Dienstag, 18. September 2012
Schimmelreiter
Montag, 17. September 2012
Nichts
der Lust, zu schreiben. Ich muss aufpassen, dass mein Gehirn nicht in
irgendwelche Sphären abdriftet, in denen ich es nicht mehr steuern
kann. Hauptsächlich hannestechnisch. Sehr komisch heute. "Bis morgen
oder so". Hm.
Beschlossene Sache
Nachdem selbst Fred gestern beim Heimkommen Respekt zollte, davor wie
ich mein Zimmer aufgeräumt und gestaltet habe, und nun endlich die
unregelmäßige Regel da ist, und ich eeeeendlich entspannen kann,
wenn's mal aufhört, wehzutun, werde ich heute einen Tag Pause machen.
Mein Körper schreit danach, dass ich mit der Selbstgeisselung
aufhöre. Nachher nur Herr Klavier, und heute Nachmittag Fridolin
abholen und Frido-Dienst eben.
Erst mal eine Runde duschen,
Friederike Quetschtomate
Sonntag, 16. September 2012
Heraus aus den Betten!
meiner Kindergruppen als Lied für den Morgen ,installiert', und grade
fühle ich mich nach 'drum schnell in die Strümpfe, in Hose und Kleid,
guten Morgen Frau Sonne, jetzt sind wir so weit!"
Die Nacht war kurz, sehr kurz, aber ich habe gut geschlafen, nur
einmal aufgewacht. Könnte noch eine Mütze vertragen.
Plan:
Frühstücken,
mein Zimmer fertig,
duschen,
Film anschauen mit Fridolin,
Mittagessen,
Zoo
Schönen guten Morgen allerseits!
¡Ya basta!
morgen früh nur noch minimal zu tun habe. Wow! Staubsaugen, kleines
Bisschen Restarbeiten, dann ist mein Zimmer bis auf einen großen
Umzugskarton, nur eine (statt zwei) großen Plastikboxen und ein paar
Kleinigkeiten FERTIG. Wooooow. Das Licht am Ende zumindest diesen
Tunnels rückt in Greifweite.
Gute Nacht - jetzt,
FF
Ende Gelände
Wäsche runterbringen, und bisschen Zeug für Fridolin's Zimmer, unten
hole ich zwei Palstikboxen - sollte reichen - da wird reingepackt, was
hier vorne noch so rumliegt, und dann alles nach hinten unter die
Dachschräge geschoben. Man muss mich nur machen lassen. Ganz schön
was geschafft!!! Ok, um ehrlich zu sein: in Kisten packen und
verstecken ist ein Rückschritt ... ich habe das Zeug ja vorgeholt,
damit ich's (aus)sortiere. Naja, dann hole ich's eben wieder vor.
Fast gute Nacht,
FF
Samstag, 15. September 2012
Das Letzte
Fertig bin ich mit meinem Zimmer noch lange nicht, aber einen
riesengroßen Schritt weiter. Vielleicht habe ich morgen früh ja noch
ein kleines Bisschen Zeit, dass ich hier so richten kann, dass ich mit
J hier rein kann, ohne dass er schreiend davon läuft. Mei, dann habe
ich eben ein, zwei Stapel hier rumliegen - und?! Soll er mich nehmen
wie ich bin, oder eben bleiben lassen. Alles auf einmal geht halt
nicht. Wenn er überhaupt kommt. Wenn nicht, hat er versch... .
Wenigstens die Wäsche könnte ich jetzt noch schnell machen, und den
Stapel Rechnungen. Rest morgen ... äh später.
Vergänglichkeit
zack ... umgekippt. Wie saure Milch. 24 Stunden Wolke 7, zack ... das
war's. Frontal-Zusammenprall mit einer Felswand, keine Überlebenden.
Aus welchem verschissenen Grund sollte ich morgen Lust haben, meine
Pläne auf Hannes einzustellen?! There is none.
Und der blöde iPod weiß, wie ich drauf bin ... Hallelujah. Eigentlich
wäre mir grade mehr nach "Männer sind Schweine", "Highway to hell"
und "License to kill" (irgendsowas gibt's bestimmt auch als Lied),
oder irgendwas mit "Machine Gun".
So, Kartoffeln hinsetzen für die Gnocchi. Keine Lust, mir die sowieso
schon versaute Stimmung noch weiter versauen zu lassen. Fehlt grade
nur noch, dass Frida anruft.
Wenigstens schläft Fridolin, so dass er von meiner Stimmung nichts
mitbekommt. Er hat sich auch auf Hannes gefreut. Soll er sich einen
anderen Deppen suchen, der sich hin und her schieben lässt, und der
ihm zuhört. Ich nicht mehr. Ob ich morgen dann kann. Nein, keine Lust.
Habe ich ihm auch gesagt. Pech gehabt - er. Und aus welchem Grund
sollte ich ihm noch vertrauen, dass er dann nicht wieder springt, und
mich sitzen lässt, wenn jemand anderes pfeift?! Es gibt keinen mehr.
Vertrauen, was ist das schon. Mit mir kann man's ja machen. Nicht mehr.
Grad ist mir das Glas mit dem Salz runtergefallen - Scheissdreck. Ich
habe schon lange nichts mehr kaputt gemacht.
Wer's glaubt ...
Ich krieg' echt langsam den ... nein, Hass nicht. Aber LUST habe ich
sehr bald keine mehr.
Vertrauen, was ist das schon?! Ist ja auch scheißegal. Ich bin ja nur
die doofe Friederike, mit der man machen kann, was man will. Aus
welchem Grund sollte ich nicht aggressiv sein?! Es gibt keinen.
Messi
'verantwortungslos' für oder von Fridolin bin, wir sein Zimmer am
vierten Tag zu zweit zwei Stunden lang aufräumen müssen, damit man
wieder jemanden rein lassen kann. Nett formuliert, würde ich sagen,
Fred übt einen Laissez-fairen Erziehungsstil aus. Das geht doch nicht,
dass er Fridolin gar nicht aufräumen lässt, dass ganz egal ist, ob
sauber und Ordnung ist, vollkommen egal, ob Fridolin's Zimmer
überquillt vor Zeug! Das geht doch so nicht. :-((
Brot habe ich gebacken, Zwetschgenkuchen ist im Backofen, mein
Gemüsebeet ist ein bisschen 'ausgemistet' - die vertrockneten
Sonnenblumen weg und so Zeug. Später gibt es selbstgemachte Gnocchi
mit Tomatensauce. Vielleicht kommt Hannes zum Abendessen. Vielleicht.
Jetzt ein bisschen mein Zimmer. Da kann ich auch niemanden reinlassen.
Klar - alle Zimmer sind vorzeigbar, nur mich selbst habe ich
vernachlässigt. Das dauert noch Jahre. :-((
Luft und Liebe
geben. Braucht er grad. Und mir geht's gut, ich mag noch nicht von
meiner Wolke 7 runter, zu schön da, als dass ich grade wo anders sein
wollte. Mir geht's gut, das will ich mir bewahren. Keine übertrieben
gute Laune, ich bin ganz arg bei mir. Einfach nur gut und glücklich
und schön grad. Das Gefühl versuche ich Hannes zu vermitteln, in
Zeiten, in denen es nicht gut geht, den Blick auf das richten, was
einem gut tut, und was schön ist. Und sich daran hochziehen. So
ignoriere ich ein Stück weit seine Traurigkeit, und versuche, ihm das
Schöne zu vermitteln. Und ich versuche, seinen Blick auf das zu
lenken, auf das, was er mit Basti machen wird. Nicht dass Basti grade
nicht da ist, sondern, dass er nächste Woche da sein wird.
Fridolin ist grad schlecht gelaunt. Kurz geschlafen irgendwie.
Minnie und Maxi
Zum Schluss möchte ich noch das Letzte vom Tag nachreichen.
Fridolin hat heute eine Postkarte von Frida bekommen, und sie gleich
in die Ecke gefeuert, ohne zu lesen, weil sie ihn nicht interessiert
hat. Hm, nun ja. Vielleicht ist einfach zu viel, was Frida macht. Die
Postkarten sind nichts Besonderes mehr, weil Frida jede Woche zwei
schickt, fast.
Neulich im Keller habe ich neben dem Pyjama noch mein Minnie-Maus-
Shirt für nachts gefunden. Nun sind wir beide eben Minnie und Maxie,
denn KLEIN bin ich nicht wirklich.
Neben seinen Stoppeln im Waschbecken ist Fred's Rasierschaum wohl im
Abfalleimer aufgegangen. Da klebt er jetzt seit drei Tagen.
Ich habe mich jetzt dreimal eingecremt, und die Haut saugt noch immer.
Vorgestern bei Hannes fiel mit einem Mal alle Übelkeit von mir ab, wie
weggeblasen. Seitdem ist Ruhe.
Irgendwer raucht mir hier grad die Bude voll - früh um 7 Uhr. Bäh!
Fred ist das Wochenende über weggefahren. Juhu, Ruhe mit Fridolin
alleine. Kein Gemotze. Hannes hat gestern gefragt, ob ich heute Zeit
und Lust auf Kino hätte. Maaaann, ich sag' doch die ganze Zeit, dass
wir uns besser absprechen müssen .... Männer! Ich muss nun aufpassen,
dass ich bei mir bleibe. Geplant war Fridolin und ich, darauf habe ich
mich gefreut. Wenn nun Hannes gestern sagte 'vielleicht heute Abend,
dass er vorbei kommt', freue ich mich. Wenn's dann doch nicht so ist -
hmm. Geplant war's eigentlich nicht, zumal ich jede Menge Sachen zu
erledigen habe.
Erst mal ,guten Morgen'!
FF
Freitag, 14. September 2012
Respekt?!
dazu hat er wohl Wasser im Waschbecken ein- und hinterher wieder
ausgelassen. Jetzt klebt ein fetter Rand aus Stoppeln und Dreck im
Waschbecken. Ach Maaaann, ist das Respekt mir gegenüber?! Ich habe
VORHIN erst geputzt ... ach Mann, dass ist doch ekelhaft,
repektlos ... was auch immer. Fail. Ich fühle mich wie mit Füssen
getreten. :-(
Absturz
1000
... ist, mich diesem Menschen zu öffnen.
... gesagt bekommen 'Schön, dass du da bist!'
... ist es, ein so liebes Kind wie Fridolin zu haben!!
... ist es, zurück zu bekommen!
... ist es, mich als mich selbst zu fühlen und wahrzunehmen.
Großreinemachen
Mein nächster Post wird der 1000ste in diesem Blog sein - wow!
Erkenntnisse
Fred ist 9 Jahre älter als ich, und ich habe ihn phasenweise vielleicht - vermutlich - auch ein Stück als Aufpasser sehen wollen. Die Rolle hat er insofern nicht erfüllt, da ich eher Dinge für ihn gerichtet habe, als umgedreht. Weil ich, deutlich jünger als er, deutlich selbständiger war, und auch mutiger und zielstrebiger. Als wir zusammenkamen, war ich 18, und war zuhause ausgezogen, 60 km weg von daheim, er war (logischerweise damals schon) 9 Jahre älter als ich, und lebte daheim, seine Mutter rief ihn damals täglich in der Arbeit an, und fragte, was er zum Abendessen haben wolle, wusch seine Wäsche, kaufte seine Hemden ... . Hotel Mama eben. Vor dem Hintergrund konnte Fred nicht die Rolle erfüllen. Also musste ich die 'Starke' von uns sein. Die mit den Hosen an. Seine FRAU bin ich schon lange nicht mehr, wenn ich's überhaupt jemals war. Wobei Fred nicht mit mir als 'Starker' zurecht kam, nicht mit mir als 'Kind' und sowieso nicht als 'Frau'. Irgendwie. Komisches Verhältnis. Vermutlich ist er sich selbst nicht sicher, was er für sich eigentlich ist, und erst recht nicht, was er für mich war/sein wollte.
Hannes ist 2 Jahre älter als ich, und sieht mich als das, was ich bin: als 32-jährige FRAU! Dementsprechend hat er auch die Erwartungen an mich, die man an eine 32-jährige Frau haben kann/soll/muss/darf. Diese Rolle muss ich erst lernen. Schlicht und einfach.
Wichtel
La Vida Loca
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Unterm Strich:
- Aktuell bin ich wesentlich entspannter als vorher ... ich muss darum kämpfen, das in mir zu behalten, und nicht wieder durchzudrehen. Das Schöne überwiegt bei Weitem.
- Zum Ausrasten gibt es keinen Grund, jedoch ist mir nach wie vor ein Anliegen, ein paar alte Dinge geklärt zu haben, loszuwerden, und ich möchte, dass Hannes das weiß, deshalb werde ich ihm heute Abend einen Brief schreiben. So mit Stift, Papier, Briefmarke und so ... .
- Ich befinde mich in einem Zwiespalt: ist alles gut mit Hannes. Alles bestens. Einerseits: ich liebe ihn so sehr, es tut jedes Mal mehr weh, zu gehen. Ich mag nicht gehen, ich will bleiben, wo es so schön ist. So viel Liebe, so viel Gefühl. Andererseits, wenn ich dann wieder hier daheim gelandet bin, mag ich mich zurückziehen, nicht mit ihm telefonieren; wenn ich ihn nicht 'haben' kann, dann tut mir weh, zu wissen, wie ... er ist ... und er ist dort, ich hier, und ich kann nicht mit ihm zusammen sein. Dann reißt es mir das Herz raus vor Sehnsucht nach ihm.