Samstag, 22. September 2012

Pinkelpanne

Irgendwie habe ich Angst, dass Fridolin ein Bettnässer wird. Gerade
bin ich nach unten auf die Toilette, da lag - schon wieder - ein
riesiger Berg mit Bettwäsche.

Ja nun, ist halt so. Passiert ist passiert. Ich werde kein Drama
daraus machen, sondern das eher als Hilfeschrei registrieren, dass
etwas nicht in Ordnung ist. Er mag ja auch nicht alleine schlafen. Ach
Mann.

Hannes hat gestern Abend noch eine SMS geschickt, 'alles in Ordnung,
ich liebe dich auch'. Wohl zu meiner Beruhigung. Aber mich beruhigt
nix. Naja doch, wenigstens das. Aber ich habe das mit der Pause nicht
aus Spass gesagt, sondern weil ich verzweifelt bin. Nichts ist 'gut'.

Fred fährt nächste Woche in den Urlaub. Mittwoch bis Samstag. Leider
nur. Ich bräuchte länger Pause. Ruhe. Wenn er weg ist, schaffe ich so
viel. Obwohl die Arbeit dann de facto enorm viel mehr ist.

Freitag, 21. September 2012

Notbremse

So, nun ... habe ich gerade die Notbremse gezogen. Nicht Schlussmachen mit Hannes oder sonst irgendwas. Aber ich muss auf mein Herz aufpassen. Dieses Vermissen macht mich kaputt. Nun habe ich ihm vorgeschlagen, dass wir bis Sonntag Abend Telefon-Pause machen. Ich habe noch so viel im Kopf, kann ich nicht schreiben, denken geht zu schnell. Dieses Warten auf ein Zeichen macht mich mürbe. Mürbeteig im Hirn lässt mich doofe Sachen machen, welche, die ich ohne Mürbeteig nicht tun würde. 1000 doofe SMS in die Welt schicken. Naja, nicht 'in die Welt', meine Welt ist Hannes. Ein bisschen weniger Hannes, oder noch mehr in meiner Welt außer Hannes wäre vielleicht kein Schaden, daher wäre eine kleine Pause vielleicht wirklich mal ... Luft holen für mich. Auf die Beine kommen. Ich bin irgendwie durch den Wind. Mal was Anderes denken für einen Blick, außer immer Hannes, Hannes, Hannes und die elendige Warterei auf Denselben. Den Kopf ein bisschen frei bekommen. Bisschen Kopfweh weg mal.
 
Und dann am Sonntag ... kickstart my heart. Ich liebe ihn doch, er hat mir heute morgen um 4.50 Uhr sogar eine Tasse frischen Salbeitee (aus selbstgetrocknetem Salbei) to go gekocht, damit ich an der Bushaltestelle was zu trinken habe, und auf dem Weg. Und ich Arsch hatte die Hände so voll mit Rucksack, Einkäufen von gestern und Motorradhelm, dass kein Platz mehr war für Tee. Tut mir so leid. Ach Friederike ... :-((

Ein perfekter Platz

"Ein perfekter Platz" - der Film war schön.

Zusammenreißen war gut für mich. Tut Not. Habe Hannes ein bisschen
terrorisiert. Doof. Umgedreht, er macht's mir aber auch wahrlich nicht
leicht.

Saisoneröffnung beim Fussball fällt aus, Fridolin zog erst die Riesen-
Rumzick-Tobsuchts-Show ab (gut so, ich will niemals ein Langweiler-
Kind haben), so dass ich ihn auch mal Konsequenzen hätte spüren
wollen, dann haben wir uns versöhnt (er hat sich entschuldigt!), und
ich wollte doch mit ihm hingehen, dann ist er aber eingeschlafen, weil
er sitzend, stehend und liegend k.o. war, und schläft nun den Schlaf
der Gerechten, durch nix zu wecken. Satz mit X.

Und ich falle

Und ich falle
Tiefer
und immer noch tiefer.
Das Fallen tut mir nichts.
Die Erwartung des Aufpralls.
Mit aller Wucht.

Ich will doch nur ein normales Leben.
Oder sowas in die Richtung.
Oder zumindest keine Schmerzen mehr.

Das Loch

Da ist es nun, das Loch.
Das Loch, in das ich falle, wenn ich von Hannes weggehe.
Müssen.
Ich fühle mich einfach nur leer.
Nichts mehr drin in mir.
Geschlafen habe ich gar nicht.
 
Aufgestanden um 4.50 Uhr, damit ich kurz nach 6 Uhr hier sein, und Fridolin versorgen konnte.
Früh schon wieder Ärger mit Fred. Er hört nichts. Er hört nicht zu. In Zukunft schriftlich.
Ich hatte am Mittwoch Abend schon gesagt, dass ich die letzte Nacht nicht da sein würde, aber morgens sehr zeitig hier wäre, um Fridolin zu übernehmen, damit Fred in die Arbeit gehen könne. Er hat zugestimmt. "Dienstbeginn" ist ja immer morgens, wenn Fridolin aufsteht, und da stand ich Gewehr bei Fuß. Wenn er nicht gescheit zuhört bzw die Hälfte wieder vergisst, kann ich nichts dafür.
 
Gestern bin ich mit Ernesto an den Bahnhof der Nachbarstadt gefahren, wo ich ihn abgestellt, und Hannes mich aufgegabelt hat, so habe ich heute morgen alles in Allem genau eine Stunde von Haustür zu Haustür gebraucht - perfekt.
 
Ich mag nix schreiben grade.
Loch.
Leer.
Nichts mehr drin in mir, auch keine Liebe.
Gar nichts.

Donnerstag, 20. September 2012

Nix lustig

Ncht lustig is' hier grad. Vielleicht war das Sushi gestern schlecht.
Verdorbener Fisch und so. Na lecker. Oder der Herr schickt einfach mal
wieder eine profane Magen-Darm-Grippe, die mir sagen soll: wenn dein
Gefühl dir sagt 'bleib daheim, dann TU ES!' - bleib bei dir.

Vielleicht mag ich auch nicht zu Hannes, weil ich dann wieder gehen
muss?! Weil ich ANGST davor habe, wieder weg zu müssen, dahin, wo ich
wohne? Zu meinem halben Kind?

Mein halbes Kind mir gestern gesagt, dass ok ist, wenn ich mit Hannes
zusammen bin, weil Fridolin ihn lieb hat, Fred soll die Oma (nicht
Frida) heiraten, weil er eine böse Frau verdient hat. Außerdem hat er
keine Lust auf die Geburtstagsfeier seiner Tante, denn "da essen
sowieso alle, und motzen rum, dann gibt's Kaffee und keiner kümmert
sich um mich. Ich mag lieber mit der Friederike und dem Hannes was
machen."

Fest steht: Angenehm ist was Anderes. Wärmflasche zeigt keine Wirkung.
Mir geht's schlecht grad.

Koma

Geschlafen habe ich mit Schlaftablette komatös, wenn auch nicht
besonders lang. Und ich habe Bauchkrämpfe - aua. Und mir ist schlecht.

Bei Fred und Fridolin gibt's schon wieder irgendeinen Knatsch grad.
Keine Ahnung, was los ist.

Hannes würde sich riesig freuen, wenn wir meinen Fahrradsattel kaufen,
und ich heute mit ihm mit käme zum dort schlafen. Die Tendenz jetzt
geht in Richtung 'nein', ich glaube, ich brauche tatsächlich Ruhe
heute noch. Die drei Tage so gestalten, wie ich sie mir vorgenommen
habe. Lesen, schlafen, Filme gucken.

Aber im Augenblick habe ich sowieso andere Probleme. Ich habe
definitiv keine Abführmittel genommen, außer denen vor drei Tagen,
aber es geht mir so richtig schlecht.

Mittwoch, 19. September 2012

Aufgeben

Ich gebe den Kampf auf. Ich kapituliere. Schluss, aus, Ende. Was
geschehen soll, wird geschehen, auch wenn ich nicht kämpfe. Kämpfen
kostet mich mehr Kraft als ich habe.
Am schönsten wäre, Hamnes kommt uns nächste Woche hier zuhause
besuchen, und das Wochenende nimmt er uns mit zu sich.

Vorbei.

Muttertag

Fridolin sagte gestern, dass ich mit Hannes zusammen bin gefalle ihm,
weil er den Hannes ja auch lieb habe, Fred hingegen solle seine
Mutter, also Fridolin's Oma heiraten, weil er eine böse Frau verdient
habe. Puuuh.

Frisch geduscht, hoffentlich wirkt die Schlaftablette gleich.

Ende der Vorstellung

Hannes fragte vorhin, ob ich morgen Zeit habe. In mir drin schreit alles ganz laut 'Nein'!
Keine Ahnung, warum.
Meine Seele ist. Leer.
Oder zu voll.
Oder beides gleichzeitig.
?!
 
Fred macht Stress. Habe mir erlaubt zu sagen, dass ich seine Handhabe bezüglich putzen nicht in Ordnung finde. Außerdem hat er den Oktober mit seinen Terminen vollgeknallt. Zweimal die Woche Tischtennis PLUS Golf. Und ich soll mich nach allem richten?! Und meine Freizeit?! Richtet sich irgendwie sowieso nach Hannes' Nochfrau. Sehr toll.
 
Eigentlich mag ich morgen zu Hause bleiben, und mal alles machen wie geplant.
Geht nicht mehr.
Hannes hat gefragt, ob ich Lust habe morgen mit ihm.
Aber wenn ich nicht gehe, sitze ich hier und weine meiner verpassten Chance nach.
 
Umgedreht handle ich mir eine Menge Ärger ein - für Hannes, weil ich dann am Freitag Fridolin nicht in den Kindergarten bringen könnte. Oder unter einem grotesken Aufwand. So, nein, ich muss Fred um keinen Gefallen bitten, theoretisch ginge auch, wenn ich um 6.30 Uhr hier auf der Matte stünde am Freitag morgen. Dann muss ich eben mit Hannes um 4.50 Uhr aufstehen, um Fridolin in den Kiga zu bringen. Aber eigentlich will ich das alles nicht. Eigentlich will ich nur meine Ruhe. Alleine.
 
Ganz ehrlich, ich bin mir nicht sicher, ob ich nicht eine Herbstdepression bekomme, oder so. Anfang September wurde mir schlagartig klar, dass der Sommer vorbei ist, das Freibad hat geschlossen, abends ist es um 20 Uhr bereits fast dunkel, und heute habe ich schon mein Olivenbäumchen und die Feige ins Warme geholt. Irgendwie macht mir das ordentlich zu schaffen, wo ich gerade angefangen habe mit Schwimmen. Mit Leben.
 
Wenn ich Antidepressiva nähme, würde ich gewichtstechnisch zulegen. Das wäre mein Untergang.

Plan:
duschen, eincremen, Schlaftablette.

Flames of Love

Sushi war sauteuer, schlecht gewickelt, echt lecker, und viel zu
wenig. Habe immernoch Hunger.

Are you lonesome tonight? - Ja.
Hannes hat angerufen vorhin, hab's nicht gemerkt. Mag aber auch nicht
telefonieren jetzt. Mich ärgert die vertüdelte Zeit, die wir zusammen
sein KÖNNTEN, wenn nicht immer so viel Drama wäre.

Habe Kopfweh. Und meine Lymphen sind angeschwollen und tun weh.

Am Freitag geht Fussball wieder los bei Fridolin. Er freut sich schon
seit Wochen!! Und ausgerechnet für Freitag bat mich eine Freundin um
Hilfe. Ach Mann! Ich hätte das Mädchen gerne mitgenommen.

Fred setzt jetzt Fridolin ein, um mit mir zu 'reden', er schickt das
arme Kind vor, um mir Sachen ausrichten zu lassen. Traurig.

Müde und traurig.

Ebi Sushi

... habe ich nicht bestellt. Sushi richtig gut und extremst lecker kann nur Yuri-chan-go und Hideyuki san. Aber Sushi gibt's trotzdem. California roll. Frevel. Mit Philadelphia. No me mates, Yuri-chan. Habe gestern 'ebi' und 'biru' gefunden ... te acuerdas?!
 
Doofer Tag heute, ich habe nicht mal wirklich viel gelesen, obwohl das Buch gar nicht schlecht ist.
 
Ich habe Hunger. Hoffentlich kommt bald das Essen. Sushi muss man ja nicht kochen, sollte also nicht allzu lange dauern.

Machen?!

Was ich so mache ... ist scheißegal.

Sein oder nicht sein

Welche Daseinsberechtigung habe ich auf diesem Planeten?
Was rechtfertigt meine Existenz?
Wozu bin ich?

Verbindlichkeiten

Was sind schon Verpflichtungen und Verbindlichkeiten?! Dinge, an die ich mich zu halten habe, die ansonsten aber für niemanden zu gelten scheinen.
 
Demnächst feiert eine meiner Schwägerinnen, Fred's Schwester, einen runden Geburtstag. Ich bin offiziell eingeladen, mitzugehen. Wozu? Hat Fred seiner Familie noch immer keinen reinen Wein eingeschenkt, was unsere 'Beziehung' angeht? Familie ... ich habe mich immer nach Zugehörigkeit gesehnt. Zu jemandem gehören. Ich habe darum gekämpft. In Fred's Familie ist alles Fassade. Die Fassade steht gut, und wackelt nicht, selbst im stärksten Orkan wird blind über Probleme hinweg gelacht. Ich mag nicht wirklich hingehen, und beim Fassade-Spiel mitmachen. Aus diesem Stadium bin ich heraus. Gewachsen. Ich wollte dazu gehörend sein. Aber Fassade-Spielen war nicht mein Ding. Ich merkte mir selbst an, dass ich mich in dieser aufgezwängten Rolle nicht wohl fühlte. 'Man' sah es mir nicht an, 'man' sah nur, was man sehen wollte. Interessierte Menschen, aufrichtige Menschen sahen das. Klar, was ich nicht sehe, ist nicht existent. Die drei Affen. Nichts sehen, nichts hören, nichts sprechen.
 
Was ich hier schreibe, ist nicht zu 1000% aufrichtig, zu 999% lediglich. Ich finde nicht das Gefühl von vorhin wieder, als mir so viele Dinge durch den Kopf gehen, die ich nun aufschreiben könnte, wenn sie nicht weg wären. Gedankenfäden, die viel schneller vorüber ziehen, als ich nach ihnen greifen kann.
 
So schreibe ich in diesem Augenblick viel, große Mengen Text, in der Hoffnung, das Gefühl von vorhin nochmal wiederzufinden, den Gedankenfadenanfang ergreifen nd festhalten zu können, um ihn weiterführen zu können. Ich habe nicht auf mich selbst geachtet. Ich war nicht bei mir, jetzt ist er weg.

Aufschrei

Alles in mir schrie danach, heute nicht aufzustehen. Ich habe solche Unterleibsschmerzen, dass es mich fast zerreißt. Das ist nicht normal - regelbedingt, aber nicht normal. Ein Mann würde diese Schmerzen nicht aushalten. Eine zeitlang hatte ich mal 'normale' Regelschmerzen, ansonsten jetzt jahrzehntelang stark bis sehr stark. Tatsache. Oft so stark, dass ich zwei bis drei Tage außer Gefecht gesetzt war und bin, obwohl meine Schmerzgrenze eine sehr hohe ist. Im Oktober habe ich 20 Jahre meine Regel. Wahnsinn.
 
Nun ja, die Zeiten, in denen ich mich tage- und wochenlang im Bett gequält habe, und nicht aufstehen konnte, sind definitiv vorbei. Um 10.30 Uhr habe ich kurz gefrühstückt, und die Zeitung gelesen, staubsaugenderweise schnell des kleinen Fridolin Knabberstangen-Desaster beseitigt, Post ausgeleert, und nochmal den Gang auf die Waage gewagt. War ok heute. Kunststück. Jetzt nochmal Post ausleeren, die Post von heute morgen war wohl die, die Fred nicht ausgeleert hat. Hm. Was macht er eigentlich überhaupt unaufgefordert, wenn nicht mal das ... ?! Ok, zickig und gemein.
 
Hannes werde ich auch diese Frage stellen: bin ich glücklich mit dir?! Ich kann nicht länger die Augen verschließen vor dem, was ist. Ich muss rational betrachten, was gut läuft, und was nicht. Mit Hannes bin ich der glücklichste Mensch der Welt, wenn wir denn mal zusammen sind. Der Weg, bei ihm anzukommen, ist ein langer und steiniger, der mir alles an Kraft abverlangt, was ich habe. Ist das der Sinn einer Beziehung? Muss das so sein? Ginge das nicht einfacher? Wenn das so ein Kampf ist, bei ihm 'landen' zu können, also quasi ein Kampf, macht diese Beziehung dann Sinn? Ich frage nicht mit dem Hintergedanken, das zu beenden. Bei Allem, was ich schreibe gilt nach wie vor, dass ich ihn sehr liebe, mehr als einen anderen Mann in diesem Leben zuvor. Aber ich muss auch ganz klar rational sehen, was dabei unter dem Strich für mich heraus kommt.
 
Ich bin nicht glücklich mit diesem Posting, weil es nicht meine Gedanken zu 1000% widerspiegelt. Ich hätte vorhin schreiben sollen, als die Gedanken noch 'warm' waren, und ich dieses besondere Gefühl in mir drin hatte. Nachdem ich erst ein paar Pflichten nachgekommen bin, bevor ich mich um mich selbst gekümmert habe, ist dieses besondere Gefühl weg.

Irrungen und Wirrungen

"Bist du glücklich mit mir?"
Die Frage sollte lauten:
Bin ICH glücklich mit IHM?!

Gerade habe ich noch ein bisschen gedöst. Nach Aufstehen ist mir nicht
so recht. Irre Bauchschmerzen. Gestern morgen habe ich zwei Abführ-
Dinger genommen, weil ich solche Blähungen hatte. Minimal-Dosis, kein
Missbrauch. Leider habe ich Erfahrung mit Abführmitteln.
'Normalerweise' wirken die nach so sechs Stunden, also gestern Mittag,
dann ist's wieder ok. Jetzt ist aber fast ein Tag später, und ich
fühle mich nicht wirklich gut.

Nein, ich fühle mich wirklich nicht gut. Bist du glücklich mit mir?
Bin ich glücklich mit DIR?! Die Frage treibt mich um.
Ich warte immernoch auf Antworten.

Was tun, wenn man keine bekommt?!

Langschläfer

Ich wollte ja eigentlich noch eine Runde im Bett bleiben, nur irgendwie treibt mich gerade der Gedanke um, dass es meinen Kübelpflanzen jetzt vielleicht schon zu kalt sein könnte draußen?!
In der Tagesschau kam gestern was von Temperaturen in Bodenfrostnähe. Toll.
 
Doch, ich werde noch ein bisschen im Bett bleiben und lesen. Wozu habe ich denn sonst bitte frei?! "Der letzte Single fängt den Mann" ist deutlich unterhaltsamer als das letzte Buch, das ich gelesen habe - "Weiberabend", langweiliger geht kaum.

Islands in the Stream

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

die Nacht war kurz, gegen 1.30 Uhr habe ich geschlafen, noch vor 6 Uhr
war Schluss mit lustig.
Fred und Fridolin stampfen unten rum, als wären sie alleine auf der
Welt, und von Hannes gibt es zu wenig Reaktion auf mich. Ich zügle
mich schon mit den vielen Fragen, aber selbst auf die wenigen Fragen
gibt es noch weniger Antworten. Ganz zu schweigen von dieser
andauernden Zeitverschwendung. Ich bin gereizt, wütend, enttäuscht.
Vielleicht kommt die Übelkeit durch die Wut. Und das relativ viele
unwürdige Essen gestern.

Heute mache ich mir wieder einen ruhigen Tag. Lesen, glotzen und nur
das Nötigste tun. Tut verdammt gut mal.

Für Sonntag ist 'trocken' gemeldet, nur bewölkt, vielleicht fahre ich
da endlich mal mit der S-Bahn raus aus der Stadt und gehe WANDERN, bis
mir die Füsse abfallen. Alleine. Sonst ist ja keiner da. Wann wieder
was mit Hannes läuft, keine Ahnung, ich werde nicht fragen. Ich bin
sauer grad. Mann ey!

Friederike's Bibliothek der Gefühle

... und der Versuch, Ordnung in meinen Gefühlshaushalt zu bringen ...

Letzten Winter war ich mit Fridolin für ein Wochenende im Bayerischen Wald, am Großen Arber, zum Schlittenfahren. Dorthin hatte ich ein Heft über das 'Loslassen' genommen. Dieses zu lesen hat mich enorm weitergebracht, ohne dass ich genau in Worte fassen könnte, wie genau. Zumal ich dieses Heft inzwischen mehrere Mal wieder gelesen haben. Normalerweise konsumiere ich Bücher, Texte und Zeitschriften einmal, bevor ich sie Bookcrossing zur Verfügung stelle. Diese Zeitschrift wird in meinen festen Bestand übergehen. Nun erhoffe ich mir von der Lektüre eines Weiteren dieser Hefte noch mehr Impulse für Gedanken.

Hannes ... ist kein perfekter Mensch. Das erwartet auch keiner von ihm. Ich selbst bin alles andere als ein perfekter Mensch, wie könnte es mir also zustehen, solche Erwartungen in ihn zu setzen?! Aber was darf ich erwarten? Von ihm? Von unserer Beziehung? Dass Glück vergänglich ist, habe ich inzwischen schmerzlich erkannt. Schmerzlich? Nein, denn wäre es von Dauer, würde ich es nicht mehr als das Besondere, das es ist, wahrnehmen können. Glück ist Glück, weil es vom Zauber des Besonderen lebt. Was erwarte ich also von unserer Liebesbeziehung? Kein permanentes Glück, kein dauerhaftes Schweben auf meiner so heißgeliebten 'Wolke 7'. Dies zu erwarten, hätte zur Folge, dass ich mich schneller als mir lieb ist enttäuscht und betrogen fühle. Dies gilt es zu vermeiden. Ich erwarte also von Hannes nicht, dass er ein 'perfekter Mensch' ist, mein Traummann. Aber dass er meinen Ansprüchen 'genügt', so wie er in seiner Persönlichkeit nun einmal ist.

Aus dem Liebes-Aus mit Fred gehe ich gestärkt hervor, nicht resigniert, ich gebe nicht auf, sondern glaube nach wie vor an die Liebe, auch wenn ich inzwischen gelernt habe, welche Herausforderung es bedeutet, mit einem Menschen zusammen zu sein! Und ich kann mit Disziplin, Geduld und Konzentration schaffen, mit jemandem (Hannes? Fred?) glücklich zu werden.