Dienstag, 18. September 2012

Schimmelreiter

>> Ich hab' dich lieb.
>   Du fehlst mir.
 
Heute musste ich an ein Kind denken, das ich in einem meiner Kindergärten betreut hatte, dessen Vater auf einer Baustelle von einer Betonplatte erschlagen wurde, die nicht sachgemäß an einem Kran befestigt gewesen war.
 
Der Armuts- und Reichtumsbericht ... ich lach' mich tot. Ist die Erkenntnis, dass die wenigen Reichen immer mehr haben, und die vielen Armen immer weniger, nun auch endlich bei uns in Deutschland angekommen. Schon 2003 habe ich diese Entwicklung hautnah zu spüren bekommen. Haben wir das nun auch festgestellt: es gibt Arme und Reiche in Deutschland. Da können wir jetzt einen Arbeitskreis bilden getreu dem Motto 'Und wenn ich nicht mehr weiter weiß ... '. Sehr schlau. Willkommen im Leben, Deutschland. Probleme, mit denen andere Länder schon lange zu kämpfen haben. Länder, auf die 'die Deutschen' bislang mit dem Finger zeigte. Anstatt gut daran zu tun, die Realität in unserem eigenen Land zu erkennen.
 
Hier bricht der Sturm los. Wow. Tut gut. Am Liebsten würde ich durch den Regen rennen und schreien, schreien, schreien. Ich befürchte bloß, dass mich dann irgendwer für verrückt erklärt.
 
Ich hab' dich lieb, Hannes. Du fehlst mir.
 
'Ich möchte dich berühren, weil ich dich liebe.'

Montag, 17. September 2012

Nichts

Es gibt nichts zu berichten gerade. Doch schon. Aber es fehlt mir an
der Lust, zu schreiben. Ich muss aufpassen, dass mein Gehirn nicht in
irgendwelche Sphären abdriftet, in denen ich es nicht mehr steuern
kann. Hauptsächlich hannestechnisch. Sehr komisch heute. "Bis morgen
oder so". Hm.

Beschlossene Sache

Beschlossene Sache

Nachdem selbst Fred gestern beim Heimkommen Respekt zollte, davor wie
ich mein Zimmer aufgeräumt und gestaltet habe, und nun endlich die
unregelmäßige Regel da ist, und ich eeeeendlich entspannen kann,
wenn's mal aufhört, wehzutun, werde ich heute einen Tag Pause machen.
Mein Körper schreit danach, dass ich mit der Selbstgeisselung
aufhöre. Nachher nur Herr Klavier, und heute Nachmittag Fridolin
abholen und Frido-Dienst eben.

Erst mal eine Runde duschen,
Friederike Quetschtomate

Aufstehen

Aufstehen

müsste ich eigentlich dringend, und Fridolin für den Kiga
präparieren, damit Fred ihn fahren kann. Aber ich kann nicht, mir ist
so schlecht und schwindelig und ich habe so Bauchweh. Ich kann grad
nicht aufstehen. Mmmh. Aua. Alles.

Sonntag, 16. September 2012

Heraus aus den Betten!

Schönes Lied, um in den Morgen zu starten. Das habe ich in jeder
meiner Kindergruppen als Lied für den Morgen ,installiert', und grade
fühle ich mich nach 'drum schnell in die Strümpfe, in Hose und Kleid,
guten Morgen Frau Sonne, jetzt sind wir so weit!"

Die Nacht war kurz, sehr kurz, aber ich habe gut geschlafen, nur
einmal aufgewacht. Könnte noch eine Mütze vertragen.

Plan:
Frühstücken,
mein Zimmer fertig,
duschen,
Film anschauen mit Fridolin,
Mittagessen,
Zoo

Schönen guten Morgen allerseits!

¡Ya basta!

Schluss aus Ende. Nun habe ich doch noch geräumt und gemacht, dass ich
morgen früh nur noch minimal zu tun habe. Wow! Staubsaugen, kleines
Bisschen Restarbeiten, dann ist mein Zimmer bis auf einen großen
Umzugskarton, nur eine (statt zwei) großen Plastikboxen und ein paar
Kleinigkeiten FERTIG. Wooooow. Das Licht am Ende zumindest diesen
Tunnels rückt in Greifweite.

Gute Nacht - jetzt,
FF

Ende Gelände

So, mein Zimmer ist fast begehbar. Ich gehe jetzt die zusammengelegte
Wäsche runterbringen, und bisschen Zeug für Fridolin's Zimmer, unten
hole ich zwei Palstikboxen - sollte reichen - da wird reingepackt, was
hier vorne noch so rumliegt, und dann alles nach hinten unter die
Dachschräge geschoben. Man muss mich nur machen lassen. Ganz schön
was geschafft!!! Ok, um ehrlich zu sein: in Kisten packen und
verstecken ist ein Rückschritt ... ich habe das Zeug ja vorgeholt,
damit ich's (aus)sortiere. Naja, dann hole ich's eben wieder vor.

Fast gute Nacht,
FF

Samstag, 15. September 2012

Das Letzte

So, nun ... jetzt habe ich noch eineinhalb Stunden hier geackert.
Fertig bin ich mit meinem Zimmer noch lange nicht, aber einen
riesengroßen Schritt weiter. Vielleicht habe ich morgen früh ja noch
ein kleines Bisschen Zeit, dass ich hier so richten kann, dass ich mit
J hier rein kann, ohne dass er schreiend davon läuft. Mei, dann habe
ich eben ein, zwei Stapel hier rumliegen - und?! Soll er mich nehmen
wie ich bin, oder eben bleiben lassen. Alles auf einmal geht halt
nicht. Wenn er überhaupt kommt. Wenn nicht, hat er versch... .
Wenigstens die Wäsche könnte ich jetzt noch schnell machen, und den
Stapel Rechnungen. Rest morgen ... äh später.

Vergänglichkeit

Die Haltbarkeit von Glück ist kurz, sehr kurz. Abgelaufen, und
zack ... umgekippt. Wie saure Milch. 24 Stunden Wolke 7, zack ... das
war's. Frontal-Zusammenprall mit einer Felswand, keine Überlebenden.

Aus welchem verschissenen Grund sollte ich morgen Lust haben, meine
Pläne auf Hannes einzustellen?! There is none.

Und der blöde iPod weiß, wie ich drauf bin ... Hallelujah. Eigentlich
wäre mir grade mehr nach "Männer sind Schweine", "Highway to hell"
und "License to kill" (irgendsowas gibt's bestimmt auch als Lied),
oder irgendwas mit "Machine Gun".

So, Kartoffeln hinsetzen für die Gnocchi. Keine Lust, mir die sowieso
schon versaute Stimmung noch weiter versauen zu lassen. Fehlt grade
nur noch, dass Frida anruft.

Wenigstens schläft Fridolin, so dass er von meiner Stimmung nichts
mitbekommt. Er hat sich auch auf Hannes gefreut. Soll er sich einen
anderen Deppen suchen, der sich hin und her schieben lässt, und der
ihm zuhört. Ich nicht mehr. Ob ich morgen dann kann. Nein, keine Lust.
Habe ich ihm auch gesagt. Pech gehabt - er. Und aus welchem Grund
sollte ich ihm noch vertrauen, dass er dann nicht wieder springt, und
mich sitzen lässt, wenn jemand anderes pfeift?! Es gibt keinen mehr.
Vertrauen, was ist das schon. Mit mir kann man's ja machen. Nicht mehr.

Grad ist mir das Glas mit dem Salz runtergefallen - Scheissdreck. Ich
habe schon lange nichts mehr kaputt gemacht.

Wer's glaubt ...

... wird selig!
Ich krieg' echt langsam den ... nein, Hass nicht. Aber LUST habe ich
sehr bald keine mehr.

Vertrauen, was ist das schon?! Ist ja auch scheißegal. Ich bin ja nur
die doofe Friederike, mit der man machen kann, was man will. Aus
welchem Grund sollte ich nicht aggressiv sein?! Es gibt keinen.

Messi

Oh Mann, das kann doch nicht sein, dass wenn ich drei Tage
'verantwortungslos' für oder von Fridolin bin, wir sein Zimmer am
vierten Tag zu zweit zwei Stunden lang aufräumen müssen, damit man
wieder jemanden rein lassen kann. Nett formuliert, würde ich sagen,
Fred übt einen Laissez-fairen Erziehungsstil aus. Das geht doch nicht,
dass er Fridolin gar nicht aufräumen lässt, dass ganz egal ist, ob
sauber und Ordnung ist, vollkommen egal, ob Fridolin's Zimmer
überquillt vor Zeug! Das geht doch so nicht. :-((

Brot habe ich gebacken, Zwetschgenkuchen ist im Backofen, mein
Gemüsebeet ist ein bisschen 'ausgemistet' - die vertrockneten
Sonnenblumen weg und so Zeug. Später gibt es selbstgemachte Gnocchi
mit Tomatensauce. Vielleicht kommt Hannes zum Abendessen. Vielleicht.

Jetzt ein bisschen mein Zimmer. Da kann ich auch niemanden reinlassen.
Klar - alle Zimmer sind vorzeigbar, nur mich selbst habe ich
vernachlässigt. Das dauert noch Jahre. :-((

Luft und Liebe

Ja nun, ich habe beschlossen, Hannes auf direktem Weg meine Liebe zu
geben. Braucht er grad. Und mir geht's gut, ich mag noch nicht von
meiner Wolke 7 runter, zu schön da, als dass ich grade wo anders sein
wollte. Mir geht's gut, das will ich mir bewahren. Keine übertrieben
gute Laune, ich bin ganz arg bei mir. Einfach nur gut und glücklich
und schön grad. Das Gefühl versuche ich Hannes zu vermitteln, in
Zeiten, in denen es nicht gut geht, den Blick auf das richten, was
einem gut tut, und was schön ist. Und sich daran hochziehen. So
ignoriere ich ein Stück weit seine Traurigkeit, und versuche, ihm das
Schöne zu vermitteln. Und ich versuche, seinen Blick auf das zu
lenken, auf das, was er mit Basti machen wird. Nicht dass Basti grade
nicht da ist, sondern, dass er nächste Woche da sein wird.

Fridolin ist grad schlecht gelaunt. Kurz geschlafen irgendwie.

Minnie und Maxi

oder: Das Letzte wird das Erste sein!

Zum Schluss möchte ich noch das Letzte vom Tag nachreichen.

Fridolin hat heute eine Postkarte von Frida bekommen, und sie gleich
in die Ecke gefeuert, ohne zu lesen, weil sie ihn nicht interessiert
hat. Hm, nun ja. Vielleicht ist einfach zu viel, was Frida macht. Die
Postkarten sind nichts Besonderes mehr, weil Frida jede Woche zwei
schickt, fast.

Neulich im Keller habe ich neben dem Pyjama noch mein Minnie-Maus-
Shirt für nachts gefunden. Nun sind wir beide eben Minnie und Maxie,
denn KLEIN bin ich nicht wirklich.

Neben seinen Stoppeln im Waschbecken ist Fred's Rasierschaum wohl im
Abfalleimer aufgegangen. Da klebt er jetzt seit drei Tagen.

Ich habe mich jetzt dreimal eingecremt, und die Haut saugt noch immer.

Vorgestern bei Hannes fiel mit einem Mal alle Übelkeit von mir ab, wie
weggeblasen. Seitdem ist Ruhe.

Irgendwer raucht mir hier grad die Bude voll - früh um 7 Uhr. Bäh!

Fred ist das Wochenende über weggefahren. Juhu, Ruhe mit Fridolin
alleine. Kein Gemotze. Hannes hat gestern gefragt, ob ich heute Zeit
und Lust auf Kino hätte. Maaaann, ich sag' doch die ganze Zeit, dass
wir uns besser absprechen müssen .... Männer! Ich muss nun aufpassen,
dass ich bei mir bleibe. Geplant war Fridolin und ich, darauf habe ich
mich gefreut. Wenn nun Hannes gestern sagte 'vielleicht heute Abend,
dass er vorbei kommt', freue ich mich. Wenn's dann doch nicht so ist -
hmm. Geplant war's eigentlich nicht, zumal ich jede Menge Sachen zu
erledigen habe.

Erst mal ,guten Morgen'!
FF

Freitag, 14. September 2012

Respekt?!

... und weil's so schön ekelhaft ist ... Fred hat sich vorhin rasiert,
dazu hat er wohl Wasser im Waschbecken ein- und hinterher wieder
ausgelassen. Jetzt klebt ein fetter Rand aus Stoppeln und Dreck im
Waschbecken. Ach Maaaann, ist das Respekt mir gegenüber?! Ich habe
VORHIN erst geputzt ... ach Mann, dass ist doch ekelhaft,
repektlos ... was auch immer. Fail. Ich fühle mich wie mit Füssen
getreten. :-(

Absturz

"Achtung, Achtung, ground control to Friederike! Behalten Sie unter nahezu allen Umständen den eingeschlagenen Kurs bei!"
 
Friederike schwebt noch auf Wolke 7, und soll dieses ultimative Hochgefühl auch möglichst lange mitnehmen. Zu schön, um das wegzuschieben. Wird aber schwer, wenn Hannes traurig und depressiv ist, weil ich ihm fehle. Wenn er depressiv ist, ist er ganz ... weiß nicht, wie ich das ausdrücken soll ... abwehrend, abweisend, obwohl er doch eigentlich Nähe braucht. Was ja auch irgendwie nachvollziehbar ist. Keine Kränkung mehr an sich heranlassen. Aber auf eine komische Art, mit der ich schwer umgehen kann.
 
Mein Bett ist immernoch nicht überzogen, und geduscht habe ich auch noch nicht. Uaaaah. Jetzt aber.

1000

Ach, was sind schon Zahlen?! Letzten Sonntag hatte ich meinen 6. Hochzeitstag. Yeah! Und, wen hat's interessiert?! Niemanden! Aus welchem Grund sollte man nun aus Anlass eines 1000. Eintrags in mein Blog etwas Besonderes schreiben?! Und was ist schon 'besonders'?!
 
Besonders
... ist das Glücksgefühl in meinem Bauch nach einem wunderwunderschönen Abend mit Hannes, einer ebenso schönen Nacht mit vielen Erkenntnissen, und einem nachdenklich-schönen, sonnendurchfluteten Morgen.
... ist auch das Gefühl, eine schöne Reaktion auf mich zu bekommen.
... ist das Gefühl, zu vertrauen.
... ist das Gefühl, mit dem Menschen zusammen zu sein, den man liebt.
... ist das Gefühl, geliebt zu werden.
... ist das Gefühl, dableiben zu wollen, nicht gehen zu wollen, angekommen zu sein.
... ist es, gesagt zu bekommen, dass man gut riecht, dass die Brille schön aussieht.
... ist es zu wissen, alles wird gut!
... dieses Glücksgefühl jetzt zu genießen!
... ist, mich diesem Menschen zu öffnen.
... gesagt bekommen 'Schön, dass du da bist!'
... ist es, ein so liebes Kind wie Fridolin zu haben!!
... ist es, zurück zu bekommen!
... ist es, mich als mich selbst zu fühlen und wahrzunehmen.
 
Dafür darf man einen 1000. Beitrag hergeben, oder?!

Großreinemachen

Besagte Erkenntnisse wiederum ermöglichen mir weiterzukommen, indem ich aus dem so entstandenen Gefühl heraus hier rationaler aussortiere - neuer Antrieb. Dinge, die ich definitiv nicht (mehr) brauche, die ausgedient haben, kann ich so leichter entsorgen, obwohl ich zuvor vielleicht mehrere Male überlegt habe, ob ich sie nun wirklich wegschmeißen soll oder nicht.
Warum das ganze Weggeschmeiße? Warum Tabula Rasa? Für meine Psychohygiene. Das ist der wahre Grund! Treffender als Wikipedia kann ich's auch nicht formulieren.
 
Fridolin kam grade nach Hause, er hatte sich gestern riesig gefreut über das fast-geklaute Pixieheft, als er gestern nach Hause kam, und über die schönen Grüße von Hannes!

Mein nächster Post wird der 1000ste in diesem Blog sein - wow!
 
So, essen ... .

Erkenntnisse

So, diejenigen, die hier jetzt geistige Ergüsse in Sachen 'Erkenntnis' erwarten, muss ich an dieser Stelle leider enttäuschen. Gewonnen habe ich so einiges an Erkenntnissen in den letzten ziemlich genau 24 Stunden, seitdem ich in Richtung Hannes aufgebrochen bin. In Worte fassen kann ich diese jedoch nicht so wirklich.
 
Außer vielleicht:
Fred ist 9 Jahre älter als ich, und ich habe ihn phasenweise vielleicht - vermutlich - auch ein Stück als Aufpasser sehen wollen. Die Rolle hat er insofern nicht erfüllt, da ich eher Dinge für ihn gerichtet habe, als umgedreht. Weil ich, deutlich jünger als er, deutlich selbständiger war, und auch mutiger und zielstrebiger. Als wir zusammenkamen, war ich 18, und war zuhause ausgezogen, 60 km weg von daheim, er war (logischerweise damals schon) 9 Jahre älter als ich, und lebte daheim, seine Mutter rief ihn damals täglich in der Arbeit an, und fragte, was er zum Abendessen haben wolle, wusch seine Wäsche, kaufte seine Hemden ... . Hotel Mama eben. Vor dem Hintergrund konnte Fred nicht die Rolle erfüllen. Also musste ich die 'Starke' von uns sein. Die mit den Hosen an. Seine FRAU bin ich schon lange nicht mehr, wenn ich's überhaupt jemals war. Wobei Fred nicht mit mir als 'Starker' zurecht kam, nicht mit mir als 'Kind' und sowieso nicht als 'Frau'. Irgendwie. Komisches Verhältnis. Vermutlich ist er sich selbst nicht sicher, was er für sich eigentlich ist, und erst recht nicht, was er für mich war/sein wollte.

Hannes ist 2 Jahre älter als ich, und sieht mich als das, was ich bin: als 32-jährige FRAU! Dementsprechend hat er auch die Erwartungen an mich, die man an eine 32-jährige Frau haben kann/soll/muss/darf. Diese Rolle muss ich erst lernen. Schlicht und einfach.
Nachdem nun fertig geputzt ist, genieße ich noch ein paar Stunden Freizeit, beziehungsweise die Freiheit, Dinge zu tun, die mich weiterbringen, bevor ich das Wochenende und die nächste Zeit ziemlich viel mit Fridolin bin. Und mit Fridolin sinnigerweise mehr in meinen eigenen Belangen zurückstecken muss. Also quasi Zwangs-Freizeit. Nein, das war ein Scherz. Selbstverständlich genieße ich die Zeit, die ich mit meinem halben Kind habe, umgedreht genieße ich aber auch meine Freizeit, in der ich weiterkommen kann, voranschreiten.
 
Schönen Nachmittag,
Friederike Fröhlich, die sich jetzt erst mal wiegen geht. Gestern abend haben Hannes und ich zusammen gekocht, und obwohl ich gegessen habe ... *sicker* ... bin ich zufrieden mit meinem Gewicht.
 
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Unterm Strich:
Leben macht Spaß!

Wichtel

So, gerade eben habe ich noch ein schönes Bilderbuch bestellt für Fridolin und mich. Auch wenn er doch ein 'Großer' ist, und wir büchertechnisch überwiegend Geschichten mit Anspruch lesen, so für Kinder ab 8 Jahren, weil er diese Anforderung braucht, hat er dennoch ab und zu Spaß an Bilderbüchern, möglichst mit Tieren und Natur, ohne irgendeinen psychologischen 'Wir-sind-alle-Freunde-Hintergrund', sondern einfach nur was SCHÖNES. Dieses Buch ist eines über Wichtelkinder. Mal schauen. :-)
Auch wenn ich arg aufs Geld achten muss mittlerweile, irgendwas Schönes für die Seele geht immer, wenn es sein muss, dafür verzichte ich dann lieber auf irgendwas Anderes.

La Vida Loca

So, die letzten 18 Stunden ... .

Hasi hat um 15 Uhr angerufen, und wir haben ausgemacht, dass ich mein Zeug hier fertig mache, und ich dann mit Johnny zum nächsten Bahnhof fahre, Johnny da parke, und mit der nächsten S-Bahn in sein Nachbardorf fahre, wo er mich abgeholt hat. Als erstes sind wir einkaufen gegangen ... Hannes steht voll drauf, ich wollte einfach nur das Zeug in den Wagen schmeißen, und raus da, weil ich seit 2.30 Uhr wach war, Kopfweh ohne Ende hatte, und auch sonst alles weh tat, und ich hundemüde war - stehend k.o. - und ich wollte da einfach nur raus. Umgedreht, war's auch schön, so Alltag mit Hannes. Nicht mehr so zwingend angewiesen sein darauf, etwas zu unternehmen (und notgedrungen immer viel Geld auszugeben), weil wir ja keinen Rückzugsort hatten, sondern endlich mal einfach zusammen sein. Mir egal, wenn ich seine Spülmaschine ausräume, oder bei irgendwas helfe, damit Hannes schneller fertig wird. Das mache ich gerne. Ich räume Spülmaschine aus, er räumt Einkäufe aus, was auch immer ... wir beide am selben Ort, Alltag. Und dazwischen ganz viel Liebe, festhalten, in den Arm nehmen, und ganz viel berühren. Zum Abendessen haben wir das erste Mal zusammen gekocht, bei ihm. Zingst-Sauce: Nudeln mit Ingwer-Koriander-Hackfleisch-Tomatensauce und Käse. Ach Hannes ... . Geschlafen habe ich nach wie vor wahrlich nicht viel - auch bei Hannes nicht, aber das Bisschen immerhin gut.
Wie erwartet, war ich nicht in der Stimmung für 'Sprechen'. Und es hätte auch nicht gepasst, weil's einfach so schön war, 'sprechen' hätte die Stimmung kaputt gemacht. Auch meine. Ich habe lange gebraucht, bis ich mich entspannen konnte. Selbst Hannes hat den Druck in mir bemerkt. Alleine die Tatsache, dass er die Anspannung registriert, und das auch gesagt hat, hat mich entspannen lassen. Später gab es dann einen Moment, in dem ich weinen musste, endlich. Und Hannes einfach mal das Richtige gesagt und getan hat, und mir das gegeben hat, was ich brauchte. ..... :-) ......... Das war die letzten Zeit nicht selbstverständlich, er hat oft irgendwas Doofes gesagt in einer Situation, in der ich ihn einfach nur gebraucht hätte. Da haben wir dann ein kleines bisschen gesprochen. War passend. Hat einfach nur gut getan. Ganz schön viel in meinem Kopf! Mach das weg, Hannes, bitte.
 
Heute morgen ist er um 5.15 Uhr aufgestanden - ächz. Und noch zweimal wiedergekommen. Jupp, er hat mich wohl auch lieb. Sollte endlich mal bei mir ankommen. Ich bin heute morgen noch bisschen durch die Wohnung, und habe ein paar Kleinigkeiten erledigt, die er dann heute abend schon nicht mehr ... . :-) Dann bin ich zur Bushaltestelle gelaufen, mit dem Bus zur Bahn, mit der S-Bahn in die Nachbarstadt. Plan war, von da mit dem Bike schnell einkaufen, und nach Hause. Als ich aber bei meinem Fahrrad ankam, musste ich feststellen, dass es platt war. Endgültig. Johnny kaputt. Also musste ich ihn eine dreiviertel Stunde nach Hause schieben, statt schnell zu rasen ... dann wäre ich hier längst mit der Putzerei fertig, anstatt gleich erst anzufangen. Maaaaaaaaaann ey!!
 
Grade saublöde Mail von Fred. Ich glaube langsam, er ist genauso cholerisch wie Frida ... und ich weiß nie wirklich, worauf ich mich einstellen muss. Die letzten Tage war ich recht zuversichtlich, dass das mit Freundschaft hinauen kann, dann wieder kommt aus heiterem Himmel ohne mein Zutun sowas Bescheuertes. Bin ich einfach mal freundlich, kann es sein, dass ich etwas Freundliches zurück bekomme, oder auch einmal mehr Breitseite kriege ... in meiner Antwort habe ich jedenfalls das Blöde wegignoriert, und nur sachlich geantwortet, ohne selbst zu beleidigen, aber eine kleine - nicht offensive - Bemerkung, in der ich mich selbst behaupte, habe ich doch gemacht. Ich lasse mich doch nicht mehr verarschen und für doof verkaufen, was glaubt er eigentlich, wer er ist?! Ach Mann. Ich habe so eine schöne Stimmung in mir von Hannes ... behalten! Zum Glück fährt Fred morgen ganz früh bis Sonntag ganz spät mit dem Bus weg, und ich bin mit Fridolin - alleine. Aber wir haben ein paar schöne Sachen vor ... . Morgen wollen wir selbst Gnocchi machen, mit Tomatensauce dazu. Am Sonntag möchte ich mit ihm mit dem Roller mal aus der Stadt rausfahren. Fahrrad geht ja nicht mehr. :-((
 
Herr Klavier sagte gestern, dass viele Männer/eine bestimmte Sorte Männer Angst haben vor starken Frauen mit einer großen Beziehungsfähigkeit und Sozialkompetenz wie ich sie habe (?!). Deshalb sei Fred so wie er sei. Klingt schlüssig. Puuuuh.

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Unterm Strich:
  • Aktuell bin ich wesentlich entspannter als vorher ... ich muss darum kämpfen, das in mir zu behalten, und nicht wieder durchzudrehen. Das Schöne überwiegt bei Weitem.
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  • Zum Ausrasten gibt es keinen Grund, jedoch ist mir nach wie vor ein Anliegen, ein paar alte Dinge geklärt zu haben, loszuwerden, und ich möchte, dass Hannes das weiß, deshalb werde ich ihm heute Abend einen Brief schreiben. So mit Stift, Papier, Briefmarke und so ... .
  •  
  • Ich befinde mich in einem Zwiespalt: ist alles gut mit Hannes. Alles bestens. Einerseits: ich liebe ihn so sehr, es tut jedes Mal mehr weh, zu gehen. Ich mag nicht gehen, ich will bleiben, wo es so schön ist. So viel Liebe, so viel Gefühl. Andererseits, wenn ich dann wieder hier daheim gelandet bin, mag ich mich zurückziehen, nicht mit ihm telefonieren; wenn ich ihn nicht 'haben' kann, dann tut mir weh, zu wissen, wie ... er ist ... und er ist dort, ich hier, und ich kann nicht mit ihm zusammen sein. Dann reißt es mir das Herz raus vor Sehnsucht nach ihm.
Jetzt muss ich aber schnell das Haus putzen gehen, damit ich mich zurückziehen kann, wenn Fred und Fridolin nach Hause kommen, und damit Fred nix zu schimpfen hat!!
 
FF