrumente nahe zu bringen. Total schön gemacht. Gestern ging's um Zauberei. "Der Zauberlehrling". Mit Symphonieorchester. Etwa 80 Musiker. Drum herum wurde die Geschichte vom Zauberlehrling erzählt und auf spannende Weise erklärt. Und das ganze im Opernhaus - das ist schon prächtig! Und toll gemacht.

Das Konzert an sich war super. Mit Frida habe ich nur das Allernötigste geredet, ansonsten hat Fridolin mit ihr geredet. Hat schon gepasst. Danach wollte sie noch ein Stündchen mit 'uns'/Fridolin in die Stadt (ich als notwendiges Übel). Mal ganz abgesehen davon, dass es auch nicht wirklich von Interesse ist, ob ich nicht vielleicht noch was anderes geplant hatte, scheint sie irgendwie 'völlig' vergessen zu haben, was letzte Woche war!!!!  Ich habe das nicht vergessen. Tut mir leid, sorry. Mir geht das nach. Keine Entschuldigung, nichts. Wozu auch. War ja nix. Nun denn

 Gestern abend hat sie dann auch eine Email geschickt, ob sie Fridolin nochmal vor den Sommerferien 'haben dürfte'. Ich habe noch nicht drauf geantwortet. Muss ich mir noch überlegen. Mann, Mann, Mann. Irgendwie ignoriert sie das weg. Was ich nicht sehe, ist nicht da. Die drei Affen. Sorry. Ich kann meine Schmerzen nicht einfach weg-ignorieren. Wenn ich das übergehe, bedeutet das für mich zu akzeptieren, dass sie mich so behandelt. Aber das werde ich NIEMALS mehr machen. Und dann wird sie das immer weiter tun. Ich werde Fridolin seine Oma nicht langfristig vorenthalten, keine Frage. Darum geht es mir nicht. Fridolin ist KEIN Druckmittel. Die zwei lieben sich. Meinem Kind tut seine Oma gut. Punkt. Und umgedreht.
Aber: Ich muss für mich erst mal drüber weg kommen, was sie mir letzte Woche angetan hat. Dazu brauche ich, solange ich brauche PUNKT. Es wird NICHT schneller gehen, wenn sie in der Zwischenzeit weiter Druck auf mich ausübt. Und bis ich wieder bereit bin, mich der Problematik mit ihr zu stellen, muss sie eben in Kauf nehmen, dass sie Sohni nicht sehen wird. Der Kontakt mit ihr tut mir nicht gut in dieser Form. Ich muss mein Leben in den Griff bekommen. Wenn ich das von letzter Woche irgendwie verarbeitet habe, können wir gerne wieder reden, aber jetzt nicht. Fertig aus.

So, kurz nach 9 Uhr ... dann fange ich mal die Woche an.

Traurige Grüße,
Friederike Fröhlich

Sonntag, 15. Juli 2012

High Noon

8.40 Uhr, viel zu kurz geschlafen. Angst vor Hannes' Reaktion, Angst vor nachher - Zusammentreffen mit Frida. Mal ganz abgesehen davon, dass ich mich einfach schlapp fühle: Kopfweh, Halsweh, Bauchweh, einfach alles. Hannes hat noch nicht geschrieben. Ich brauche Nähe. Viel Nähe. Kann er mir nicht geben zur Zeit. Verstehe ich. Gleich muss ich aufstehen, duschen, fertig machen fürs Konzert. Es sträubt sich alles in mir dagegen. Alles. Angst. Panik. Hilft alles nichts. "Enttäuschungen sollte man verbrennen, nicht einbalsamieren", sagt Mark Twain. So, muss aufstehen jetzt.

Samstag, 14. Juli 2012

Glatteis

Ausrutscher. Das war ein Ausrutscher. Ich muss das als Ausrutscher betrachten. Weg mit dem Scheißdreck. Ich will das nicht mehr. Ich brauche das doch auch gar nicht. Ich habe das gar nicht nötig. Immerhin ... Fressattacken habe ich tatsächlich seit Monaten nicht mehr gehabt. So wie früher. Ab und an mal irgendein Ramsch-Essen, ja. Aber völlig im Rahmen.
Ich wäre so gerne bei Hannes. Ohne Kind. Also ohne seines. Meines ist ja nun auch nicht da. Kommt so gegen 20 Uhr wohl aus Karlsruhe nach Hause. 7 Stunden Busfahren. Nun ja. Ja, ich habe was gegen diese bescheuerte Busfahrerei. Das hat meine Ehe mit-kaputt gemacht. Egal wie cool es jetzt für Fridolin sein mag.

Abführmittel

Wer auch immer Abführmittel erfunden hat, gehört ... diese vorgestern  zu nehmen war ok wegen der schlimmen Koliken. Heute nicht. Heute habe ich sie genommen, weil ich verdammt schwach bin. Hilflos und schwach.
Abführmittel sind wie Drogen. Schon lange habe ich sie nicht mehr benutzt. Ich habe sie mal in relativ großem Stil eingenommen. ,Grosser Stil', wenn man bedenkt, dass es nicht normal ist, Abführmittel zu  konsumieren. ,Relativ', weil ich lange nicht so viele und so oft  genommen habe, wie wirklich süchtige Menschen sie konsumieren. Das rechtfertigt in keinster Weise den Konsum. Missbrauch ja, Abhängigkeit nein.

Abführmittel nimmt kein Mensch, weil es Spass macht. Abführmittel machen nicht 'lustig' wie vielleicht Alkohol oder bestimmte Drogen, sie vernebeln nicht das Gehirn, sondern sie verursachen Schmerzen. SCHMERZEN. Mit bewusstseinserweiternd oder so hat das rein gar nichts zu tun.

Ich mache das, um Schmerzen zu spüren. Ritzen, oder mir direkt selbst könnte ich niemals Schmerzen zufügen. Trotzdem: Körperliche Schmerzen lenken ab. Außerdem genieße ich die absolute Leere in mir.

Aber ich will das nicht. Ich will nicht, dass meine Nieren kaputt gehen. Dass Abführmittel da alles andere als förderlich sind, ist mir egal.
Wird mir zu viel grade. Später weiter.

Fließen lassen



"Ruhig sein - dem Strom der Zeit die rechte Richtung geben."
Han Fei Dzi



Eigentlich wollte ich hier grade schreiben, was mich so bewegt ... fließen lassen. So viel in mir drin, was durch mich hindurch fließen möchte.


 
Der gestrige Abend ... ich bin immernoch geflasht. Richtig schön und supertoll. Hannes hat mich zum Essen eingeladen - indisch, yumm-yumm! Wenngleich das Essen nicht mehr so toll war wie die letzten Mal, als ich dort bestellt habe.
Danach haben wir am Strand gelegen und Caipi getrunken. Genial. Bis es angefangen hat zu regnen und wir gehen mussten.
Endlich mal wieder ZWEISAMKEIT, Knutscherei und so, festhalten. Flash 1.
Ich habe ihm das mit meiner Mutter erzählt. Flash 2.
Dann hat er mich nach Hause gefahren, und ich habe ihn nach nur 10 Minuten schon so richtig doll vermisst. Flash 3. :-(((
Jetzt vorhin habe ich ihm eine Mail geschickt mit Gedanken, die mir so durch den Kopf gehen. I think I got it right this time. Ich glaube, ich mache zur Abwechslung mal was richtig.


Lieber Hannes,
vielleicht kann ich mich manchmal 'schriftlich' besser ausdrücken als 1:1 und live, keine Ahnung, weiß nicht. Ich versuch's einfach mal, weil ich weiß, dass die nächsten Wochen hart werden. In allererster Linie für dich, aber auch für uns und mich. I love you, you know? Deshalb fühle ich mit, wenn's dir nicht gut geht. Aber du brauchst auch gar nicht stark spielen, nicht für mich, nicht mit mir. Bitte. Ich möchte dir sagen, dass ich sowieso da bin für dich, aber die nächsten Wochen erst recht. Ich bin immer für dich da, immer. Egal ob als Freundin oder als Freundin. Ich versuche auch, stark zu sein/bleiben ... wie auch immer. Wenn du in bestimmten Momentan alleine sein willst, ist das ok, ich verstehe das. Ich bin mir bewusst, dass das, was du durch machst und durch machen wirst, ganz bestimmt kein Zuckerschlecken ist. Und ich werde zurückstecken, wo nötig, da sein, wenn du jemanden/mich (?) brauchst.
Nur bitte ... gib' mir irgendeinen Lichtblick. Wenn ich weiß, das nächste halbe Jahr (im übertragenen Sinn) geht's nicht, ist das leichter zu ertragen, wenn ich eine Aussicht habe, wann es geht. Was, worauf ich mich freuen kann. Ich hab dich doch lieb und du bist mir alles andere als egal, deshalb.
Und bitte ... bitte bitte bitte: sprich mit mir! Sag mir, wie's dir geht. Per SMS, Mail, Telefon, Rauchzeichen, wie auch immer. Das erleichtert auch mir die Sache ungemein. Wenn ich weiß, was Sache ist, kann auch ich viel leichter mit allem umgehen. Ungewissheit und Nichtwissen machen mich arg unsicher, dann geht es mir richtig richtig schlecht, weil ich in bestimmten Dingen erst lernen muss, mich abzugrenzen. Wenn ich nicht weiß, was los ist, geht mein Gedankenkarussell los, und ich bin nicht mehr fähig, irgendwas zu machen. Dann überlege ich bis zur Verzweiflung, was ich falsch gemacht habe. Und dann fange ich an mich selbst in Frage zu stellen und alles andere, und dumme Dinge zu machen. Dinge, die ich eigentlich gar nicht machen will. Und vermutlich dir auf den Geist zu gehen. Aber nicht, weil ich tatsächlich irgendwas in Frage stelle, nicht weil ich will. Sondern aus Angst, Panik, Verzweiflung. Reden. Reden hilft immer. Reden hilft gegen die Angst. Und wenn's nur ist, "ich mag grade nicht reden, weil's mir nicht gut geht/blabla/brauche Zeit für mich." Wenn ich weiß, kann ich auch besser für dich da sein.
Das mit 'Zeit für sich alleine brauchen' kann ich im Übrigen mehr als verstehen. Brauche ich auch viel. Das hat mich schon oft genug zum Außenseiter gemacht, weil irgendwie niemand so richtig versteht, dass ich nicht nur von irgendjemandem umgeben sein möchte, sondern auch Zeit zum Überlegen brauche und gerne alleine was mit mir selbst mache.
So, kein Drama grade. Nach gestern geht's mir richtig gut. Mir ist bloß wichtig, dass du das weißt!
Klein-Friederike lernt dazu. Klein-Friederike wird erwachsen, bisschen. ;-)
Wir schaffen das, zusammen!
Ich liebe dich. Nicht eben mal so, sondern richtig.
Friederike
 
 
Ich denke, damit habe ich alles gesagt, was mir wichtig ist. Dass nichts zwischen uns steht, dass ich für ihn da bin, aber auch, dass ich mich nicht selbst aufgegebe, dass ich Hilfe brauche, und welche Bedürfnisse ich konkret habe. Ja, ich möchte verstanden werden. Ja, ich wünsche mir, dass sich jemand dafür interessiert, warum ich bin, wie ich bin. Ohne Mitleidsschiene. Ich will kein Mitleid. Wozu auch. Die Dinge sind, wie sie sind - Punkt. Dann habe ich Hannes eine SMS geschickt, dass ich eine Mail geschickt habe ... und er hat sofort angerufen, um sich zu bedanken, um zu reden. Genau richtig. Meine Mail. Alles gut zwischen uns. Mir war bloß wichtig, das ausgedrückt zu haben, bevor der Stress die nächsten Wochen massiv wird. Seine Nochfrau zieht in zwei Wochen aus ihrer gemeinsamen Wohnung aus und nimmt sein Kind mit.
Schon krass ... andere Paare schweben zu Anfang auf Wolke 7, und fallen dann aus allen Wolken (Mann, ich bin ganz schön stolz auf dieses Wortspiel), wenn sie auf den harten Boden der Realität fallen. Wir fangen mit großen Problemen an, und führen unser Schiff Stück für Stück in ein ruhigeres Fahrwasser (hoffentlich - ganz bestimmt).
 
 
So, nun hat auch Frida noch eine SMS geschickt, weil ja morgen das Konzert ist, zu dem sie Fridolin und mir Karten geschenkt hat. Dass ich wenigstens Fridolin dort hingehen lasse. Oder dass Fridolin und ich alleine gehen. Ich habe nur zurück geschrieben, dass ich überlegen muss. Auch diese Antwort ist richtig. Punkt.
 
 
Ich mach' mein Ding.
 
 
Kleiner Wermutstropfen nur, ich war gerade mitten im Gedankenfluss gewesen, als Hannes angerufen hat. Mir wäre auch wichtig gewesen, meine Gedanken zu Ende zu denken, aber es war schon auch gut, dass wir geredet haben. Ich kann ja noch jetzt weiter denken. "Ich zieh' mein Hut" in der Dauerrotation.
 
 
Du ... hast mich niemals beschimpft. Du hast mich niemals mit den Füßen getreten. Du hast mich niemals ausgebuht. Du hast mich niemals fertig gemacht. Du warst nicht anwesend, du bist es nicht, du wirst es niemals sein. Wir haben nie miteinander geredet. Ich kenne deine Stimme nicht. Aber ich habe dich lachen gesehen.

Früher habe ich oft überlegt, ob Frida mich vielleicht angelogen hat. Dass du vielleicht abgehauen bist, und irgendwo ein neues Leben angefangen hast. Bananenfrachtschiff. Südsee. Insel. Palmen. Kokosnüsse. Aber ich habe deine Sterbeurkunde gesehen. Ich habe deinen Tod in den Händen gehalten. Ich weiß genau, an welcher Stelle du deinen Abschiedsbrief geschrieben hast. Ich war 1000 Mal dort, ohne das gewusst zu haben. Ich weiß, wie du gestorben ist. Aber: ich weiß nicht, warum. Und ich weiß nicht mal wo.

Vielleicht muss man manchmal komplett loslassen von Allem, auch von seinem Leben, um da zu sein, um anzukommen - wo auch immer. Du bist mein Schutzengel. Nicht, weil es mit Frida grade mal wieder besonders hart ist. Weil ich immer viel an dich denke. I love you, Daddy! Ich habe dir längst verziehen, auch wenn's hart ist. Auf eine besondere Weise bist du immer bei mir. Auf eine besondere Weise warst du immer für mich da.

Nächstes Jahr möchte ich mit Fridolin alleine nach San Francisco. Zu dir. Road trip. Deutschland - Chicago. Und von dort mit Amtrak, Greyhound und Mietauto zu dir. South Dakota auf dem Weg. Mt. Rushmore. Oder irgendwie so.

Ich mach' mein Ding - immer und immer wieder.
 
 
Hasta siempre,
Friederike

Freitag, 13. Juli 2012

Happy Birthday!

Freitag, der 13. und Hannes hat Geburtstag. Heute morgen hat er sich eine Kerze angezündet, Nochfrau und Kind haben bis jetzt nicht gratuliert. Zur Feier des Tages wollte er am Sonntag (da war angedacht, dass ich nicht kann) mit seinem Sohn ins Kino gehen - Ice Age 4 - aber da meinte seine Nochfrau, dass deren neuer Freund das ihm schon versprochen hat. Ganz toll! Wie blöd können Menschen sein?! Hannes ist auch erkältet/krank, hatte gestern abend noch einen Wohnungsbesichtigungstermin. Wir haben so um 22 Uhr noch SMS geschrieben (immerhin), dann hat er den Schlaf der Gerechten geschlafen. Immerhin steht er jeden Morgen um 4.50 Uhr auf. Umso mehr hat ihn mein Anruf gefreut. Ich war nicht nur die erste, die gratuliert hat, sondern auch die einzige. Ganz schön doof. Dabei hat er mit seinem Kind sogar noch was für Muttertag gekauft, macht man eben so.

Nun ja ... ich ... kam heute morgen ganz schwer aus den Federn. Dann Fridolin angezogen, ihm Frühstück gemacht, dann haben wir eine große Runde gekuschelt. Das war schön. Irgendwie ist er ganz schön anhänglich zur Zeit. Weiß auch nicht, was mit ihm los ist. Hm.

Ich glaube, morgen möchte ich einfach mal alleine sein. Vielleicht abends was mit Hannes machen, wenn er Lust hat, aber ansonsten einfach mal alleine. Das alles die letzten Wochen ist ganz schön anstrengend. Beziehungstechnisch mache ich es mir selbst schwer, da muss ich an mir arbeiten, meine Erwartungen überdenken, mit Hannes sprechen, sprechen, sprechen. Und ich muss aufpassen, dass ich nicht aus 'Langeweile' irgendwas herauf beschwöre. Das ist mir definitiv klar. Das ist aber weniger zermürbend als der Super-Stress mit Frida. Das ist einfach ... alles überlagernd, vernichtend. Zudem hatte ich bis jetzt noch keine Ruhe, um mal richtig traurig zu sein. Keine Zeit zum Traurigsein.

Mir ist auch klar, dass, so negativ-behaftet Fred's Solidität auch sein mag, sie auch allerlei Gutes mit sich bringt. So ist er es, auf den ich mich nach wie vor verlassen kann. Wenn ich ihn um wirklich wichtige Dinge bitte, ist er da. Dass er mich bei der Mitgliedsversammlung am Mittwoch abend vertreten hat, ist wahrlich nicht selbstverständlich, zumal er offiziell mein EX-Partner ist, und er mit dem Dachverbandszeug gar nichts zu tun hat. Das rechne ich ihm dementsprechend sehr hoch an!

Zeit zum Traurigsein muss ich mir jetzt nehmen. Eigentlich hatte ich mir für diese Woche vorgenommen, mein Zimmer weiter zu bearbeiten, schön zu gestalten, aber irgendwie bin ich dazu nicht gekommen. Jetzt brauche ich Zeit zum Traurigsein.

Im Übrigen war nicht witzig, mit Fridolin im Regen auf dem Roller in den Kindergarten zu fahren. Immerhin habe ich für ihn nächsten Dienstag ein 'play date' arrangiert. Ich bin auch da eingeladen - freu mich!

So, Regenwetter heute ... tut gut. Plan: jetzt erst mal ausruhen, lesen, traurig sein, dann ein schönes Bad nehmen, und heute Nachmittag/Abend was mit Hannes machen. Er hat mich ja zum Essen eingeladen, weiß nicht, ob das noch steht, und bin auch unsicher, ob das Geschenk das richtige ist für ihn. Mir gefällt es zumindest.

Zu Frida habe ich mal gesagt, als ich ihr ihren Lieblingskuchen geschenkt habe, den sie mit den Worten quittierte, dass ihr das gar nicht schmecke und lauter verletzendes Zeug (Hauptsache dagegen!), dann solle sie ihn halt wegschmeißen.

Bis denn,
Friederike Fröhlich

Donnerstag, 12. Juli 2012

Strapazieren

Strapazier's nicht über, Hannes. Echt! Umgedreht wäre heute telefonieren absolut nicht zielführend. Ich ... kann nicht. Geht nicht, ohne dass ich irgendwas sagen würde, was ich später bereuen würde. Aber: letzte Ansage war "Sei mir nicht böse bitte, ich melde mich morgen bei dir". Ok, ich vertraue. Naja, was gestern ,morgen' war, dauert ja noch zwei Stunden. Echt ... Limit.

Mutterliebe

"Wenn mir mal was passiert, dann hoffe ich, dass du dich schuldig fühlst."
Frida gerade am Telefon zu mir.
Daraufhin habe ich aufgelegt.

Und gerade noch auf dem Anrufbeantworter:
"Ja ich bin's ochmal. Lass bitte den Fridolin wenigstens am Sonntag mit. Ich habe mich so drauf gefreut und habe das als Versöhnungsgeste angesehen. Und ich muss dir das endlich mal sagen: bitte bitte lass mich nicht krank werden, oder lass nichts passieren, weil sich niemand um mich kümmert. Meine eigene Tochter nicht, und drum kann ich nicht antworten, wenn du mich fragst, wie's mir geht. Seit Monaten und Jahren denke ich so. Wer macht was für mich mal?! Gib dir das bitte!"

Jetzt ist Schluss.

Schenken

So, inzwischen war ich in der Innenstadt zum Einkaufen ... als erstes mal wieder den Kontoauszugsdrucker bemüht. War ok da, kein Schock wie sonst. ;-) Danach habe ich erst mal eine Kleinigkeit gegessen - das war der Plan. Resultat war ein kleines Stück Gemüselasagne und ein Mozzarrella-Sandwich. Viel zu viel. Besser ging's mir danach auch nicht. Sehr toll. Noch dazu schlechtes Gewissen, weil es zu viel war und im Anschluss ein halber AFM-Missbrauch. Wobei ich gelesen habe, dass Abführmittel auch gegen Darmkoliken, wie ich sie hatte, zum Einsatz kommen. Seltsam. Aber irgendwie schon logisch. Wenn nix drin ist im Magen, kann nix weh tun. Schmerzen gegen Schmerzen.

Vom gesundheitlichen Standpunkt her war es ganz und gar keine gute Idee, in die Stadt zu fahren. Irgendwie hatte ich die ganze Zeit Fieberschübe und einen Schweißausbruch nach dem anderen. Sicher auf den Beinen war ich gewiss auch nicht unterwegs - hervorragend. Ich bin froh, dass ich um- und unfallfrei wieder zu Hause angekommen bin, denn auch Ernesto-Fahren war heute nicht ohne. Zudem machte starker Gegenwind das Fahren schwer, und die ganzen Riesen-LKWs haben auch genervt. Wenn ich von zu Hause aus in Richtung Stadt fahre, muss ich an der Autobahnaufahrt vorbei, da sind immer jede Menge LKWs unterwegs. Nervt gewaltig, weil die durch die engen Strassen nicht so schnell durch kommen, wie eben mein süßer Ernesto und ich. Wenn wir dann aber so einen Doof-Brummi überholen, fühlt sich Brummi-Fahrer oft genug in seiner Macho-Ehre verletzt, und meint, jetzt mal so richtig auf den Putz hauen zu müssen und es diesem kleinen Rollerfahrer mal so richtig zu geben. Nicht lustig, wenn man sich nur 30 cm neben sich so einen blöden LKW hat, aber nach rechts auch nicht ausweichen kann, weil da ein Touri-Bus parkt.

Ja nun ... nach dem 'Essen' bin ich losgezogen, um Hannes' Geburtstagsgeschenk zu besorgen - endlich. Was es werden sollte, hatte ich schon längere Zeit im Kopf, wobei ich mir aber lange nicht sicher war damit. Ein Kräuter- oder Duftkissen, zur Entspannung. Duft mag er, und ein Kissen ist was, was er jeden Tag benutzt, also quasi jeden Tag was von mir hat. Nicht irgendwo, sondern im Bett. *hüstel* Doof nur, dass mir die vorhandenen Kräuterkissen so gar nicht zugesagt haben. Weder olfaktorisch noch optisch. Die haben ein bisschen zu wenig 'hergemacht' für den Preis, wenn's ein Geschenk sein soll, auch wenn Hannes das wohl zu schätzen gewusst hätte ... . Mist! Hatte mich schon damit arrangiert, das zu nehmen, auch wenn's nicht 100%ig das wahre Geschenk gewesen wäre, beziehungsweise hatte ich dann schon umgeschwenkt auf ein schönes Handtuch mit Lavendelsäckchen dazu, wäre auch ok gewesen. Aaaaaber ... fast im Rausgehen habe ich dann noch die offenen Säcke mit Lavendelblüten und und und rumstehen sehen. Und dachte, 'das ist es!' Also habe ich ein Stoffsäckchen gekauft, mit 1l Zirbelholzspänen befüllt. Lavendelsäckchen hat er schon ... 1000 ... circa. Zirbelholzspäne ... genau das richtige. Also finde ich.

Danach habe ich in einem anderen Geschäft noch einen Stadtplan gekauft, und einen blauen Geschenkkarton mit weißen Sternen drauf. Stadtplan, weil da die Sternwarte drauf eingezeichnet ist. Da war er noch nicht. Sterne mag er. Sternwarte besuchen ist was, was wir gemeinsam machen können, bzw wo ich mit ihm zusammen hingehen möchte. Mal was Romantisches. Fehlt uns. Mir. Fehlt mir mit ihm zusammen. Sterne passt wiederum zu Nacht, zu schlafen, zum Zirbelholzspänesäckchen ... großer Bogen.

So, dann habe ich Ernesto geholt, und bin ein Stück weiter gefahren. Normalerweise ist Laufen voll meins, heute nicht - zu schwach auf den Beinen. Im Museumsladen habe ich dann noch die Postkarte gekauft, die Fridolin vorgestern für Hannes ausgesucht hat: ein Schwarz-Weiß-Foto von einem Zirkuselefanten, der in ein Auto einzusteigen versucht. ;-) Und weil ich dann schon da war, und weil Fridolin so ein lieber Junge ist, habe ich ihm das "Kinderwerkstatt Recycling-Kunst"-Buch gekauft. Das haben wir uns vorgestern lange zusammen angesehen im Laden, und ich habe beschlossen, das zu kaufen, weil er sowieso ein solch kreativer Kopf ist, und er sich das gerade jetzt verdient hat! So. Sehr anspruchsvoll, und eigentlich erst für ab 6.

So, nun bin ich wieder daheim, und werde endlich mal weiter lesen. Das habe ich heute nämlich noch nicht geschafft.

Viele liebe Grüße,
Friederike Fröhlich

Schutz

Angst vor irgendetwas.
Ich suche deinen Schutz.
Schließ mich in deine Arme.
Beschütze mich.
Berühre mich.
Lass mich dich spüren.
Lass mich in deinen Armen versinken.
Nimm mir die Angst.

Wärme

Trotz Essens habe ich sehr geringfügig abgenommen von gestern auf heute - geht doch. Umgedreht wundert mich das aber auch nicht, in meinem Magen geht es jetzt den dritten Tag in Folge ganz schön rund. Ärger bereitet mir die Tatsache des Zwangs-Ausgebremstseins. Wieder nix mit Laufen. Wie soll ich mich so verbessern?! Wieder nix mit Hier-Vorankommen. Wieder ein Rückschlag für die Motivation. Nun ja, ich hoffe, dass ich morgen wieder richtig fit bin, es fühlt sich nicht sooo dramatisch an wie sonst - immerhin. Drei Seiten lesen, eine Runde Nickerchen. Letztes ,Nickerchen' war 2 Stunden lang und komisches Zeug geträumt - NERVT! Abgesehen von einem BISSCHEN weniger müde geht es mir auch nicht besser. Hannes wollte gestern Abend nicht mehr telefonieren, weil's ihm nicht gut ging. Ach menno, der Arme. Nimmt aber auch alles mit zur Zeit. Nicht zu telefonieren kam mir durchaus entgegen. Mich nervt bloß ein bisschen, dass es wieder von ihm kam, und nicht von mir. Habe ausserdem Angst um meine Nieren. Gefällt mir gar nicht, aber um zum Arzt zu gehen, reicht es definitiv noch nicht. SO sieht's aus, als bleibe ich am Samstag alleine daheim - nix Hannes, nix Karlsruhe. Fridolin wollte gestern keine Pizza essen - zu fett und ungesund. Wo er recht hat ... aber dann doch. Kommt ja auch auf die Menge an, und wie oft man sowas isst. So, grade bin ich einigermaßen fit (?!) für in die Stadt zu fahren, und Hannes' Geburtstagsgeschenk zu kaufen, allerdings ist von der Sonne hier nicht mehr viel zu sehen. Eher im Gegenteil, es sieht nach Regen aus. Hilft nix ... ich nehme Ernesto mit, dann geht's schneller. Bis dann, Friederike Fröhlich

Wundenlecken

Nächster Tag ... es geht mir besser, zumindest der Hals tut nicht mehr so weh, aber noch lange nicht ,gut'. An Aufstehen ist nicht zu denken. Aber ich muss heute das Geburtstagsgeschenk für Hannes kaufen. Dabei bin ich so schlapp, habe immernoch heftig Bauchweh und bin richtig schlapp. Vielleicht schaffe ich heute wenigstens, mich in die Sonne auf der Dachterrasse zu legen. Jedenfalls probiere ich es heute mal mit Homöopathie, Arznei und so profanen Hausmittelchen wie einer Wärmflasche auf dem Bauch. Letztere hilft dummerweise nur, wenn ich sie von jemand anderem gemacht bekomme; doofer Kommentar darf aber nicht sein, sonst Wirkung kaputt. Nix mehr mit Zähnezusammenbeissen, Schluss aus.   Ich will doch einfach nur gesund sein!!! Fred, im Übrigen, war gestern an meiner statt beim Vorstandstreffen vom Kindergarten-Dachverband - das rechne ich ihm sehr hoch an!! Ich wäre gerne hin gegangen, weil die Leute dort nett sind, aber es ging einfach nicht. Ich bin froh, wenn ich später das Geburtstagsgeschenk für Hannes gekauft habe, und wieder zurück bin. Der Tinnitus ist immernoch arg. Vielleicht schaffe ich heute wenigstens, mit den Kochrezepten weiter zu machen, das wäre schonmal was. Was ich am Samstag mache, weiss ich immernoch nicht. Im Übrigen hat mein Unterbewusstsein glaube ich Angst vor Sonntag. Da ist Treffen mit Frida, sie hat uns ins Kinderkonzert eingeladen. Angst habe ich vor ihren abschätzigen Blicken "Wie du wieder aussiehst!" ... . Nachdenklich, FF

Mittwoch, 11. Juli 2012

Sehnsucht

Sehnsucht nach Festhalten
Sehnsucht nach Beständigkeit
Sehnsucht nach Sicherheit
 
 
Sehnsucht nach Schwachsein
Sehnsucht nach Unsichersein
Sehnsucht nach Nichtwissen
Sehnsucht nach Kleinsein
dürfen
 
 
Sehnsucht nach Geduld mit mir
 
Sehnsucht nach Lächeln
Sehnsucht nach Nähe
Sehnsucht nach zwei starken Armen, die mich halten
unendlich
Sehnsucht nach Berührung
spüren
endlich
 
 
Sehnsucht nach Stille
Sehnsucht nach Schweigen
Sehnsucht nach Lachen
Sehnsucht nach Weinen
Sehnsucht nach Regen
Sehnsucht nach Leben
 
 
Sehnsucht nach Schutz
der mich stark macht
 
 
Sehnsucht nach Starksein - teilen



Sehnsucht nach Ankommen
Sehnsucht nach dir

Defizitär

Sogar zu schlapp, um auf der Dachterrasse zu liegen. Zu schwach zum Lesen. Fernsehen ist sowieso nicht mein Ding. Sogar zu schlapp, um einer niederen Tätigkeit nachzugehen, wie Rezepte sortieren. Heute Abend gibt's Pizza vom Lieferservice. Bin zu schlapp, um mir was zu machen, aber irgendwas brauche ich wohl. Frido bekommt im Kindergarten, Fred in der Kantine zu essen - und ICH?! Mir fehlt, dass mich jemand umsorgt. Mir ist schlecht.

So

Vorhin kurz mit Hannes telefoniert, nix Weltbewegendes aber, und grade habe ich bei einer Freundin (?!) angeruffen, und wir haben eine Stunde lang gequatscht. Tut gut, jetzt geht's mir zumindest mental wieder bisschen besser. Körperlich bin ich immernoch platt.

Betttag

Keine Kraft mehr. Sollte noch das Geburtstagsgeschenk für Hannes kaufen. Weiß ja inzwischen, was ich möchte. Kann ich heute nicht. Geht nicht. Keine Kraft. Heute Abend Vorstandssitzung beim Dachverband vom Kindergarten - da müsste ich dringend hin. Wie soll ich das schaffen?

...

Wenn's 16 Grad hat und regnet, erlaube ich mir was zu sagen, wenn mein Kind, das sowieso Schnupfen hat, nur kurzärmelig bekleidet ist. Dafür lasse ich mich nie wieder anmaulen. Punkt. Hannes will mich am Freitag zum Essen einladen, und am Samstag was mit mir machen, sollte ich nicht nach Karlsruhe fahren. Muss ich mir überlegen. Mal raus hier wäre vrmutlich nicht verkehrt. Aber einen ganzen (!) Tag mit Fred verbringen?! Das mit den Gefühlen von letzter Woche hat sich wieder relativiert, als Fridolin und ich am Sonntag vom Zelten zurück kamen. Und sollte ich nicht mitfahren, heißt das noch lange nicht, dass ich dann was mit Hannes machen muss. Kann ich auch spontan am Freitag oder so entscheiden. Jetzt muss ich sowieso erst mal gesund werden. Immernoch ,beeindruckt' bin ich über diese extreme Reaktion meines Körpers auf den Psychostress gestern. Das macht mir Angst. Bis dann, FF

Rainy Day

Guten Morgen! Habe einigermaßen gut geschlafen. Den Wecker vom Nachbarn habe ich wahrgenommen, aber gleich weitergeschlafen. Mir ... geht's heute nicht so dolle. Hals kratzt, was jetzt allerdings nicht so tragisch ist. Das hatte ich schon ewig nicht mehr. Aber mir ist noch schlecht, und mein Magen-Darm ist irgendwie nicht ok. Außerdem habe ich ein bisschen Kopfweh, und es regnet. Werde auf jeden Fall erst mal lang und ausgiebig im BETT bleiben. Das Drama gestern hat mir sehr zugesetzt. Hannes hat so gegen 23.30 Uhr doch noch eine SMS geschickt. Wir müssen aufpassen, dass die Liebe nicht kaputt geht. Sie leidet sowieso schon genug unter den äußeren Umständen. Bis dann, FF

Dienstag, 10. Juli 2012

Handy

Hatte das verfluchte Handy bis grade an, wartend auf die von Hannes versprochene SMS. Kam nix. Kann nicht mehr. Schluss aus Ende. Vielleicht fahre ich am Samstag doch mit nach Karlsruhe? Weiß grad nix mehr, fühle mich einfach nur elend und krank - endlich mal wieder. Kann nicht mehr. Alles tut weh. Wenn morgen früh wieder um kurz nach 5 Uhr der Wecker klingelt beim Nachbarn, laufe ich Amok. Nicht wirklich, aber ... .

Koliken

Die ,Bauchschmerzen' waren Darmkoliken. So stark, dass mir fast schlecht davon wurde, dass ich nicht mehr ein- noch ausatmen konnte, dass mir schwindelig wurde. Tollerweise durfte ich in diesem Zustand auch noch Fridolin vom Kiga abholen - mit dem Fahrrad. Jeder einzelne Hubbel tat unendlich weh, und wir mussten mehrmals anhalten, weil ich einfach nicht mehr konnte.  Fridolin ging es irgendwie auch nicht so gut - müde, Kopfweh, Bauchweh, und er ist auf dem Heimweg einmal hingefallen und hat sich zu Hause auch noch paarmal weh getan und richtig herzzerreißend geweint. Der Arme! Weint ja sowieso nur, wenn ihm wirklich was weh tut. Zuhause haben wir uns dann nur ausgeruht. Ich habe Abendessen gemacht, Fred hat ihn dankenswerterweise übrnommen. Ich habe nicht viel gegessen, das auch nicht gut vertragen. Bauch tut immernoch weh und grummelt. Hannes ... habe ich am Abend angerufen, auch wenn von ihm nix kam. Er liebt mich ganz doll, sagt er. Wochenendtechnisch sind wir noch nicht weiter. Die eine Wohnung, die er heute angeschaut hat, war wohl ganz ok. Wenn er die dann noch kriegt ... Er will wohl später noch eine SMS schicken. Mal sehen. Ich mag das Handy heute nicht mehr an machen. Mein Bedarf an Aufregung ist gedeckt für die nächsten 10 Jahre. Ach Mann. Fühle mich krank jetzt. :-(

...

Was hier gerade vor sich geht, gefällt mir gar nicht. Nahezu nmittelbar auf den Stress mit Hannes habe ich sehr starke Koliken bekommen im Darm, die nach wie vor anhalten. Schreiben, um mich abzulenken. Schmerzen, endlich wieder Schmerzen. Kaum aushaltbare Schmerzen.
Desperado

Desperado

Lieber Hannes,
... wieder ich. Ich muss dir das schreiben, weil's mich fertig macht. Bescheiden per SMS, dessen bin ich mir bewusst [geht aber nicht anders, weil Hannes aktuell schwer Zugang zum Internet hat]. Ich habe jedes Verständnis und alle Geduld der Welt für deine Situation; mit unserer 'Wohnungslosigkeit' kann ich mich arrangieren, das sind äußere Umstände, muss man als gegeben hinnehmen. Aber: dieses ewige Hin und Her hat nix mit außen zu tun. Ich habe mich darauf verlassen, dass das am Freitag/Samstag endlich mal steht, dass da Zeit für uns ist. Das geht grade in eine Richtung, die unserer Liebe echt nicht gut tut, und macht mich arg unsicher, weil ich darauf vertraut habe. Ich liebe dich, das ist keine Frage. Aber mir geht's grad nicht gut so. Liebst du mich? Ich vermisse dich und uns sehr,
Friederike
P.S.: Ich bin tatsächlich nicht sauer oder beleidigt.

Hin und Her

... scheiß-verfluchtes Hin und Her, blödes! Ja, ich habe Verständnis für Hannes. Ich habe viel Verständnis! Aber irgendwann reicht's einfach mit dem Hin und Her. So, jetzt geht's mir schlecht. Bis heute Abend gebe ich mir selbst noch Zeit, ob ich mit Fred und Fridolin nach Karlsruhe fahren möchte, aber wenn ich eine Entscheidung getroffen habe, werde ich mich nicht mehr um-entscheiden. Definitiv nicht, das ist in Stein gemeißelt. Ich mache da nicht mehr mit. Hin und Her, elendiges! Vielleicht ist echt Abstand besser.

Ich bin nicht sauer auf Hannes, da mir seine Situation bekannt ist, ich zweifle nicht an seiner Liebe, aber ich muss feststellen, dass dieses ewige Hin und Her unserer Beziehung (?) definitiv und ganz und gar nicht gut tut. Das geht so nicht. Ich mag nicht mehr leiden. Irgendwann muss mal Schluss sein mit Leiden. Kein Problem, dass unsere Situation nun mal so ist, wie sie ist. Die Wohnungssuche Hannes' ist nervenzehrend. Ok, damit kann ich mich irgendwie arrangieren, weil ich das als 'äußere Umstände' wahrnehme, die ich nicht beeinflussen kann. Aber dieses Hin und Her andauernd muss definitiv nicht sein. Ich muss mich mal auf irgendwas verlassen können, sonst wird das nichts mehr mit uns, so leid es mir tut. So weh es mir tut, weil ich Hannes tatsächlich liebe. Wir führen eine Beziehung irgendwo zwischen Teenager, die irgendwie davon abhängig sind, dass sie einander sehen 'dürfen', zwischen Fernbeziehung, einer Beziehung, die auf Telefongesprächen basiert, weil es sehr schwer ist, einen 'Live-Termin' bei Hannes zu bekommen, und irgendwas, was ich grade nicht in Worte fassen kann. Die zwei Königskinder ... . Fest steht jedenfalls, dass ich so kaputt gehe.

Ausgemacht war, dass wir Freitag/Samstag was machen. Ich habe mich drauf verlassen, dass das mal fix ist. Weiß grade nicht mehr, was ich sagen soll, was ich sagen kann.

Ich muss weiter Wäsche aufräumen.

Platzen

So, mal schnell zwischenreflektieren, ansonsten platze ich nämlich! Nicht lustig.

Geschafft habe ich bis jetzt:
- aufstehen
- frühstücken
- Waage "reparieren"
- Zeitung lesen
- Fridolin in den Kiga bringen (Fahrrad)
- 30 Minuten Laufband
- bloggen, aber das ist ja eigentlich langweilig *gähn*
 
Weiter geht's im Takt ... 1,2,3 im Sauseschritt, jetzt kümmere ich mich um mich!
 
Muss gut auf mich aufpassen, damit ich mich nicht verliere!
Muss grade grinsen, weil als ich im Bereitschaftszentrum war vor paar Monaten als ich umgekippt bin, der Arzt über mich gebeugt war, mir die Backe getäschelt hat, und ich nur noch gehört habe "Halten Sie die Augen geöffnet! Bleiben Sie bei mir!" ... und dann wurde es duster, zappenduster. So ungefähr komme ich mir grade vor: ich bin mein eigener Notarzt, der sich über mich beugt, und mich selbst rettet. Bisschen schizophren. "Schnaps", das war sein letztes Wort ... . Ne Quatsch. Hab keinen Alkohol getrunken. Vielleicht setzt mir meine Magnesium-Brausetablette so zu, kann auch sein. Oder das frühe Aufstehen. Wer weiß das schon!

Also nun mal 'kurz' zwischendrin ... die Lauferei heute war richtig gut. 30 Minuten lang. Anfänglich habe ich dabei gelesen - Ablenkung. Dann hatte ich aber so ein Gefühl ... habe das Buch ("Hochsensibilität in der Liebe" - ganz großer Quatsch, ein Thema, das die Welt nicht braucht - meine Meinung) weg gelegt, und bin gelaufen um des Laufens Willen, Ablenkung war nicht mehr nötig. War gut. Bis jetzt brauche ich für die Strecke 68 Minuten. 2010 wäre das Rang 384 gewesen. Ganz knapp nicht der letzte Platz. Oh weh. Das geht besser, aber ich habe ja noch Zeit zum Trainieren!! Nur, wie wird man schneller?! Trainieren, trainieren, trainieren, und abnehmen!!
Oh, habe gerade gesehen, dass es bei meinem Lauf bis jetzt nur 53 Mitläufer gibt. Oh weh. Hoffentlich lande ich da nicht ganz hinten!!! Bei Fridolin's Bambinilauf sind's bis jetzt um die 60 Kinder. Und so viele Leute, die sich zusammen angemeldet haben ... da sieht man deutlich Mutter, Vater, Kinder ... neidisch bin ich nicht, ich freue mich für die. Aber ich hätte das auch so gerne. Naja, Fridolin und ich, wir sind ja immerhin zu zweit. Hoffentlich behält er den Spaß am Rennen bei!!

So, das war das mit der Lauferei ...

Ansonsten ... die Nachbarin sitzt mit irgendeiner Proleten-Freundin auf der Terrasse und raucht und raucht und raucht in einer Tour. Unser ganzes Haus stinkt nach Rauch. Ekelhaft! Jetzt habe ich endlich mal ein Räucherstäbchen angezündet, dann stinkt's zumindest hier nicht mehr so.

Ja, dann noch die Sache mit dem Gewicht ... das letzte Mal habe ich mich gewogen vor genau drei Wochen, seitdem habe ich 2,1 kg zugenommen. Nicht gut. Jetzt möchte ich das mal analysieren.

Seitdem habe ich:
  • die Waage verbannt, um mich nicht mehr diktieren zu lassen. Da die Batterien leer waren, kein Problem.
  • daran gearbeitet, ein Gefühl für mich selbst zu bekommen. Und wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, dann muss ich zugeben, dass ich das auch so wahrgenommen habe.
  • Allerdings muss ich anmerken, dass ich mich nach dem Frühstück gewogen und zudem viel getrunken habe. Keine idealen Bedingungen.
  • Außerdem waren wir die letzten drei Tage dreimal Essen, davon das letzte Mal gestern abend, wo ich noch dazu aufgrund von echtem Hunger richtig viel gegessen habe.
  • Und schließlich war die letzte Woche lauftrainingstechnisch auch irgendwie durcheinander, weil ich ja Fridolin hier hatte, und nicht so konnte, wie ich wollte.
  • Des Weiteren habe ich viele Dinge gegessen, die eigentlich nicht mir entsprechen ... Fleisch ... passt nicht zu mir; und viel Cola und Spezi getrunken. Passt auch nicht. Darauf muss ich wieder mehr achten.
  • Und schließlich bin ich die letzten drei Wochen weniger Fahrrad als viel mehr Roller oder eben mit Hannes Auto gefahren, das spielt auch eine gewichtige Rolle - Schenkelklopfer.
Das alles sind keine Ausreden, jedoch Fakten, die ich mir vor Augen halten muss, dann relativiert sich das mit 2 kg plus wieder ein bisschen. Die letzten Tage und Wochen waren somit Ausnahmezustand. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Hoffentlich. Bei mir bleiben, Friederike!

So, Plan für jetzt:
  • Mein Lesepensum bewältigen ... da ich gestern kaum gelesen habe, bin ich etwas in den Rückstand geraten
  • Nach der Post gucken
  • Mich um mein Reich kümmern
Wenn ich Fridolin geholt habe, kann ich immernoch
  • Spülmaschine ausräumen
  • Wäsche aufräumen
Das muss nicht mehr alles erledigt sein, bis er kommt, ich darf mich auch mal um mich kümmern.
Liebe Grüße und einen schönen Tag euch allen,
Friederike Fröhlich

Eye of the Tiger

So, grade beim Gang auf die Waage dem Tiger in die Augen geblickt. Naja, NACH dem Frühstück ist immer schlecht zu wiegen, und nach vier so Tagen mit dem ganzen blöden Essengegehe immer, das letzte Mal gestern Abend. Aber ich hatte Hunger. Nun denn, die Waage funktioniert wieder. Aber das Gewicht entsprach meinem Gefühl, da mache ich mir nix vor. Bremse ziehen. Gefehlt hat mir das Gewiege trotzdem nicht. Laufband. Jetzt. Grüße, Survivor

Langeweile - Klappe, die 13.

"Der Mensch bringt sein Haar täglich in Ordnung, warum nicht sein Herz?" So lautet eine chinesische Weisheit. Langeweile ist, wenn es morgens um 8 Uhr mal noch nichts zu melden gibt. Da aber selbst um diese Uhrzeit mein persönlicher newsticker fleißig vor sich hin rattert, war's wohl nix mit Langeweile und Müßiggang. Nachbar's Wecker (der über die Strasse) ging um kurz nach 5 Uhr, so sind Fridolin und ich auch seit kurz nach 5 Uhr wach. WIR sind nämlich davon aufgewacht, Nachbar anscheinend nicht, das Ding machte nämlich geschlagene 25 Minuten lang LÄRM. Da ich schon mal wach war, habe ich die SMS abgeschickt, die ich gestern Abend noch für Hannes geschrieben hatte. Dass ich nicht ihm Weg stehe, wenn er am Wochenende irgendwas zu tun hat. Hintergrund: ausgemacht war/ist, dass wir beide Freitag/Samstag was zusammen machen, alleine, ohne Kinder, er wird an diesem Freitag 35. Allerdings - und jetzt kann ich mein dauerkomisches Gefühl benennen - fühle ich mich dauernd schuldig, wenn wir alleine was machen, weil er dann die ganze Zeit davon spricht, was er eigentlich alles machen müsste und wollte. Fühlte sich blöd an. Friederike: Schuldig. Zeitdieb. Ich mag mich nicht schuldig fühlen. Und wenn ich merke, dass ich jemandem eine Last bin, beende ich das augenblicklich. Ich bin nicht schuld an irgendwas, und ziehe mir diesen Schuld-Stiefel auch nicht mehr an, nur damit andere glücklich sind (allerdings bedeutet das nicht, dass ich keine Verantwortung übernehme, wenn ich tatsächlich was verbockt habe). Naja, all das habe ich nicht geschrieben, aber so im Ansatz. Mal ganz abgesehen davon, dass es mir definitiv nicht an Beschäftigung mangelt. Dann dachte ich, die Zeit bis MEIN Wecker klingelt,  wenigstens zum Lesen nutzen zu können. Um kurz nach 6 Uhr hat Hannes dann angerufen, er wollte meine Stimme hören. In der Mittagspause telefonieren wir nochmal. So, dann bin ich nach unten - Fred war noch da. Komisch. Und hat sich Ewigkeiten von Fridolin verabschiedet. Sehr komisch. Hoffentlich ist da nix. Naja, als er endlich weg war, habe ich in Ruhe mit Frido gefrühstückt, danach sind wir gemütlich mit dem Fahrrad in den Kiga gefahren, um 8 Uhr war ich wieder da. Der Tinnitus ist arg zur Zeit. Und jetzt ist jetzt, jetzt hupfe ich erst mal 30 Minuten aufs Laufband. Die gewonnene Zeit werde ich heute sinnvoll nutzen!!! Für mein Zimmer. Für mich! Bis dann, FF

Montag, 9. Juli 2012

Ordnung ist das halbe Leben

Der Punkt ist: die letzte Woche habe ich mich zu 99% um Fridolin gekümmert, die zwei Wochen zuvor habe ich den Rest vom Haus geputzt und geräumt und getan (außer dem Höllenzimmer),
aber in MEINEM Zimmer sieht es aus wie Kraut und Rüben, dazu hat die Kraft nicht mehr gereicht.

Unordentlich, ungemütlich. Chaos. Alles fliegt nur irgendwie rum.
Aber: während ich jetzt die Ruhe habe, den Rest vom Haus gründlich geputzt zu haben, kann ich mich jetzt dieser Tag in Ruhe MEINEM ZIMMER widmen, endlich endlich.
Wenn ich MEIN ZIMMER irgendwann mal in Ordnung habe, dann kann ich ENDLICH ENDLICH ENDLICH den nächsten so sehr fälligen Schritt gehen ... Arbeit suchen, und so Zeug.

Mein Haus repräsentiert die Fassade, die steht wieder, mein Zimmer repräsentiert mein Innerstes: durcheinander, unaufgeräumt, chaotisch.

Jetzt ist es an der Zeit, mich endlich mal um MICH zu kümmern, insofern ist das nicht wirklich 'Arbeit' so wie die im Rest vom Haus, sondern es geht richtig um was. Um mein Seelenheil. Klingt bescheuert, ist aber so. Zeit, dass ich MIR was Gutes tue ... MEIN Reich aufräume, wieder schön gestalte ... . Wenn ich dieses Zimmer endlich geschafft haben werde, werde ich FREI sein, das weiß ich einfach.

Ganz tief in mir drin ist es mir schlecht - so richtig übel. Und ich weiß nicht, wieso. Einen 'organischen' Grund hat das nicht, das immerhin weiß ich. Es ist eine Angst vor irgendwas. Wenn ich bloß wüsste, vor was, dann könnte ich sie zulassen, annehmen, durchstehen. So ist das einfach ein verdammt unangenehmes Gefühl tief in mir drin, das mich droht zu lähmen. Wie jetzt vorgehen?!

So, weiter machen. Viel zu tun. Das ist auch nicht in ein - zwei Tagen erledigt, leider.

Ligrü,
Friederike Fröhlich

Doof

Ja so, nachdem letzte Woche zu 99% Fridolin-Woche war, und ich die beiden Wochen zuvor im Haus/für die 'Allgemeinheit' geschuftet habe, bin diese Woche ich dran, mein Zimmer. Nur: was habe ich bisher gemacht?! Einkaufszettelauftrag für Fred geschrieben (endlich mal wieder), weil sein Nichtstun geht so nicht. Wir sind eine Gemeinschaft, ob er will oder nicht. In einer Gemeinschaft hat sich jeder einzubringen, nicht einer alles, der Rest nix. So geht das nicht! Wenn er will, dass ich wieder Geld verdiene, muss er seinen Teil dazu beitragen, dass ich arbeiten gehen kann. So jedenfalls nicht. Und dann sagt er, er müsse so dermaßen viel arbeiten. Hallo ... wir haben Fridolin-Zuständigkeiten aufgeteilt: 50 - 50. In den Tagen, in denen er nicht dran ist, kann er satte Plusstunden machen, und alle zwei Wochen freitags mal eine Stunde Miese. Das ist ja wohl ... . Mal ganz abgesehen davon, dass wir theoretisch offiziell getrennt sind, und es nicht meine Angelegenheit sein kann, ob er zu Rande kommt, oder nicht. Wenn nicht, dann muss er sich eben Hilfe organisieren, er kann nicht davon ausgehen, dass automatisch ich da bin. Geht nicht. Wenn ich hier mit dem Haus 'durch' bin, muss ich in meinem eigenen Interesse mal andere Saiten aufziehen. So geht das nicht. Ich habe auch Rechte.

Naja, bis ich Fridolin holen muss, habe ich jetzt noch eine Stunde, die ich in meinem Zimmer tatsächlich etwas machen kann ... . Wenn ich mich denn dazu durchringe.

Liebe Grüße,
Friederike Fröhlich

Muffelfurz und Krötenschleim

6.45 Uhr - ich steh dann mal auf. Aus Japan kommt die Weisheit des Tages: "Die Lebensspanne ist dieselbe, ob man sie lachend oder weinend verbringt." 8.40 Uhr: Nachdem die erste Ladung Wäsche des heutigen Tages aufgehängt, der Wäscheständer unsanft auf meinem Fuss gelandet und das Frühstück fertig gemacht war, habe ich den ,armen' Fridolin geweckt, wir haben in Ruhe gefrühstückt, und sind dann endlich mal wieder mit dem Fahrrad in den Kindergarten gefahren. Das ging aus Zeitgründen schon länger nicht mehr, weil immer alles schnell schnell gehen musste. Heute haben wir uns die Zeit einfach genommen - war schön. Ja, im Vergleich zu anderen 5-Jährigen Kindern ist er verdammt selbständig und sehr weit!! Bevor wir los gefahren sind, hat er alleine seinen Rucksack mit Käppi, Sonnencreme, kurzer Hose, Sandalen und - ganz wichtig - Sonnenbrille gepackt. Super! Schön auch für mich endlich mal wieder im Kindergarten zu sein. Die Leute dort tun mir einfach gut! Jetzt lese ich die Zeitung zu Ende und meine 60 Seiten, bevor ich dann zu Herrn Klavier fahre. Ach ja, Wäsche noch aufhängen. Bis dann, Friederike Fröhlich

Sonntag, 8. Juli 2012

Wochenende

Ja nun, wie soll ich solch ein Wochenende bitte analysieren, reflektieren? Was soll ich von all dem bitte halten?!

Am Besten mal von vorne ... vom Wochenende weiß ich nicht mehr allzu viel. Außer dass irgendwie der Wurm drin war. Wettertechnisch durchwachsen, stimmungsmäßig ... ach, ich weiß alles nicht. Zelten war superduperspitzenmäßig. Hannes' Sohn ist ziemlich anstrengend. Gleich alt wie Fridolin, aber lang nicht so weit wie er - sagt auch Hannes. Er schläft nicht alleine ein, zieht sich nicht selbständig an, und nörgelt ganz schön viel rum. Bisschen babymäßig. Hannes-technisch bin ich nicht wirklich auf meine Kosten gekommen. Irgendwie habe ich nicht so recht eine Ahnung, wo diese Beziehung hinführen soll. Freundschaft mit ab und zu bisschen anfassen und 'ich hab dich lieb'? Ich weiß nix mehr. Naja, es war schon schön, ich weiß nur nicht mehr so wirklich, wohin mit meinen Gefühlen. Mal sehen. Wird schon werden.

Als wir zurück kamen ... lag Fred in seinem Bett und sah leidend aus wie immer. Nicht mal der Briefkasten war geleert - drei Tage lang, kein Biomüll raus, und nicht mal die Spülmaschine angeschmissen oder eingekauft. Nach eigenen Angaben hat er nicht mal das Haus verlassen die letzten drei Tage, nicht mal Rasen gemäht, nicht mal auf die Terrasse raus, keine Blumen gegossen - nichts. Ich meine nichts. Nur als Beispiel: Fridolin und ich sind am Freitag weg, deshalb habe ich unsere Handtücher runter zum Waschen, damit wir heute frische haben. Fred hat sich die drei Tage nicht mal ein frisches Handtuch geholt ... anscheinend nicht geduscht, und nur sein kleines Gesichtshandtuch benutzt. Oh Mann! Kann ja wohl nicht sein.

Ich bin nach Hause gekommen, habe gleich komplett ausgepackt und aufgeräumt, nix mehr übrig von Unordnung, die meiste Wäsche ist auch schon gewaschen. Danach habe ich Abendessen für Sohni und mich gekocht - gebratene Nudeln mit Gemüse. Beim Abendessen ist Fred dann mal halb ausgerastet. Weiß gar nicht mehr, warum überhaupt, mein Hirn behält nix mehr. Schluss, aus, Ende. Hab's echt vergessen. Ach ja, ich habe gewagt zu fragen, weshalb das eine Handtuch im Bad auf dem Fensterbrett liegt. Und nein, ich habe mir echt nix mehr vorzuwerfen. Ich bin freundlich, selbst wenn ich angeblafft werde. Stehe ich drüber. Fred hat mit sich selbst ein Problem, nicht ICH bin das Problem. Das habe ich jetzt auch erkannt. Über seinem Rumgeblaffe stehe ich drüber, habe ich nicht nötig, wozu auch. Ich bin mit mir selbst (wieder) im Reinen.

Nachtrag: grade eben kam eine SMS von Hannes, danke für das schöne Wochenende, es hätte ihm gut getan, auch wenn es manchmal nicht so ausgesehen hat ... WOW, einer mit Bewusstsein für die Sache!

Boah, ich habe so viele Schnackenstiche ... alleine am linken Unterarm neun (!) Stück ... oberätzend. Nur die, die Hannes 'behandelt' hat, jucken nicht mehr ... bin stolz auf ihn, er weiß so viel, kennt Pilzsorten, Blumen ... . Macht Spaß.

Hirn braucht Pause, ich schalte das jetzt einfach AB.

Morgen Therapie. Gut ist das.

Eine gute Nacht wünscht
Friederike Fröhlich

Donnerstag, 5. Juli 2012

Boti Kebab

Ein Mops kam in die Küche ... mir ist sauschlecht vor Hunger. Vielleicht bin ich ja deswegen die ganze Zeit so unglaublich müde?! Ich finde das nicht mehr wirklich witzig. Irgendwie bin ich durch den Wind. Weiß auch nicht, was gerade los ist. Vielleicht ja wirklich das Essen. Habe mir was beim Inder bestellt. Hoffentlich kommt das bald.

Habe vorhin nochmal mit Hannes telefoniert, wir haben uns entschlossen, dass wir morgen doch zum Zelten fahren. Wenn's zu stark regnet, können wir immernoch abbrechen, das ist nur eine gute Stunde von hier.

Hunger!

Jetzt!

Essen!

Boah!!

Und bis dahin ist noch jede Menge zu tun. Immerhin habe ich schon mal das Microfaser-Handtuch gefunden. Riesenteil, saugut, aber winzig klein zusammen zu packen.

Boah, ich habe so dermaßen Hunger!!

Drama, Baby!

Juhu, Ernesto ist fertig zum Abholen. Hoffentlich gibt das keine Probleme beim Abholen, wenn ich das Scheckheft nicht dabei habe. Mit sowas kenne ich mich nicht aus, das dumme Heft finde ich aber grade nicht.

Großartig hier in meinem Zimmer wuppen konnte ich heute nicht mehr, unfortunately bin ich mal wieder eingeschlafen. Wie kann ein Mensch nur so dermaßen müde sein?! Gleich kommen Fred und Frido, dann bringen sie mich zum Ernesto-Abholen. Mal sehen, wieviel das wieder kostet.

Hannes hat Freitag und Samstag nächste Woche frei - für mich. Seine Nochfrau nimmt das Kind, dann können wir seinen Geburtstag in Ruhe zu zweit feiern! Hoffentlich bleibt's dabei. Ohne Drama!

Zwischenstand

Wär ja mal ne Abwechslung, keine news in irgendeiner Form ... einfach mal nichts. Nein, ein Dummchen bin ich nicht, und ich werde mich auch niemals absichtlich dumm stellen, nur damit irgendwas leichter geht. Das Zelt habe ich alleine aufgebaut, genauso wie ich es alleine abgebaut und alleine aufgeräumt habe. Hat sogar wieder alles in die Hülle gepasst, wie sich das gehört. Nein, die Blöße gebe ich mir nie im Leben. Ok, vielleicht helfen lassen, weil bestimmte Dinge nun mal gemeinsam schneller zu erledigen sind. Aber ich lasse mir niemals irgendwas abnehmen, weil ich's nicht kann. Selbst ist die Frau!

Dieses Wochenende ist Zelten nun endgültig passé, abgesagt, kein hü oder hott. Klare Ansage meinerseits, Hannes war nicht beleidigt oder so. Ich habe es begründet, und fertig. Nun warte ich noch, was seine Holde bezüglich dem nächsten Wochenende sagt. Wenn sie das Kind nimmt, gehe ich mit Hannes zelten, wenn nicht, fahre ich mit Fred und Fridolin nach Karlsruhe. Ganz einfach. Nein, ich bin niemals und zu keinem Zeitpunkt kompliziert. Ich habe ein schönes Leben, trotz aller widrigen Umstände. Ja, wieder. Aber ich schäme mich nicht dafür. Ich brauche mich nicht dafür schämen. Ich habe hart daran gearbeitet, dass es jetzt so ist, wie es ist, und es steht jedem Menschen frei, das auch zu tun.

So, fast 15 Uhr ... nun habe ich noch ganze 90 Minuten für mein Zimmer, bis ich Ernesto holen muss. 90 Minuten abzüglich duschen, anziehen und Nickerchen. Hm.

Naja ok, dieses Posting war nicht wirklich weltbewegend oder von großer Wichtigkeit, aber ... .

In Windeseile

... habe ich nun das Zelt im Garten abgebaut, immer mit Donnergrollen im Nacken und vor Augen. Jetzt liegen ein halbnasses Ober- und Innenzelt ein Unterboden und die ganzen 'Innereien' wie Isomatten etc im Wohnzimmer. Hauptsache alles schnell 'in Sicherheit' gebracht. Als ich drauf getreten bin, habe ich auch den einen Hering wieder gefunden, den ich im hohen Gras nicht mehr gesehen hatte. Es war ein Spezial-Hering für Sandboden. Diese extra-dicken. Autsch. Danach schnell nach oben gewetzt, und das Zeug von der Dachterrasse rein, und wieder runter, um die Terrasse gewitterfest zu machen. Wenn jetzt nicht der große Regen kommt, und das Gewitter mit solch einem Riesen-Regen, dass das Land droht, unter zu gehen, dann sorge ich für Gewitter. Aber echt!

So, jetzt das mit Hannes klären, Fred, dann lesen, Wäsche und mein Zimmer!

Ja nun ... die Posting-Taktung wird kürzer und kürzer, die Sehnsucht nach der besagten Langeweile hingegen nimmt zu.

Von der Sehnsucht nach gepflegter Langeweile

Liebe Leserinnen und Leser,
mein letztes Posting in diesem Blog liegt in diesem Augenblick genau ... eine Stunde und 33 Minuten zurück, und schon wieder gibt es hier etwas zu schreiben, Zeug zu verarbeiten.

Laufband war gut heute ... mein pace verbessert sich, obwohl ich nebenher lese. Bis vor Kurzem habe ich mich dagegen gewehrt, mich vom Laufen abzulenken durch lesen. Aber irgendwie habe ich eingesehen dass, wenn ich lese, ich mir leichter tue, meinem inneren Schweinehund in den Schweinehundehintern zu treten und ihm davon zu laufen. Ablenkung statt des von mir selbst vor mir selbst propagierten Annehmens und Aushaltens. Aber wenn's hilft ... vielleicht geht's ja irgendwann leichter, vielleicht mag der Schweinehund mit mir trainieren, dann kann ich das Lesen wieder lassen, und stattdessen Musik hören. Musikhören auf dem Laufband ist aber langweilig, deshalb lesen. Wie dem auch sei ... war gut heute, ich habe ordentlich geschwitzt und meine Leistung verbessert, Geschwindigkeit erhöht, und trotzdem nicht außer Puste.

In diesen 40 Minuten des Trainierens hat Fred dreimal (!) angerufen, einmal davon aus Versehen die Wahlwiederholung betätigt. Die zwei Anderen Mal, weil er das übernächste Wochenende angeboten bekommen hat, eine Busfahrt nach Karlsruhe zu übernehmen, nebenjobmäßig, ich möge doch bitte überlegen. Hm ja, das klingt ja nicht verkehrt, auch ich bin am Überlegen, ob ich da vielleicht mit will?! Und was ist mit Hannes?! Das andere Mal, weil in Frido's Kindergarten vor den Sommerferien eine Schließwoche ist, in der nur eine begrenzte Zahl an Kindern betreut werden kann. Dass ich gesagt habe, dass es gerade nicht ginge, ich stünde auf dem Laufband, und kümmere mich darum, sobald ich damit fertig bin, spielte keine Rolle. Ok, DAS hat mich weniger aufgewühlt als ... .

... die SMS von Hannes, ob wir am Wochenende nicht DOCH zum Zelten gehen. Ich werde noch wahnsinnig. Dieses dauernde Hin und Her. Ich muss mich mal drauf verlassen können, dass irgendeine Aussage ihre Gültigkeit behält, dass irgendeine Abmachung Bestand hat, und nicht in den nächsten zehn Minuten wieder in Frage gestellt wird! Das geht so nicht!! Was soll ich denn jetzt tun?! Wir hatten uns vor zwei Stunden (?!) darauf geeinigt, das mit dem Zelten zu verschieben, was für mich völlig in Ordnung war. Ja, ich bin emotional halt gerade nicht sooo hyper-flexibel, weil ich versuche, auf mich aufzupassen.
So, eine Lösung muss her! Und die wäre?! In dem Augenblick, in dem ich zusage, dass wir doch gehen, passe ich nicht auf mich auf, missachte ich meine eigenen Gefühle.
In dem Augenblick, in dem ich auf mich achte und absage, habe ich ein schlechtes Gewissen, und muss ich mit der Traurigkeit/Enttäuschung von Hannes umgehen, und mit der 'Verantwortung', das Zünglein an der Waage zu sein. Wobei die Erfahrung zeigt, dass selbst dann nicht gesagt ist, dass es bei 'wir gehen doch zelten' bleibt. Ach Mann, und wieder ist der Depp:

Friederike Fröhlich

P.S.: Aber das ist mir grade mal egal, ich muss nicht jetzt sofort entscheiden.

Devanagari

Nach dem Aufwachen bin ich nochmal eingeschlafen. Toll.

10.05 Uhr, und außer frühstücken, Zeitung lesen und mit Hannes telefonieren ist noch nicht viel passiert. Aufgrund der aktuellen Wetterlage haben wir uns dafür entschieden, das Zelten am Wochenende abzusagen. Wenn's jetzt die ganze Zeit so weiter regnet, haben wir matschigen Boden, da braucht man kein Zelt drauf aufzubauen. Mal ganz abgesehen davon, dass wenn's die ganze Zeit so dermaßen schwül ist, die Klamotten nie trocknen, und dann wird's im Zelt echt eklig. Die Hoffnung liegt auf August.

Um ehrlich zu sein, bin ich gar nicht mal so undankbar dafür. Die letzten zwei Nächte habe ich nicht besonders gut geschlafen, ich falle nach wie vor unvermittelt in den Tiefschlaf. Nicht mehr so häufig, aber weg ist das noch nicht. Und wenn ich müde bin, dann ist da nix zu machen. Auf Teufel komm raus wach halten wäre verheerend. Dann würde ich mit Sicherheit irgendwann umkippen. Mein Gefühl. Ja, die letzte Zeit ist nicht unbedingt einfach mit Hannes, auch deshalb geht das schon in Ordnung. Vielleicht brauche ich einfach bisschen Abstand.

Umgedreht ... wir haben grade mal wieder halbwegs anständig telefoniert, und er ist echt fertig wegen seiner Wohnungssituation, wegen dem Kind, jetzt wegen seinem Rücken, dass wir uns aufgrund der Situation nicht so sehen können, wie wir wollen ... . Ich lerne langsam, dass das kein ablehnendes Verhalten mir gegenüber ist, dass ich keine SCHULD habe, dass ich keinen FEHLER gemacht habe, dass ich mich deswegen nicht selbst zerfleischen muss, dass ich mitfühle, aber auch, dass ich erkenne, dass diese Probleme nicht meine Probleme sind, und ich sie auch nicht zu meinen Problemen mache. Lernen ist anstrengend!!!!!

Nein, ich bin nicht undankbar, dass das am Wochenende mit dem Zelten nicht klappt. Ich muss auch irgendwie zur Ruhe kommen, die letzten Wochen habe ich viel dazu gelernt, sie haben mir aber auch arg viel abverlangt. Der Tinnitus ist in der letzten Zeit wieder stärker geworden - was mich nicht wirklich wundert. Aber auch das nehme ich als Signal wahr, dass ich bei mir bleiben, dass ich auf mich achten muss. Noch bin ich nicht wieder krank geworden, was ich als eine Art Belohnung dafür sehe, dass ich lerne, auf mich zu achten, bei mir zu bleiben. Das Bisschen Tinnitus kann ich verschmerzen. Und ich kann es lenken. Mein Körper dankt mir, dass ich lerne, auf ihn zu hören, mich wahrzunehmen, indem er nicht krank wird. DANKE, KÖRPER!!

So, laufen ==> lesen ==> Wäsche ==> mein Zimmer ==> Ernesto abholen

MfG,
FF

Ankommen

Bauchweh, Nieren?! Bei Hannes ist nichts zu machen, bezüglich Rückenschmerzen und zelten - wenn ich den Schwanz einziehe, fährt er eben ohne mich und Fridolin. Hm. So viel zum Thema Vernunft. Dann können wir auch mit. Wobei ich ehrlich gesagt schon ein bisschen mit mir hadere. Vielleicht ist Fred traurig? Irgendwie mag ich ihn nicht verletzen. Und wenn ich was mit Fridolin alleine mache - darauf hätte ich auch mal wieder Lust. Und wenn ICH ,krank' bin?! Die Nacht war kurz, weil ich spät ins Bett bin, und mehr als durchwachsen, weil es ein großes Gewitter gab, genau über uns. Blitz und Donner fast zeitgleich. Ich habe nicht wirklich geschlafen, aber wach war ich auch nicht. Meine Befürchtung war, dass der Blitz ins Zelt einschlägt. Jetzt isses nass, und ich muss schauen, dass es trocknet, sonst kann ich's schlecht abbauen und einpacken. Hm. Fred hat heute Fridolintag, und es gab schon vor dem Frühstück Drama (oder gibt noch) wegen Anziehen oder so. Hab ich nix mit zu tun. Frido meinte nur zu mir "Das ist, weil er mich immer so anmotzt, so blablabla, und nie anständig sagt, was er will." Oh Kind, du hast so recht. So, bevor ich mich jetzt meinen 1400 zu lesenden Buchseiten widme, habe ich schnell Hannes angerufen zum Guten-Morgen-Sagen. Wenn er schon daheim ist, brauche ich nicht immer SMS zu tippen, telefonieren kostet nix dank Flatrate. Ja, ich muss auch erst mal in dieser Beziehung ,ankommen'. "Hochsensibilität in der Liebe" ist Titel des Buches, das ich gerade lese. Allerdings, ohne das sicher sagen zu können, scheint mir das keine offiziell anerkannte Wissenschaft zu sein. Viele Dinge, die Elaine N Aron in ihrem Buch schreibt, stimmen - sich selbst erlauben, nicht zu sensibel auf Bedürfnisse anderer Menschen zu reagieren mag richtig sein, allerdings entsprechen die Aussagen in ihrem Buch viel mehr der Allgemeingültigkeit, als dass ich persönlich sie auf eine Wissenschaft berufen würde. Muss man unbedingt hochsensibel sein, um achtsam mit sich selbst umzugehen?! Je mehr ich lese, desto mehr hört sich das für mich (!) nach Ausrede an, auch wenn ich selbst hochsensibel sein sollte. Ich muss an dieser Stelle aber einfügen, dass ich nicht etwa ,gegen Hochsensibilität' bin, sondern das Ganze lediglich mit kritischen Augen sehe, bevor ich erwäge, mich darauf einzulassen. Eine mögliche Erkrankung oder Charaktereigenschaft vorzuschieben als Rechtfertigung für dieses oder jenes Verhalten, finde ich aber unangemessen - egal ob sich die Wissenschaft der Hochsensibilität, der Depression oder dem Alkoholismus zuwendet. Es gibt einfach Punkte, in denen man meiner Meinung nach zu seiner Verantwortung stehen muss - losgelöst von Hochsensibilität & Co. Mit Aussagen wie "Ich bin halt so" begeben wir uns auf dünnes Eis, und das ist bekanntermaßen gefährlich. Ein Begriff, über den ich gestolpert bin, ist jedoch der der 'Co-Abhängigkeit' - nachforschen!  Friedrich Nietzsche sagt: "Wer sich nicht auf der Schwelle des Augenblicks, alle Vergangenheit vergessend, niederlassen kann, der wird nie wissen, was Glück ist." Bis dann, und einen schönen Tag wünscht FF

Vollmond

Unter meinem Fenster sitzen grade vier fette Katzen und ein Hund in etwa 2m Abstand und heulen sich gegenseitig (oder mich?!) in den schrägsten Tönen an. Ich dachte erst, Fridolin läge in seinem Bett und würde herzzerreißend weinen, aber bei ihm ist Stille. Naja, Vollmond. Hoffentlich verwandeln die sich nicht noch in Wer-Katzen oder so. Die sind wahrscheinlich irritiert wegen dem Zelt in unserem Garten. ;-) Öhm ... Hannes hatte nochmal versucht anzurufen, da hatte ich das Handy aber schon aus. Ja mei, darf ich auch mal. Mag auch mal nen ruhigen Abend haben. Für den "Chinese zum Mitnehmen" hat's nicht mehr ganz gereicht. Superspitzenklassemässig! Schon allein für den Anfang sehenswert ... oder ist schon mal wem eine Kih auf den Kopf gefallen, während er seiner Liebsten einen Heiratsantrag gemacht hat?! Auser Film-Gucken morgen auf dem Plan: - laufen - lesen - Wäsche - mein Zimmer - packen - Ernesto holen Buenas noches a tutti, stars and stripes forever!

Mittwoch, 4. Juli 2012

Die Wahrheit

Ich habe Hannes angerufen. Lustloses Telefonat meinerseits. Er hat die Zeit ganz vergessen. Nun ja.
Ich frage mich unterdessen, ob ich noch ich selbst bin.

Fred hat Fridolin und mich heute abgeholt, nachdem wir Ernesto zur Inspektion abgegeben haben, danach sind wir - zu dritt! - in den Biergarten gegangen, eine Kleinigkeit essen. Irgendwie war's schön. Je doofer das mit Hannes sich für mich anfühlt, desto unsicherer macht mich das alles mit Fred. Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, was ich denken und fühlen soll. DAS ist die Wahrheit. Vielleicht ist das mit Fred deshalb noch nicht endgültig besiegelt. Die Wahrheit ist auch, dass es an Fred viele Dnge gibt, die ich durchaus zu schätzen weiß.
Umgedreht ... kann ich mir vorstellen, mit Fred nochmal ein Baby zu haben? Und zu machen!?!

Ich habe langsam keine Lust mehr auf Liebe. Was ist schon LIEBE?! Andererseits bin ich auch nicht mehr so sehr ABHÄNGIG davon. Leben ist auch so schön. Ob mit oder ohne. Nur mit eben noch schöner.

Ist das Leben nicht generell FASSADE?! Je angepasster man lebt, desto leichter?!
Langsam aber sicher falle ich von jeglichem Glauben ab. Ich selbst sein ist ganz schön schwierig! Warum kann ich nicht einfach dumm aber glücklich sein?! Dann wäre vieles einfacher. Dann würde ich die Schwierigkeiten um mich herum vermutlich gar nicht mitbekommen, weil ich zu dumm dazu wäre. Dann wäre ich mit einem stupiden, ereignislosen Leben zufrieden.

Viel zu viele Gedanken in meinem kleinen Riesenkopf. Vielleicht war es ein Fehler, das mit Hamburg abzusagen. Vielleicht hätte ich das gebraucht. Bin ich jetzt weiter als vor Hamburg?! Aber Fridolin?!

Dschungelbuch

"Das Ende ist mein Anfang" - heute passt's besser als gestern. Aber: irgendwie läuft das Bild nicht gleich dem Ton. *nerv*
Da heute Independence Day ist in den USA, habe ich mit Fridolin ein bisschen Blue Angels angeguckt und 4th of July parade, Star-spangled banner und all das patriotische Zeug. Coole Sache, das alles. Ach ja, und Denver Broncos und Colorado Rockies - wenn schon, denn schon. Das ist schließlich meine Geschichte, auch wenn ich in Deutschland lebe. Punkt. Das kann Frida verleugnen, solange sie will. Sie wird es nicht aus mir raus kriegen, auch wenn sie das immer versucht hat. Je mehr sie es versucht hat, desto tiefer wurde es. Logisch.

Nachdem wir vorhin Ernesto zur Inspektion gebracht haben, sind wir dann noch in den Biergarten gegangen - Fridolin, Fred und ich. War schön. Dort habe ich aus dem öffentlichen Bücherregal dann auch mal ein paar interessante Bücher für mich mitgenommen. Nicht immer nur geben. Ich darf auch mal nehmen!

Hannes ... ich weiß nicht mehr, was ich tun soll. Ich verliere langsam den Glauben an die Liebe. MIR tut das einfach weh auf diese Art. Ich werde leerer, was meine Gefühle für ihn betrifft. Ja, er hat Stress. Viel Stress. Bleibt die Frage, ob er überhaupt Zeit hat für eine Freundin. Jetzt könnte ich eine SMS schicken zum Gute-Nacht-Sagen. Nur WAS?! Habe keine Lust mehr, ehrlich gesagt, dass ich immer in Vorleistung treten muss, und er drauf reagiert, oder auch nicht. Dann kommt wieder, dass er mich liebt, dass er mir momentan aber nicht geben kann, was er gerne möchte, weil Stress. Wie stellt er sich dann unsere BEZIEHUNG vor?! Wann findet unsere Beziehung dann bitte statt? Einmal noch rufe ich bei ihm an, dann habe ich keine LUST mehr. Geben und Nehmen - das sollte Beziehung sein.

Ja, wenn ich die Fassade zusammenbrechen lasse, bleibe zurück - ICH: wieder achtsamer mit mir selbst, Alarmglocken wahrnehmend, jedoch unsicher, wie mit ihnen umgehen sollend, wie weit mich öffnen? Wie viel investieren? Wie viel einstecken? Aber: nichtsdestotrotz mein Leben Stück für Stück auf die Reihe bekommend.

Neutral

Die Nacht im Zelt war kurz - sehr kurz. Fridolin hat gut geschlafen, wenn auch mit den Zähnen geknirscht wie ein Großer. Grausig!!! Was kann man dagegen machen?! Knirschschiene geht ja nicht, er hat ja noch seine Milchzähne. Oh Mann, wenn das jetzt schon anfängt ... . Frido hat gut geschlafen, ich - wenn ich denn mal schlafen konnte - auch. Angenehm von der Temperatur her, und nicht so hell, wie ich angenommen hatte. Aber ich habe festgestellt, dass einige unserer Nachbarn ganz schön laut sind. Krass. Und Fridolin hat den zweiten Tag in Folge bis nach 7 Uhr geschlafen, gestern kurz vor 9 Uhr, anstatt wie Fred sagte, immer bis 5.30 Uhr oder maximal 6 Uhr.
Zum Frühstück haben wir es uns gut gehen lassen: Müsli mit Blaubeeren, Kuchen und Tee im Sonnenschein auf der Terrasse, bevor wir dann gemütlich mit den bikes zur Kinderärztin gefahren sind. Fridolin war mächtig aufgeregt wegen seiner Vorsorgeuntersuchung (Teil I), aber er hat's trotzdem prima gemacht!
Auf dem Rückweg im Bioladen hat sich die Besitzerin dann so gefreut, dass Fridolin wieder aus dem Urlaub zurück ist, dass sie ihm ein riesiges Stück Käse und ein Schokoteil geschenkt hat. So herzlich!!

Jetzt sitze ich auf der Dachterrasse, und konnte Fridolin mittlerweile dazu bewegen, sich die Picknickdecke zu holen, und draußen zu spielen. Seit gestern hat er stundenlang an seinem Wikingerschiff gebastelt. Stundenlang, "ach nur zwei Tage" mit einer Hingabe, die ihresgleichen sucht. Jetzt isses kaputt, weil es leider einem Angriff auf hoher See zum Opfer gefallen ist ... . So ist das eben.

Hannes ... ist krank, Ischiasnerv eingeklemmt. Ich habe irgendwie liebesmäßig auch grade keinen Nerv. Muss aufpassen. Nein, ich stelle das nicht in Frage. Ob die anfängliche Verliebtheit nun vorbei ist?! Ach, ich geniesse einfach, mit Fridolin zusammen zu sein, und mag mich nicht mehr so abhängig machen. Vielleicht war das mit Hannes zu viel am Anfang. Oder oder oder. Weiß nicht so recht.

So, Mittagessen machen ... Kartoffelbrei mit Erbsen.

Guten Appetit wünscht,
Friederike Fröhlich, die eigentlich satt ist

Dienstag, 3. Juli 2012

Zelten

Coole Sache, das! Zelt mit Internet-Anschluss. Naja, sind ja nur nen Meter von der Neuen, wunderschönen Terrasse weg. Ganz schön komfortabel hier drinnen, voll viel Platz, vor allem mit der Apsis vorne dran! Nur leider ganz schön hell - naja. Hoffentlich stechendie Svhnacken uns nicht tot. Gute Nacht, FF

Idylle

Auf diesem Weg möchte ich nur mal einen 'magic moment' festhalten:
Frido liegt im Zelt und pennt - endlich,
ich sitze zwei Meter weiter auf meiner wunderschönen, jetzt schön gestalteten Terrasse, habe gerade noch ein Stückchen Johannisbeerkuchen gegessen, der im Übrigen perfekt gelungen ist - Eigenlob duftet -, sehe den Fledermäusen zu, denn hier gibt's viele, und schaue mir jetzt einen Film an. "Samsara - Das Ende ist mein Anfang".

Natürlich gibt's immer irgendwas ... habe vorhin mit Frido zusammen bei Frida angerufen. Er hatte nicht sonderlich große Lust zu telefonieren, weil er müde war, und hat sich dann relativ schnell verabschiedet - aufgelegt. Sie hat dann nochmal angerufen - um mir zu sagen, wie scheiße ich bin, atemberaubend, ihr fehlen die Worte, wie ich nur so zu ihr sein kann, und und und. Naja, das Übliche eben. Dabei war sie noch stolz drauf, dass sie extra nochmal angerufen hat.

Hannes ruft anscheinend heute nicht mehr an, und schreibt auch irgendwie nix. Dann halt nicht, um 22 Uhr mache ich das Handy aus. Punkt.

Schönen Abend und eine gute Nacht,
FF

Johannesbär

Liebe Leserinnen und Leser, Fridolin und Fred sind wieder aus dem Urlaub zurück. Ich bin grade ein bisschen schreibfaul. Fred war gestern eine halbe Stunde hier und hatte schon fünfmal gemeckert und gelästert. Pfff. Heute war er arbeiten, ich habe mir einen schönen Tag mit Sohni gemacht. Kein Fun Park, kein Magic Wood oder sonst irgendwelche Action-Animation, sondern ganz profan Johannisbeeren pflücken, Zelt aufbauen im Garten, vorlesen, Wikingerschiff basteln aus einem Schuhkarton - genial gut -, Makkaroni mit Tomatensauce kochen, Mittagsschlaf im Zelt, Fussball spielen, mit dem Roller zum Einkaufen fahren, Johannisbeerkuchen backen, Lavendelöl kaufen wegen der Schnacken ... ganz normales Zeug eben, aber SO viel Spass!! Heute Nacht weihen Fridolin und ich das Zelt ein bei uns im Garten, am Wochenende fahren wir mit Hannes und Sohn zum Zelten. Da ich mir vor Hannes und überhaupt und sowieso keine Ich-Bin-Zu-Doof-Zum-Zelt-Aufbauen-Blösse geben möchte, habe ich heute mal geübt. Und da's ja nun mal im Garten steht so wie's soll und alles, können wir ja auch mal drin probeschlafen. Fridolinchen ist die Woche sowieso zu Hause, weil morgen und am Freitag Vorsorgeuntersuchung ist. Ach, Frido ist echt ein Süsser, ich bin so froh, dass er wieder da ist!! Und trotzdem bin ich heute morgen aufs Laufband gehüpft. Heute noch - duschen - Kuchen essen - Sohni ins Zelt bringen - lesen - Film schauen Bei mir bleiben!! FF

Montag, 2. Juli 2012

Gegen Sechs ...

... werden Fred und Fridolin hier sein. Ich weiß nicht, ob ich mich mehr auf Frido freue, oder Angst vor Fred's Dasein habe. Mir ist schlecht. Innerlich zerreisst es mich. Mir ist so schlecht. Jetzt das Nötigste putzen.

Mäuseschlau & Bärenstark

So, Thera ist erledigt für heute, und die Einkäufe. Fehlt die normale wöchentliche Putzerei, dann 'dürfen' Fred und Fridolin nach Hause kommen. Letzte Woche habe ich, neben vielen anderen Dingen, auch den Flurschrank komplett aufgeräumt. Fred's Schuhe müsste man eigentlich alle wegschmeißen, weil die Schuhspitzen abgestoßen sind, das Futter aufgeplatzt oder die Sohle halb abgerissen ist. So will ich niemals niemals niemals herumlaufen. So bin ich in meinen schlimmsten Zeiten niemals rumgelaufen. Weil Crocs diese Woche im Supermarkt im Angebot sind, habe ich mir gleich neue gekauft, die alten mehr-kaputten als ganzen kommen gleich in den Müll. Ich werde auch zu keinem Zeitpunkt mit zerrissenen Hosen herumlaufen. Was kaputt ist, kommt in den Müll, es sei denn, man kann's reparieren, und es sieht trotzdem ordentlich aus. Punkt. Therapie heute war seltsam. Herr Klavier hat mich gefragt, ob ich mich zu ihm hingezogen fühle. Weil ich letzte Woch meinen Reifungsprozess-Erfolg ihm zugeschrieben habe, und nicht Hannes. Ne, also. 1. Habe ich Hannes, 2.  Bin ich bestens bedient, was Männer angeht, und 3. ist er sowas von überhaupt gar nicht mein Typ. Ne, echt nicht. Ach ja, getankt habe ich noch ... erste Tankstelle 1,619€, die zweite war meine: 1,559€. Was war ich stolz, vor allen Dingen, weil während des Tankens die große Anzeigetafel auf 1,579€ umsprang, ich aber noch für den niedrigeren Preis getankt hatte. Hö. Dass ich das gleiche, hätte ich die letzte Tanke auch noch abgeklappert, auch noch für 1,499 € hätte haben können - ja mei. So, putzen ... ich bin so angespannt, weil Fred nachher wieder kommt. Was auch immer er für Ansprüche an mich stellt - ich habe schon bisschen Angst davor, wenn er wieder da ist. Keine Kraft mehr für das elendige Gestreite. MfG, FF

Schmerzen

... hat Hannes im Rücken. Der Arzt wollte ihn die ganze Woche krank schreiben. Hannes meinte aber, dass er am Mittwoch wieder arbeiten gehen möchte. Ich will keine Fehler mehr machen. Ich habe ihn lieb, er hat mich lieb. ER HAT MICH LIEB. Wirklich. Konstant. Liebe. So wie ich bin. Obwohl ich bin wie ich bin. Ich fühle mich so verdammt minderwertig. So böse, so schlecht. Bei uns geht es zur Zeit um das kleine aber feine Sätzchen "ich liebe dich". Ich brauche das in regelmäßigen Abständen. In sehr kurzen Abständen. Ich weiss, dass ich viel brauche. Weil ich Angst habe, weil ich seine Liebe eben nicht als selbstverständlich ansehe. Sondern als etwas ganz Besonderes. "Ich liebe dich" nimmt mir die Unsicherheit, gibt mir Sicherheit. Sicherheit nutzt sich niemals ab, Sichrheit macht mich stark. Fred ... kommt heute wieder. Habe Fridolin gerade das Bett frisch überzogen. Ach was, ich mache jetzt einfach Pause, bevor ich zu Herrn Klavier fahre. Hier zu Hause schaffe ich sowieso bei weitem nicht, was ich mir vorgenommen hatte. FF

Um Kopf und Kragen

Vielleicht stimmt ja doch, was ,die Anderen' sagen; Fred, Frida. Vielleicht bin ich tatsächlich einfach ein Scheiss-Mensch. Ich möchte Hannes nicht verlieren, davor habe ich riesige Angst. Dabei tue ich vermutlich alles, um unsere Beziehung kaputt zu machen. Ich hasse mich selbst dafür. Einfach mal die Klappe halten. Andere Menschen bekommen das doch auch auf die Reihe. Warum muss ich ausgerechnet das zerstören, was mir doch eigentlich so gut tut?! Warum?! Lauftraining war super heute! Zusatztraining, weil ich am Wochenende nicht kann - wenn Hannes noch mit mir zum Zelten gehen möchte.  Grade schönes Frühstück mit Blaubeeren, Zeitung schnell fertig lesen, dann wird aufgeräumt und geputzt. Ich habe Angst.

Sueños Rotos

Die Wahrheit ist: ich habe Angst, panische Angst, dass die Liebe weg geht. Hannes. Dass wir vielleicht doch nicht so kompatibel sind, wie wir glauben möchten. Ich weiß nicht, ob er mich versteht, ob er mich verstehen kann. Ich habe versucht, ihm ,mich' zu erklären. Ich habe große Angst. Pille - abgehakt Magnesium - auch gleich abgehakt Später weiter, FF

Sehnsucht

Sehnsucht Vincent will Meer. Ich auch. Toll die Stelle, an der Vincent das Auto seines Vaters klaut, und er mit Alex und Marie diesem und Frau Dr Rose davon fährt. Italien am Meer. Ich muss auch mal wieder raus hier.  Sehnsucht. Hat mir Hannes gestern geschrieben. Die Nacht .... war kurz. Ich fühle mich nicht direkt wie das blühende Leben. So gegen 15 Uhr kommen Fred und Fridolin aus dem Urlaub, zuvor gibt es noch ganz schön viel zu tun. Zu viel. Das schaffe ich sowieso nicht alles. Der Fuss fühlt sich heute anders an - besser? Ich weiß nicht. Ich habe viele Globuli genommen, davon wird wohl was gewirkt haben. Stark, wenn das auch bei mir noch funktioniert, obwohl ich meinem Körper wahrlich schon viel zugemutet habe. Noch ein paar Minuten liegen bleiben zum Aufwachen, dann geht's aufs Laufband. Nächstes Wochenende wird gezeltet, da habe ich keine Zeit zum Laufen, daher muss ich das Training vorziehen. Schönen Tag, Friederike Fröhlich

Sonntag, 1. Juli 2012

Die Ärzte

Was da an meinem Fuss ist, gefällt mir ganz und gar nicht. Vorgestern hat die Ferse angefangen, weh zu tun. Als ich mit Hannes auf der Wiese rum lag, hat mich irgendwas gestochen. Einer der 1000 Stiche (circa) ist blutig, mein ganzer Fuss ist angeschwollen und tut weh. Zeckenbiss?! Einfach nur viele juckende Stiche? Oder doch verstaucht?! Fest steht: es tut weh. Fest steht: ich lasse mich definitiv nicht vom Laufen abhalten. Und fest steht auch: ich werde garantiert nicht (und ich meine NICHT) wegen einem Schnackenstich zum Arzt gehen, um auszusehen wie ein Hypochonder, der ich nicht bin.

Finale

Ich bin nur ich. Ich kann nicht raus aus meiner Haut.

Stop!

Muss gerade laut und deutlich STOP zu mir selbst sagen. Irgendwas bewegt mich, wühlt mich auf. Riesendruck, der auf mir lastet. Vielleicht hilft es, etwas Anderes zu tun. Duschen gehen.

Lösung

Loslassen kommt von lösen. Lösung.

Auch als Friederike Fröhlich brauche ich mal eine geregelte Aus-Zeit, in der ich mich regenerieren kann für die Arbeitszeit, für die Zeit der Pflichterfüllung; auch ich brauche eine Zeit des Müßiggangs, in der ich fünfe mal gerade sein lassen kann, ohne dass ich mir ein schlechtes Gewissen einreden lassen muss, weil ich kein schlechtes Gewissen zu haben brauche. So wie jetzt geht es nicht weiter. Die Weisheit des chinesischen Schriftstellers Lin Yutang macht mich nachdenklich. Lösungen müssen her!

Ja, heute werde ich mal keine Wäsche zusammenlegen, heute werde ich nicht aufräumen, heute werde ich nicht sonst irgendeiner Alltagspflicht nachgehen. Heute erhole ich mich, auch wenn noch viele Dinge zu tun sind. Heute ist Sonntag. Punkt.

Um mir selbst den Übergang des stetigen Tuns in mir-mal-Freizeit-gönnen zu erleichtern, schreibe ich mir jetzt eine To-Do-Liste für morgen; eine To-Do-Liste, die nicht so böse ist, wie anhört, sondern eine Liste, an der ich mich entlang hangeln kann, eine Liste, die mich jetzt beruhigt, dass ich morgen auch ja keine der ach so wichtigen Dinge vergesse. Merke: die Liste dient nicht dazu, morgen perfekt zu sein, sondern sie hilft mir tatsächlich dabei, jetzt abschalten zu können. Ob ich dann alles schaffe, was auf der Liste steht ... mittlerweile meistens, denn ich bin nicht mehr die Perfektionistin von 'früher', die Listen habe ich einem Realitätscheck unterzogen. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.

Lösungsorientiertes Handeln - voll meins. Immer auf der Suche nach Verbesserung, wo irgendetwas nicht optimal befriedigend läuft, wo eine Sache Spielraum nach oben hat.

Perfektionistische Grüße,
Paulina

Muxupip

Motul ist ein aus einem amerikanischen Unternehmen hervorgegangener französischer Schmierstoffkonzern. Motul ist aber auch eine Stadt im mexikanischen Bundesstaat Yucatán. Motul de Carillo Puerto ist die Stadt, in der man umsteigen muss, wenn man von Mérida aus ins Dorf meiner Freundinnen fahren möchte, nach Muxupip. Die Tochter meiner Freundin, nach der ich Fridolin benannt habe, ist jetzt auch schon 10 Jahre alt. Wahnsinn!! Wie es ihr wohl geht? Und ihre Mutter und all die Anderen?! Kontakt habe ich leider keinen mehr, da sie keinen Zugang zu Internet oder Telefon haben.

Wie ich jetzt darauf komme?! Ernesto muss demnächst zu seiner ersten Inspektion, daher habe ich ein wenig in der Bedienungsanleitung gestöbert, weil ich mir nicht sicher bin, welches Öl ich nachfüllen muss. Auf der Rückseite des Heftchens, empfiehlt Peugot mir, Motul-Motorenöl zu benutzen. Ganz einfach.

Lektion 2

Ich setze mich unter allen Umständen beim Essen hin.

Ich darf zu jeder (Uhr-)Zeit alles essen - wenn ich hungrig bin.

Es tut mir gut, wenn ich tagsüber keine 'geregelten' Mahlzeiten zu mir nehme, sondern tatsächlich nur esse, wenn ich Hunger habe, egal was.

Nicht essen, nur weil gerade Frühstücks-, Mittagsessens- oder Abendessenszeit ist.

Nicht aus Sympathie essen, nur weil jemand anders gerade isst. Sie 'dürfen' das. Ich auch - wenn ich Hunger habe.

Im Allgemeinen tut es mir gut, 'größere' Mahlzeiten auf abends zu verlegen, weil ich dann nicht krampfhaft versuche, abends nichts mehr zu essen. Ich BRAUCHE abends einfach was. Dann lieber etwas Gescheites und richtig, anstatt irgendeinen Schrott in mich reinzufressen. Ob irgendwelche Wissenschaftler nun sagen, dass man ab 20 Uhr nichts mehr essen soll oder nur rechtsdrehenden Joghurt, interessiert mich herzlich wenig. Ich versuche lediglich, meine Ernährung meinen Bedürfnissen anzupassen, anstatt meine Bedürfnisse der Gesellschaft.


Lektion 1