Sonntag, 20. März 2011

Von Allem Zu Viel, Vom Rest Zu Wenig

Two hearts living in two different worlds.
If it is a human sign when things go wrong, it is also time
Never knowing who to cling to, when the rain sets in.
Loneliness is tough.
It's much too late to save myself from falling.
it's the heart afraid of breaking
when the night has been too lonely
once upon a time there was light in my life now there's only love in
the dark
keeping the right ones out
letting the wrong ones in
it must have been love

love isn't much of a friend mine
that kind of love is the killing kind
misery
now there's not even breathing room between pleasure and pain
going up in flames
fire - i can't resist
it sure ain't no surprise
if chicken little tells you that the sky is burning,
 even if it wasn't, would you still come crawling back again?!
we're seeing the things in a different way
you can't stop yourself from falling
seems like we're making up more than we're making love
seems that i'm loosing my mind
going insane
sick and tired
trying to walk through the pain
how high can you fly with broken wings?!
se va, se va, todo se va.
a mi siempre me toca perder

falling into pieces
vanishing in the haze
fade away

and then
gone

Samstag, 19. März 2011

Die Grünen Hügel von Wales

Engel sind unsichtbar.
Engel können nicht sprechen.
Engel haben Flügel.

Es brennt ein Feuer

नमस्कार र नमस्ते!

Hier braut sich gerade etwas zusammen, das nicht gut ist: eine Mischung aus Missmut, Frust, Neid, Traurigkeit und und und. I see a bad moon rising. Und hier ist auch noch Vollmond. Na prost, Mahlzeit!

Süße Mail von Fritz bekommen. Ach Fritz, I miss you ....... Ich will auch zum Island Peak. म तिमीलाई धेरै धेरै माया गर्छु, मिस्तेर खत्री| म र तिमी - हामी सधैं।म पनि तिमी मलाई माया गर्छु?
Nachher werde ich Fred das ultimativ letzte Mal fragen, was jetzt mit dem Garten geschehen soll. Nein, ich war nicht bei dem Garten-Workshop, weil ich noch krank bin. Kopfkrank. Herzkrank. Seelenkrank. Fernwehkrank.

Fridolin wollte so gerne in den Sandkasten heute, weil die Sonne so schön scheint - draußen. Fred hat aber so viele andere Sachen zu tun und es geht ihm sowieso schon so schlecht (aus Prinzip schlechter als mir), also kann man wohl kaum erwarten, dass er den Sandkasten für seinen Sohn herrichtet. Dumm nur, dass Fridolin jetzt warten muss bis nächstes Wochenende, mindestens, denn unter der Woche muss Fred ja arbeiten, und wie soll er da nebenbei den Sandkasten machen, ohne zu kollabieren. Am nächsten Wochenende darf es dann aber nicht zu warm sein, und bitte auch nicht zu heiß. Naja, vielleicht mache ich das morgen ... mal sehen, wie oft ich mit dem Fahrrad zum Gartenbaumarkt fahren muss, bis der Sandkasten voll ist ............. . Aber der Satelliten-Reciever vom Fernseher passt hier oben und unten bei ihm und und und. Sehr wichtig. Pfff.

Ungut, ich sollte etwas gegen dieses Scheiß-Gefühl in mir drin tun. Nur was?! Ich bin zu schwach, um mich aktiv dagegen zu wehren. Ich WEIß, dass ich vielleicht eine Runde Fahrrad fahren sollte, mal um den Block laufen. Irgendwas. Ich schaffe es nicht.

Meine ex-beste-Freundin (Ex, weil sie sich immer raussucht, wer ihr im Moment am meisten nützt, um irgendwas zu erreichen - hab ich irgendwann nicht mehr mitgemacht) schwanger ist. Scheiße. Ich bin EIFERSÜCHTIG. Bescheuert? Ja! Aber ich kann nix dagegen tun. Noch dazu von einem Mexikaner. ICH habe sie eigenhändig in die 'mexikanische Gesellschaft eingeführt', weil sie nach Mexico kam, und keinen kannte, außer mir, die schon drei Jahre dort lebte. Ich bin statt nach Argentinien wieder nach D-Land, sie ist geblieben. Ähm, ja, ich hätte dort viele schicke Typen haben können (damals war ich schlank), aber ich bin zu Fred zurück. Und jetzt bin ich bei Fred, der sich im Ansatz(!) hin und wieder bemüht, aber ich denke an Fritz, und alles, was ich hätte haben können, und was ich verpasst habe und verpasse, und was ich habe, was ich nicht habe, und dieses verdammte Glück, das ich allen anderen Menschen ja eigentlich GÖNNE, nur ist dieses Glück sehr schwer erträglich, wenn man selbst gerade so gar nicht glücklich ist. Mein Problem. Ach ... !! Nein, ich bin kein grundsätzlich-eifersüchtiger Mensch. Aber auf manche Leute schon ... . Manchmal. Bei Fritz könnte ich das alles haben und noch viel mehr. Nein, wenige materielle Werte. Eine dreckige, versmogte Stadt mit Weltkulturerbe, ein Land, in dem es drei Stunden Strom am Tag gibt (wenn man nicht reich ist, und einen Generator besitzt, der einen Höllenkrach verursacht). Ein armes Land mit viel Armut. Die Menschen dort lachen über unsere Luxusprobleme, weil sie um das tägliche Überleben kämpfen. Ein Mann, der mich aufrichtig liebt. Aufrichtig? - "Der will dich doch nur benutzen, um nach Deutschland zu kommen." Bei Fred war ich mir auch sicher, dass er der Mann fürs Leben ist. Sicherheit. Was ist das schon?! Angst vor der eigenen Courage. Selbstzweifel. Und was soll dann mit Fridolin geschehen?!
Der Garten jedenfalls ... nachdem ich vor Kurzem ja das Angebot vom Garten-Mann ja aus Wut in 1000 Teile zerrissen hatte, weil Fred mal wieder nicht in die Pötte kommt, musste ich dort anrufen, um untertänigst um einen neuen Schrieb zu bitten. "Entschuldigen Sie, der Brief mit Ihrem Angebot ist versehentlich auf dem Stapel für den Aktenvernichter gelandet. Da ich Ihre Rechnung aber sehr gerne begleichen möchte, bitte ich Sie, mir diese noch einmal zu senden." - Relativ nah an der Wahrheit.

(Fred spielt gerade DRINNEN mit Fridolin Fußball. Bei DEM schönen Wetter. Und Fred schimpft das arme Kind, weil er grade seinen Duplo-Kran vom Regal geschossen hat. Kunststück, er hat ja auch nur 1,50 m Bewegungsfreiheit nach vorne und 1m zur Seite ... Der Garten wäre leer, und jetzt liegt nicht mal mehr Schnee auf dem Rasen, so dass irgendeiner der gelben Halme umgeknickt werden und abbrechen könnte.)

Also ... der Garten ... sieht einfach schrecklich aus, weil keiner was macht. Ich würde gerne, aber alleine KANN ich das eben nicht - wie soll ich denn bitte alleine einen Baum verpflanzen? eine Terrasse verkleinern? und mir fehlt endgültig das Geld dafür. Fred könnte, aber er hat von vornherein klargestellt "Ich habe ja schon gesagt, dass ich kein Gartenmensch bin." Was soll ich da noch sagen?! Jetzt habe ich das Angebot vorliegen, dass der Garten-Mann den Garten plant für uns, uns selbst DAS weiß Fred nicht. Was denn noch?! Der Punkt ist: wenn ich jetzt zu ihm gehe und sage, dass dies das ultimativ letzte Mal sein wird blablabla, und er wieder nicht in die Pötte kommt, dann MUSS ich Konsequenzen ziehen - und gehen. Viel mehr andere Möglichkeiten habe ich nicht. Genau genommen habe ich nicht mal die Möglichkeit, zu gehen.

SCHROTTIGER SCHROTTMIST, BLÖDER!
(ein Wahnsinnsfluch, vor dem die Welt zusammenzuckt, in Wahrheit aber der böseste, den Friederike Fröhlich jemals ernsthaft anwendet.)

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edit:

Nein, eigentlich hat das alles keinen Wert. Wieso sollte ICH zu Fred gehen, um zu fragen, was jetzt Sache ist mit dem Garten? Ich bin so oft auf ihn zugegangen (zu oft?!), dass es schon ermüdend war ... keine Antwort. Doch Antwort: "Mal schauen ... " irgendwas in die Richtung. Eigentlich müsste ER auf mich zukommen und sagen "Hey, machen wir das mit dem Garten-Mann" oder endlich NEIN! Selbst das würde mich mittlerweile erlösen. Irgendwas. Sein Argument ist immer "Das braucht Zeit, das was in vier Jahren kaputt ging, kann man nicht von heute auf morgen richten." Er übersieht dabei, dass für mich 'Zeit' sehr wohl ein sehr wichtiger Faktor ist, wenn nicht der alles entscheidende. Je länger dieses Drama dauert, desto mehr geht kaputt - bei MIR. Und dann?!

"Dinge, die man pflegt, gehen nie kaputt."

Fred war gerade hier, um zu erfahren, was 'jetzt schon wieder' los ist. Guter Zug von ihm. Ich mag jetzt aber nicht reden, wenn ich so gefrustet bin, um nicht zu riskieren, dass ich irgendwas Blödes sage aus meinem Frust heraus, das will ich auch nicht. Ich will doch nur endlich meine Seelenruhe.

"Merk auf dieses feine, unaufhörliche Geräusch; es ist die Stille. Horch auf das, was man hört, wenn man nichts mehr vernimmt."


Foodwatch:
1 Bircher Müsli (mittelgroß)
2 Käsebrote (mittel)
2 Teller Spaghetti mit Tomatensauce und Käse
1 kleine Portion Tiramisu
Trockenpflaumen


- Paul Valéry -

Aua Bauch

1 Packung Salzstangen
1 geriebener Apfel
5 getrocknete Pflaumen
2 kleine belgische Zuckerwaffeln
1 Tafel Milchschokolade
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Frustessen gestern

Freitag, 18. März 2011

Nein!

Nein, liebe Leserinnen und Leser,

.... gesund bin ich noch nicht wirklich. Die Heizung läuft mittlerweile doch auf Hochtouren, so dass es in meinem Zimmer geschätzte 35° C hat. Was soll ich sagen?! Ich friere!! Ich habe wieder-noch arge Kopfschmerzen, mein linkes Ohr tut immernoch weh und ich traue mich deshalb einfach nicht zum Arzt. What if ... ?! Dazu zieht es ganz gewaltig in den Lenden, die Nieren schreien irgendwie irgendwas, mein Magen jault und der Darm macht Faxen.

Morgen hätte ich Garten-Workshop von früh bis spät. Darauf hatte ich mich eigentlich riesig gefreut. Nur jetzt habe ich keinerlei Motivation mehr, weil Fred sowieso keine Lust hat auf sowas, weil ihm immer alles zu viel Arbeit ist, und alleine und ohne Geld schaffe ich das halt nicht. Scheiße. Was soll ich bei solch einem Workshop, wenn ich keine Aussicht darauf habe, diese ganzen Sachen jemals umsetzen zu können?! Im Augenblick habe ich nicht mal Lust, das Mindeste dort zu tun, weil ich sowieso nicht weiß, was wird.
Auf meine Nachfrage, bitte einen groben Plan vom Garten herzustellen, war Fred's letztes Wort "Maul' mich nicht so an!" (macht nicht unbedingt Sinn, ist aber demotivierend und einfach doof). Ach, Scheißdreck! Und jetzt?!

Urlaub, ja Urlaub ... da ist Fred gut drin! Aber was nützen mir drei Wochen schönster Urlaub, wenn ich nach Hause komme, und 49 Wochen drauf einen hässlichen Garten um mich habe, in dem ich mich nicht wohlfühle?! Nein, Fred ist nicht schuld daran, dass ich nichts mache. Aber: er ist verantwortlich dafür, dass meine Motivation weg ist.

Stichwort 'Urlaub'. Gestern und heute war ich ja ziemlich groß am rumkucken ... Urlaub auf dem Bauernhof? Schweiz-Rundreise? Nordwestfrankreich? Ferienhäuschen in Irland? oder lieber doch Agroturismo in Italien? Ursprünglich wollte ich ja ... nach Nepal. Nun ja. Dann nach Indien. Das ist immernoch mein großes großes Ziel! Das gibt's aber erst, wenn ich das andere große Ziel erreicht habe. Keine Ahnung wieso. Ich stehe mir mal wieder selbst im Weg. Das kann ich gut. Wenigstens was.

'Urlaub' jedenfalls ... ich hatte Fred die folgende Email geschickt:

Wie klingt das?!

viernes, 18 de marzo de 2011, 8:27
De:
Para:
"Fred Fröhlich" <fred@froehli.ch>
 
 
Urlaub:
- Maritimes Flair, Hafenstadt, kilometerlange Sandstrände
- Kulturgenuss, imposante Ordensburgen
- Bootsfahrt
- Naturparadies
- Paddeln
- Fahrradtouren, Wanderungen
- Naturparks, Stocherkahnfahrt.
- Urwald
- Originelle Restaurants und nette Straßencafes in liebevoll restaurierten Altstadtvierteln
- Entspannung pur
- ideal für Familien mit kleinen Kindern
und und und
 
Du musst nur noch Ja! sagen, damit ich das Planen anfangen kann. Bitte! :-))

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Werte Leser, nun die Preisfrage: Um welches Land handelt es sich hierbei?! Morgen gibt's die Lösung. Fred jedenfalls lag voll daneben, war dann aber nicht abgeneigt.
 
Platte Grüße,
Friederike Fröhlich

It's Cool, Woman!

Liebe Leserinnen und Leser,

Jetzt bin ich wieder ein Mensch: Hach, es geht doch nichts über eine kalte Dusche. Fridolin ist da anderer Meinung. Eigentlich hätte ich jetzt richtig Lust, auf das Laufband zu steigen und loszurennen und mein Zimmer aufzuräumen und und und. Angesichts der Tatsache, dass ich froh bin, es heil aus der Dusche geschafft zu haben, lasse ich das aber besser mal. Außerdem habe ich ja noch Schmerztabletten intus. Morgen. Ganz bestimmt.

Gewichtstechnisch geht es bergab, was allerdings an meiner Magen-Darm-Grippen-Crash-Diät liegt. Trotzdem Yeah! Yeah! Yeah! Gestern habe ich sage und schreibe ein großes 'toasted cheese bread' gegessen, obwohl ich keinen Hunger hatte. Also KEINEN Hunger. Und es mir danach schlecht war.

Seit letztem Jahr sind meine Haare ganz schön gewachsen - endlich wieder! Immerhin etwas!

Die letzten Wochen habe ich mir nicht mal Zeit für meinen Kalender mit den Weisheiten genommen. Pff.
Der Dalai Lama sagt:
 "Zweifellos kann der materielle Komfort, den wir uns leisten, zu unserem physischen Wohlbefinden beitragen, aber die Voraussetzung für wahres Glück und wahre Zufriedenheit müssen wir selbst in unserem Innern schaffen."
Pläne, ach Pläne! Zunächst mal muss ich ein Geburtstagsgeschenk für Fred basteln, die Schweiz-Bilder verarbeiten und Fridolin's Geburtstagseinladungen rausgeben.

Schöne Grüße,
Friederike Fröhlich

Donnerstag, 17. März 2011

Abnehmen mit Friederike

Der Titel ist zugleich Hoffnung und Zynismus. Nun ja. Als alter Clubfan weiß ich aber auch: "Die Hoffnung stirbt zuletzt!" "Und wenn sie nicht gestorben ist [die Hoffnung], dann ...".

Was nützt mir die beste Abspeck-Methode, die versierteste Personal Trainerin (ja, habe ich auch schon in Anspruch genommen), das teuerste Wundermittelchen (*oerks*), wenn der Kopf nicht mitspielt. Sagen Sie „Nein" zu emotionalen Fressattacken und „Ja" zu unseren fünf denkbar einfachen Tricks, um auch Ihre letzte Gehirnzelle aufs Abnehmen einzustellen. Mal sehen, ob es klappt, wenn's das nächste Mal soweit ist!

Bewusst gute Entscheidungen für meinen Körper treffen!Bei meinem Wunsch, das ein oder andere Kilo für immer loszuwerden, geht es nicht allein um eine kleinere Konfektionsgröße - es geht um meine Gesundheit. Nicht ohne Grund erkranken Fettleibige bis zu acht Mal häufiger an Diabetes. Und Schwangerschaftsdiabetes muss ich nicht auch nochmal mitmachen, auch wenn die Diagnose zu dieser Zeit eine Modeerscheinung gewesen ist. Dabei will ich mir vor Augen halten, was wirklich auf dem Spiel steht: Die Nicht-Diät und Lebens-Umstellung sind Mittel, meine körperliche und seelische Balance zu finden. Dass dies mehr als notwendig ist, sagen mir die Ärzte seit über einem Jahr "Ändern Sie etwas an ihren Lebensumständen!" Leichter gesagt, als getan. Derartig mental geeicht, kann (in der Theorie!) fast nichts mehr schiefgehen: Ich habe die Kontrolle!

Das Verlangen dort bändigen, wo es entstehtGrundsätzlich gilt: Hunger ist nicht gleich Hunger. Langeweile, Stress und depressive Phasen gehen oft mit einem Gefühl einher, das dem tatsächlichen Bedürfnis des Organismus nach Energie nicht unähnlich ist, aber ungleich schlimmere Konsequenzen für meine Figur nach sich zieht. Wenn die Emotionen schwanken, setzt häufig unbändiger Appetit auf Schokolade oder ähnliche Kalorienbomben ein. Doch kleine Snacks heben meine Laune nur kurzzeitig.
Bevor ich also das nächste Mal im Affekt zu Gummibärchen greife, werde ich mich fragen: Was knurrt hier eigentlich - mein Magen oder meine Seele? Wann immer letztere Antwort zutrifft, gilt: ein Spaziergang, eine Dusche, eine Runde auf dem Laufband oder Ihr Lieblingssong füttern Ihre Gefühle mindestens genauso gut wie eine Zwischenmahlzeit.
Kurzum: eat, when you're hungry! Wenn nicht, dann lass' es sein! Das kann doch nicht so schwer sein, Mensch! Schließlich habe ich das ja schon mal geschafft. Über lange Zeit.

Realistische Ziele setzen
Ganz ehrlich: mein Ziel ist es, soweit abzunehmen, dass ich bedenkenlos ... ähm ... Nachwuchs in die Welt setzen kann. Nicht mehr, und nicht weniger. Und dann so bleiben.

Wenn nichts mehr hilftAuch keine neue Erkenntnis: US-Wissenschaftler der Carnegie Mellon University in Pittsburgh fanden heraus, dass allein der imaginäre Verzehr einer Lieblingsspeise davon abhalten kann, tatsächlich den Kühlschrank zu plündern. Im Ernstfall lassen Sie sich also besser in eine ausgedehnte Pralinen-Fantasie fallen anstatt Ihren Mund mit Schokolade zu stopfen. Puh - harter Brocken!
Wobei ich der Ansicht bin, schon gewonnen zu haben, wenn ich im Fall des Falles ein BISSCHEN von dem esse, worauf ich wirklich Lust habe. Meine Theorie: danach ist mein Bedürfnis wirklich befriedigt, und ich schlinge nicht missmutig irgendwas anderes in mich hinein.

Ach ja, morgen ist die Anmeldung zu unserem ersten gemeinsamen Lauf - Fridolin und ich, 1000m in der Bambini-Klasse. Vielleicht melde ich mich ja auch für den Stadtlauf im Oktober an?! Das wäre doch mal ein Ziel!

Wasser

Liebe Leserinnen und Leser,

ja ... ich nehme das sehr ernst mit dem Abnehmen und meiner kompletten Umstellung. "Wenn nicht jetzt, wann dann?!" habe ich mir selbst schon das ein oder andere Mal geschworen ... und dann hat es wieder nicht geklappt. Demzufolge bin ich mir auch jetzt nicht sicher, ob ich wirklich durchhalten werde. Aber: ich MUSS. Mir selbst und meinem Körper zuliebe. Dicksein ist Raubbau an meinem eigenen Körper zu betreiben.

Dass Wassertrinken gesund ist, ist keine neue Erkenntnis. Und auch mir klar. An dieser Stelle sollte ich einmal bemerken, dass ich alle Tipps, die ich hier gegeben habe und in Zukunft geben werde, mehr als verinnerlicht habe. Das heißt nur leider noch lange nicht, dass ich mich auch konsequent daran halte, beziehungsweise dass wenn ich mich tatsächlich daran halte, diese Erkenntnisse, und mag ich sie auch noch so sehr verinnerlicht haben, mich nicht vor diesen Fressattacken schützen. Trotzdem hier ein kurzer Artikel zum Thema 'Trinken':

"Wasser dient nicht nur als Durstlöscher, sondern auch als Stoffwechselaktivator", sagt Michael Boschmann, Leiter einer Arbeitsgruppe am Franz-Volhard-Centrum für Klinische Forschung der Charité Universitätsmedizin Berlin.
Boschmann und seine Kollegen ließen sieben junge Frauen und sieben junge Männer auf nüchternen Magen morgens einen halben Liter Wasser trinken. Daraufhin sei der Energieumsatz im Körper um circa 30 Prozent gestiegen und dieser Effekt habe 60 bis 90 Minuten angehalten, erläutert der Mediziner. Das bedeute einen zusätzlichen Energieverbrauch von etwa 25 Kalorien. Beim Trinken von 1,5 bis 2 Litern Wasser täglich würden etwa 100 Kalorien zusätzlich verbraucht.
Die Erklärung: Durch das Wasser-Trinken verdünnt sich laut Boschmann kurzzeitig das Blut. Dies löse einen Reflex in der Leber aus. Und dieser Reflex wiederum aktiviere das sympathische Nervensystem, das unseren Körper auf geistige und körperliche Leistungen vorbereitet und dazu Energie verbraucht.
Boschmann empfiehlt deshalb, auch zwischen den Mahlzeiten ein Glas Wasser zu trinken. "Normales Leitungswasser reicht", sagt er. Ingwer oder sonstige Zusatzstoffe, die "wärmen", seien nicht nötig. Das thermogene, also kalorienverbrauchende Potenzial sei nicht unendlich steigerbar. Grundsätzlich hält der Mediziner es für ratsam, im Winter eineinhalb Liter Wasser zu trinken, im Sommer zwei bis drei Liter. "Der Körper braucht permanent Wasser, damit er rund läuft", sagt Boschmann.

Quelle: Yahoo!

Weshalb ich diese Artikel dann hier poste, auch wenn ich fast davon ausgehen kann, dass sie nichts nützen werden?! Weil ich mich
a) trotz meiner beschissenen Ausgangslage noch lange nicht aufgegeben habe und
b) mir dies vielleicht hilft, durchzuhalten, es diesmal WIRKLICH zu schaffen!!
FÜR MICH SELBST!

Licht am Ende des Tunnels?!

Hello Again

Liebe Leserinnen & Leser,

ja, es ist mir ein Graus, bei meiner Mutter, Frida, anrufen zu müssen. Aus diesem Grund habe ich es gleich hinter mich gebracht, als Fridolin aus dem Kinderladen zu Hause war. Er hatte heute irgendwie auch keine rechte Lust, zu telefonieren, deshalb hat er nur aus seinem Piraten-Buch 'vorgelesen'. Danach war ich 'dran'. Nach kurzem Erkundigen meinte sie dann, sie denke sich immer 'Hoffentlich passiert mir mal nichts', ihre Freundinnen sagten daraufhin immer 'Du hast ja wenigstens eine Tochter' worauf sie antwortete 'Na hurra!'.
Danke auch, Frida, und bis bald mal wieder. Ohne Worte.

Eigentlich sollte dieser Artikel 'Zäsur' heißen. 'Zäsur' oder auch Einschnitt ist in Zeiten von Atomkraft und Fukushima ja ein sehr häufig gebrauchter, überbeanspruchter (?!) Begriff. Aber: ich habe für mich persönlich beschlossen, meinen Kurzurlaub als wahrhaften Einschnitt zu nutzen. Alles wird anders. Wie's aussieht, wird mir das wohl auch gelingen - mehr als ich erhofft hatte.

Gewichtstechnisch ... in fünf Tagen Urlaub habe ich über 1 kg abgenommen. Nun bin ich ja seit meiner Rückkehr gesundheitlich arg in Mitleidenschaft gezogen, magen-darm-technisch, ohne an dieser Stelle allzu sehr ins Detail gehen zu wollen. Gestern ging (außer einer kleinen Mail) gar nix mehr, heute wesentlich besser, aber gesund noch nicht. Also werde ich diese Magen-Darm-Nieren-Urlaubs-Geschichte dazu nutzen, meine Ernährung umzustellen. Dauerhaft. Wobei 'Ernährung umstellen' auch wieder eine Sache für sich ist, denn zum Einen esse ich grundsätzlich hochwertige Nahrungsmittel, größtenteils aus biologischem Anbau, zum Anderen weiß ich sehr genau, wie man sich gesund ernährt. Mein altbekanntes Problem sind diese Fressattacken und die Menge an aufgenommener Nahrung ganz generell. Aber da ich ja jetzt auf 'Null' gestellt bin, sollte mir ein Neuanfang endlich schon gelingen! Mir selbst zuliebe!

Der Vollständigkeit halber: gestern gab's über den Tag verteilt zwei Laugenbrezen und einen geriebenen Apfel, dazu Cola und Fencheltee. Ach, und MCP-Tropfen, die aber nicht wirklich viel nützen, weil mir davon IMMER schlecht wird.

So, Schlafpause!

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edit 11.05 Uhr:
Gerade kam eine Mail von Fred:

Es wäre schön....

jueves, 17 de marzo de 2011, 2:14
De:
Para:
"Friederike Fröhlich" <friederikefroehlich@froehli.ch>
 
… wenn du heute den Fridolin abholen könntest. Sag mir bitte bis spätestens 15.00 Uhr bescheid, ob das geht.
 
Ich hoffe, bei dir geht es weiterhin deutlich besser. Noch gute Erholung und bis später.
 
Gruß
Fred
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Klar, mache ich, ich weiß zwar nicht mal wirklich, wie ich die Treppe von meinem Zimmer ins Bad runter kommen soll, weil meine Beine so wackelig sind, aber geht klar. Keine Ahnung, ob ER das war, der mitgekriegt hat, was gesundheitlich die letzten Tage bei mir abging, oder sein Phantom.
Zur Information für den Leser: 'Fridolin-Abholen' bedeutet Fahrrad aus dem Schuppen, Anhänger ans Fahrrad, wenn ich gesund bin 15 Minuten strampeln bis dort, dazu über die riesige Brücke, und das gleiche retour, 20 Minuten, nur mit 20 kg Kind (inkl Kleidung) im Gepäck. Gar nicht anstrengend. Erst recht nicht, wenn man krank ist. Auto, by the way, hat er.

Grüße aus dem Krankenbett,
Friederike Fröhlich

Dienstag, 15. März 2011

FFFFF

Liebe Leserinnen und Leser,

Friederike Fröhlich proudly presents Friederike Fröhlich's Fress- und Fitness-Fibel!

Heute im Angebot:
- 125g Mozzarella von Zott
- ein halber roter und ein halber gelber Paprika
- 2 Gläser Spezi
- 3 Käsebrote
- 2 Stück Schokolade
- 3 Tassen Tee
- 0,5 l Apfelsaftschorle

Außerdem:
30 Minuten auf dem Laufband

Mir ist so dermaßen schlecht ... bäh! Das liegt wohl an diesem tollen Gespräch mit Fred vorhin.

Platte Grüße,
Friederike Fröhlich

Hopp, Schwiz!

Liebe Leserinnen & Leser,

nach vier Tagen Urlaub in der Schweiz plus je einem Tag für An- und Abreise sind Fridolin und ich wieder auf dem harten Boden der Tatsachen gelandet. Schonfrist?! Bedingt. Bis auf Frida nicht wirklich, was aber daran liegt, dass ich mit ihr seit meiner Rückkehr noch keinen Kontakt hatte.

Der Stress ging schon vor Ort los, wohl, damit ich mich nicht zu sehr in Sicherheit wiegen würde. Unsere Anreise am Mittwoch verlief problemlos, wenn sie auch sehr anstrengend war. Die Unterkunft ... *****! Noch dazu 'Familienanschluss' für Fridolin. So verbrachte ich mit ihm ein paar schöne Tage, Donnerstag und Freitag, vollgepackt bis zum Rande mit Aktivitäten. Spontan lud ich Fred dazu ein, doch über das Wochenende zu uns zu kommen, was er nach einigem Hin und Her auch tat. Am Freitag fuhr er gegen Mittag gleich von der Arbeit aus los, das erste, was ich am Freitag Abend von ihm hörte, war "Scheiß Kaff ... blablabla ... ". In Biel war Fasnacht, unsere Unterkunft lag mitten im Zentrum, und deshalb waren ziemlich viele Straßen gesperrt, wehsalb es schwierig war, einen Parkplatz zu finden, und Fred einige Zeit rumkurven musste, bis er schließlich ins Parkhaus fuhr.

Am Samstag war Fridolin einigermaßen neben der Spur; er war die Tage zuvor, als ich alleine mit ihm war, komplett 'brav' und lieb gewesen, irgendwann musste das 'Monster' in ihm dann halt mal raus. Der Tag verlief insgesamt ganz gut, wir hatten Spaß, wenn es auch ob der vielen Ermahnungen etwas stressig war.

Der Sonntag schließlich stimmte mich wieder komplett auf meine Heimkehr ein: Fred wollte 'vormittags' starten, um zu Hause noch ein bisschen die Füße hochlegen zu können. Aus 'vormittags' wurde immer früher, ich hatte mir vorgestellt, dass wir einen noch einen schönen Vormittag gemeinsam verbringen würden, und Fred dann nach dem Mittagessen (meinetwegen schon früher als gewöhnlich) gemütlich gen Heimat aufbrechen würde. Die Lage spitzte sich zu, als Fridolin dann mit Papi nach Hause fahren wollte, weil er ihn ja lieb habe und bei ihm sein wolle, er aber auch gleichzeitig mit mir den Kinder-Fasnachtsumzug in Biel am Nachmittag sehen wolle, weil er mich ja auch lieb hätte. Armes Kind. Das Hotel war gebucht und bezahlt ebenso die Rückfahrt mit dem Zug, und ich hatte mich darauf gefreut, zusammen mit Fridolin am Montag schön zurück zu fahren und und und, deshalb wollte ich die bezahlten Leistungen auch in Anspruch nehmen. Angesichts der Tatsache aber, dass Fred sichtlich nach Hause wollte/nicht bei uns/mir sein wollte/seine kostbare Zeit nicht mit mir/uns vergeuden wollte, sondern lieber sein Individuum stärken wollte, war ich aber schon kurz davor, einzuknicken, und zu sagen: "ICH breche alle Zelte ab und verzichte auf alles", um nicht weiter an dem armen Kind zu zerren, aber Fridolin wollte ja auch Fastnachts-Umzug sehen, und er wollte eben uns BEIDE als Eltern haben. Das versteht Fred einfach nicht. Es geht mir, ja schon noch um mich, nur immer zuerst um Fridolin. Meine Güte, was will Fred denn mit diesem Ego-Tripping erreichen?! Ist er jemals wieder gewillt, im FAMILIENSINNE zu handeln? Erzwungenermaßen ist Fred dann mit uns in eine kleine Gemeinde am Bieler See gefahren, wo wir erst ein bisschen spazieren gingen, und dann Mittag aßen. Danach fuhren wir nach Biel zurück und Fred nach Hause. Stimmung: Katastrophal!

Dieses Posting trifft nicht ganz den Nagel auf den Kopf. Vielleicht schreibe ich später noch etwas dazu. Seit Tagen habe ich nicht mehr gescheit geschlafen, ich wache gegen 23.30 Uhr auf, schlafe dann bis gegen 2 Uhr, 2.30 Uhr, wache auf, döse noch ein bisschen, und gegen 4 Uhr ist die Nacht zu Ende. Nicht wirklich prickelnd. Dazu kommt augenblicklich der Lärm von gegenüber ... dort wird ein Haus kernsaniert. Jippieh. Mittagspause?! Fehlanzeige. Am hefigsten ist aktuell aber der Schmerz in den Nieren, der sich nur durch 'Metamizol' ertragen lässt. Metamizol, übrigens, "ist ein Pyrazolon-Derivat und Schmerzmittel aus der Gruppe der nichtsauren Nichtopioid-Analgetika. Es besitzt unter diesen die höchste analgetische (schmerzlindernde) und antipyretische (fiebersenkende) Wirkung", zugleich macht es verdammt müde und benebelt. Das habe ich exakt für diesen Schmerz verschrieben bekommen, wird übrigens eingesetzt bei akut starken Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen oder bei Tumorschmerzen. Nicht witzig. Heute Nachmittag wäre auch Capoeira mit Fridolin, das muss aber leider Fred für mich übernehmen, da diese verfluchten Nieren mich fertig machen.

Vor drei Wochen (synonym für 'vor einiger Zeit') hatte ich schon angesprochen, Fridolin's nahenden Geburtstag mit der Verwandtschaft in einem Freilandmuseum verbringen zu wollen. Das wäre ganz in Fridolin's Sinne, und wir hätten hier nicht so viel Arbeit mit Kaffee und Putzen und allem, zumal sich Fred's gesamte Verwandtschaft hier (trotz liebevollstem Staatsakt für Fridolin's letzten Geburtstag - ich hatte tagelang zuvor die Deko für den Tisch gebastelt, Kuchen gebacken, das Haus geputzt und geschmückt) sowieso nicht willkommen fühlt. Jetzt, da ich das fix machen wollte, muss natürlich diskutiert werden ... Fridolin würde sich doch freuen, wenn ihn seine Verwandtschaft besucht blablabla. Nun ja, dazu hätten sie die gesamten 364 Tage VOR seinem Geburtstag auf Zeit gehabt, wenn sie das denn gewollt hätten. Für Fridolin ist das Freilandmuseum im Übrigen etwas sehr Besonderes und wir feiern den Geburtstag schließlich für Fridolin und nicht für Fred's Verwandtschaft! Wie gesagt, letztere wäre die 364 Tage zuvor herzlichst eingeladen gewesen, herzukommen und mit Fridolin zu spielen etc etc.

Ach ja, zwischenzeitlich habe ich einen neuen Termin für eine Eheberatung gemacht. Fred möchte gerne bei dem alten Eheberater weitermachen, ich fühle mich dort weder wohl, weil nicht als Person angenommen, noch sehe ich irgendeinen Sinn darin, DORT weiterzumachen, wenn der Eheberater Fred als Individuum stärkt, und ich mit meinen Bedürfnissen auf der Strecke bleibe und ich das Gefühl habe, Fred bewegt sich immer weiter von mir weg. Oder ist das etwa das Ziel der Ehetherapie? Ich hatte eigentlich das Gefühl, mich Fred wieder mehr öffnen zu können, und wollte diese Gefühle positiv für uns als Familie einsetzen.

Außerdem regt mich dieser ganze Atomscheiß in Japan auf!

Übrigens ... die letzten Tage habe ich - trotz Rösti, viel schweizer Käse und ganz gewiss keiner Fasten-Ernährung - über 1 kg abgenommen. Bewegung: viel, aber definitiv nicht mehr als in Deutschland auch. Essen: gleichbleibend, sogar mehr. Nicht wirklich gesünder, im Gegenteil. Woher kommt's?!

Sorry, ich bin gerade etwas durch den Wind.

Friederike Fröhlich

Dienstag, 8. März 2011

African Rainmaker

Liebe Leserinnen & Leser,

tja, morgen früh geht's los ... Fridolin und ich gen Schweiz. Sehr seltsam gerade. Ich freue mich wie riesig, auf die Schweiz, darauf, hier mal rauszukommen, was mit Fridolin unternehmen, frische Luft und und und. Ich bin so aufgeregt, dass sich schon wieder seit heute früh mein Magen zu Wort meldet ... nichts Besonderes bei mir. Positiver Stress.

Gleichzeitig habe ich gerade mal ein paar Sachen zurecht gelegt, noch nicht wirklich gepackt. Ok, Fridolin's Sachen kann ich zum größten Teil noch gar nicht packen, weil der seit Samstag bei Frida ist und er die Sachen mitnimmt, die er dort dabei hat. 
Vorhin kurzfristig Stress, weil ich einkaufen gehen wollte, dann aber der Bioladen zu hatte. Komisch. Auf dem Rückweg fiel es mir wie Schuppen von den Augen: heute ist ja Faschingsdienstag. Also musste ich notgedrungen Fred in der Arbeit anrufen, damit wir noch in den Supermarkt fahren, der hatte immerhin bis 16 Uhr auf. Fred hatte wie immer das Auto dabei, sonst wäre ich tatsächlich über meinen Schatten gesprungen und selbst gefahren. Not my fault, oder wie Jorge Negrete singen würde "Yo no fui". Ja, es ist schon ein bisschen blöd, ihn aus der Arbeit wegzuholen wegen EINKAUFEN. Aber er hatte sowieso nur noch eine halbe Stunde zu machen, insofern hielt sich der 'Schaden' in Grenzen.

Außerdem kann Fred die nächsten Tage Überstunden machen so viel er möchte, Fridolin und ich sind ja nicht da. Wobei mich das schon wieder zu meinem nächsten Problem führt: ich habe jetzt schon Schiss und gewaltig Muffesausen davor, wieder hierher zurück zu kommen. Hier ist mein zu Hause, und es ist auch schön ... endlich. Aber ich habe trotzdem Angst. So sehr, dass es mir schlecht wird, wenn ich nur daran denke. Und raten Sie mal, was ich vor lauter Angst (!) gemacht habe ... gefressen. Jawoll. Eine Tüte Kartoffelchips. Geriffelte. Mit Salz. Nein, sie haben nicht geschmeckt.

Oh yeah, gerade noch ein Anruf von Frida ... sie macht sich ja solche Sorgen, um mich, und ich bin ja so böse, interessiere mich nicht für sie, heul heul heul, sie sei mir ja schon immer gewesen. Scheiße, jetzt sitze ICH hier und heule. Komisch nur, dass sie uns respektive mich am Samstag, als wir Fridolin zu ihr gebracht haben, regelrecht rausgeschmissen hat. Ich habe keine Lust mehr, zu kämpfen. Wozu auch kämpfen. Kämpfen ist blöd, so blöd. Und kostet so viel Kraft. Nur, wenn ich nicht kämpfe, dann geht alles den Bach runter, und ich meine alles.

Vorhin auch wieder so ein typischer 'Fred':
- Ich fahr' dann noch beim Wertstoffhof vorbei, das Zeug wegtun.
- Brauchst du nicht, der hat nicht mehr offen.
- Ja, mal schauen.
- Es ist Faschingsdienstag. Ich WEIß, dass dort zu ist!
- Ja, aber ich kann ja mal schauen, vielleicht hat er trotzdem auf.

Mir fehlen die Worte. Mal wieder. Immer die gleiche Scheiße.

Ach ja, ich bin dann mal weg. Bis die Tage!

Sprachlose Grüße,
Friederike Fröhlich,
die das Perfektsein und das Streben nach Perfektion satt hat, sich unperfekt aber gar nicht gut fühlt!

Montag, 7. März 2011

Pseudo-Kacke

Wertes Lesevolk,

Erstmal: Entwarnung nach den Psycho-Kack-Postings der letzten Tage. Pseudo-Kacke ... gerade wegen dem Tatort. So langsam gewinne ich Spaß am Fluchen: Kack-Fuck! "Komm, Mario, lass' alles raus!" "Ich hasse dich, du peinliche Spanner-Schwuchtel!" "Wandelt eure negativen Kräfte in positive um! Sehr gute Arbeit!" Tsssss.

Carcassone ... vier Spiele, davon habe ich drei gewonnen:
Das erste dreckig, aber Sieg mit der letzten Straße. Kloster-Friederike und Straßen-Fred. Das zweite 'normal' gewonnen, das dritte verloren. Und für das letzte nehme ich einfach mal in Kauf, dass ich den Mord verpasst habe. Tssss.


 
Sorry, dies ist ein angefangenes und aufgrund der Urlaubs-Hotelbuchungs-Aufregungs-Vorfreuden-Umstände nicht vollendetes Posting. Vielleicht ... irgendwann ... jetzt sind erst mal andere Sachen wichtiger! :-))

Einen ebenso gelungenen Start in die Woche wie mir wünscht Ihnen,
Friederike Fröhlich

Sonntag, 6. März 2011

As Time Goes By

Zeit für eine Auszeit von

Konsum
Fernsehen
Fertigfraß
Geschmacksverstärkern
Alltag
Radiogedudel
Großstadthektik
Psychotherapie
Karl Theodor von und zu Guttenberg
Nein-Sagern
Lethargie
notorischen Pessimisten
Streit
schlechter Laune


Ich will doch nur

Liebe
Zärtlichkeit
Zuneigung
Wärme
Stille
Frieden


GLÜCK

Samstag, 5. März 2011

Christi Blut und Gerechtigkeit

Regnerische Nacht. Ein Auto rast auf mich zu. Ich stehe mitten auf der Straße. Als ich an mir runter sehe, klafft eine riesengroße Fleischwunde in meinem Bauch. 

Yala Lala Ya  Asfura - Brahim Hnine
Impromptus Nr 2 As-Dur D 935 - Franz Schubert
Jesus bleibt meine Freude - Julian Riem
Samt El Sout - Brahim Hnine
Punk Rock Song - Bad Religion
Zorbas The Greek - Mikis Theodorakis
Pushed Again - Die Toten Hosen
Niemals Einer Meinung - Die Toten Hosen
Self-Esteem - The Offspring
Boulevard of Broken Dreams - Green Day

Im übertragenen Sinne könnte man sagen, Fred will nicht ins Paradies, wenn der Weg dahin so schwierig ist. Bloß keine Anstrengung unternehmen. Zufriedenheit mit dem Mittelmaß. Ich möchte - eigentlich - schon dahin. Mit Fridolin und Fred. Was hinter der Tür zum Paradies kommt? Ich will wissen, was dort auf mich wartet. Wer weiß, ob es uns dort besser geht? Wer weiß das schon ... außer denen, die durchgegangen sind.

Nein, bei allem Depri-Geblogge hier: ich habe einmal geschworen, dass ich mir NIEMALS selbst etwas antun werde. Danke, Ferdinand!! Nein, ich möchte nicht sterben oder so. Ich hänge am Leben. Ich weiß nur nicht mehr, wie es weitergehen soll. Hoffnungslosigkeit, Perspektivlosigkeit, Ohnmacht.

Ich hätte große Lust, Fred's nagelneues T-Shirt mit der Schere zu zerfetzen und es ihm so in den Kleiderschrank zu legen. Das Witzige an diesem verfickten Scheißdreck (merke: Friederike lernt Fluchen) ist, dass alles, was von Fred kommen würde wäre "Ja, aber du hast ja auch BLABLABLA!" Es kotzt mich an. Ich bräuchte echt den Mut, von ihm loszukommen. Er sieht uns auf einem guten Weg, übrigens.

Fridolin ist bis Dienstag bei Frida. Wir haben ihn zusammen hingebracht. Die Stimmung dort war einfach nur scheiße.

Bin auf Fred losgegangen. Körperlich. Ich konnte nicht mehr ... all diese Verletzungen die letzten nun fast fünf Jahre. Trauriger Wahnsinn. Ich bin noch nie ausgerastet. Bis heute. Ob das überfällig war? Ich wollte, dass er meinen Schmerz spürt. Er schrie mich an "Du bist ja krank!" "Ja, das bin ich! Aber das ist ja spurlos an dir vorbei gegangen!" Schweigen. Das war der Cut. Vielleicht braucht er, dass ich Türen knalle?! Schreie bis ich heiser bin?!

Dann abgekackt bei "Siedler von Catan". Ohne Chance. Habe von Anfang an falsch gesetzt. Königsdisziplin. Meine. Dafür zweimal gewonnen bei "Carcassonne". Doppelt überrundet. Ätsch.

Tomato Paneer - lecker. Aber Hunger hatte ich keinen.

Auch kein Hunger, trotzdem gefressen!


Freitag, 4. März 2011

Kalte Füße

Kalte Füße

"Man hat bei mir eine Depression festgestellt und bei dir ... wurde
auch was festgestellt." - Sehr gut informiert, mein Ehemann.

Einen Riesen-Streit mit Fred später ... ich erreiche Fritz nicht.
Fritz, ma timilai dherai dherai maya garchhu.

Ich hätte Riesenlust meinen Kopf gegen eine Wand zu knallen. Doof,
dass die Wand aus Rigips ist. Haare ausreißen. Aua, das mache ich
nicht. Ich will Schmerzen. Ich will, dass irgendwas so dermaßen weh
tut, dass ich den Schmerz in meinem Herzen nicht mehr spüre. Ich
würde gerne meine Wut rausprügeln. Knallheiß duschen oder eiskalt.
Das ist doch pervers. Aber es tut so weh. Ich habe keinen Bock mehr
auf diese verfickte Scheiße hier. Ich will, dass das endlich aufhört!

"Frage: Misst du mit dem richtigen Maß?!"

Ach Fritz, wäre das doch alles leichter ...


Schöne Grüße,
Anna

Home Is Where The Heart Is

Liebe Leserinnen & Leser,

nur ... where IS the heart?! Ja, die 'Stimmung' ist gut hier. Also gemessen an den letzten Monaten und Jahren. Was bedeutet 'gute Stimmung'?! Aus LIEBE habe ich Fred geheiratet. Nicht wegen der guten Stimmung. Nur, wo ist die Liebe? Und wo ist mein Herz? Und wo bin ich zu Hause? So langsam habe ich das Gefühl, dass ich nirgendwo auf dieser Welt zu Hause bin.

Ich will hier RAUS! Fridolin wird, wenn er gesund ist, ein paar Tage zu Frida dürfen. Das wäre die Gelegenheit schlechthin, für Fred und mich, ein paar Tage weg zu kommen. Ich kann mich ja nicht mal erinnern, wann ich zuletzt die Stadt verlassen habe. Und immer wieder und wieder scheitere ich an mir selbst. Danzig, Kopenhagen, Freiburg, Salzburg, Prag, Bratislava. Ich würde so gerne hier weg.

Und nun zum großen Aber: Ich habe so unglaubliche Angst vor dem Zurückkommen, dass es mir die Kehle zuschnürt, die Tränen in die Augen treibt. Es mir so unglaublich schlecht.

Ich brauche LIEBE! Herzlichkeit, Zuneigung, Nähe, Wärme. Und nicht erst, wenn Fred sich endlich dazu entscheidet. Jetzt. Scheiß' auf die gute Stimmung! Ohne Liebe gehe ich kaputt. Wann mich das letzte Mal jemand - ein Mann - in den Arm genommen hat?! Am 28. März 2010. Wow, fast ein Jahr her. Mehr als 6000 km weit gen Osten. Und nein, es war nicht Fred.

Schon ein paar Leute haben gefragt, ob er nicht vielleicht eine andere Frau liebt. Also Fred. Einerseits würde ich meine Hand dafür ins Feuer legen. Aber so langsam frage ich mich schon, ob er nicht doch. Oder wieso reagiert er noch immer nicht? Wieso ist er so gefühlstot? Wieso schafft er nicht, auf MICH einzugehen? Wieso bekämpft er mich? Wieso gibt er mir keine Perspektive außer "Ich will mit dir zusammen sein blabla"?! Weil die Stimmung zwischen uns so gut ist, oder wie?!

Kind? - "Man kann seine Meinung doch mal ändern."
Hund? - "Bitte hab' Verständnis dafür, dass ich das zum jetzigen Zeitpunkt nicht kann."
Gartenplanung? - "Ich bin nicht so ein Gartenmensch. War ich auch noch nie. Daraus habe ich auch nie einen Hehl gemacht."

Ja aber was für ein Mensch IST er dann?! Wieviel Verständnis denn noch bitte?!

Nochmal ganz langsam und zum Mitschreiben: ICH BIN NICHT DIE DOMINA, ZU DER ER MICH MACHT und er ist nicht der Schwächling, zu dem er sich macht.

Jippieh, wieder eine einsame Nacht alleine in meinem Bett. Are you lonesome tonight? Beschissenes Kacklied. Scheiß Heulerei. Fred wird morgen früh aufwachen, und "Ach, wie schlecht habe ich heute wieder geschlafen?!"

Manchmal frage ich mich, wann ich endlich aus diesem Scheiß beschissenen Traum aufwache. Oder aber einschlafen und in einer anderen Welt aufwachen. Am liebsten würde ich mir Fridolin schnappen und WEG HIER! Fred verlassen! Konsequenzen! Kathmandu! Fritz! Wenn ich mich nur nicht so schämen würde! Oder lieber doch Wladiwostok? Nowosibirsk? Ushuaia? Xian Hu?! Mahara Dshapalam?!

Keinen Bock mehr auf diese verfickte Scheiße,
Friederike Fröhlich

Mittwoch, 2. März 2011

Minus

Liebe Leserinnen & Leserinnen,

Die Waage war heute extrem freundlich zu mir, sie zeigte 1,2 kg weniger an als noch am letzten Samstag. Obwohl ich seit Freitag keinen Sport mehr gemacht habe.Weitermachen - mit Sport. Durchhalten! Ok, zugute halten muss ich mir: den Samstag habe ich mir 'gegönnt', Sonntag war als Pausentag geplant, weil wir ja nicht da waren, am Montag hätte ich laufen können, und gestern war ich fleißig damit beschäftigt, zu büßen. Heute ... bin ich spät aufgewacht, gleich muss ich Fridolin aus dem Kinderladen abholen und auf einen Kindergeburtstag bringen. Ohne Eltern, das heißt, ich habe bis 18 Uhr Zeit, BUßE ZU TUN und zu LAUFEN!!! Das habe ich auch bitter nötig, denn den Erfolg von vorhin habe ich durch einfachen Grießbrei mit Zimt und Zucker zunichte gemacht. Wobei das auch schon wieder ... "dürfen" und "nicht-dürfen" sollten in meiner Nicht-Diät nicht vorkommen im Zusammenhang mit Lebensmitteln, genauso wenig wie dieses permanente "schlechte Gewissen". Das HABE ich aber!! Nein, ich hatte keine FRESSATTACKE im herkömmlichen Sinn. Aber ich habe mehr gegessen, als mir gut tut. Mir ist schlecht. Und so blöd es klingt: dagegen hilft nur Spezi. Wasser beispielsweise würde nur noch mehr Übelkeit zur Folge haben.

Übrigens werde ich jetzt mal versuchen, langsam und behutsam wieder einen 'festeren' Tagesablauf für mich selbst einzuführen. Ziel ist klar, dass ich irgendwann wieder ARBEITEN kann. Arbeit macht (den Kopf) frei. Klingt doof im historischen Kontext, aber es stimmt verdammt noch mal. Arbeit heißt aber auch: Geld. Geld heißt: ausgeben, schöne Urlaube, schöne Dinge kaufen, genießen. Nicht-Arbeiten bedeutet kein Geld bedeutet nicht-ausgeben bedeutet Einschränkung. Aber schon der Gedanke, arbeiten zu MÜSSEN, macht mich wahnsinnig, weil es zu diesem Zeitpunkt einfach noch nicht GEHT. Ich bin dazu noch nicht bereit.

Ach ja, die Sache mit dem Tagesablauf ... werde ich später nochmal in Angriff nehmen, jetzt schnell Geschenk verpacken und Fridolin abholen!!

Sonnige Grüße,
Friederike Fröhlich

P.S.:
Das Kind wünscht sich eine Pferdewaschanlage von Playmobil. Himmel hilf!!! Not my case, aber da ich ja nicht mit spielen muss ... . :-))

Grinsekatze

Hochverehrtes Publikum,

Ja, gerade, 10.07 Uhr, bin ich aufgewacht. Das mit dem Tiramisu gestern so spät war keine so gut Idee, da waren schließlich 250 ml hochkonzentrierter Espresso drin, dementsprechend spät konnte ich heute Nacht schlafen ... .
Ob das allerdings ursächlich für meinen letzten Traum ist, wage ich zu bezweifeln: Ich war in einem sehr komischen Hotel mit meinem Freund. Mein Freund war nicht einfach ein 'Liebes-Freund', sondern ein Mann, der 28 Jahre älter war als ich. Das Hotel war heruntergekommen, alt und verlassen, in Holzbauweise wie im Western, und mitten in der Wüste gelegen. Mit uns im Hotel war ein komischer Kauz, der jedesmal, wenn sich unten im 'Foyer' etwas tat, in weißer Feinripp-Unterwäsche aus seinem Zimmer auf den Flur lief, um zu sehen, wer kam oder ging. Darüber regte ich mich furchtbar auf (dass er das tat, wusste ich aber, weil auch ich jedes Mal die Zimmertür aufriss).


So, um die Zeit bis zum Trekking (hä?!) zu überbrücken, verließ ich das Hotel, um auf Sightseeing-Tour zu gehen. Ich lief also zur 'Metro', die dort oberirdisch fuhr (das erschien mir durchaus logisch, bei dem vielen Wüstensand, wohingegen ich mir in der Tat keine Gedanken machte über das Vorhandensein einer U-Bahn in der Wüste) und fuhr ein paar Stationen. Als 'sight's gab es zu betrachten: eine riesige, enorm große Moschee mit goldenen Türmchen und Zwiebel-Kuppeln, eine riesige jüdische Synagoge und dann saß da noch diese riesige chinesische Grinsekatze, Sie wissen schon, die mit dem drehenden Arm, die beständig Reichtum ins Haus locken soll. Natürlich fotografierte ich alles, dann wachte ich auf, weil das Telefon klingelte.

Huch, wie komme ich denn auf solche Sachen?!

Abgesehen davon, habe ich begonnen, Frida einen Brief zu schreiben. In der Regel habe ich ja große Freude am Schreiben, und ich muss generell nie lange überlegen, was ich wie schreibe. Bei diesem Brief aber habe ich mittlerweile schon zahlreiche Anläufe genommen, und bemerkenswerterweise kommt mir einfach nicht von der Hand, was ich ihr wie schreiben möchte. Ziel dieses Briefes ist es, dass ich loslassen kann von dem, was war. Immerhin fällt mir dieser Brief ein wenig leichter als die 1000 Anläufe zuvor, aber so richtig zufrieden bin ich noch nicht damit. 

Ich habe Probleme, sie hat Probleme, jeder Mensch hat mehr oder weniger Probleme (also ich kenne niemanden komplett ohne). Aber: ihre Probleme sind nicht meine Probleme, ich bin nicht schuld an ihren Problemen und ich lasse mich dafür nicht mehr verantwortlich machen. Selbstverständlich muss ich unsere Probleme ansprechen, was meiner Ansicht nach schlie läuft in unsere Beziehung. Ich versuche eine Gratwanderung, diese nicht als Vorwürfe an sie hinzustellen, sondern sachlich aufzuzeigen, was verschiedene Tatsachen auslösen. Dabei verliere ich nicht den Respekt, erkenne ich aber auch ganz klar ihre vielen positiven Seiten an (die sie zweifelsohne hat). Allerdings muss ich aufpassen, dass das wiederum kein Entschuldigungs-Brief wird. Ich nehme nicht mehr diese verdammte Schuld auf mich, verantwortlich für das Unglück meiner Mutter zu sein. Ich bin nicht herzlos, gefühlskalt, undankbar und was sie mir alles vorwirft. Nochmal: dafür, dass mein Vater Suizid begangen hat, trägt er alleine die Verantwortung! Es hat ihn zu keinem Zeitpunkt irgendjemand dazu gezwungen, er war ein erwachsener Mann, der das aus freien Stücken tat, ich war damals noch keine zwei Jahre alt und ein äußerst süßes Kleinkind. Ich, letztenendes, bin in den Grundzügen das Produkt ihrer Erziehung, die übrigens zum Großteil keine schlechte war. Sie ist eine erwachsene Frau, die die Verantwortung für ihr Leben selbst tragen muss. Ich kann sie unterstützen, wenn sie das zulässt, aber terrorisieren lasse ich mich nicht mehr. Wahrscheinlich muss der Brief über ein paar Tage 'gedeihen'. In Brief, der an einem einzigen Abend geschrieben wurde, kann ich nicht abschließen mit dem, was in vielen Jahren der Misswirtschaft mit unser beider Gefühlen schief gelaufen ist. 

Felix übrigens meint, den Punkt mit den Weihnachtsgeschenken könne ich jetzt von meiner To-Do-Liste streichen. Logisch. So. Aufstehen jetzt. Mailen an Sport Scheck wegen des Laufbandes, M & J, Tante I, die Ks und ... an den Gartenmann.

Mittlerweile wache Grüße,
Friederike Fröhlich