Mittwoch, 23. März 2011

Random Thoughts

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

Der Tag ist gerade mal drei Stunden alt und es wäre ja mal was Neues, wenn es nichts Neues aus dem Hause Fröhlich zu berichten gäbe, so ist und bleibt es hier sterbenslangweilig. Also hier die News:
Dumm, dass ich wegen dem Zahn heute nicht wandern gehen kann. Dümmer, dass ich heute mit abgebrochenem Zahn nicht mal zum Zahnarzt gehen kann, weil ich schon wieder Magen-Darm-Scheiß habe. Seit heute Nacht
um 1.42 Uhr. Das 'Gute' am nächtlichen Aufwachen war in diesem Fall, dass damit mein Alptraum zu Ende war. Irgendwie hatte ich ein großes Messer im Arm. Keine Ahnung, wie das da hin kam. Angst hatte ich aber
keine, weil Franz da war und Jean-Luc. Fridolin hatte unabhängig davon geträumt, dass er von einem Berg
gefallen ist und deshalb Angst hatte. Sowas erfindet ein Kind doch nicht?! Warum träumt er sowas?!

Wish you were here, 1995 - alle standen auf die Version von Rednex, ich auf die von Pink Floyd. Kannte aber keiner in meinem Alter, was mich musiktechnisch zum Außenseiter machte. Zu der Zeit nahm ich noch jeden Freitag 'Die Schlager der Woche' aus dem Radio auf - mit Kassettenrekorder! Krass. Musiktechnisch war ich denen sowieso allen meilenweit voraus. Als ich auf New Kids on the Block stand, haben die noch Bibi Blocksberg gehört. Als die mit Backstreet Boys und Caught In The Act anfingen, war ich längst bei Eros Ramazotti, ich lief mit langem schwarzem Mantel und Sonnenbrille rum und machte einen auf Mafia-Italiener und kurz darauf bei Guns 'n' Roses und Metallica. Da war bei den anderen dann Boyzone in und kurz darauf Nirvana, und ich bei Jamiroquai, Leningrad Cowboys und Manu Chao gelandet. Gehalten haben sich bis heute Pink Floyd, Guns n Roses, Jamiroquai, Manu Chao und Leningrad Cowboys, dazu gekommen sind Johnny Cash, Lila Downs, Calexico und alles, was mit Country, Twang, world music zu tun hat.

So kann ich heute wenigstens endlich mal wieder ein bisschen Nepali lernen. Und mich mit dem Zauberberg auf die Dachterrasse setzen. Hat auch was.

Fritz übrigens startet morgen (?!) in Richtung Island Peak. Starke Leistung. Nein, doch nicht Island Peak ... hat gerade angerufen, heute ist große Deutsch-Prüfung am Goethe-Institut, und am 3. April geht's zum Manaslu. Auch nicht schlecht. Ich will mit. 19 Tage Trekking. Die Tour kostet für den 'Normal-Sterblichen' 2490 €. Darin enthalten sind Hin- und Rückflug und die Übernachtungen im Hotel als größere Brocken. Was davon für Fritz übrigbleibt?! Nun ... nicht wirklich viel. Allerdings habe ich den Eindruck, dass es mehr ist als bei anderen Trekking-Agenturen. Ok, das liegt vielleicht auch daran, dass Fritz für seinen Onkel arbeitet und als solcher sowieso Sonderbehandlung bekommt. Glaube ich.

Fred ... hat mir gestern zum Dank für das Gekoche einen Schokoriegel geschenkt - 'den magst du doch so gerne'. Er strengt sich an. Maaaaaaaaaaann. Als ich ihm das gesagt habe, war er mehr als geknickt. Ja was soll ich denn NOCH machen?! Was soll ich denn NOCH sagen?! Sogar Fridolin sagte 'Aber die Mami darf doch gar keine Süßigkeiten essen!'. Soll ich mir den jetzt reinwürgen, damit Fred glücklich ist?! Ich habe ihn schon tausendmal darauf hingewiesen, dass ich mich über Alternativen viel mehr freuen würde als über einen beschissenen Schokoriegel!! Früher hat er mir Gedichte geschenkt. Selbst-gedichtete Gedichte! Und einmal einen Oskar gebastelt. Und Hasen-Ohren. Und und und. Ja, ich bin schon ein bisschen böse geworden. Gehässig. Glaube ich. Und leicht ist es vielleicht auch nicht unbedingt mit mir. Aber ich will doch nur das Beste für uns. Gerade ist er zum Neurologen los - nachsehen, ob die Medikation noch so passt und keine Ahnung, was da gemacht wird. Er tut mir leid. Vielleicht wäre das mit Abstand - massivem Abstand echt keine schlechte Idee?!

So, ich gehe jetzt Fridolin's Playmobil-Bauernhof zerstören - für einen guten Zweck. Irgendwie wollte ich heute ganz andere Sachen machen, als ich jetzt letztlich tue. Hm. Der gute Zweck, ach so, ich brauche eine Vorlage für eine Kuhstall, weil ich Geburtstagseinladungen basteln muss. Also für einen klassischen Kuhstall. Wie aus dem Bilderbuch. Früher.

Grüßli,
Friederike Fröhlich

Dienstag, 22. März 2011

Zauberberg

In Bezug auf andere Menschen ist 'Glück' nicht das Ergebnis eines oberflächlichen Eindrucks. Nein, das sogenannte 'Glück' in einer ernsthaften Beziehung war das Ergebnis erschreckend mühsamer, endloser Anstrengungen. Es bedürfte des Mutes, der Geduld, Ausdauer, Nachsicht, Opferbereitschaft. ... Und überhaupt, wenn er glaubte, sein Leben könnte durch jemand anders 'in Ordnung' gebracht werden, statt dadurch, dass er sich seinem eigenen Weiterkommen verschrieb, dann war dies sowieso ein trauriges Missverständnis.
Zauberberg für Anfänger - James Collins

Back To Life

Hochverehrte Leserinnen und Leser,

ich freue mich, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass ich, Friederike Fröhlich, langsam aber sicher wieder zurück ins Leben findet. Ein kleiner Schritt dahin ist gemacht. Plan für heute war: den Sandkasten für Fridolin herrichten.

Geschafft habe ich:
- Kellerflur aufräumen und putzen (komplett)
- Hobbyraum ausmisten (80 Prozent - wobei es die kommenden 20 Prozent in sich haben, viel Plackerei)
- Vorratsraum ausmisten (40 Prozent)
- Spurenbeseitigen von gestern in der Kücher (80 Prozent)
- Sandkasten herrichten (angefangen)
- Garten entrümpeln (80 Prozent)
- Fridolin aus dem Kinderladen abgeholt
- Jetzt noch schnell mein Zimmer aufräumen - major act, schaffe ich heute im Handumdrehen

Klingt das belanglos?! Für den Verlauf der Weltgeschichte mag es das vielleicht sein, für mich nicht. Für mich ist dieses Anpacken-Können ein gewaltiger Schritt zurück. Ins Leben. In MEIN Leben!

Gleich kommt Fred heim, ich bin mal gespannt, was er zur Garage sagt. Hihihi.

Ach ja, das Wohnzimmer habe ich noch geputzt, das Erdgeschoss gesaugt und die zwei Teppiche aus dem Keller unter die Sofas drunter.

Das war's.
Friederike Fröhlich

Coming Back To Life

Oh Freud!

Liebes Lesevolk,

Gestern feierten wir Fred's Geburtstag mit einem 6-Gänge-Menü, was bedeutete, dass wir sage und schreibe 12 Stunden gekocht haben (ohne Pause!), 2 Stunden eingekauft (netterweise gab's alle Zutaten im gleichen Geschäft) und 3 Stunden gegessen haben. Essen schmeckte leckerst, Fred hat sich gefreut und das Süßeste war Fridolin, der den Kellner spielte. Er servierte was immer er konnte (außer die Suppe) und sagte vor jedem einzelnen Gericht: "Jetzt kommt der nächste Gang: wir haben eine Gemüse-Frittata mit Oliven und Hummus gekocht!" Das Beste kam zum Schluss (da hat er sich am meisten drauf gefreut, vor allen weil nicht klar war, ob's klappen würde): "Als krönenden Abschluss gibt es jetzt doch keine Vanillesauce mit Waffeln und heißen Himbeeren, weil das mit dem Eis nämlich doch geklappt hat!" Ich finde nicht nur seine Denkleistung enorm, sondern diese Ausdrucksweise den Hammer! Und das von einem gerade mal noch-nicht-ganz-Vierjährigen! Muss ich erwähnen, dass ich abends tot ins Bett fiel?! Also Koch wäre definitiv kein Beruf für mich! Ewig Laufen ja, kein Problem ... sieben Stunden Trekking im Himalaya? No Problem! Aber in der Küche STEHEN und dann mal nen Schritt links und nen Schritt rechts, vielleicht mal in den Keller, um Zutaten zu holen - ne danke!

Heute feiere ich den ersten Jahrestag mit Fritz. Ja, an Fred's letztem Geburtstag war ich in Nepal. Er alleine mit Fridolin. Auch im Urlaub.

Ich blicke zurück auf ein Jahr voll von wenigen, und kleinen 'Ups' und vielen gewaltigen 'Downs'. 

Ob ich stolz darauf bin? - Nein!
Ob sich das gut anfühlt? - Jein!
Ob ich ein schlechtes Gewissen habe? - Ja!

Vor zweieinhalb Stunden sind wir nun in den Keller gegangen. Wir, das sind Sigmund und ich. Entrümpeln. Irgendwie war mein Plan immer, von oben nach unten zu arbeiten, also im Dachstudio anzufangen, mit dem Keller aufzuhören, denn wenn man putzt und räumt, dann wirbelt das gewaltig Dreck auf, der nach unten fällt, und man unten dann wieder saubermachen muss - Effizienz ist einer meiner vielen Vornamen. Effizienz entspringt der Faulheit. Bei mir zumindest. Zu faul, mich mit doofen Dingen allzu oft beschäftigen zu müssen, also mache ich es lieber gleich gescheit. Dass das so aber nix wird - von oben nach unten - hat mich die Vergangenheit gelehrt. Und Sigmund Freud mit seiner Keller-Psychoanalyse. Wenn man ein Haus baut, beginnt man schließlich nicht mit dem Dach, sondern mit dem Fundament. Logisch. Signifikant. Hahaha. Während ich das schreibe, muss ich lachen. Erkenntnis, bevor ich überhaupt angefangen habe zu erzählen, was ich EIGENTLICH hier posten wollte. Erkenntnis für Fred. Nur müsste er sie auch mal verstehen. Aber vielleicht fange ich jetzt doch lieber von vorne an ... .
Also im Keller ... erst einmal habe ich damit angefangen, den Kellerflur zu entrümpeln - Hundezubehör und -Knochen, -futter etc etc braucht sowieso keiner mehr. Tummy Tub, Babybadewanne, Babytrage. Braucht auch keiner mehr. Dann kann ich's gleich verhökern, dann habe ich erstens weniger Ballast, zweitens wieder bisschen mehr Geld auf dem Konto, drittens mehr Platz im Keller. Fred wird sich freuen, wenn er die Garage aufmacht. Mir doch scheißegal. Freut mich, wenn er sich freut. :-))))
Aber das macht mich alles so dermaßen stinksauer!!! Erstens der Umgang mit Dingen, die Geld kosten, zweitens die Ordnung. Fred ist permanent dabei, mich zu kritisieren, dass ich oberflächlich nichts auf die Reihe kriege. Klar. Daraus mache ich keinen Hehl. Ich kriege nichts gebacken. Außer vielleicht Fridolin's Erziehung. Naja, kochen kann ich auch ganz gut. Er immer mit seiner 'guten Stimmung'! Schön, wenn die Oberfläche 'passt'. Schön blöd, wenn es aber an der Basis an allen Ecken und Enden kracht. Oder bin ICH mit meinen Bedürfnissen in irgendeinem Punkt weiter gekommen?!

Ich bin immernoch fett, Fred checkt immernoch nicht, dass Binge Eating Disorder eine KRANKHEIT ist, dass es reichlich blöd ist, ständig Tiramisu zu machen und mir davon anzubieten, mir Pepsi mitzubringen und und und. Nein, er zwingt mich nicht, das zu essen. Das tue ich schon selbst.
Ich habe Fred um Hilfe angefleht und gebettelt und gebeten und kam mir dabei vor wie der letzte Trottel-Depp, mein Zimmer aufzuräumen.
Ich schlafe immernoch im Dachstudio, er im Schlafzimmer.
Unser Garten sieht aus wie der letzte Assi-Garten.
Ich habe immernoch keinen Hund. Und keine Katzen.
Ich habe immernoch kein zweites Kind. Also Fritz will ja ... . Ich glaube, er wäre auch ein prima Papi für sein Kind. Er wünscht sich das sehnlichst, weil er dann mit mir und seinem Kind bergsteigen gehen kann.
Ich habe immernoch kein gemeinsames Hobby mit Fred bzw Fred macht immernoch nix mit mir. Fritz will mich auf alle seine Trekking-Touren mitnehmen und ansonsten immer mit mir alles machen. :-))
Am kulturellen Leben in der Stadt nehme ich mit meinem noch-dreijährigen Sohn teil. Hahaha. Ersatz-Befriedigung. Praktischerweise erübrigt sich dabei der Babysitter, Fred braucht keinen, wenn ich mit Fridolin weggehe. Zynismus.
Der Nistkasten ist noch immer nicht aufgehängt.

Ha: ich habe keine Lust mehr, Gefühle in eine Beziehung zu investieren, von der ich nicht mal im Ansatz weiß, ob jemals irgendwas dabei für mich rausspringen wird. Ich rede jetzt nicht von materiellen Dingen. Kalkül? Ja! Ich mag mich nicht mehr benutzen lassen. Fred kommt anscheinend auf seine Kosten. Ich nicht. Kann ich zu 100% ausschließen, dass Fritz mich benutzt? Nein. Konnte ich das bei Fred? Ich dachte. Denken heißt nicht wissen.

Diese verfluchten Abhängigkeiten. Partnerschaft bedeutet Abhängigkeit, Verantwortung. Meine Möglichkeiten, etwas für Fridolin zu erreichen:
Fred begründet und fordert immer und immer 'Zeit'. Nur: wenn ich ihn einfach 'machen lasse', dann macht er 'irgendwas'. Ohne Absprache. Ob das dann wichtige Dinge sind?! Öhm, nö. Putzen. Putzen. Putzen. (Und noch nicht mal gescheit).

Spreche ich verschiedene Dinge an, dann kriege ich mit Sicherheit eins auf den Deckel, und entweder wird's dann mit großem Aber und Meckern gemacht, so dass mir sämtliche Lust vergeht (aka massiv an Wert verliert), oder es wird auch nicht gemacht.

Einfach mein Ding machen. Dann bekomme ich zu hören (unter anderem von Herrn Fischkopf, unserem letzten Eheberater), dass ich mich ja nicht wundern muss, dass Fred immer dagegen ist, wenn ich ihn ja immer überrumple. Schlechter Witz, das alles.

Loneliss is tough. The toughest role I've ever played.

So, Sigmund ruft nach mir.

Schrottmist!
Friederike Fröhlich

Sonntag, 20. März 2011

Zuständigkeiten

Das Kindertheater war schön! Fridolin dabei zuzusehen, Kindertheater oder -konzert oder sonst irgendwas zu sehen ist fast noch schöner als die Sache selbst. Er ist immer voll vertieft in das, was gesprochen wird und was passiert, sitzt von Anfang bis Ende still und macht mit, wenn er mitmachen darf. Heute war hinter uns ein Junge, der ständig nicht nur reingeschrien hat, sonder noch dazu blöde Sachen. Sogar die Schauspielerin meinte irgendwann von der Bühne, ob er denn nicht bitte leise sein könne. Nun ja.

Nachdem ich heute mit Fridolin im Kindertheater war und wir morgens schon die große Puzzle-Session abgehalten haben (49 Teile schafft er locker alleine), hat er später alleine ... gebastelt. Fridolin bastelt gern. Großflächig. Er schneidet gerne viel Papier in noch mehr kleine Schnipsel, und er benutzt unheimlich gerne Tesa. Muss ich dazu was sagen?! Ach ja, lochen kann er auch gut ;-)) Naja, hinterher fragte er Fred, ob er ihm beim Aufräumen helfen könne. "Ne, also Fridolin, dafür bin ich nicht zuständig." Ich frage mich nur ernsthaft, für was er dann zuständig ist?!

Liste der Unzuständigkeiten:
- Aufräumen
- emotionale Wärme und Zuneigung, Nähe
- Sandkasten für den Sommer flott machen
- Garten
- Fahrradtouren
- mir helfen beim Abnehmen/Nicht-Fressen
- Hauseinrichtung
- Kindergeburtstag
- Geburtstag
- alle Entscheidungen

Ganz ehrlich ... ich habe Fred jetzt 20 Mal gefragt (mindestens), was wir denn jetzt an Fridolin's Geburtstag mit der Verwandtschaft machen wollen, und Vorschläge über Vorschläge gebracht. Alles nix. Abgeblockt. Langsam ist mir das egal, ich hätte gute Lust, Fred die Verantwortung für den Geburtstag mit seiner Verwandtschaft komplett zu überlassen, mich um nichts zu kümmern, und mal zu sehen, was er macht, und am Tag zuvor oder danach, mit Frida und Fridolin was Schönes zu unternehmen - getrennt.

Wenn ich mir diesen Blog so ansehe, dann muss ich zugeben ... ja, das ist bisweilen ganz schön gehässig, und ich mag ziemlich undankbar und niederträchtig rüberkommen. Allerdings muss man mir zu Gute halten, dass ich sehr wohl die schönen Dinge wahrnehme, die mir widerfahren, die mir begegnen. Es gibt einige schöne Dinge in meinem Leben, Fridolin ist das Allertollste von Allem, was mir je passiert ist. Fritz ... hält durch, ist da, wenn ich ihn brauche. Hahaha ... 6000 km eastward bound ... aber emotional immer. Und noch so einiges mehr. Es geht hier jedoch in erster Linie darum, einfach zu beschreiben, was IST, und wenn es nichts Schönes zu berichten gibt, dann schreibe ich das nicht. Punkt. Und wenn ich diesen Blog benutze, um Dampf abzulassen, dann tue ich das. Punkt.

Fred muss ich zu Gute halten, dass er sich bemüht, ja ... nur in welche Richtung halt?! ... und werden dadurch in irgendeiner Form meine Bedürfnisse befriedigt?! ... hat er dabei das Wesentliche im Blick?! ... Was ist 'das Wesentliche'?!

Außerdem ist er krank, das ist ein Fakt. Er nimmt Antidepressiva. Keine Ahnung, wie man sich mit sowas fühlt. Aber ohne Wirkung sind die sicherlich nicht. Sonst könnte man sie ja weglassen.

Achtung Kritik - Selbstkritik: das ein oder andere Mal sehe ich schon Fred's Bemühungen. Nur bin ich nach allem, was war auch nicht immer und vor allen Dingen nicht sofort in der Lage, voll auf ihn einzugehen, wenn er sich mir einmal öffnet. Dazu ist zu lange zu wenig passiert, als dass ich mich jetzt darüber freuen könnte, von ihm in den Arm genommen zu werden. Und dazu muss er sich anscheinend zu sehr überwinden, als dass ich mich freuen könnte, wenn er es denn mal tut.

Fred's Geburtstagsessen:

Sahnige Paprika-Mais-Suppe mit selbstgebackenem Rosmarin-Topfbrot
~
Gemüse-Frittata mit Humus und schwarzen Oliven, dazu selbstgemachte Gemüse-Chips
~
Lasagne mit Kürbis und Ricotta-Basilikum-Creme
~
Einen kleinen Mini-Salat dazu zum Auflockern?! Babyspinat mit Pinienkernen viellleicht?!
~
Waffeln mit Vanille-Eis und heißen Himbeeren


Das koche ich zusammen mit Fridolin, dazu decken wir gemeinsam den Tisch schön und Fridolin malt eine Speisekarte.

Auja. Danach brauchen wir 10 Tage nix mehr essen ... . Oder ich mache von allem gleich nur das jeweils halbe Rezept. Sollte auch reichen. Hm. Umgedreht ... das Zeug kann man ja aufwärmen, dann habe ich den Rest der Woche auch noch was davon ... .

Außerdem steht auf dem Plan: Fridolin's Sandkasten!
Anfangen werde ich aber mit dem Hobbyraum/Keller. Ich freue mich schon, den ganzen Scheiß einfach wegzuschmeißen. Wenn Fred nach Hause kommt, wird die Garage leider mit Müll voll sein, den er (nicht morgen) wegfahren 'darf', sollte er das Auto reinfahren wollen, dafür wird der Keller leer sein. Jawoll, das packe ich an! Naja, leer ist relativ ... man wird sehen.

Plan morgen:
Aufstehen - Frühstück - Einkaufen - Keller anfangen - Fridolin Mittagsschlaf - Kochen

Fazit: Das schaffe ich - morgen - eh nicht alles, aber egal, ich freue mich trotzdem drauf. Der Weg ist das Ziel. Aber früh aufstehen muss ich trotzdem. Fred 'darf' arbeiten von früh bis spät, weil offiziell ich Fridolin in den Kinderladen bringe und auch wieder abhole.

Ach so, Pläne!

- Jetzt hier anfangen aufzuräumen
- Morgen gemeinsam mit Fridolin Geburtstagsessen für Fred machen
- Dienstag: Sandkasten sauber
- Mittwoch: große Wanderung alleine

And it seems to me, you lived your life like a candle in the wind:
never knowing who to cling to, when the rains set in.

Zonk


Kann sich noch irgendjemand an diese Sendung erinnern, "Der Preis Ist Heiß"? Das war eine Spiel-Show, die in den 90ern im Privatfernsehen lief (mir also nicht zugänglich war). In der von Harry Wijnvoord Sendung ging es darum, den Handelspreis von Haushaltsprodukten möglichst genau zu schätzen, ohne dabei jedoch den korrekten Preis zu überbieten. Als Trostpreis konnte man den Zonk gewinnen. Hatte der Kandidat im Ratespiel etwa das falsche Tor gewählt, so fand sich dahinter dann nur der Zonk, und eine schauerliche Fanfare ertönte.

Also an diesem herrlich sonnigen Sonntagmorgen war ich gerade mal 30 Minuten auf den Beinen, und schon hatte Fred mir den Rest gegeben. Ich hatte ja Polen als Reiseziel vorgeschlagen. Ja, darauf könne er sich einlassen. Aber ... das mit den Zirkuswagen macht ihn gar nicht an. Bei dem Einen müsse man obendrein raus, um auf die Toilette zu gehen. Hatte nicht der gleiche Fred noch vor meiner Reise in die Schweiz gesagt ... "Wenn's zu teuer ist, macht es doch nichts aus, wenn das Klo auf dem Gang ist, dann wird das Zimmer billiger." Ohne Zirkuswagen hat der Urlaub für mich aber bedeutend weniger an Reiz. Also: gesorben! Ja, vermessen zu erwarten, dass Fred sich einfach mal auf MICH einlassen würde!!!!!!!!!!!!!

Gut, dann spare ich dieses Jahr eben Urlaubsgeld, den nochmal so einen oberätzenden Urlaub wie im letzten Jahr in Südtirol werde ich garantiert nicht machen. Rückblick: ich hatte mich von Fred getrennt, offiziell Schluss, das hatte ich meiner Mutter schon kommuniziert und und und. Dann hatte ich die Reise nach Nepal abgesagt, versucht von Fritz los zu kommen, Fred die Tausendste allerletzte Chance gegben. Ob er sie genutzt hat?! Ich bin dann mit Fred und Fridolin nach Südtirol gefahren. Der Urlaub war ... nun ja ... als es an die Zimmerverteilung ging, überlegte Fred, welches Zimmer wohl Fridolin und ich hätten und welches er bzw welches Fridolin und er und welches ich. Verkehrte Welt?! Ja! Fred machte dann mit Fridolin Tretbotfahrten auf dem Kalterer See, ich machte hingegen Fahrradtouren einmal nach Trient, nach Bozen und und und. Alleine. Dazwischen auch welche mit Fridolin und Fred. Das war Fridolin's erste lange Fahrradtour!! Auf dem eigenen Fahrrad, ohne Stützräder, einmal um den Kalterer See!! Fred fand's anstrengend. Ja, zusammen haben wir Ausflüge gemacht ... mit der Seilbahn zum Mendelpass hoch. Ich wäre von dort aus gerne gewandert auf irgendeinen Gipfel, auf irgendein Plateau. ............................................. .

Gerade habe ich alle Polen-Links gelöscht und sortiere meine Bücher aus. Alle Schwangerschaftsbücher und die zum Thema Welpen-Erziehung und Polen-Reiseführer. Befreiend. Ich würde gerne noch so viel mehr aussortieren.

Ja, ich werde in den Sommerferien hier bleiben. Kein Urlaub. Zumindest nicht mit Fred. Vielleicht kredenzen wir ihm morgen als Geburtstagsüberraschung ein Haferschleimsuppen-Menü. Ha ha ha.

Ach ja, Fred hat einen Alternativ-Vorschlag gebracht. Der ist aber 492 km weit weg von dort, wo ich eigentlich hin wollte, ein Bauernhof, wo viel los ist, zudem noch billig. Halt, M5oment mal bitte! Ich komme mir vor wie bei diesen Rätseln, wo man zwei identische Bilder nebeneinander liegen hat. Identisch?! Fast! 'Finden Sie die zehn Fehler im rechten Bild!":

1.) Fred MAG nicht, wo viel los ist. Aber was MAG er schon?!
2.) Das ist nicht mal im Ansatz die Region, in die ich wollte.
3.) Ich wollte Ruhe, Abgeschiedenheit, back to the roots
4.) Urwald
5.) ...
6.) ...
7.) ...

Naja, gestorben. Abgehakt. Vielleicht sollte Fred noch viel mehr Bus fahren. Ans eine Ende der Welt. Ich auch. Ans andere.

Was der Zonk mit mir zu tun hat ... ?!

SCHEISSE, MANN!!

Sonntagsfrühstück

09.15 Uhr, Sonntag morgen:

Liebe Leserinnen und Leser,

Fridolin hat gerade erfolgreich das Sonntagsfrühstück mit Fred abgeschlossen. Offensichtlich hält man(n) es nicht für nötig, auf mich zu warten, geschweige denn mich zu fragen, ob ich nicht vielleicht auch etwas essen möchte. Nicht das erste Mal heute. Schon krass, wenn man sich das mal gibt. Offensichtlich ist Friederike überflüssig. Fassungslos.

Nein, ich habe nicht gut geschlafen. 3 Stunden sind auch nicht wirklich ausreichend. Fred hat bestimmt schlechter geschlafen als ich. Es erübrigt sich also die Frage ... .

Ach so ... Geburtstagsplan für morgen ist eigentlich: Fridolin heimlich zu Hause lassen vom Kinderladen, dann den Tag über mit ihm kochen, und abends gibt's für Fred - surprise surprise - ein 3-Gänge-Menü. Fridolin muss die Speisekarte malen.

Der arme Fritz ... wie schön das klingt, wenn er mir sagt "Mach dir keine Sorgen!" und "Ich warte auf dich." und "Ich vermisse dich." hatte ich fast vergessen. Fritz ... . Warum nur bist du 6000 km weit weg?! ´Wie schafft man es, nicht die Lebenslust zu verlieren?!

Nachdenkliche Grüße von der, die heute und morgen gute Miene zum bösen Spiel machen wird. Fridolin zuliebe. Morgen bleibt er aus dem Kinderladen zuhause, für Dienstag plane ich eine große Wanderung. Alleine.

Friederike Fröhlich

Bobby, oh Bobby

Meine Wünsche und Erwartungen an eine glückliche Ehe/Partnerschaft:
- mit meinem Ehemann zusammenleben
- zusammen einschlafen, zusammen aufwachen
- zusammen lachen
- gemeinsame Hobbies haben und ausüben
- füreinander da sein
- miteinander reden
- dem anderen zuhören
- noch zwei Kinder
- ein schöner Garten
- gemeinsam etwas schaffen, auf die Beine stellen und sich freuen
- wenn schon nicht Kind, dann einen Hund
- wenn schon nicht Hund, dann wenigstens zwei Katzen
- sich gegenseitig unterstützen
- sich gegenseitig Liebe, Zuneigung, Wärme geben

Was ist denn daran bitte vermessen?! Fred immer mit seinen Erwartungen. Er hat KEINE. KEINE. KEINE. 3 Uhr, habe gerade geduscht, in der Hoffnung, dass es mir hinterher besser ginge. Nein, tut sich nix. Ach, und jetzt singt Enrique auch noch ... aquí no hay nadie a quien seguir ... . Ganz ehrlich, ich habe keine Kraft mehr gerade. Keine Kraft. Vielleicht wäre es keine schlechte Idee, wenn Fred mal für eine Zeit lang in eine Ferienwohnung zieht und wir uns mal wirklich nicht sehen für einige Zeit?! Hahaha, dann habe ich außer dem Kinderladen gar keine Außenkontakte mehr. :-)) Fred ist sehr zuversichtlich ob unsere Beziehung. Bekommt er eigentlich gar nichts mit?!
Ich will nur noch aus diesem Alptraum aufwachen. Sonst gar nichts mehr.

Am liebsten würde ich meinen ganzen Scheiß hier verkaufen. Bücher. CDs teilweise. Den Rest wegschmeißen. Verschenken. Dann wäre ich frei. Dann müsste ich nicht mehr aufräumen. Vielleicht sollte ich mich langsam mal nach einer psychosomatischen Klinik umsehen ........ . Armer Fridolin.

Ob ich nicht meinem Ehemann zu viel abverlange? Armer Fred. Wirklich. Nein, ich habe nur versucht, mein Leben und unsere Beziehung mit meinem Ehemann gemeinsam zu gestalten. Mega-Fail. Arschkarte. Ein Satz mit x: war wohl nix.

Von Allem Zu Viel, Vom Rest Zu Wenig

Two hearts living in two different worlds.
If it is a human sign when things go wrong, it is also time
Never knowing who to cling to, when the rain sets in.
Loneliness is tough.
It's much too late to save myself from falling.
it's the heart afraid of breaking
when the night has been too lonely
once upon a time there was light in my life now there's only love in
the dark
keeping the right ones out
letting the wrong ones in
it must have been love

love isn't much of a friend mine
that kind of love is the killing kind
misery
now there's not even breathing room between pleasure and pain
going up in flames
fire - i can't resist
it sure ain't no surprise
if chicken little tells you that the sky is burning,
 even if it wasn't, would you still come crawling back again?!
we're seeing the things in a different way
you can't stop yourself from falling
seems like we're making up more than we're making love
seems that i'm loosing my mind
going insane
sick and tired
trying to walk through the pain
how high can you fly with broken wings?!
se va, se va, todo se va.
a mi siempre me toca perder

falling into pieces
vanishing in the haze
fade away

and then
gone

Samstag, 19. März 2011

Die Grünen Hügel von Wales

Engel sind unsichtbar.
Engel können nicht sprechen.
Engel haben Flügel.

Es brennt ein Feuer

नमस्कार र नमस्ते!

Hier braut sich gerade etwas zusammen, das nicht gut ist: eine Mischung aus Missmut, Frust, Neid, Traurigkeit und und und. I see a bad moon rising. Und hier ist auch noch Vollmond. Na prost, Mahlzeit!

Süße Mail von Fritz bekommen. Ach Fritz, I miss you ....... Ich will auch zum Island Peak. म तिमीलाई धेरै धेरै माया गर्छु, मिस्तेर खत्री| म र तिमी - हामी सधैं।म पनि तिमी मलाई माया गर्छु?
Nachher werde ich Fred das ultimativ letzte Mal fragen, was jetzt mit dem Garten geschehen soll. Nein, ich war nicht bei dem Garten-Workshop, weil ich noch krank bin. Kopfkrank. Herzkrank. Seelenkrank. Fernwehkrank.

Fridolin wollte so gerne in den Sandkasten heute, weil die Sonne so schön scheint - draußen. Fred hat aber so viele andere Sachen zu tun und es geht ihm sowieso schon so schlecht (aus Prinzip schlechter als mir), also kann man wohl kaum erwarten, dass er den Sandkasten für seinen Sohn herrichtet. Dumm nur, dass Fridolin jetzt warten muss bis nächstes Wochenende, mindestens, denn unter der Woche muss Fred ja arbeiten, und wie soll er da nebenbei den Sandkasten machen, ohne zu kollabieren. Am nächsten Wochenende darf es dann aber nicht zu warm sein, und bitte auch nicht zu heiß. Naja, vielleicht mache ich das morgen ... mal sehen, wie oft ich mit dem Fahrrad zum Gartenbaumarkt fahren muss, bis der Sandkasten voll ist ............. . Aber der Satelliten-Reciever vom Fernseher passt hier oben und unten bei ihm und und und. Sehr wichtig. Pfff.

Ungut, ich sollte etwas gegen dieses Scheiß-Gefühl in mir drin tun. Nur was?! Ich bin zu schwach, um mich aktiv dagegen zu wehren. Ich WEIß, dass ich vielleicht eine Runde Fahrrad fahren sollte, mal um den Block laufen. Irgendwas. Ich schaffe es nicht.

Meine ex-beste-Freundin (Ex, weil sie sich immer raussucht, wer ihr im Moment am meisten nützt, um irgendwas zu erreichen - hab ich irgendwann nicht mehr mitgemacht) schwanger ist. Scheiße. Ich bin EIFERSÜCHTIG. Bescheuert? Ja! Aber ich kann nix dagegen tun. Noch dazu von einem Mexikaner. ICH habe sie eigenhändig in die 'mexikanische Gesellschaft eingeführt', weil sie nach Mexico kam, und keinen kannte, außer mir, die schon drei Jahre dort lebte. Ich bin statt nach Argentinien wieder nach D-Land, sie ist geblieben. Ähm, ja, ich hätte dort viele schicke Typen haben können (damals war ich schlank), aber ich bin zu Fred zurück. Und jetzt bin ich bei Fred, der sich im Ansatz(!) hin und wieder bemüht, aber ich denke an Fritz, und alles, was ich hätte haben können, und was ich verpasst habe und verpasse, und was ich habe, was ich nicht habe, und dieses verdammte Glück, das ich allen anderen Menschen ja eigentlich GÖNNE, nur ist dieses Glück sehr schwer erträglich, wenn man selbst gerade so gar nicht glücklich ist. Mein Problem. Ach ... !! Nein, ich bin kein grundsätzlich-eifersüchtiger Mensch. Aber auf manche Leute schon ... . Manchmal. Bei Fritz könnte ich das alles haben und noch viel mehr. Nein, wenige materielle Werte. Eine dreckige, versmogte Stadt mit Weltkulturerbe, ein Land, in dem es drei Stunden Strom am Tag gibt (wenn man nicht reich ist, und einen Generator besitzt, der einen Höllenkrach verursacht). Ein armes Land mit viel Armut. Die Menschen dort lachen über unsere Luxusprobleme, weil sie um das tägliche Überleben kämpfen. Ein Mann, der mich aufrichtig liebt. Aufrichtig? - "Der will dich doch nur benutzen, um nach Deutschland zu kommen." Bei Fred war ich mir auch sicher, dass er der Mann fürs Leben ist. Sicherheit. Was ist das schon?! Angst vor der eigenen Courage. Selbstzweifel. Und was soll dann mit Fridolin geschehen?!
Der Garten jedenfalls ... nachdem ich vor Kurzem ja das Angebot vom Garten-Mann ja aus Wut in 1000 Teile zerrissen hatte, weil Fred mal wieder nicht in die Pötte kommt, musste ich dort anrufen, um untertänigst um einen neuen Schrieb zu bitten. "Entschuldigen Sie, der Brief mit Ihrem Angebot ist versehentlich auf dem Stapel für den Aktenvernichter gelandet. Da ich Ihre Rechnung aber sehr gerne begleichen möchte, bitte ich Sie, mir diese noch einmal zu senden." - Relativ nah an der Wahrheit.

(Fred spielt gerade DRINNEN mit Fridolin Fußball. Bei DEM schönen Wetter. Und Fred schimpft das arme Kind, weil er grade seinen Duplo-Kran vom Regal geschossen hat. Kunststück, er hat ja auch nur 1,50 m Bewegungsfreiheit nach vorne und 1m zur Seite ... Der Garten wäre leer, und jetzt liegt nicht mal mehr Schnee auf dem Rasen, so dass irgendeiner der gelben Halme umgeknickt werden und abbrechen könnte.)

Also ... der Garten ... sieht einfach schrecklich aus, weil keiner was macht. Ich würde gerne, aber alleine KANN ich das eben nicht - wie soll ich denn bitte alleine einen Baum verpflanzen? eine Terrasse verkleinern? und mir fehlt endgültig das Geld dafür. Fred könnte, aber er hat von vornherein klargestellt "Ich habe ja schon gesagt, dass ich kein Gartenmensch bin." Was soll ich da noch sagen?! Jetzt habe ich das Angebot vorliegen, dass der Garten-Mann den Garten plant für uns, uns selbst DAS weiß Fred nicht. Was denn noch?! Der Punkt ist: wenn ich jetzt zu ihm gehe und sage, dass dies das ultimativ letzte Mal sein wird blablabla, und er wieder nicht in die Pötte kommt, dann MUSS ich Konsequenzen ziehen - und gehen. Viel mehr andere Möglichkeiten habe ich nicht. Genau genommen habe ich nicht mal die Möglichkeit, zu gehen.

SCHROTTIGER SCHROTTMIST, BLÖDER!
(ein Wahnsinnsfluch, vor dem die Welt zusammenzuckt, in Wahrheit aber der böseste, den Friederike Fröhlich jemals ernsthaft anwendet.)

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edit:

Nein, eigentlich hat das alles keinen Wert. Wieso sollte ICH zu Fred gehen, um zu fragen, was jetzt Sache ist mit dem Garten? Ich bin so oft auf ihn zugegangen (zu oft?!), dass es schon ermüdend war ... keine Antwort. Doch Antwort: "Mal schauen ... " irgendwas in die Richtung. Eigentlich müsste ER auf mich zukommen und sagen "Hey, machen wir das mit dem Garten-Mann" oder endlich NEIN! Selbst das würde mich mittlerweile erlösen. Irgendwas. Sein Argument ist immer "Das braucht Zeit, das was in vier Jahren kaputt ging, kann man nicht von heute auf morgen richten." Er übersieht dabei, dass für mich 'Zeit' sehr wohl ein sehr wichtiger Faktor ist, wenn nicht der alles entscheidende. Je länger dieses Drama dauert, desto mehr geht kaputt - bei MIR. Und dann?!

"Dinge, die man pflegt, gehen nie kaputt."

Fred war gerade hier, um zu erfahren, was 'jetzt schon wieder' los ist. Guter Zug von ihm. Ich mag jetzt aber nicht reden, wenn ich so gefrustet bin, um nicht zu riskieren, dass ich irgendwas Blödes sage aus meinem Frust heraus, das will ich auch nicht. Ich will doch nur endlich meine Seelenruhe.

"Merk auf dieses feine, unaufhörliche Geräusch; es ist die Stille. Horch auf das, was man hört, wenn man nichts mehr vernimmt."


Foodwatch:
1 Bircher Müsli (mittelgroß)
2 Käsebrote (mittel)
2 Teller Spaghetti mit Tomatensauce und Käse
1 kleine Portion Tiramisu
Trockenpflaumen


- Paul Valéry -

Aua Bauch

1 Packung Salzstangen
1 geriebener Apfel
5 getrocknete Pflaumen
2 kleine belgische Zuckerwaffeln
1 Tafel Milchschokolade
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Frustessen gestern

Freitag, 18. März 2011

Nein!

Nein, liebe Leserinnen und Leser,

.... gesund bin ich noch nicht wirklich. Die Heizung läuft mittlerweile doch auf Hochtouren, so dass es in meinem Zimmer geschätzte 35° C hat. Was soll ich sagen?! Ich friere!! Ich habe wieder-noch arge Kopfschmerzen, mein linkes Ohr tut immernoch weh und ich traue mich deshalb einfach nicht zum Arzt. What if ... ?! Dazu zieht es ganz gewaltig in den Lenden, die Nieren schreien irgendwie irgendwas, mein Magen jault und der Darm macht Faxen.

Morgen hätte ich Garten-Workshop von früh bis spät. Darauf hatte ich mich eigentlich riesig gefreut. Nur jetzt habe ich keinerlei Motivation mehr, weil Fred sowieso keine Lust hat auf sowas, weil ihm immer alles zu viel Arbeit ist, und alleine und ohne Geld schaffe ich das halt nicht. Scheiße. Was soll ich bei solch einem Workshop, wenn ich keine Aussicht darauf habe, diese ganzen Sachen jemals umsetzen zu können?! Im Augenblick habe ich nicht mal Lust, das Mindeste dort zu tun, weil ich sowieso nicht weiß, was wird.
Auf meine Nachfrage, bitte einen groben Plan vom Garten herzustellen, war Fred's letztes Wort "Maul' mich nicht so an!" (macht nicht unbedingt Sinn, ist aber demotivierend und einfach doof). Ach, Scheißdreck! Und jetzt?!

Urlaub, ja Urlaub ... da ist Fred gut drin! Aber was nützen mir drei Wochen schönster Urlaub, wenn ich nach Hause komme, und 49 Wochen drauf einen hässlichen Garten um mich habe, in dem ich mich nicht wohlfühle?! Nein, Fred ist nicht schuld daran, dass ich nichts mache. Aber: er ist verantwortlich dafür, dass meine Motivation weg ist.

Stichwort 'Urlaub'. Gestern und heute war ich ja ziemlich groß am rumkucken ... Urlaub auf dem Bauernhof? Schweiz-Rundreise? Nordwestfrankreich? Ferienhäuschen in Irland? oder lieber doch Agroturismo in Italien? Ursprünglich wollte ich ja ... nach Nepal. Nun ja. Dann nach Indien. Das ist immernoch mein großes großes Ziel! Das gibt's aber erst, wenn ich das andere große Ziel erreicht habe. Keine Ahnung wieso. Ich stehe mir mal wieder selbst im Weg. Das kann ich gut. Wenigstens was.

'Urlaub' jedenfalls ... ich hatte Fred die folgende Email geschickt:

Wie klingt das?!

viernes, 18 de marzo de 2011, 8:27
De:
Para:
"Fred Fröhlich" <fred@froehli.ch>
 
 
Urlaub:
- Maritimes Flair, Hafenstadt, kilometerlange Sandstrände
- Kulturgenuss, imposante Ordensburgen
- Bootsfahrt
- Naturparadies
- Paddeln
- Fahrradtouren, Wanderungen
- Naturparks, Stocherkahnfahrt.
- Urwald
- Originelle Restaurants und nette Straßencafes in liebevoll restaurierten Altstadtvierteln
- Entspannung pur
- ideal für Familien mit kleinen Kindern
und und und
 
Du musst nur noch Ja! sagen, damit ich das Planen anfangen kann. Bitte! :-))

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Werte Leser, nun die Preisfrage: Um welches Land handelt es sich hierbei?! Morgen gibt's die Lösung. Fred jedenfalls lag voll daneben, war dann aber nicht abgeneigt.
 
Platte Grüße,
Friederike Fröhlich

It's Cool, Woman!

Liebe Leserinnen und Leser,

Jetzt bin ich wieder ein Mensch: Hach, es geht doch nichts über eine kalte Dusche. Fridolin ist da anderer Meinung. Eigentlich hätte ich jetzt richtig Lust, auf das Laufband zu steigen und loszurennen und mein Zimmer aufzuräumen und und und. Angesichts der Tatsache, dass ich froh bin, es heil aus der Dusche geschafft zu haben, lasse ich das aber besser mal. Außerdem habe ich ja noch Schmerztabletten intus. Morgen. Ganz bestimmt.

Gewichtstechnisch geht es bergab, was allerdings an meiner Magen-Darm-Grippen-Crash-Diät liegt. Trotzdem Yeah! Yeah! Yeah! Gestern habe ich sage und schreibe ein großes 'toasted cheese bread' gegessen, obwohl ich keinen Hunger hatte. Also KEINEN Hunger. Und es mir danach schlecht war.

Seit letztem Jahr sind meine Haare ganz schön gewachsen - endlich wieder! Immerhin etwas!

Die letzten Wochen habe ich mir nicht mal Zeit für meinen Kalender mit den Weisheiten genommen. Pff.
Der Dalai Lama sagt:
 "Zweifellos kann der materielle Komfort, den wir uns leisten, zu unserem physischen Wohlbefinden beitragen, aber die Voraussetzung für wahres Glück und wahre Zufriedenheit müssen wir selbst in unserem Innern schaffen."
Pläne, ach Pläne! Zunächst mal muss ich ein Geburtstagsgeschenk für Fred basteln, die Schweiz-Bilder verarbeiten und Fridolin's Geburtstagseinladungen rausgeben.

Schöne Grüße,
Friederike Fröhlich

Donnerstag, 17. März 2011

Abnehmen mit Friederike

Der Titel ist zugleich Hoffnung und Zynismus. Nun ja. Als alter Clubfan weiß ich aber auch: "Die Hoffnung stirbt zuletzt!" "Und wenn sie nicht gestorben ist [die Hoffnung], dann ...".

Was nützt mir die beste Abspeck-Methode, die versierteste Personal Trainerin (ja, habe ich auch schon in Anspruch genommen), das teuerste Wundermittelchen (*oerks*), wenn der Kopf nicht mitspielt. Sagen Sie „Nein" zu emotionalen Fressattacken und „Ja" zu unseren fünf denkbar einfachen Tricks, um auch Ihre letzte Gehirnzelle aufs Abnehmen einzustellen. Mal sehen, ob es klappt, wenn's das nächste Mal soweit ist!

Bewusst gute Entscheidungen für meinen Körper treffen!Bei meinem Wunsch, das ein oder andere Kilo für immer loszuwerden, geht es nicht allein um eine kleinere Konfektionsgröße - es geht um meine Gesundheit. Nicht ohne Grund erkranken Fettleibige bis zu acht Mal häufiger an Diabetes. Und Schwangerschaftsdiabetes muss ich nicht auch nochmal mitmachen, auch wenn die Diagnose zu dieser Zeit eine Modeerscheinung gewesen ist. Dabei will ich mir vor Augen halten, was wirklich auf dem Spiel steht: Die Nicht-Diät und Lebens-Umstellung sind Mittel, meine körperliche und seelische Balance zu finden. Dass dies mehr als notwendig ist, sagen mir die Ärzte seit über einem Jahr "Ändern Sie etwas an ihren Lebensumständen!" Leichter gesagt, als getan. Derartig mental geeicht, kann (in der Theorie!) fast nichts mehr schiefgehen: Ich habe die Kontrolle!

Das Verlangen dort bändigen, wo es entstehtGrundsätzlich gilt: Hunger ist nicht gleich Hunger. Langeweile, Stress und depressive Phasen gehen oft mit einem Gefühl einher, das dem tatsächlichen Bedürfnis des Organismus nach Energie nicht unähnlich ist, aber ungleich schlimmere Konsequenzen für meine Figur nach sich zieht. Wenn die Emotionen schwanken, setzt häufig unbändiger Appetit auf Schokolade oder ähnliche Kalorienbomben ein. Doch kleine Snacks heben meine Laune nur kurzzeitig.
Bevor ich also das nächste Mal im Affekt zu Gummibärchen greife, werde ich mich fragen: Was knurrt hier eigentlich - mein Magen oder meine Seele? Wann immer letztere Antwort zutrifft, gilt: ein Spaziergang, eine Dusche, eine Runde auf dem Laufband oder Ihr Lieblingssong füttern Ihre Gefühle mindestens genauso gut wie eine Zwischenmahlzeit.
Kurzum: eat, when you're hungry! Wenn nicht, dann lass' es sein! Das kann doch nicht so schwer sein, Mensch! Schließlich habe ich das ja schon mal geschafft. Über lange Zeit.

Realistische Ziele setzen
Ganz ehrlich: mein Ziel ist es, soweit abzunehmen, dass ich bedenkenlos ... ähm ... Nachwuchs in die Welt setzen kann. Nicht mehr, und nicht weniger. Und dann so bleiben.

Wenn nichts mehr hilftAuch keine neue Erkenntnis: US-Wissenschaftler der Carnegie Mellon University in Pittsburgh fanden heraus, dass allein der imaginäre Verzehr einer Lieblingsspeise davon abhalten kann, tatsächlich den Kühlschrank zu plündern. Im Ernstfall lassen Sie sich also besser in eine ausgedehnte Pralinen-Fantasie fallen anstatt Ihren Mund mit Schokolade zu stopfen. Puh - harter Brocken!
Wobei ich der Ansicht bin, schon gewonnen zu haben, wenn ich im Fall des Falles ein BISSCHEN von dem esse, worauf ich wirklich Lust habe. Meine Theorie: danach ist mein Bedürfnis wirklich befriedigt, und ich schlinge nicht missmutig irgendwas anderes in mich hinein.

Ach ja, morgen ist die Anmeldung zu unserem ersten gemeinsamen Lauf - Fridolin und ich, 1000m in der Bambini-Klasse. Vielleicht melde ich mich ja auch für den Stadtlauf im Oktober an?! Das wäre doch mal ein Ziel!

Wasser

Liebe Leserinnen und Leser,

ja ... ich nehme das sehr ernst mit dem Abnehmen und meiner kompletten Umstellung. "Wenn nicht jetzt, wann dann?!" habe ich mir selbst schon das ein oder andere Mal geschworen ... und dann hat es wieder nicht geklappt. Demzufolge bin ich mir auch jetzt nicht sicher, ob ich wirklich durchhalten werde. Aber: ich MUSS. Mir selbst und meinem Körper zuliebe. Dicksein ist Raubbau an meinem eigenen Körper zu betreiben.

Dass Wassertrinken gesund ist, ist keine neue Erkenntnis. Und auch mir klar. An dieser Stelle sollte ich einmal bemerken, dass ich alle Tipps, die ich hier gegeben habe und in Zukunft geben werde, mehr als verinnerlicht habe. Das heißt nur leider noch lange nicht, dass ich mich auch konsequent daran halte, beziehungsweise dass wenn ich mich tatsächlich daran halte, diese Erkenntnisse, und mag ich sie auch noch so sehr verinnerlicht haben, mich nicht vor diesen Fressattacken schützen. Trotzdem hier ein kurzer Artikel zum Thema 'Trinken':

"Wasser dient nicht nur als Durstlöscher, sondern auch als Stoffwechselaktivator", sagt Michael Boschmann, Leiter einer Arbeitsgruppe am Franz-Volhard-Centrum für Klinische Forschung der Charité Universitätsmedizin Berlin.
Boschmann und seine Kollegen ließen sieben junge Frauen und sieben junge Männer auf nüchternen Magen morgens einen halben Liter Wasser trinken. Daraufhin sei der Energieumsatz im Körper um circa 30 Prozent gestiegen und dieser Effekt habe 60 bis 90 Minuten angehalten, erläutert der Mediziner. Das bedeute einen zusätzlichen Energieverbrauch von etwa 25 Kalorien. Beim Trinken von 1,5 bis 2 Litern Wasser täglich würden etwa 100 Kalorien zusätzlich verbraucht.
Die Erklärung: Durch das Wasser-Trinken verdünnt sich laut Boschmann kurzzeitig das Blut. Dies löse einen Reflex in der Leber aus. Und dieser Reflex wiederum aktiviere das sympathische Nervensystem, das unseren Körper auf geistige und körperliche Leistungen vorbereitet und dazu Energie verbraucht.
Boschmann empfiehlt deshalb, auch zwischen den Mahlzeiten ein Glas Wasser zu trinken. "Normales Leitungswasser reicht", sagt er. Ingwer oder sonstige Zusatzstoffe, die "wärmen", seien nicht nötig. Das thermogene, also kalorienverbrauchende Potenzial sei nicht unendlich steigerbar. Grundsätzlich hält der Mediziner es für ratsam, im Winter eineinhalb Liter Wasser zu trinken, im Sommer zwei bis drei Liter. "Der Körper braucht permanent Wasser, damit er rund läuft", sagt Boschmann.

Quelle: Yahoo!

Weshalb ich diese Artikel dann hier poste, auch wenn ich fast davon ausgehen kann, dass sie nichts nützen werden?! Weil ich mich
a) trotz meiner beschissenen Ausgangslage noch lange nicht aufgegeben habe und
b) mir dies vielleicht hilft, durchzuhalten, es diesmal WIRKLICH zu schaffen!!
FÜR MICH SELBST!

Licht am Ende des Tunnels?!

Hello Again

Liebe Leserinnen & Leser,

ja, es ist mir ein Graus, bei meiner Mutter, Frida, anrufen zu müssen. Aus diesem Grund habe ich es gleich hinter mich gebracht, als Fridolin aus dem Kinderladen zu Hause war. Er hatte heute irgendwie auch keine rechte Lust, zu telefonieren, deshalb hat er nur aus seinem Piraten-Buch 'vorgelesen'. Danach war ich 'dran'. Nach kurzem Erkundigen meinte sie dann, sie denke sich immer 'Hoffentlich passiert mir mal nichts', ihre Freundinnen sagten daraufhin immer 'Du hast ja wenigstens eine Tochter' worauf sie antwortete 'Na hurra!'.
Danke auch, Frida, und bis bald mal wieder. Ohne Worte.

Eigentlich sollte dieser Artikel 'Zäsur' heißen. 'Zäsur' oder auch Einschnitt ist in Zeiten von Atomkraft und Fukushima ja ein sehr häufig gebrauchter, überbeanspruchter (?!) Begriff. Aber: ich habe für mich persönlich beschlossen, meinen Kurzurlaub als wahrhaften Einschnitt zu nutzen. Alles wird anders. Wie's aussieht, wird mir das wohl auch gelingen - mehr als ich erhofft hatte.

Gewichtstechnisch ... in fünf Tagen Urlaub habe ich über 1 kg abgenommen. Nun bin ich ja seit meiner Rückkehr gesundheitlich arg in Mitleidenschaft gezogen, magen-darm-technisch, ohne an dieser Stelle allzu sehr ins Detail gehen zu wollen. Gestern ging (außer einer kleinen Mail) gar nix mehr, heute wesentlich besser, aber gesund noch nicht. Also werde ich diese Magen-Darm-Nieren-Urlaubs-Geschichte dazu nutzen, meine Ernährung umzustellen. Dauerhaft. Wobei 'Ernährung umstellen' auch wieder eine Sache für sich ist, denn zum Einen esse ich grundsätzlich hochwertige Nahrungsmittel, größtenteils aus biologischem Anbau, zum Anderen weiß ich sehr genau, wie man sich gesund ernährt. Mein altbekanntes Problem sind diese Fressattacken und die Menge an aufgenommener Nahrung ganz generell. Aber da ich ja jetzt auf 'Null' gestellt bin, sollte mir ein Neuanfang endlich schon gelingen! Mir selbst zuliebe!

Der Vollständigkeit halber: gestern gab's über den Tag verteilt zwei Laugenbrezen und einen geriebenen Apfel, dazu Cola und Fencheltee. Ach, und MCP-Tropfen, die aber nicht wirklich viel nützen, weil mir davon IMMER schlecht wird.

So, Schlafpause!

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edit 11.05 Uhr:
Gerade kam eine Mail von Fred:

Es wäre schön....

jueves, 17 de marzo de 2011, 2:14
De:
Para:
"Friederike Fröhlich" <friederikefroehlich@froehli.ch>
 
… wenn du heute den Fridolin abholen könntest. Sag mir bitte bis spätestens 15.00 Uhr bescheid, ob das geht.
 
Ich hoffe, bei dir geht es weiterhin deutlich besser. Noch gute Erholung und bis später.
 
Gruß
Fred
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Klar, mache ich, ich weiß zwar nicht mal wirklich, wie ich die Treppe von meinem Zimmer ins Bad runter kommen soll, weil meine Beine so wackelig sind, aber geht klar. Keine Ahnung, ob ER das war, der mitgekriegt hat, was gesundheitlich die letzten Tage bei mir abging, oder sein Phantom.
Zur Information für den Leser: 'Fridolin-Abholen' bedeutet Fahrrad aus dem Schuppen, Anhänger ans Fahrrad, wenn ich gesund bin 15 Minuten strampeln bis dort, dazu über die riesige Brücke, und das gleiche retour, 20 Minuten, nur mit 20 kg Kind (inkl Kleidung) im Gepäck. Gar nicht anstrengend. Erst recht nicht, wenn man krank ist. Auto, by the way, hat er.

Grüße aus dem Krankenbett,
Friederike Fröhlich

Dienstag, 15. März 2011

FFFFF

Liebe Leserinnen und Leser,

Friederike Fröhlich proudly presents Friederike Fröhlich's Fress- und Fitness-Fibel!

Heute im Angebot:
- 125g Mozzarella von Zott
- ein halber roter und ein halber gelber Paprika
- 2 Gläser Spezi
- 3 Käsebrote
- 2 Stück Schokolade
- 3 Tassen Tee
- 0,5 l Apfelsaftschorle

Außerdem:
30 Minuten auf dem Laufband

Mir ist so dermaßen schlecht ... bäh! Das liegt wohl an diesem tollen Gespräch mit Fred vorhin.

Platte Grüße,
Friederike Fröhlich

Hopp, Schwiz!

Liebe Leserinnen & Leser,

nach vier Tagen Urlaub in der Schweiz plus je einem Tag für An- und Abreise sind Fridolin und ich wieder auf dem harten Boden der Tatsachen gelandet. Schonfrist?! Bedingt. Bis auf Frida nicht wirklich, was aber daran liegt, dass ich mit ihr seit meiner Rückkehr noch keinen Kontakt hatte.

Der Stress ging schon vor Ort los, wohl, damit ich mich nicht zu sehr in Sicherheit wiegen würde. Unsere Anreise am Mittwoch verlief problemlos, wenn sie auch sehr anstrengend war. Die Unterkunft ... *****! Noch dazu 'Familienanschluss' für Fridolin. So verbrachte ich mit ihm ein paar schöne Tage, Donnerstag und Freitag, vollgepackt bis zum Rande mit Aktivitäten. Spontan lud ich Fred dazu ein, doch über das Wochenende zu uns zu kommen, was er nach einigem Hin und Her auch tat. Am Freitag fuhr er gegen Mittag gleich von der Arbeit aus los, das erste, was ich am Freitag Abend von ihm hörte, war "Scheiß Kaff ... blablabla ... ". In Biel war Fasnacht, unsere Unterkunft lag mitten im Zentrum, und deshalb waren ziemlich viele Straßen gesperrt, wehsalb es schwierig war, einen Parkplatz zu finden, und Fred einige Zeit rumkurven musste, bis er schließlich ins Parkhaus fuhr.

Am Samstag war Fridolin einigermaßen neben der Spur; er war die Tage zuvor, als ich alleine mit ihm war, komplett 'brav' und lieb gewesen, irgendwann musste das 'Monster' in ihm dann halt mal raus. Der Tag verlief insgesamt ganz gut, wir hatten Spaß, wenn es auch ob der vielen Ermahnungen etwas stressig war.

Der Sonntag schließlich stimmte mich wieder komplett auf meine Heimkehr ein: Fred wollte 'vormittags' starten, um zu Hause noch ein bisschen die Füße hochlegen zu können. Aus 'vormittags' wurde immer früher, ich hatte mir vorgestellt, dass wir einen noch einen schönen Vormittag gemeinsam verbringen würden, und Fred dann nach dem Mittagessen (meinetwegen schon früher als gewöhnlich) gemütlich gen Heimat aufbrechen würde. Die Lage spitzte sich zu, als Fridolin dann mit Papi nach Hause fahren wollte, weil er ihn ja lieb habe und bei ihm sein wolle, er aber auch gleichzeitig mit mir den Kinder-Fasnachtsumzug in Biel am Nachmittag sehen wolle, weil er mich ja auch lieb hätte. Armes Kind. Das Hotel war gebucht und bezahlt ebenso die Rückfahrt mit dem Zug, und ich hatte mich darauf gefreut, zusammen mit Fridolin am Montag schön zurück zu fahren und und und, deshalb wollte ich die bezahlten Leistungen auch in Anspruch nehmen. Angesichts der Tatsache aber, dass Fred sichtlich nach Hause wollte/nicht bei uns/mir sein wollte/seine kostbare Zeit nicht mit mir/uns vergeuden wollte, sondern lieber sein Individuum stärken wollte, war ich aber schon kurz davor, einzuknicken, und zu sagen: "ICH breche alle Zelte ab und verzichte auf alles", um nicht weiter an dem armen Kind zu zerren, aber Fridolin wollte ja auch Fastnachts-Umzug sehen, und er wollte eben uns BEIDE als Eltern haben. Das versteht Fred einfach nicht. Es geht mir, ja schon noch um mich, nur immer zuerst um Fridolin. Meine Güte, was will Fred denn mit diesem Ego-Tripping erreichen?! Ist er jemals wieder gewillt, im FAMILIENSINNE zu handeln? Erzwungenermaßen ist Fred dann mit uns in eine kleine Gemeinde am Bieler See gefahren, wo wir erst ein bisschen spazieren gingen, und dann Mittag aßen. Danach fuhren wir nach Biel zurück und Fred nach Hause. Stimmung: Katastrophal!

Dieses Posting trifft nicht ganz den Nagel auf den Kopf. Vielleicht schreibe ich später noch etwas dazu. Seit Tagen habe ich nicht mehr gescheit geschlafen, ich wache gegen 23.30 Uhr auf, schlafe dann bis gegen 2 Uhr, 2.30 Uhr, wache auf, döse noch ein bisschen, und gegen 4 Uhr ist die Nacht zu Ende. Nicht wirklich prickelnd. Dazu kommt augenblicklich der Lärm von gegenüber ... dort wird ein Haus kernsaniert. Jippieh. Mittagspause?! Fehlanzeige. Am hefigsten ist aktuell aber der Schmerz in den Nieren, der sich nur durch 'Metamizol' ertragen lässt. Metamizol, übrigens, "ist ein Pyrazolon-Derivat und Schmerzmittel aus der Gruppe der nichtsauren Nichtopioid-Analgetika. Es besitzt unter diesen die höchste analgetische (schmerzlindernde) und antipyretische (fiebersenkende) Wirkung", zugleich macht es verdammt müde und benebelt. Das habe ich exakt für diesen Schmerz verschrieben bekommen, wird übrigens eingesetzt bei akut starken Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen oder bei Tumorschmerzen. Nicht witzig. Heute Nachmittag wäre auch Capoeira mit Fridolin, das muss aber leider Fred für mich übernehmen, da diese verfluchten Nieren mich fertig machen.

Vor drei Wochen (synonym für 'vor einiger Zeit') hatte ich schon angesprochen, Fridolin's nahenden Geburtstag mit der Verwandtschaft in einem Freilandmuseum verbringen zu wollen. Das wäre ganz in Fridolin's Sinne, und wir hätten hier nicht so viel Arbeit mit Kaffee und Putzen und allem, zumal sich Fred's gesamte Verwandtschaft hier (trotz liebevollstem Staatsakt für Fridolin's letzten Geburtstag - ich hatte tagelang zuvor die Deko für den Tisch gebastelt, Kuchen gebacken, das Haus geputzt und geschmückt) sowieso nicht willkommen fühlt. Jetzt, da ich das fix machen wollte, muss natürlich diskutiert werden ... Fridolin würde sich doch freuen, wenn ihn seine Verwandtschaft besucht blablabla. Nun ja, dazu hätten sie die gesamten 364 Tage VOR seinem Geburtstag auf Zeit gehabt, wenn sie das denn gewollt hätten. Für Fridolin ist das Freilandmuseum im Übrigen etwas sehr Besonderes und wir feiern den Geburtstag schließlich für Fridolin und nicht für Fred's Verwandtschaft! Wie gesagt, letztere wäre die 364 Tage zuvor herzlichst eingeladen gewesen, herzukommen und mit Fridolin zu spielen etc etc.

Ach ja, zwischenzeitlich habe ich einen neuen Termin für eine Eheberatung gemacht. Fred möchte gerne bei dem alten Eheberater weitermachen, ich fühle mich dort weder wohl, weil nicht als Person angenommen, noch sehe ich irgendeinen Sinn darin, DORT weiterzumachen, wenn der Eheberater Fred als Individuum stärkt, und ich mit meinen Bedürfnissen auf der Strecke bleibe und ich das Gefühl habe, Fred bewegt sich immer weiter von mir weg. Oder ist das etwa das Ziel der Ehetherapie? Ich hatte eigentlich das Gefühl, mich Fred wieder mehr öffnen zu können, und wollte diese Gefühle positiv für uns als Familie einsetzen.

Außerdem regt mich dieser ganze Atomscheiß in Japan auf!

Übrigens ... die letzten Tage habe ich - trotz Rösti, viel schweizer Käse und ganz gewiss keiner Fasten-Ernährung - über 1 kg abgenommen. Bewegung: viel, aber definitiv nicht mehr als in Deutschland auch. Essen: gleichbleibend, sogar mehr. Nicht wirklich gesünder, im Gegenteil. Woher kommt's?!

Sorry, ich bin gerade etwas durch den Wind.

Friederike Fröhlich

Dienstag, 8. März 2011

African Rainmaker

Liebe Leserinnen & Leser,

tja, morgen früh geht's los ... Fridolin und ich gen Schweiz. Sehr seltsam gerade. Ich freue mich wie riesig, auf die Schweiz, darauf, hier mal rauszukommen, was mit Fridolin unternehmen, frische Luft und und und. Ich bin so aufgeregt, dass sich schon wieder seit heute früh mein Magen zu Wort meldet ... nichts Besonderes bei mir. Positiver Stress.

Gleichzeitig habe ich gerade mal ein paar Sachen zurecht gelegt, noch nicht wirklich gepackt. Ok, Fridolin's Sachen kann ich zum größten Teil noch gar nicht packen, weil der seit Samstag bei Frida ist und er die Sachen mitnimmt, die er dort dabei hat. 
Vorhin kurzfristig Stress, weil ich einkaufen gehen wollte, dann aber der Bioladen zu hatte. Komisch. Auf dem Rückweg fiel es mir wie Schuppen von den Augen: heute ist ja Faschingsdienstag. Also musste ich notgedrungen Fred in der Arbeit anrufen, damit wir noch in den Supermarkt fahren, der hatte immerhin bis 16 Uhr auf. Fred hatte wie immer das Auto dabei, sonst wäre ich tatsächlich über meinen Schatten gesprungen und selbst gefahren. Not my fault, oder wie Jorge Negrete singen würde "Yo no fui". Ja, es ist schon ein bisschen blöd, ihn aus der Arbeit wegzuholen wegen EINKAUFEN. Aber er hatte sowieso nur noch eine halbe Stunde zu machen, insofern hielt sich der 'Schaden' in Grenzen.

Außerdem kann Fred die nächsten Tage Überstunden machen so viel er möchte, Fridolin und ich sind ja nicht da. Wobei mich das schon wieder zu meinem nächsten Problem führt: ich habe jetzt schon Schiss und gewaltig Muffesausen davor, wieder hierher zurück zu kommen. Hier ist mein zu Hause, und es ist auch schön ... endlich. Aber ich habe trotzdem Angst. So sehr, dass es mir schlecht wird, wenn ich nur daran denke. Und raten Sie mal, was ich vor lauter Angst (!) gemacht habe ... gefressen. Jawoll. Eine Tüte Kartoffelchips. Geriffelte. Mit Salz. Nein, sie haben nicht geschmeckt.

Oh yeah, gerade noch ein Anruf von Frida ... sie macht sich ja solche Sorgen, um mich, und ich bin ja so böse, interessiere mich nicht für sie, heul heul heul, sie sei mir ja schon immer gewesen. Scheiße, jetzt sitze ICH hier und heule. Komisch nur, dass sie uns respektive mich am Samstag, als wir Fridolin zu ihr gebracht haben, regelrecht rausgeschmissen hat. Ich habe keine Lust mehr, zu kämpfen. Wozu auch kämpfen. Kämpfen ist blöd, so blöd. Und kostet so viel Kraft. Nur, wenn ich nicht kämpfe, dann geht alles den Bach runter, und ich meine alles.

Vorhin auch wieder so ein typischer 'Fred':
- Ich fahr' dann noch beim Wertstoffhof vorbei, das Zeug wegtun.
- Brauchst du nicht, der hat nicht mehr offen.
- Ja, mal schauen.
- Es ist Faschingsdienstag. Ich WEIß, dass dort zu ist!
- Ja, aber ich kann ja mal schauen, vielleicht hat er trotzdem auf.

Mir fehlen die Worte. Mal wieder. Immer die gleiche Scheiße.

Ach ja, ich bin dann mal weg. Bis die Tage!

Sprachlose Grüße,
Friederike Fröhlich,
die das Perfektsein und das Streben nach Perfektion satt hat, sich unperfekt aber gar nicht gut fühlt!

Montag, 7. März 2011

Pseudo-Kacke

Wertes Lesevolk,

Erstmal: Entwarnung nach den Psycho-Kack-Postings der letzten Tage. Pseudo-Kacke ... gerade wegen dem Tatort. So langsam gewinne ich Spaß am Fluchen: Kack-Fuck! "Komm, Mario, lass' alles raus!" "Ich hasse dich, du peinliche Spanner-Schwuchtel!" "Wandelt eure negativen Kräfte in positive um! Sehr gute Arbeit!" Tsssss.

Carcassone ... vier Spiele, davon habe ich drei gewonnen:
Das erste dreckig, aber Sieg mit der letzten Straße. Kloster-Friederike und Straßen-Fred. Das zweite 'normal' gewonnen, das dritte verloren. Und für das letzte nehme ich einfach mal in Kauf, dass ich den Mord verpasst habe. Tssss.


 
Sorry, dies ist ein angefangenes und aufgrund der Urlaubs-Hotelbuchungs-Aufregungs-Vorfreuden-Umstände nicht vollendetes Posting. Vielleicht ... irgendwann ... jetzt sind erst mal andere Sachen wichtiger! :-))

Einen ebenso gelungenen Start in die Woche wie mir wünscht Ihnen,
Friederike Fröhlich

Sonntag, 6. März 2011

As Time Goes By

Zeit für eine Auszeit von

Konsum
Fernsehen
Fertigfraß
Geschmacksverstärkern
Alltag
Radiogedudel
Großstadthektik
Psychotherapie
Karl Theodor von und zu Guttenberg
Nein-Sagern
Lethargie
notorischen Pessimisten
Streit
schlechter Laune


Ich will doch nur

Liebe
Zärtlichkeit
Zuneigung
Wärme
Stille
Frieden


GLÜCK

Samstag, 5. März 2011

Christi Blut und Gerechtigkeit

Regnerische Nacht. Ein Auto rast auf mich zu. Ich stehe mitten auf der Straße. Als ich an mir runter sehe, klafft eine riesengroße Fleischwunde in meinem Bauch. 

Yala Lala Ya  Asfura - Brahim Hnine
Impromptus Nr 2 As-Dur D 935 - Franz Schubert
Jesus bleibt meine Freude - Julian Riem
Samt El Sout - Brahim Hnine
Punk Rock Song - Bad Religion
Zorbas The Greek - Mikis Theodorakis
Pushed Again - Die Toten Hosen
Niemals Einer Meinung - Die Toten Hosen
Self-Esteem - The Offspring
Boulevard of Broken Dreams - Green Day

Im übertragenen Sinne könnte man sagen, Fred will nicht ins Paradies, wenn der Weg dahin so schwierig ist. Bloß keine Anstrengung unternehmen. Zufriedenheit mit dem Mittelmaß. Ich möchte - eigentlich - schon dahin. Mit Fridolin und Fred. Was hinter der Tür zum Paradies kommt? Ich will wissen, was dort auf mich wartet. Wer weiß, ob es uns dort besser geht? Wer weiß das schon ... außer denen, die durchgegangen sind.

Nein, bei allem Depri-Geblogge hier: ich habe einmal geschworen, dass ich mir NIEMALS selbst etwas antun werde. Danke, Ferdinand!! Nein, ich möchte nicht sterben oder so. Ich hänge am Leben. Ich weiß nur nicht mehr, wie es weitergehen soll. Hoffnungslosigkeit, Perspektivlosigkeit, Ohnmacht.

Ich hätte große Lust, Fred's nagelneues T-Shirt mit der Schere zu zerfetzen und es ihm so in den Kleiderschrank zu legen. Das Witzige an diesem verfickten Scheißdreck (merke: Friederike lernt Fluchen) ist, dass alles, was von Fred kommen würde wäre "Ja, aber du hast ja auch BLABLABLA!" Es kotzt mich an. Ich bräuchte echt den Mut, von ihm loszukommen. Er sieht uns auf einem guten Weg, übrigens.

Fridolin ist bis Dienstag bei Frida. Wir haben ihn zusammen hingebracht. Die Stimmung dort war einfach nur scheiße.

Bin auf Fred losgegangen. Körperlich. Ich konnte nicht mehr ... all diese Verletzungen die letzten nun fast fünf Jahre. Trauriger Wahnsinn. Ich bin noch nie ausgerastet. Bis heute. Ob das überfällig war? Ich wollte, dass er meinen Schmerz spürt. Er schrie mich an "Du bist ja krank!" "Ja, das bin ich! Aber das ist ja spurlos an dir vorbei gegangen!" Schweigen. Das war der Cut. Vielleicht braucht er, dass ich Türen knalle?! Schreie bis ich heiser bin?!

Dann abgekackt bei "Siedler von Catan". Ohne Chance. Habe von Anfang an falsch gesetzt. Königsdisziplin. Meine. Dafür zweimal gewonnen bei "Carcassonne". Doppelt überrundet. Ätsch.

Tomato Paneer - lecker. Aber Hunger hatte ich keinen.

Auch kein Hunger, trotzdem gefressen!


Freitag, 4. März 2011

Kalte Füße

Kalte Füße

"Man hat bei mir eine Depression festgestellt und bei dir ... wurde
auch was festgestellt." - Sehr gut informiert, mein Ehemann.

Einen Riesen-Streit mit Fred später ... ich erreiche Fritz nicht.
Fritz, ma timilai dherai dherai maya garchhu.

Ich hätte Riesenlust meinen Kopf gegen eine Wand zu knallen. Doof,
dass die Wand aus Rigips ist. Haare ausreißen. Aua, das mache ich
nicht. Ich will Schmerzen. Ich will, dass irgendwas so dermaßen weh
tut, dass ich den Schmerz in meinem Herzen nicht mehr spüre. Ich
würde gerne meine Wut rausprügeln. Knallheiß duschen oder eiskalt.
Das ist doch pervers. Aber es tut so weh. Ich habe keinen Bock mehr
auf diese verfickte Scheiße hier. Ich will, dass das endlich aufhört!

"Frage: Misst du mit dem richtigen Maß?!"

Ach Fritz, wäre das doch alles leichter ...


Schöne Grüße,
Anna

Home Is Where The Heart Is

Liebe Leserinnen & Leser,

nur ... where IS the heart?! Ja, die 'Stimmung' ist gut hier. Also gemessen an den letzten Monaten und Jahren. Was bedeutet 'gute Stimmung'?! Aus LIEBE habe ich Fred geheiratet. Nicht wegen der guten Stimmung. Nur, wo ist die Liebe? Und wo ist mein Herz? Und wo bin ich zu Hause? So langsam habe ich das Gefühl, dass ich nirgendwo auf dieser Welt zu Hause bin.

Ich will hier RAUS! Fridolin wird, wenn er gesund ist, ein paar Tage zu Frida dürfen. Das wäre die Gelegenheit schlechthin, für Fred und mich, ein paar Tage weg zu kommen. Ich kann mich ja nicht mal erinnern, wann ich zuletzt die Stadt verlassen habe. Und immer wieder und wieder scheitere ich an mir selbst. Danzig, Kopenhagen, Freiburg, Salzburg, Prag, Bratislava. Ich würde so gerne hier weg.

Und nun zum großen Aber: Ich habe so unglaubliche Angst vor dem Zurückkommen, dass es mir die Kehle zuschnürt, die Tränen in die Augen treibt. Es mir so unglaublich schlecht.

Ich brauche LIEBE! Herzlichkeit, Zuneigung, Nähe, Wärme. Und nicht erst, wenn Fred sich endlich dazu entscheidet. Jetzt. Scheiß' auf die gute Stimmung! Ohne Liebe gehe ich kaputt. Wann mich das letzte Mal jemand - ein Mann - in den Arm genommen hat?! Am 28. März 2010. Wow, fast ein Jahr her. Mehr als 6000 km weit gen Osten. Und nein, es war nicht Fred.

Schon ein paar Leute haben gefragt, ob er nicht vielleicht eine andere Frau liebt. Also Fred. Einerseits würde ich meine Hand dafür ins Feuer legen. Aber so langsam frage ich mich schon, ob er nicht doch. Oder wieso reagiert er noch immer nicht? Wieso ist er so gefühlstot? Wieso schafft er nicht, auf MICH einzugehen? Wieso bekämpft er mich? Wieso gibt er mir keine Perspektive außer "Ich will mit dir zusammen sein blabla"?! Weil die Stimmung zwischen uns so gut ist, oder wie?!

Kind? - "Man kann seine Meinung doch mal ändern."
Hund? - "Bitte hab' Verständnis dafür, dass ich das zum jetzigen Zeitpunkt nicht kann."
Gartenplanung? - "Ich bin nicht so ein Gartenmensch. War ich auch noch nie. Daraus habe ich auch nie einen Hehl gemacht."

Ja aber was für ein Mensch IST er dann?! Wieviel Verständnis denn noch bitte?!

Nochmal ganz langsam und zum Mitschreiben: ICH BIN NICHT DIE DOMINA, ZU DER ER MICH MACHT und er ist nicht der Schwächling, zu dem er sich macht.

Jippieh, wieder eine einsame Nacht alleine in meinem Bett. Are you lonesome tonight? Beschissenes Kacklied. Scheiß Heulerei. Fred wird morgen früh aufwachen, und "Ach, wie schlecht habe ich heute wieder geschlafen?!"

Manchmal frage ich mich, wann ich endlich aus diesem Scheiß beschissenen Traum aufwache. Oder aber einschlafen und in einer anderen Welt aufwachen. Am liebsten würde ich mir Fridolin schnappen und WEG HIER! Fred verlassen! Konsequenzen! Kathmandu! Fritz! Wenn ich mich nur nicht so schämen würde! Oder lieber doch Wladiwostok? Nowosibirsk? Ushuaia? Xian Hu?! Mahara Dshapalam?!

Keinen Bock mehr auf diese verfickte Scheiße,
Friederike Fröhlich

Mittwoch, 2. März 2011

Minus

Liebe Leserinnen & Leserinnen,

Die Waage war heute extrem freundlich zu mir, sie zeigte 1,2 kg weniger an als noch am letzten Samstag. Obwohl ich seit Freitag keinen Sport mehr gemacht habe.Weitermachen - mit Sport. Durchhalten! Ok, zugute halten muss ich mir: den Samstag habe ich mir 'gegönnt', Sonntag war als Pausentag geplant, weil wir ja nicht da waren, am Montag hätte ich laufen können, und gestern war ich fleißig damit beschäftigt, zu büßen. Heute ... bin ich spät aufgewacht, gleich muss ich Fridolin aus dem Kinderladen abholen und auf einen Kindergeburtstag bringen. Ohne Eltern, das heißt, ich habe bis 18 Uhr Zeit, BUßE ZU TUN und zu LAUFEN!!! Das habe ich auch bitter nötig, denn den Erfolg von vorhin habe ich durch einfachen Grießbrei mit Zimt und Zucker zunichte gemacht. Wobei das auch schon wieder ... "dürfen" und "nicht-dürfen" sollten in meiner Nicht-Diät nicht vorkommen im Zusammenhang mit Lebensmitteln, genauso wenig wie dieses permanente "schlechte Gewissen". Das HABE ich aber!! Nein, ich hatte keine FRESSATTACKE im herkömmlichen Sinn. Aber ich habe mehr gegessen, als mir gut tut. Mir ist schlecht. Und so blöd es klingt: dagegen hilft nur Spezi. Wasser beispielsweise würde nur noch mehr Übelkeit zur Folge haben.

Übrigens werde ich jetzt mal versuchen, langsam und behutsam wieder einen 'festeren' Tagesablauf für mich selbst einzuführen. Ziel ist klar, dass ich irgendwann wieder ARBEITEN kann. Arbeit macht (den Kopf) frei. Klingt doof im historischen Kontext, aber es stimmt verdammt noch mal. Arbeit heißt aber auch: Geld. Geld heißt: ausgeben, schöne Urlaube, schöne Dinge kaufen, genießen. Nicht-Arbeiten bedeutet kein Geld bedeutet nicht-ausgeben bedeutet Einschränkung. Aber schon der Gedanke, arbeiten zu MÜSSEN, macht mich wahnsinnig, weil es zu diesem Zeitpunkt einfach noch nicht GEHT. Ich bin dazu noch nicht bereit.

Ach ja, die Sache mit dem Tagesablauf ... werde ich später nochmal in Angriff nehmen, jetzt schnell Geschenk verpacken und Fridolin abholen!!

Sonnige Grüße,
Friederike Fröhlich

P.S.:
Das Kind wünscht sich eine Pferdewaschanlage von Playmobil. Himmel hilf!!! Not my case, aber da ich ja nicht mit spielen muss ... . :-))

Grinsekatze

Hochverehrtes Publikum,

Ja, gerade, 10.07 Uhr, bin ich aufgewacht. Das mit dem Tiramisu gestern so spät war keine so gut Idee, da waren schließlich 250 ml hochkonzentrierter Espresso drin, dementsprechend spät konnte ich heute Nacht schlafen ... .
Ob das allerdings ursächlich für meinen letzten Traum ist, wage ich zu bezweifeln: Ich war in einem sehr komischen Hotel mit meinem Freund. Mein Freund war nicht einfach ein 'Liebes-Freund', sondern ein Mann, der 28 Jahre älter war als ich. Das Hotel war heruntergekommen, alt und verlassen, in Holzbauweise wie im Western, und mitten in der Wüste gelegen. Mit uns im Hotel war ein komischer Kauz, der jedesmal, wenn sich unten im 'Foyer' etwas tat, in weißer Feinripp-Unterwäsche aus seinem Zimmer auf den Flur lief, um zu sehen, wer kam oder ging. Darüber regte ich mich furchtbar auf (dass er das tat, wusste ich aber, weil auch ich jedes Mal die Zimmertür aufriss).


So, um die Zeit bis zum Trekking (hä?!) zu überbrücken, verließ ich das Hotel, um auf Sightseeing-Tour zu gehen. Ich lief also zur 'Metro', die dort oberirdisch fuhr (das erschien mir durchaus logisch, bei dem vielen Wüstensand, wohingegen ich mir in der Tat keine Gedanken machte über das Vorhandensein einer U-Bahn in der Wüste) und fuhr ein paar Stationen. Als 'sight's gab es zu betrachten: eine riesige, enorm große Moschee mit goldenen Türmchen und Zwiebel-Kuppeln, eine riesige jüdische Synagoge und dann saß da noch diese riesige chinesische Grinsekatze, Sie wissen schon, die mit dem drehenden Arm, die beständig Reichtum ins Haus locken soll. Natürlich fotografierte ich alles, dann wachte ich auf, weil das Telefon klingelte.

Huch, wie komme ich denn auf solche Sachen?!

Abgesehen davon, habe ich begonnen, Frida einen Brief zu schreiben. In der Regel habe ich ja große Freude am Schreiben, und ich muss generell nie lange überlegen, was ich wie schreibe. Bei diesem Brief aber habe ich mittlerweile schon zahlreiche Anläufe genommen, und bemerkenswerterweise kommt mir einfach nicht von der Hand, was ich ihr wie schreiben möchte. Ziel dieses Briefes ist es, dass ich loslassen kann von dem, was war. Immerhin fällt mir dieser Brief ein wenig leichter als die 1000 Anläufe zuvor, aber so richtig zufrieden bin ich noch nicht damit. 

Ich habe Probleme, sie hat Probleme, jeder Mensch hat mehr oder weniger Probleme (also ich kenne niemanden komplett ohne). Aber: ihre Probleme sind nicht meine Probleme, ich bin nicht schuld an ihren Problemen und ich lasse mich dafür nicht mehr verantwortlich machen. Selbstverständlich muss ich unsere Probleme ansprechen, was meiner Ansicht nach schlie läuft in unsere Beziehung. Ich versuche eine Gratwanderung, diese nicht als Vorwürfe an sie hinzustellen, sondern sachlich aufzuzeigen, was verschiedene Tatsachen auslösen. Dabei verliere ich nicht den Respekt, erkenne ich aber auch ganz klar ihre vielen positiven Seiten an (die sie zweifelsohne hat). Allerdings muss ich aufpassen, dass das wiederum kein Entschuldigungs-Brief wird. Ich nehme nicht mehr diese verdammte Schuld auf mich, verantwortlich für das Unglück meiner Mutter zu sein. Ich bin nicht herzlos, gefühlskalt, undankbar und was sie mir alles vorwirft. Nochmal: dafür, dass mein Vater Suizid begangen hat, trägt er alleine die Verantwortung! Es hat ihn zu keinem Zeitpunkt irgendjemand dazu gezwungen, er war ein erwachsener Mann, der das aus freien Stücken tat, ich war damals noch keine zwei Jahre alt und ein äußerst süßes Kleinkind. Ich, letztenendes, bin in den Grundzügen das Produkt ihrer Erziehung, die übrigens zum Großteil keine schlechte war. Sie ist eine erwachsene Frau, die die Verantwortung für ihr Leben selbst tragen muss. Ich kann sie unterstützen, wenn sie das zulässt, aber terrorisieren lasse ich mich nicht mehr. Wahrscheinlich muss der Brief über ein paar Tage 'gedeihen'. In Brief, der an einem einzigen Abend geschrieben wurde, kann ich nicht abschließen mit dem, was in vielen Jahren der Misswirtschaft mit unser beider Gefühlen schief gelaufen ist. 

Felix übrigens meint, den Punkt mit den Weihnachtsgeschenken könne ich jetzt von meiner To-Do-Liste streichen. Logisch. So. Aufstehen jetzt. Mailen an Sport Scheck wegen des Laufbandes, M & J, Tante I, die Ks und ... an den Gartenmann.

Mittlerweile wache Grüße,
Friederike Fröhlich

Dienstag, 1. März 2011

Buß- und Bettag

Liebe Leserinnen und Leser,

'Was, heute?' werden Sie sich fragen. Ja, heute büße ich für alle meine Sünden an Fred, Fritz und ganz generell. Die Zusammenfassung lautet:

Zum Mittagessen sollte es Fisch geben (ok, Fischfilet a la Iglu). Dumm nur, dass die Tür des Gefrierfaches schneller zuklappte, als mein rechter kleiner Finger die Flucht ergreifen konnte. Autsch. Der Fisch hat es doch noch in den Backofen geschafft. Also noch 35 Minuten Zeit, Tiramisu zu FRESSEN, zwei Monsterstücke, während Herr von und zu Guttenberg seinen Rücktritt erklärt. Schon krass. Aber hallo. Selbst wenn das im Vergleich zu anderen Politikern vermutlich 'peanuts' ist, und ein Doktortitel im Ausland lange nicht so viel Wert ist, wie bei uns ... solche Tendenzen müssen im Keim erstickt werden. Welche Konsequenzen die Nicht-Verfolgung von Straftaten haben kann, sehen wir an allen Entwicklungs- und Schwellenländern. Und ich habe während meiner Aufenthalte in Mexico, Guatemala und Nepal mehr als genug zu sehen bekommen, was es heißt, wenn die Landespolitik korrupt bis zum Umfallen ist. Also warum einen Minister schützen, nur weil er beliebt ist?! Während ich so sinnierte über die Armut in der Welt, stieg mir ein sehr seltsamer Geruch in die Nase. Auf dem Weg nach unten nahm ich den schnellen Weg auf der Treppe und so kam es, dass meine Zehen einmal mehr Bekanntschaft mit der Wand machten. Natürlich hatte ich KEINE Hausschuhe an (mag ich nicht). Zeit zum Heulen hatte ich nicht, weil ich im Begriff war zu lernen, dass Backpapier brennen kann. Entweder lag's daran, dass es durch das Recycling zu trocken geworden war, oder es hat einfach eine schlechte Qualität. Naja, es BRANNTE nicht, glücklicherweise, aber es kokelte und rauchte und vor allen Dingen stank schon sehr bedenklich. Recht viel länger hätte ich nicht mehr warten dürfen. Muss ich erwähnen, dass ich mir die Pfoten verbrannte?!

Liebes Universum (@ P), ich hoffe, ich habe damit genug Buße geleistet. Immerhin sind verschiedene Körperteile nun extrem gut durchblutet, sprich glühen nach wie vor vor Schmerz, dass es mich zumindest dort so schnell nicht frieren wird.

Zum Frieren habe ich ohnehin keine Zeit, weil ... ja, als das mit dem Finger passierte, wurde es mir tatsächlich schlecht vor Schmerz und schwarz vor Augen. Schlecht ist es mir immer noch, aber das hat andere Gründe: Tiramisu. In rauen Mengen. Ok, im Vergleich zu anderen Menschen, die an der Binge Eating Disorder leiden, hält sich die Portion, die ich reingeschlungen habe, wahrlich in Grenzen (hahaha, wenn das mal kein Zynismus ist!!). Aber angesichts der Tatsache, dass ich schon zunehme, wenn ich leckeres Essen nur ANSCHAUE, ist es trotzdem mehr als bedenklich. Und das Schlimme ist: heute habe ich nicht mal aus Traurigkeit oder Überforderung oder sonst irgendeiner Wut heraus gefressen, sondern EINFACH SO. Grundlos. Weil es gut geschmeckt hat. Aber warum nicht in Maßen?!
Übrigens habe ich dem Blog noch zwei Posts hinzugefügt, die der Vollständigkeit dienen sollen:

Schlechte Grüße,
Friederike Fröhlich