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Sonntag, 24. April 2011

Depressionsursache 'Beziehung'

Frauen erkranken fast zweimal so häufig an Depressionen wie Männer. Und für die kanadische Autorin Valerie Whiffen hat das einen bestimmten Grund. Sie geht davon aus, dass die Frauenwelt mitunter deshalb anfälliger für diese Krankheit ist, da sie zwischenmenschlichen Beziehungen eine größere Bedeutung beimisst. Warum das so ist, erklärt sie in ihrem Buch „A Secret Sadness: The Hidden Relationship Patterns That Make Women Depressed".

Beziehungsunterschiede bei Frauen und Männern
Nach Whiffens Meinung sind Beziehungen für Frauen intimer. Außerdem beschäftigten sie sich im Vergleich zu Männern grundsätzlich mit einer größeren Bandbreite an Menschen. Soziale Unterstützung und emotionale Betroffenheit würden bei Ihnen einfach größer geschrieben. „Wenn die engsten Beziehungen bei Frauen ins Stocken geraten, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie depressiv werden, größer als bei Männern", erklärt die Psychologin. Auch wenn sich die Welt der Frauen in Bezug auf Bildung und Arbeit in den vergangenen 30 Jahren sehr verändert hätten: Gerade bei Mädchen könne man sehen, welch große Rolle Beziehungen nach wie vor beim weiblichen Geschlecht spielen. „Junge Frauen verbringen viel mehr Zeit damit, ihre Facebook-Profile zu pflegen und mit Freunden in Verbindung zu treten als junge Männer."

Warum Beziehungen für Frauen so wichtig sind
Nach Aussage Whiffens lässt sich das sowohl soziologisch, biologisch als auch psychologisch erklären. Seit jeher werden Frauen als diejenigen angesehen, die hegen und pflegen - gerade wenn es um die Kinder geht. Und nach wie vor würde Frauen diese Rolle unmerklich anerzogen - eben zärtlich, nett und verantwortungsbewusst gegenüber anderen zu sein.
Ein weiterer Grund, weshalb die Damenwelt so viel Wert auf das Zwischenmenschliche legt, sei der Geschlechterunterschied. „In den frühen Stadien der Menschheitsgeschichte waren Frauen, die ein Händchen für Beziehungen hatten, bei der Fortpflanzung erfolgreicher." Die Folge: Die Wahrscheinlichkeit, dass ihre Gene überlebten, war größer als bei den Frauen, die diese Gabe nicht hatten. Beide Aspekte wiederum spiegelten sich dann in der Individualpsyche der Frau wieder. Das Selbstbewusstsein der Frauen sei sehr eng damit verknüpft, wie erfolgreich sie bei Beziehungen sind. "Frauen, die sehr zufrieden mit sich sind, sind - im Schnitt - Frauen, die sich als äußert sozialkompetent betrachten."

Identitätskrise
Allgemein gilt: Je härter ich arbeite und je mehr ich mich anstrenge, desto besser mache ich alles. Leider, so Whiffen, könne dieser Grundsatz nicht auf Beziehungen übertragen werden. „Manchmal läuft sie wegen der anderen Person nicht gut, aber Frauen haben ein Problem damit, das einzusehen", erläutert die Buchautorin. Demnach suchten Frauen in einer gewalttätigen Beziehung die Gründe für die Misshandlungen oft bei sich selbst. Wenn sie sich nur noch ein bisschen mehr anstrengten, den Partner zu verstehen, dann hätte das Dilemma ein Ende, so der Irrglaube. Ähnlich verhalte es sich bei einer schwierigen Beziehung. Frauen geben sich die Gründe für das Scheitern selbst und das, so Whiffen, „führt direkt zu depressiven Gefühlen."

Depressive Symptome
Wenn man sich durch die Beziehung schlecht fühlt, macht sie einen depressiv, so Whiffen. „Man kritisiert sich selbst und fragt sich, was man ändern muss, um ein „besserer" Partner" zu sein." Gefühle von Eifersucht und Unzulänglichkeiten bei Nichtigkeiten seien ebenfalls Alarmzeichen. Verschlimmert wird die Situation durch zu wenig Rückhalt vom Partner: „Ihr Partner gibt Ihnen eher negatives als positives Feedback, oder schlimmer noch, er zeigt sich gleichgültig Ihnen gegenüber, was Ihre Gefühle verletzt und Sie traurig macht."

Lösungswege
In dem Zusammenhang führt Whiffen den Schweizer Carl Jung an. Dieser habe die Meinung vertreten, dass es die Aufgabe der Männer sei, im Erwachsenenalter mehr wie Frauen zu werden und umgekehrt. „Männer sind gut darin, sich auf sich selbst zu konzentrieren, darauf, was sie glücklich macht und was sie für ihre persönliche Weiterentwicklung brauchen." Von solchen Gedankengängen würden auch Frauen profitieren: Sie sollten sich überlegen, was ihre persönlichen Bedürfnisse für eine glückliche Beziehung sind - und nicht, was sie dafür geben müssen.

Quelle: Yahoo!

Donnerstag, 3. Februar 2011

Arschloch

This one is for you, Fred!



Keine neue Erkenntnis. Schrei nach Liebe. Erkenntnisse bringen auch nicht unbedingt immer sofort weiter. Diese beispielsweise. Ich kann nichts mehr tun für Fred und ich will auch nichts mehr tun für ihn. Er macht wirklich alles kaputt. Sisyphos. Ich baue auf, er trampelt drauf. Er macht's vermutlich nicht mal willentlich. Aber: er tut auch nichts, um es wieder gut zu machen. Depression ist ein Arschloch. Und dass uns jetzt kein Unglück geschieht, dafür kann ich nicht garantieren. Das liegt nicht (mehr) in meiner Macht. Alles, was ich tun kann, habe ich getan. Mehr kann ich nicht mehr tun, ohne selbst dabei drauf zu gehen. Und alles nur, weil ich dich liebe. Oder dich geliebt habe?!

Montag, 31. Januar 2011

Im Kinderliederkarneval

Liebe Leserinnen und Leser,

Humppa! Nein, diese Art von Kinder-Volldröhnung sagt mir gar nicht zu. Habe ich nur gerade gehört, deshalb der Titel.

So, was soll ich schreiben?! Ich kann ja nicht mal sagen, dass zwischen gestern morgen und heute morgen viel passiert in meinem Leben. Das reicht ja niemals aus. Allein mit den letzten zwei Stunden könnte ich einen Roman füllen. Fred ist wieder vom Einkaufen zurück. Gottseidank! Beruhigend irgendwie. Er hat einen wunderschönen Blumenstrauß für morgen mitgebracht, der herrvorragend zu meinem indischen Elefanten-Tischtuch passt. Blaue Hyazinthen und noch bisschen was mit weißen Rosen dazwischen. Den Silberdraht außenrum habe ich weg gemacht :-))

Fred hat gleich in der Arbeit zurück gerufen, dort ist zum Glück alles in Ordnung. Sein Kollege wollte ihn nur über die neuesten Neuheiten, das Personalkarrussell in der Firma betreffend, auf dem Laufenden halten. Puh. Naja, wenn er ja jetzt schon die vierte Woche zu Hause, krank geschrieben ist, und dann einer aus seiner Arbeit hier anruft, was vom Chef 'nuschelt' (holländischer Akzent), dann mache ich mir halt so meine Gedanken. Klar. Hat sich aber ja jetzt glücklicherweise aufgeklärt.

So, dann ... irgendwie war ich komplett platt danach, und ... ja, irgendwie konnte ich nicht mehr, als auf der Couch liegen und heulen. Mir war alles zu viel. Die kleine Friederike Fröhlich, die einfach nur glücklich sein will. Aber zwischen ihr und dem Glück steht eine riesenhohe Eiswand.


Und ich stehe vor dieser riesigen Wand, und komme nicht mal im Ansatz hoch, geschweige denn drüber, egal was ich versuche, es ist einfach nur glatt. Je länger ich versuche, hochzuklettern, desto weniger Kraft habe ich, rutsche ab, fühle mich umso kleiner und die Wand wächst und wächst und wächst. Unüberwindbar hoch.

Ja, Fred meinte dann
"Man könnte fast meinen, du wärest hier die mit Depression."
Worauf ich ehrlicherweise antwortete
"Habe ich aber ganz 100% ig nicht."
"Was ist los?"
"Ich habe einen riesigen großen Burnout."

Jetzt isses raus, zumindest ihm gegenüber. Ok, danach war ihm wichtig, dass ich meine Therapie von der Kasse bezahlt bekomme; über das ominöse "WARUM?" weiß er immernoch nichts, weil er nicht fragt. Aber wollen wir mal nicht so sein. Für den Anfang war das bombig!!

So, und jetzt gehe ich duschen, und dann Kuchenbacken mit Fridolin.

Verschwitzte Grüße,
Friederike Fröhlich

Frankfurter Kranz

Liebe Leserinnen und Leser,

soviel wie ich die letzten paar Tage in meine Blogs poste, scheint es zu stimmen, dass der Laptop an meinen Fingern fest gepappt ist. Während ich das schreibe, liege ich übrigens im Bett, Kopf platzt und Nieren tun weh. Eigentlich müsste ich runter gehen, die Kochbücher holen und Fred eine Einkaufsliste schreiben. Morgen bekommen wir nämlich Besuch von M & J, die Schwester von Ferdinand mit ihrem Mann, aus den USA und einem gemeinsamen Verwandten, P aus B, bei dem sie zu Besuch sind. Jedenfalls ist noch viel zu tun, angefangen von aufräumen über Kuchenbacken zu einkaufen und Kaffeemaschine holen. Da wir ja ein Nicht-Kaffeetrinker-Haushalt sind, besitzen wir keine Kaffeemaschine, also müssen wir uns eine bei Fred's Schwester, Pipi Puck, ausleihen. Immerhin.

Gelassenheit gewinnt man nur in der Besinnung auf das Wesentliche.
Georg Moser

Tja, hätte Fred sich im letzten Jahr auch nur einmal daran gehalten, hätte uns das eine Menge Ehekrise erspart. Was ich damit sagen will ... während ich im letzten Jahr so richtig krank war mit meinem Nieren-Zeug, im Bett lag und still vor mich hin gelitten habe, hat Fred vorgezogen, das sowieso schon saubere Haus noch sauberer zu putzen und was weiß ich für Dinge zu tun, anstatt für MICH da zu sein. Und nein, ich erwarte keine Rundum-Versorgung, darum geht es mir ja gar nicht. Stichwort 'Füreinander Dasein'. Bisweilen lag ich schon in meinem 'damals' noch nicht fertig eingerichteten Dachstudio und hospitalisierte so vor mich hin. Der Einzige, der sich um mich kümmerte, war der kleine Fridolin. Traurig. Ja, ich denke schon, dass ich ein Mensch bin, der den viel bemühten 'Sinn fürs Wesentliche' hat. Fred hatte ihn in diesem Augenblick nicht. Schade. Liegt aber wohl auch in seiner Depression begründet.

Ach ja, ich habe die Bremse reingehauen ... zumindest der Termin bei Herrn Hecht heute ist mal abgesagt. Immerhin.

So, jetzt muss ich mich wirklich mal um die Einkaufsliste kümmern. - Erledigt!

In der Zwischenzeit bin ich jetzt ewig sinnlos im Netz rumgesurft und liege noch immer im Bett. Außerdem hat ein Kollege aus Fred's Arbeit angerufen, sein Chef würde ihn sprechen wollen. Ich habe ein verdammt ungutes Gefühl deswegen, weil Fred ja nun schon seit drei Wochen zu Hause ist. Hoffentlich bleibt das ohne Auswirkungen! Hoffentlich! Hoffentlich!

Nun ja. Punkt 12 Uhr werde ich aufstehen. Keine Widerrede.

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Update 12.25 Uhr:
Ich BIN aufgestanden und habe den Tisch für morgen reserviert. Aber ich kann Fred nicht erreichen, er hat sein Handy nicht dabei. Das macht mich richtig hibbelig. Nicht gut. Ich mache mir Sorgen wegen seiner Arbeit. Genau habe ich seinen Kollegen am Telefon nicht verstanden, aber es ging irgendwie in die Richtung 'sein Chef wolle wissen, wie lange er noch krank sei'. Mir ist richtig schlecht vor Aufregung und ich bin im Augenblick nicht wirklich dazu in der Lage, irgendetwas Sinnvolles zu tun, geschweige denn das, was ich eigentlich tun MÜSSTE!
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Update 12.35 Uhr:
Mist, Mist, Mist! Es fängt gerade an, mir schlecht zu gehen, und ich kann nichts dagegen tun. Nur Schreiben lenkt ab. Ich will das nicht! Angst. Sorgen. Bauchweh. Schlecht. Sinnlos. Und die Nieren schmerzen ... . Selbstdisziplin?! Fehlanzeige! :-((

Essen: 100 g getrocknete Mangoscheiben

Wo Fred nur bleibt?!

Neblige Grüße,
Friederike Fröhlich

Sonntag, 23. Januar 2011

Quisiera Tener Alas

Liebe Leserinnen und Leser,

ja, Flügl hätte ich wohl gerne. Dann würde ich fliegen und wäre frei wie ein Vogel. Leicht. Federleicht. Wie sieht die Welt wohl von oben aus? Und wie klein sind dann alle Probleme?!

Heute vormittag war ich mit Fridolin das erste Mal im Opernhaus zum Familienkonzert und es war toll! Zuerst mal habe ich ihm das ganze Opernhaus gezeigt, oben den Saal mit den riesigen Kronleuchtern und die hohen Fenster. Wow! Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich als kleines Mädchen dort mit Frida hingehen durfte. Dann haben wir noch A. getroffen. Wir kennen uns vom Montessorikurs vor ein paar Jahren, sie war mit ihrem Mann und den drei Kindern auch zum ersten Mal dort. Auffällig war, dass sich die Leute gar nicht mehr so schick anziehen, wie ich es von früher kenne. Fridolin war beeindruckt! Und er hat gebannt zugesehen und zugehört vom Anfang bis zum Ende. Das Akkordeonorchester spielte unter Begleitung des Jugendchores verschiedene Werke der Familie Bach - einfach toll! Für Fridolin war es ein schönes Erlebnis. Ihm haben am besten die Bilder gefallen, und die Instrumente und die Musik und das schöne Opernhaus. Übersetzt heißt das: alles! :-)

Fred ist wieder voll motzig drauf. Er hat uns zum Opernhaus gefahren. Ich hatte ihn gebeten, uns danach wieder abzuholen, weil ich mit den Stiefeln nicht so wirklich gut laufen kann. Er meinte dann, ich solle ihm eine SMS schicken, wenn es aus ist, worauf ich sagte, dass ich das nicht brauche, weil ich weiß, dass es eine Stunde dauert, plus hinterher rumschauen, langsam Jacken holen und so weiter und so weiter. Darauf war er voll beleidigt. Naja, es hatte schon zu Hause angefangen, als er Stress gemacht hat, in einem Tonfall ... ich mir aber ein bisschen Zeit gelassen habe, weil wir die Zeit ja HATTEN. Wir waren nicht spät dran oder so. Und dann wollte ich, dass er Fridolin eine bestimmte Hose anzieht, die war aber nicht da, weil sie bei den Wechselklamotten im Kinderladen ist. Nicht so schlimm. Fred tat dann aber so, als würde ICH ein Riesen-Drama daraus machen. Ich weiß es nicht, vielleicht sind wir wirklich nicht füreinander geschaffen.

Sorry, aber ich habe langsam keine Lust mehr. Wenn er meint, dass sein Tonfall einem normalen, respektvollen Umgang in irgendeiner Weise förderlich ist, dann lebt er auf einem anderen Planeten als ich. Nach dem Mittagessen wollte er dann die ganze Zeit wissen, was los ist? Was ist denn los? Jetzt sag doch. Und wenn ich ihm das sage? Dann versteht er es sowieso nicht, weil er seinen beschissenen Tonfall völlig normal findet, und ich hätte ja auch blablabla. Habe ich! ABER ERST, ALS ER MICH SO BLÖD ANGEMACHT HAT! Aber das CHECKT er einfach nicht! Noch dazu, weil er immer das letzte Wort haben muss, wie ein blöder vorpubertierender Teenager! Vor allen Dingen übernimmt Fridolin die aufsässige Art Fred's jetzt schon. Ganz toll! Ich habe keinen Bock mehr auf den Scheiß. Echt nicht!

Zum Mittagessen gab es eineinhalb Scheiben Walnussbrot mit Käse. Wow. Schon 17% meines Tagesbedarfs an Energie. Und ich bin nicht mal im Ansatz satt. Später gibt's Rotbarbenfilets mit Aioli und Kartoffeln. Lecker! Und sooooo gesund. Naja, vielleicht ja ein paar Kartöffelchen dazu und einen leckeren Salat.

Genervte Grüße,
Friederike Fröhlich

Dienstag, 18. Januar 2011

Easy Silence

Liebe Leserinnen und Leser,

auch der gestrige Tag war wieder voll von Spiel und Spaß mit Fridolin und Spannung mit Fred. Schönes Wortspiel. Wortwitz.

Heute Nachmittag hatte ich ein Elterngespräch im Kindergarten. Das war so ... befreiend! Ja, wenn Fred das erfährt, wird er wieder einen Ausraster bekommen. Mir egal. Ich habe das Recht, mir Hilfe zu holen, wenn ich sie brauche, beziehungsweise die Pflicht, unseren süßen Sohn zu beschützen!

Stille wäre schön. Erstrebenswert. Stille, um Einhalt zu gebieten. Dieser rasanten Karussellfahrt. Aber was hier vorherrscht, ist Sprachlosigkeit. Fred hat keine Antwort und keine Motivation, irgendetwas an unserer Situation zu ändern; ich spreche nicht mehr, aus Angst vor dieser Aggressivität. Miteinander reden funktioniert einfach nicht, weil er - egal, was ich sage - sofort aggressiv reagiert bzw in einem äußerst unfreundlichen/respektlosen Tonfall.

Morgen haben wir wieder einen Termin bei Herrn Hecht in der Eheberatung. Puh. Mir graust es davor. Keine Ahnung, was dabei rauskommt, abgesehen von vielen Emotionen. Es wird sicherlich um den Mega-Ausraster am letzten Montag gehen respektive um Fred's Depression, und um die Hausaufgabe, welches die Probleme in unserer Beziehung sind. Puuuuuuuuuuh!

Da ich vor Aufregung sowieso nicht schlafen kann, werde ich mich gleich daran machen.

Ach ja, abgesehen von Fred's Depression hatte ich heute wieder eine Bomben-Fressattacke, habe aber auch im Haushalt was getan - es wird! - und ich habe mich umfassend mit dem Thema 'Essstörung' befasst, auch wenn ich so richtig nicht den Zugang dazu finde. Und ja, ich weiß, dass ich essgestört bin. :-(

Müde Grüße,
Friederike Fröhlich

Samstag, 15. Januar 2011

Tuolumne

Liebe Leserinnen und Leser,

Friederike Fröhlich wäre nicht Friederike Fröhlich, wenn sie nicht unentwegt mit Listen-Schreiben beschäftigt wäre. Um meinem Bedürfnis nach Ordnung, Struktur und Pedanterie auch hier Genüge zu tun, werde ich diesen Blog ab sofort verschiedenen Kategorien unterwerfen. Als da wären:

- Burn-Out
Habe ich. Und zwar massiv, aufgrund der Umstände "Stress in der Ehe", "Me & Myself", "Die Cholerik meiner Mutter", "Mein Berufsleben". Reicht doch, um einen Burn-Out zu rechtfertigen, oder?!

- Depression
Der Weg vom Verdacht bis zur Diagnose und letztlich zum Handeln ging schnell: kurz vor Weihnachten stellte sich heraus, dass Fred anscheinend schon seit Jahren unter Depression leidet.

- Cholerik
Meine Mutter, Frida, ist die Cholerik in Person; auch von anderen Menschen bestätigt, bin ich das 'Opfer', über das sie bevorzugt herfällt. Wenn das Telefon klingelt, bzw wir bei ihr anrufen, kann man nie wissen, was einen erwartet: ist Alles gut? oder bin ich wieder die Böse?!

- Liebe
Fred ist meine erste große Liebe. Ja, es gab vor ihm schon ein paar Typen, aber die sind nicht wirklich der Rede wert. Fred ist und bleibt die erste GROßE Liebe, und dafür kämpfe ich.
- Aktivität
Ich würde liebend gerne mehr aktiv sein. Trekking, Laufen, Fahrrad fahren, aber auch Yoga, Meditation, Kino, Musik, Theater und so weiter und so fort.

- Haus
Wir leben in einer spießigen Doppelhaushälfte. Unser Haus könnte richtig toll sein, wenn wir denn etwas daraus machen würden. Alleine kann ich das aber nicht stemmen.

- Garten
Zu unserer spießigen Doppelhaushälfte gehört ein spießiger Doppelhaushälften-Garten. Nicht zu klein, nicht zu groß. Es steckt viel Potential drin, und er könnte soooo schön sein, wenn man denn was aus ihm machen würde. Nur: alleine kann ich das eben nicht.

- Musik
Musik ist mir im Allgemeinen sehr wichtig. Sowohl das Hören von Musik (vorzugsweise world music, rock und Latin, Klassik), aber auch das Selbst-Musikmachen. Ich kann gut Gitarre und Akkordeon spielen, Klavier und Percussion, und auch das Singen macht mir Spaß. Auch der kleine Fridolin freut sich, wenn ich Musik mache, und wir sitzen oft stundenlang zusammen auf der Couch und singen gemeinsam und spielen Gitarre dazu.

- To Do
Zu tu gibt es viel hier! Vorweg muss ich sagen, ich bin einerseits leicht chaotisch, andererseits aber auch pedantisch veranlagt. Die Pedanterie entspringt meinem Bedürfnis nach äußerer Ordnung und Struktur, über die ich zu INNER Ordnung und Struktur, folglich also zu innerer RUHE zu gelangen hoffe. Man nennt mich nicht umsonst Listen-Friederike, deshalb möchte ich in dieser Kategorie eine Liste zu erledigender Dinge eröffnen, in der ich nach und nach alle Tätigkeiten aus sämtlichen Word-Dokumenten und Notizbüchern zusammenfasse.
- Wünsche
Wünsche materieller Natur habe ich viele. In dieser Kategorie werde ich all meine Wünsche sammeln.

- Essen
Friederike Fröhlich isst gerne gut, Thema Nummer 1. Leider isst sie auch viel zu viel, weshalb sie an massivem Übergewicht leidet. So 20 kg müssten schon weg. Thema Nummer 2 in dieser Kategorie. Ich habe den lauten Verdacht, an Binge Eating Disorder zu leiden. Das ist im wahrsten Sinn des Wortes nicht mehr normal! Aber ich möchte etwas daran ändern!!!

- Träume
Neben meinen Wünschen materieller Natur habe ich auch eine Menge Wünsche, Bedürfnisse ... Lebensträume ... . Diese möchte ich hier sammeln (eine weitere Liste), und sehen, wie ich an deren Erfüllung arbeiten kann.

Ja, ab sofort bin ich meine eigene Joint Task Force, deren Teileinheiten die oben genannten Kategorien bilden. Einsatzleitung, und die Ausführung sämtlicher anfallender Aufgaben wie Lagedarstellung, Führung der Einsatzdokumentation und vieles mehr obliegen mir selbst in Personalunion, unter Zuhilfenahme externer Personen, wie beispielsweise Frau Sommer oder Herr Hecht, sowie sonstigen Sachverständigen und Fachdiensten. Felix ist übrigens aus der Sackgasse ausgezogen.

Unsere Mission lautet:

Rettet Friederike Fröhlich! (Arbeitstitel)

Hoffnungsvolle Grüße,
Friederike Fröhlich

Uncle Tupelo

... dass ein Mensch aus welchen Gründen auch immer (momentan schwebt ja noch die Frage im Raum "Ist Fred so, weil er eine Depression hat oder Ähnliches, oder IST er einfach so?!")

- permanent schlechte Laune hat

... ist eine Sache.

Aber dass es in einer gut funktionierenden Partnerschaft - und die HATTEN wir - einen Partner gibt, der darunter leidet,

- wenn der geliebte Partner auf einmal keine Nähe mehr sucht,
- keine Zuneigung gibt,
- es keinen (!) Körperkontakt mehr gibt

... ist die andere Sache!!

Freitag, 14. Januar 2011

A Place In My Heart

Liebe Leserinnen und Leser,

die Ereignisse seit meinem letzten Blog-Post überschlagen sich - wie immer. Alles ist zu viel. Ich kann da nicht Schritt halten. Immer wenn ich das Gefühl habe, dass alles gut wird, kommt wieder irgendwas. Beziehungsweise habe ich das Gefühl, dass alles einfach zu schnell geht. Ich kann die Ereignisse gar nicht richtig in Worte fassen.

Im Großen und Ganzen denke ich schon, dass sich alles irgendwie zum Guten wenden wird. Ich habe ja schließlich viel in Bewegung gesetzt, es kommt so einiges ins Rollen. Nicht zuletzt die Sache mit Fred. Nichtsdestotrotz fühle ich mich immernoch überfordert mit Allem.

Meine Mutter erwartet von mir, dass ich mich um sie kümmere, immer, sofort und jederzeit 100% für sie da bin (ein Thema für sich), ihre sämtlichen Launen aushalte, und alles über sie weiß, ohne dass sie mir was erzählt, da ich auf (nettgemeinte) Nachfragen grundsätzlich blöde Antworten bekomme.

Fred erwartet von mir, dass ich seine Depression - inzwischen bestätigt - für ihn weg kriege, dass ich seine überschwenglichen Emotionen aushalte genauso wie seine Aggressionen, und dass ich so nebenbei einfach wieder arbeite. Das geht nicht!

Dann noch alles Andere ... diese ganzen Anforderungen an mich ... . Jetzt wo Fred-Urlaub ist, habe ich gerade mal auf die Reihe gekriegt, das Haus halbwegs zu putzen. Ein Anfang. Aber alleine die Angst davor, wieder überfordert zu sein mit Allem, macht mich wieder handlungsunfähig.

Heftig. Werde mich dann mal um das Kostüm für den Fasching kümmern, der Kurze möchte als Ritter gehen. Finde ich in Ordnung, zumal wir einen Umhang ja schon haben.

Müde Grüße,
Friederike Fröhlich