Posts mit dem Label Essen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Essen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 23. September 2012

Ven Porque Te Necesito

Zum Abendessen gab's Feigen-Crostini mit Ziegenkäse. Dafür Bauernbrot in dicke Scheiben schneiden, mit Öl bestreichen und 5 bis 8 Minuten bei 220° C Ober-/Unterhitze in den Backofen schieben. Die Feigen und Tomaten in Scheiben schneiden. Die Brote mit Ziegenfrischkäse bestreichen, und mit Feigen und Tomaten belegen. Einige Esslöffel Olivenöl mit Honig verquirlen und darüber träufeln. Mit Salz und Pfeffer würzen und dann aaaaaaaahhhhh ... . Fridolin war begeistert, ich auch. Gibt's garantiert wieder. Ich habe das Original-Rezept ein bisschen abgeändert.
 
Ich probier's jetzt mal mit dem regelmäßigen Essen. Wenn andere Menschen das schaffen, dann ich ja wohl auch. Dreimal am Tag essen - nicht zu viel verlangt. Oder zumindest muss ich mich hinsetzen, und bewusst etwas trinken oder knabbern. Eine Kleinigkeit, damit der Blutzucker nicht allzusehr absackt. Vielleicht hilft's ja irgendwie. Wobei ... Fressattacken habe ich ja jetzt nicht mehr allzu häufig, alle paar Wochen. Mit gesunder/ordentlicher Ernährung kenne ich mich auch gut aus. Nur müsste ich's eben mit dem Sport mal langfristig durchhalten, damit das mit dem Abnehmen endlich mal klappt. Und die Balance zwischen Junk Food/Süßigkeiten/Fresserei und mir selbst richtig groß aufkochen habe ich nicht so wirklich drauf. Wenn ich mir selbst was mache, dann artet das meistens aus, weil ich so gut wie keine Convenience-Produkte verwende und so ... . Hm. Viel zu aufwendig alles. Bislang komme ich besser zurecht, wenn ich - angelehnt an den Fridolin-Verantwortungsplan - im Vorfeld schon plane und einkaufe, was es in der Woche zu essen geben wird.
 

Avelino's letzter Wille

Wunderschönes Wetter - wenn schon lesen, dann kann ich das auch in Hollywood mit Decke um mich rum. So ist's recht!

Und baden gehen ... mit Honig und richtig schön Körperpflege mit allem Drum und Dran. Wenn Fridolin Fred schon zum Rausgehen bewegt hat, und im Haus somit Ruhe herrscht.
 
Ich frage mich nur, ob ich später wirklich Lust habe, mir was zu essen zu kochen?! Hunger hätte ich ja schon ... . Irgendwie.

Dienstag, 22. Februar 2011

Aufräumen

Liebe Leserinnen und Leser,

nachdem ich eine recht kurze Nacht hinter mir habe - Domian macht's möglich - fühlte ich mich heute morgen nicht nur einfach platt und gerädert, sondern krank: die Lymphknoten am Hals sind seit Tagen/Wochen dermaßen angeschwollen, dass sie dauerweh tun, dazu schmerzen die Mandeln, der Kopf brummt sowieso. Gestern abend ging ich mit Schüttelfrost ins Bett, heute morgen wachte ich mit Fieber auf. Ganz toll. Nein, ich bin ganz generell kein Jammerlappen. Es gibt Menschen, die leider viel ärmer dran sind als ich. Trotzdem: angenehm ist das nicht, zumal ich immer immer immer auf die Nieren aufpassen muss. Schrottiger Schrottmist.

"Schrottiger Schrottmist" ist übrigens für meine Verhältnisse schon ein recht starker Kraftausdruck. Ich hasse fluchen, unflätige Ausdrücke und vulgäre Umgangssprache im Allgememeinen, deshalb rede ich auch so gut wie nie so. So gut wie nie heißt, in den paar Mails von gestern abend hatte ausnahmsweise mal Lust auf Scheiß' Scheiß' Scheiß'. ;-)

So, iiiiiirgendwie habe ich es trotzdem geschafft, aufzustehen. Und nicht nur das: voll Freude habe ich mich aufs Laufband gestellt und dann "Run, Baby, Run". Naja, so richtig funktioniert's irgendwie noch nicht. Die Steigung kann man noch nicht einstellen. Noch mal demontieren?! Hoffentlich geht's dann, ich habe keine Lust, das wieder abholen zu lassen und und und. Mal abgesehen davon, dass ich LAUFEN will.

So, nun gibt's ja immer jemanden, der irgendwas dagegen sagt. Schade, eigentlich könnten sich doch mal alle im Kollektiv freuen, oder?! Laufband?! Drinnen?! Geh doch lieber an die frische Luft! Tu doch lieber dies! Mach doch lieber das! (Bin ich wirklich so fremdgesteuert?!) Ich sage: Nein, nein und nochmals: NEIN! Gegen draußen spricht eigentlich alles: das Wetter, die Leute, die mich anschauen, und hier ist es nicht wirklich attraktiv zum Laufen. Also es gibt schon ein paar Ecken, aber bis man da ist, hat man sein Trainingspensum schon mehr oder weniger absolviert. Und mit dem Auto zum Training fahren?! Nein, dagegen spricht, dass sich Auto nicht auf Sport reimt, davon war ich noch nie Fan. Wenn Sport, dann mit dem Fahrrad hin, oder im besten Fall gleich von zu Hause aus. 
Nein, ich stehe auch nicht darauf, ins Fitnessstudio zu gehen. Ja, ich muss zugeben, dass ich zu faul wäre, Trainingszeug zu packen, hinfahren, umziehen Sport machen, dort duschen (iiiiiiiiiiiiiiih), zurückfahren ... zu viel Aufwand für einen temporär trägen Menschen wie mich! Temporär deshalb, weil ich bis ich Fred kennengelernt habe, ja auch viel Sport gemacht habe, und mir das ja auch jetzt Spaß machen würde, wenn ja wenn ... ich mir nicht selbst im Wege stehen würde mit meiner Trägheit.
Wie dem auch sei ... das mit dem Laufband ist eine tolle Sache, und ich hoffe inständigst, dass ich dadurch ... nun ja ... abnehme ... aber auch, dass ich wieder Spaß am Sport finde. Dadurch dass das Teil jetzt im Wohnzimmer steht, gibt es keine Ausreden mehr, weil der Aufwand der geringstmögliche ist.
Mal ganz abgesehen davon ... es sagt ja keiner, dass man entweder NUR draußen trainiert, oder NUR AUSSCHLIEßLICH auf dem Laufband. Ich denke, um mich wieder daran zu gewöhnen, Sport zu machen, und eine Routine reinzubekommen, ist das Laufband genial. Sagt ja keiner, dass ich deswegen für den Rest meines Lebens nur noch auf dem Laufband laufen muss.

So, kurze Mittagessenspause. Kartoffelsuppe von Samstag. Diesmal mit Lauch aber ohne rote Wurst - yummy!!

Sonnige Grüße,
Friederike Fröhlich

Montag, 21. Februar 2011

Zynismus-Post

Liebe Leserinnen und Leser!

Gerade habe ich das Laufband geliefert bekommen. 124 kg netto. Jetzt steht der Riesen-Karton in der Garage, und wartet darauf, dass Fred heimkommt ... und es mir freundlicherweise ins Dachstudio schleppt. Höhöhöhö. Hoffentlich ist es in Einzelteile zerlegt, sonst habe ich ein Problem. Fred übrigens - das muss ich betonen - hat in dem ganzen Laufband-Prozess endlich mal NICHT den Bremsklotz gespielt. Ja wow! Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Nachdem ich die Lieferbestätigung für heute bekommen hatte, erklärte er sich sogar bereit, das Teil heute aufzubauen. Ohne Motzen. Bis jetzt. Das Gute ist, sollte es doch noch zu der befürchteten Motz-Attacke kommen (zu schwer, zu keine Ahnung was, zu blöde Anleitung etc etc - alles schon dagewesen), werde ich nicht da sein.

Gerade kam noch der folgende Gedankenfaden vorbei geschwebt ... Mist, schon wieder weiter geschwebt, weil inzwischen ... Nein, Faden schnell ans Geländer anbinden, ich MUSS MUSS MUSS den nächsten auch gleich festhalten.

Gesicht waschen mit kaltem Wasser. Puh! Calm down, myself! Tranquilo, querida! *zissssssssch* - kaltes Wasser auf heißen Kopf.

Also, erster Gedankenfaden:
(Wegen dem habe ich eigentlich diesen Post begonnen) Wobei ich mich auch ganz ehrlich frage ... wenn Fred schon so massive Probleme damit hat, dass ich meine Depression alleine (!) in den Griff bekommen habe, besiegt, ausgelöscht, für immer vernichtet; wie wird er damit klar kommen, wenn ich endlich geschafft habe, abzunehmen, und dünn werde? Und sportlich, so wie ... 'früher'?! Kriegt er dann auch wieder eine Depression?! Ernste Frage.

Zweiter Gedankenfaden:
Gerade hat die erste Gartenbaufirma angerufen. Ich freue mich so!!! Ende letzter Woche hatte ich ja ein paar Emails an verschiedene Gartenbaufirmen hier in der Stadt geschrieben, weil ich doch sooooo gerne meinen Garten wieder schick haben will, so wie er 2009 war. 2010 war ich im März in Nepal, und habe die optimale Pflanzzeit verpasst, danach war neuer Job, Burnout, Krankheit und Staatskrise und ich hatte ... keinen Bock. Klar, schöner wäre das, alles mit Fred gemeinsam zu planen, but ... . Vermutlich auch billiger. So kostet der Ersttermin schon 50 €, weil der Chef persönlich oder eine Landschaftsarchitektin eben hierher kommen, und dann mal sehen. Juhu, ich freue mich schon so!!! Plan ist, ihm oder ihr meine/unsere ganzen Ideen (vielleicht kommt ja doch noch was von Fred) zu zeigen, und dann mal sehen, was sich wie umsetzen lässt. Also nochmal etwas weniger wirr: Plan ist, ein Gesamtkonzept zu erstellen, bei dem alle meine/unsere Wünsche in irgendeiner Form zur Geltung kommen, und dieses dann Stück für Stück umzusetzen.

Aber: die Frage ist, was, wann, wo! Denn gestern abend habe ich Fred mit der Idee überrascht, dass wir doch mal eine Auszeit nehmen könnten. Drei Monate mit dem Wohnmbil durch die USA - ein Traum! Wenn Fridolin in die Schule geht, können wir das nicht mehr machen, denn dann ist er schulpflichtig! Hm. Aber hier in einem fast-hässlichen Garten leben, bis man sich mit Müh' und Not das Geld abgeknapst und alles organisiert hat?! Auch doof.

So (1), in der Zwischenzeit frage ich mich, woher Amazon das mit dem Sabbatical schon wieder weiß?! Ich habe lediglich eine Email über Yahoo diesbezüglich geschrieben. Jetzt beim Öffnen der Seite kommen mir 100.000 Buchempfehlungen über ... 'Sabbaticals' entgegengesprungen.

So (2), dann habe ich im Vorbeigehen gerade noch schnell einen Termin bei einer anderen Eheberatungsstelle vereinbart. Ich glaube, das ist gut so. Hoffentlich nützt's was.

So (3), gestern gab's dann noch einen kleinen Wortwechsel, dem ich schon eine gewisse Bedeutung beimessen möchte, der mir wichtig ist. Ja, vielleicht bin ich hypersensibel, "... plastisch ließe sich sagen, dass die Sinnesorgane nicht mehr Informationen aufnehmen, dass aber weniger Sinneseindrücke aus der Wahrnehmung herausgefiltert werden", so dass ich viel mehr Informationen aus allem heraushöre, als eigentlich gegeben werden. Jedenfalls ging es darum, dass ich (wie berichtet), letzte Woche ja sämtliche Lebensmittelvorräte im Keller und im Apothekerschrank gnadenlos ausgemistet habe (ha, da fällt mir ein: Kühlschrank fehlt noch!). In diesem Zusammenhang erwähnte ich gestern, als wir beim Mittagessen saßen (Leberwurstbrot - nein, hat nicht geschmeckt!), dass ich jetzt alle vorhandenen Vorräte verbrauchen werde, und dann sowas wie Leberwurst nicht mehr hier im Haus haben möchte. Fred meinte daraufhin, dass er sich sehr wohl kaufen werde, was er wolle, wenn ihm danach sei.
Einerseits: er hat alles Recht dieser Welt dazu.
Andererseits: es wäre schon mal an der Zeit, mich TATKRÄFTIG zu unterstützen! Ein Binge Eating Disorder ist eine ernstzunehmende Krankheit, eine Sucht, für die ich theoretisch auch Anspruch auf medizinische Unterstützung hätte. Und nein, es reicht eben nicht mehr, sich permanent damit rauszureden, dass er da eben hilflos sei, und mich dann mir selbst überlässt. 
Kleines Beispiel in diesem Zusammenhang: ich hatte ihn irgendwann mal gebeten, halt KEIN Cola zu kaufen, Spezi und all den ganzen Scheiß, weil ich abnehmen will, und dazu seine Hilfe bräuchte. Das spielte gar keine Rolle: "Du musst das wirklich wollen, dann schaffst du es auch, abzunehmen!" sprach's, und schleppte den nächsten Kasten Spezi rein. Danke! Danke! Danke!
Und nein, es zwingt mich keiner, zu essen!!! Aber was soll ich denn machen, wenn ich ihn bitte, mir eine Packung Chips vom Einkaufen mitzubringen, und er nicht mal sagt "Wenn du sie willst, dann hole sie dir selber!", sondern zum Einen extra wegen besagter Tüte Chips losfährt, und zum Anderen dann nicht EINE Tüte mitbringt, sondern zwei. Oder eine ganze Palette Almighurt Schoko von Ehrmann!! Und was mache ich blöde Kuh, wenn ich die Chips vor mir liegen habe?! Essen! Essen! Essen!
Zur Erinnerung: Ich WILL abnehmen! Darum geht es doch gar nicht!! Wer WILL schon aus freien Stücken dick sein?! Aber ich schaffe es nicht ALLEINE!!!

Muss ich dazu sagen, dass ich permanent mit drei (!) kleinen Notizheften und einem Notizblock unterwegs bin?! Ich nenne das 'externe Festplatte'. Und muss ich extra erwähnen, dass ich hier, während des Schreibens, Notizen machen muss, was ich noch erzählen will, weil es mir WICHTIG ist?!

Und im Hinterkopf immer und immer "Was, wenn es trotz aller Bemühungen nicht klappt?!" und "Was mache ich mit Fritz?! Er bemüht sich weiter und weiter und weiter um mich - trotz der immensen Entfernung. Es tut mir so weh, ihn so zu verletzen. Gleichzeitig mag ich ihn aber auch nicht ... loslassen. Scheiße, Mann!! Und nein, es war kein Fehler, mich auf ihn einzulassen. Ich bereue keine einzige Sekunde mit ihm, denn er ist ein herzensguter Mensch. Nur ich bin so ein Arsch, weil bei mir nix klappt - außer dass ich einen Pracht-Sohn habe.

So, genug geschrieben, jetzt wird wieder geschafft ... um 17 Uhr muss ich mit Fridolin zur Kinderärztin, bis dahin muss ich noch einiges erledigen!!

Platte Grüße,
Friederike Fröhlich

Samstag, 29. Januar 2011

Born To Run

Liebe Leserinnen und Leser!

Ich hoffe mal, ich habe diesen Titel noch nicht in meinem Blog. Wenn doch, dann ist es mir auch egal gerade.

So, jetzt versuche ich mal ein bisschen aufzuräumen ... ich habe immernoch nicht von der Eheberatung am Dienstag berichtet, weil mir offengestanden zur Zeit alles schwer fällt. Im Grunde genommen ist es ja auch egal. Wer kann denn bei diesem Tempo noch mithalten?

Heute ist Fridolin bei seiner Omi zu Besuch, wir holen ihn morgen wieder ab. Pause. Wobei er zugegebenermaßen die mit Abstand geringste 'Anstrengung' bedeutet. Mit Kind geht alles leichter. Auf dem Weg dorthin mussten wir an der Tierklinik vorbei fahren, in der im Dezember unser schöner Berner Sennenhundwelpe gestorben ist. Ziemlich ätzendes Gefühl. Meine Mutter war, wie immer, sehr reserviert erfreut über unsere Geschenke, naja, was will man erwarten. Über die Bilder, die Fridolin ihr geschenkt hat, schon eher. Aber dass ICH dahinter stehe, sieht sie natürlich nicht.

Die letzten drei Tage bin ich voll am Fressen, und das Schlimmste ist: nicht mal mehr irgendwie Salziges vorher, Süßes als Nachspeise, sondern eine Hand voll Gummibärchen (auch nicht einzeln, sondern fünf auf einmal), dann paar Cashewnüsse, Mehrkornbrötchen mit Käse, Grießbrei mit Zimt und Zucker, Müsli, eine ganze geräucherte Felche, danach den Rest Grießbrei mit Zimt und Zucker .... ich habe das Gefühl, dass mein Essverhalten noch viel schlimmer geworden ist, seitdem ich bei der Ernährungsberatung gewesen bin. Ach ja, nachher gibt's Gorgonzola-Nudeln. Dass ich bei keinem von den oben genannten Speisen Hunger hatte, brauche ich vermutlich nicht wirklich zu erwähnen.

So, gestern war ein voll schöner Tag ... der Kindergarten hatte Teamtag, dementsprechend war dort Ersatzbetreuung durch Eltern angesagt. Ich wurde zwar gefragt, ob ich eventuell Ersatzbetreuung übernehmen könnte, aber ne, dazu fühle ich mich momentan nicht in der Lage. Aber: um ein bisschen auszuhelfen, habe ich zum Einen Fridolin zu Hause gelassen, zum Anderen seine beste Freundin eingeladen, und wir hatten einen prima Tag! Auch ihr Papa ist voll nett! Freaky - genau nach meinem Geschmack. Menschlich gesehen. Interessant. Naja, und F. ist sowieso die beste Freundin, die Fridolin sich überhaupt aussuchen konnte!!

So, das war's erst einmal für jetzt. Ganz sicher melde ich mich später nochmal, denn gestern habe ich so nebenbei noch eine blöde Email von Felix bekommen und und und. Naja, sie hat mich getroffen. Verletzt?! Ach, und so viel ... .

Sonnige Grüße,
Friederike Fröhlich

Montag, 24. Januar 2011

Glück

Liebe Leserinnen und Leser!

Ich weiß gar nicht so recht, was ich heute schreiben soll. Mal wieder ist das alles so ... viel.

"Man sollte die Menschen von ihrem Glück überzeugen; sie beachten es nicht, obwohl sie es besitzen."
- Charles de Montesquieu -

Beim kleinen Fridolin ist alles in Ordnung zum Glück.

Fred möchte von morgen bis Freitag nochmal 'weg'.

Ansonsten habe ich heute morgen Fridolin in den Kinderladen gebracht und für Freitag ein play date mit seiner über alles geliebten Freundin ausgemacht - yeah! yeah! yeah! Hey, da fällt mir ein, ich könnte mit den Kiddies dann ja was backen am Freitag, das macht immer Spaß. Freu mich schon!

Danach war ich mit Fred einen Cappuccino mit Zucker im Bioladen zischen - lustig.
Schnell bei der Post eines von meinen verkauften Büchern wegschicken
Bei Yoga - das tat soooooooooo gut!!

Zu Mittag habe ich mich mit Fred in meinem zweiten Wohnzimmer getroffen. Dort gab's einen griechischen Salat, einen Flammkuchen, einen Rooibostee und zwei Cappuccinos. Trotz allem habe ich (inklusive Abendessen) laut Ernährungstagebuch gerade mal 45% des Tagesbedarfs an Energie aufgenommen.

Ich habe heute viele Sachen gekauft, in zwei Indien-Läden hier in der Stadt:
  • Zuerst mal ein Messingtablett (mit anschraubbaren Füßen, obwohl ich die nicht brauche) für den Pouff im Wohnzimmer
  • Acht blaue Tischsets, die zu meiner indischen Elefanten-Tischdecke passen (mehr oder weniger)
  • Ein Om-Zeichen
  • Die erste von zwei Lampen für das Wohnzimmer (Fred hat natürlich gleich gemeckert, die sei viel zu dunkel blablabla)
  • Einen Deko-Elefanten für bei den Blumen
  • Ein Schmuckkästchen für meine Ketten (Fridolin sagt, das ist eine Piraten-Schatztruhe)
  • Ein paar Ketten zum Aufhängen mit Glöckchen dran
  • Eine Schale für das Duftzeugs im WC unten
Vor dem Abendessen habe ich dann endlich mal die Weihnachtsdekoration ab-, und dann mit Fred meinen grünen Wandbehang aus Nepal wieder aufgehängt und noch so ein paar andere Sachen.

Fred hat dann mit Fridolin zusammen seine Schwester angerufen. Fridolin hat ihnen freudestrahlend erzählt, dass er gestern mit mir im Opernhaus war und dass da Kinderkonzert war und ganz toll und der riiiiiiiesige Kronleuchter und ach ja, beim Herrn Bach waren wir. Die doofe Schwägerin meinte nur irgendwas mit "ach du armes Kind" und "ins Konzert gehen müssen". Argh. Mir fehlen die Worte! Das ist vielleicht auch besser so, sonst würde ich etwas arg Böses schreiben.

Unmengen an Büchern habe ich auch gekauft - ich kann's halt nicht lassen. Ersatzbefriedigung?!
  • Das Große Yoga-Buch
  • Lass los, was deinem Glück im Weg steht
  • Lass dich nicht vereinnahmen
  • Von der Kunst des Schreibens ... und der spielerischen Freude, Worte fließen zu lassen
  • Die Heilkraft des Schreibens - Wie man vom eigenen Leben erzählt
  • Schreib es dir von der Seele - Kreatives Schreiben leicht gemacht
  • Das Schreibseminar - Vom Buchstabenchaos zum Sprachkunstwerk
  • Lexikon der bedrohten Wörter
  • Garantiert Schreiben Lernen
  • Wie man einen verdammt guten Roman schreibt

Alles in Allem ein sehr schöner Tag, an dem ich abends nicht mal vor der Glotze gehangen habe, sondern mit einer lieben Freundin telefoniert habe. Ja, selbst ich habe sowas, auch wenn sie angerufen hat, weil sie in einer Notlage ist, und dringend eine Erzieherin für ihren Sohn sucht. Nun ja. Wollen wir mal nicht so sein. Wäre ich so schlimm gewesen, wäre ich jetzt nicht ihre erste Option, das ist ja auch schon mal was!

Ach ja, der Besitzer des einen Indien-Ladens wird Mitte Februar nach Asien fliegen, und netterweise hat er sich bereiterklärt, den mp3-Player für Felix mitzunehmen; er wird mir vorher Bescheid sagen! Yeah! Yeah! Yeah!

Ganz schön viel für einen Tag, oder?! Kein Wunder, dass ich da zusammenklappe.

Schiss habe ich vor dem Termin beim Eheberater morgen. Trotzdem bin ich so relativ zufrieden heute und wünsche Ihnen allen eine gute Nacht,
Ihre Friederike Fröhlich

Sonntag, 23. Januar 2011

Genervt

Hochverehrtes Publikum!

Heute gab es bei uns:
Kalte Rotbarbenfilets mit
kalten Salzkartoffeln ohne Salz,
Aioli und
Rucola-Tomaten-Salat ohne Tomaten, dafür mit Unkraut
zum Abendessen.

Argh, ich habe mich bemüht, alles lecker hin zu bekommen.
Fred war fürs Tischdecken zuständig.
Nur, bis er fertig war, war das Essen kalt.
Und als ich mir erlaubt habe zu erwähnen,
dass im Rucola-Tomatensalat die Tomaten fehlen
und er außerdem den Salat zwar gewaschen,
aber nicht geputzt hat,
so dass wir das ganze Unkraut mitessen beziehungsweise rauspfrimeln mussten
und die Zitronen nicht geachtelt waren, so dass man sie auspressen kann
sondern in Scheiben geschnitten, dass man sie nicht auspressen kann
ist er halt wie immer ausgetickt.
Nein, ich habe NICHT gemeckert.
An dieser Stelle muss ich nicht dazu erwähnen, dass ich Fred NICHT NICHT NICHT bevormundet habe.
Ich will ihn ja nicht dominieren. Ha! Ha! Ha!

Nur: soll ich mich vielleicht freuen, wenn mein leckeres Essen so dermaßen verhunzt wird?
Und wenn wir den teuren Fisch kalt essen müssen?

Ich strenge mich doch auch an!
Kann er nicht mal was gescheit machen?!

Mann, Mann, Mann.
Schlechte Stimmung.
Dazu Fridolin, der voll mitmotzt!
Mann, Mann, Mann!

Muss jetzt Fridolin ins Bett bringen, dann schließe ich mich in meinem Zimmer ein.

Ach ja, mit Müsli und Krapfen komme ich gerade mal auf 61% des Tagesbedarfs an Energie - yeah!
Kein Sport heute - buh!

Traurig-genervte Grüße,
Friederike Fröhlich

Quisiera Tener Alas

Liebe Leserinnen und Leser,

ja, Flügl hätte ich wohl gerne. Dann würde ich fliegen und wäre frei wie ein Vogel. Leicht. Federleicht. Wie sieht die Welt wohl von oben aus? Und wie klein sind dann alle Probleme?!

Heute vormittag war ich mit Fridolin das erste Mal im Opernhaus zum Familienkonzert und es war toll! Zuerst mal habe ich ihm das ganze Opernhaus gezeigt, oben den Saal mit den riesigen Kronleuchtern und die hohen Fenster. Wow! Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich als kleines Mädchen dort mit Frida hingehen durfte. Dann haben wir noch A. getroffen. Wir kennen uns vom Montessorikurs vor ein paar Jahren, sie war mit ihrem Mann und den drei Kindern auch zum ersten Mal dort. Auffällig war, dass sich die Leute gar nicht mehr so schick anziehen, wie ich es von früher kenne. Fridolin war beeindruckt! Und er hat gebannt zugesehen und zugehört vom Anfang bis zum Ende. Das Akkordeonorchester spielte unter Begleitung des Jugendchores verschiedene Werke der Familie Bach - einfach toll! Für Fridolin war es ein schönes Erlebnis. Ihm haben am besten die Bilder gefallen, und die Instrumente und die Musik und das schöne Opernhaus. Übersetzt heißt das: alles! :-)

Fred ist wieder voll motzig drauf. Er hat uns zum Opernhaus gefahren. Ich hatte ihn gebeten, uns danach wieder abzuholen, weil ich mit den Stiefeln nicht so wirklich gut laufen kann. Er meinte dann, ich solle ihm eine SMS schicken, wenn es aus ist, worauf ich sagte, dass ich das nicht brauche, weil ich weiß, dass es eine Stunde dauert, plus hinterher rumschauen, langsam Jacken holen und so weiter und so weiter. Darauf war er voll beleidigt. Naja, es hatte schon zu Hause angefangen, als er Stress gemacht hat, in einem Tonfall ... ich mir aber ein bisschen Zeit gelassen habe, weil wir die Zeit ja HATTEN. Wir waren nicht spät dran oder so. Und dann wollte ich, dass er Fridolin eine bestimmte Hose anzieht, die war aber nicht da, weil sie bei den Wechselklamotten im Kinderladen ist. Nicht so schlimm. Fred tat dann aber so, als würde ICH ein Riesen-Drama daraus machen. Ich weiß es nicht, vielleicht sind wir wirklich nicht füreinander geschaffen.

Sorry, aber ich habe langsam keine Lust mehr. Wenn er meint, dass sein Tonfall einem normalen, respektvollen Umgang in irgendeiner Weise förderlich ist, dann lebt er auf einem anderen Planeten als ich. Nach dem Mittagessen wollte er dann die ganze Zeit wissen, was los ist? Was ist denn los? Jetzt sag doch. Und wenn ich ihm das sage? Dann versteht er es sowieso nicht, weil er seinen beschissenen Tonfall völlig normal findet, und ich hätte ja auch blablabla. Habe ich! ABER ERST, ALS ER MICH SO BLÖD ANGEMACHT HAT! Aber das CHECKT er einfach nicht! Noch dazu, weil er immer das letzte Wort haben muss, wie ein blöder vorpubertierender Teenager! Vor allen Dingen übernimmt Fridolin die aufsässige Art Fred's jetzt schon. Ganz toll! Ich habe keinen Bock mehr auf den Scheiß. Echt nicht!

Zum Mittagessen gab es eineinhalb Scheiben Walnussbrot mit Käse. Wow. Schon 17% meines Tagesbedarfs an Energie. Und ich bin nicht mal im Ansatz satt. Später gibt's Rotbarbenfilets mit Aioli und Kartoffeln. Lecker! Und sooooo gesund. Naja, vielleicht ja ein paar Kartöffelchen dazu und einen leckeren Salat.

Genervte Grüße,
Friederike Fröhlich

Samstag, 22. Januar 2011

Alu Gobi

Liebe Leserinnen und Leser,

Das Abendessen war leckerst! Es gab Alu Gobi, Kartoffel-Blumenkohl-Curry. Ich habe gekocht, Fred hat geholfen. Das Essen ist superobermegages und ... obwohl ich mich keinesfalls zurückgehalten habe und jetzt angenehm gesättigt bin, habe ich damit lediglich 6% Energie des Tagesbedarfs zu mir genommen. Wow! Ich muss aber gestehen, ein bisschen hätte ich schon noch Hunger. Hm. Keine Fressattacke bis jetzt.

Ansonsten: Fred hat mit Fridolin seine Mutter angerufen; Fridolin wollte aber nicht wirklich etwas erzählen, er meinte nur, dass er viel lieber mit seiner anderen Omi telefonieren würde. Hähähä. Kommt davon.

Ach so, zwischendrin ist Fred beleidigt abgedampft, weil ich mir erlaubt habe zu sagen, dass der ganze Mist zwischen mir und seiner Familie unter anderem deshalb entstanden ist, weil er es nicht fertig bringt, sich klar auszudrücken.

Und ganz abgesehen davon habe ich glaube ich gut angeschwollene Mandeln. Aua. Halsweh ist das jedenfalls nicht. Hm. Wenn das bis Montag nicht weg ist, werde ich wohl mal wieder zum Arzt gehen müssen.

So, dann eben noch einen Faschingskrapfen. Zwei Faschingskrapfen. Getrocknete Mangoscheiben. Chili im Auge.

Gute Nacht,
Friederike Fröhlich

Montag, 17. Januar 2011

Fressen

Liebe Leserinnen und Leser,

gestern abend habe ich meiner Sehnsucht nach einem großen Müsli stand gehalten, heute morgen habe ich mit einem einzigen Frühstück schon 48% des Tagesbedarfs an Energie zu mir genommen. Scheißgefühl. Ganz ehrlich.

Vielleicht nützt es ja was, wenn ich mir ein Laufband kaufe?! Meine Hoffnung ... .

Traurige Grüße,
Friederike Fröhlich

Das Große Fressen

Liebe Leserinnen und Leser,

Ja, also ein weiteres meiner Probleme, die ich habe, ist die Sache mit dem Essen und mit meinem Gewicht. Näheres dazu werde ich Stück für Stück erzählen.

Heute (also gestern) gab es jedenfalls:

- Viel zu viel Müsli zum Frühstück, obwohl ich KEINEN Hunger hatte
- 1 Salbeibonbon
- 2 Stücke kalte Pizza - Pfui Teufel!
- Orecchiette mit Tomatensauce und Parmesan
- PEPSI!
- Mango-Maracuja-Schorle
- Kirsch-Schorle

Mein Verdacht heißt Binge Eating Disorder. Nur: wie komme ich da jemals wieder raus?!

Im Übrigen bin ich heute Abend gegen eine weitere Müsli-Fress-Attacke standhaft geblieben. Nun ja, ich hätte eine verdammte Lust gehabt, aber ... .

Also werde ich am Dienstag zwischen 15 und 17 Uhr bei der Beratungsstelle für Frauen mit Essstörungen anrufen und mich beraten lassen. Alleine komme ich da nicht wieder raus, ich brauche Hilfe, denn SO GEHT ES NICHT WEITER!!!

Ein Anfang wäre es, wenn ich zumindest die Protokollierung mal durchhalten würde. Ein äußerst hilfreiches Tool dabei ist die Food Data Base.

Truarig-satte Grüße,
Friederike Fröhlich

Samstag, 15. Januar 2011

Rise

Das mit dem Essen ist ja auch so eines meiner Probleme. Da mein Gewicht stetig steigt, selbst wenn ich gesund UND in Maßen - merke: in Maßen ungleich in Massen - esse, muss ich dem Einhalt gebieten. Irgendwie. Vielleicht nützt es ja was, wenn ich akribisch jeden Tag aufschreibe, was ich esse ... und wieviel.

Und ja, ich bin mit meiner Figur mehr als unzufrieden; in meiner Haut fühle ich mich - deswegen - schon lange nicht mehr wohl. Und wenn Fred sich dazu entscheiden sollte, doch noch irgendwann ein Kind zu wollen, dann MUSS ich abnehmen, sonst könnte sich mein Gewicht auch negativ auf das Baby auswirken, das mit der Schwangerschaftsdiabetes habe ich schon mal durchgemacht, auch wenn's wohl überzogen war. Brauche ich nicht nochmal. 

Also heute:
- Unmengen an Tee: chiya kalo, Rooibos, Fenchel, Grüntee
- 3 Stück Apfel-Schmand-Torte
- 3/4 Mohnbrötchen mit Philadelphia (Doppelrahmstufe), Knoblauchbutter, Romadur
- Mittlerer Salat mit Kirschtomaten und Gurken, Vinaigrette
- Noch mehr Tee
- Eine halbe große Pizza Tonno