Donnerstag, 14. April 2011

Marienkäfer

Wer sich darauf versteht, das Leben zu genießen,
muss keine Reichtümer einkaufen.
Chinesische Weisheit

Hm, hat was Wahres. Vermutlich ist das bei mir nicht anders. 'Vermutlich' kann ich streichen, ganz eindeutig kaufe ich, um zu kompensieren, weil ich das Leben in dieser Form einfach nicht genießen kann. Klar ... genieße ich die vielen kleinen Momente, mit Fridolin ganz besonders, wenn die Sonne scheint, wenn mal nichts Aufregendes passiert. Nur auf Dauer reicht das nicht, um ein erfülltes Leben zu genießen. Ich habe bestimmte Vorstellungen, Erwartungen und Ziele in meinem Leben, auch wenn Fred's Therapeutin mir das nicht zugesteht, weil Fred der einzige Mensch auf der Welt ist, der Bedürfnisse haben darf. Hahaha.
Also, wobei ich dazu sagen muss ... die Stimmung ist - oberflächlich - gut. Der letzte Freitag sitzt bei mir immernoch tief, und hat ganz ehrlich, viel bei mir kaputt gemacht. Für Fred und mich als 'Paar' war der Termin bei seiner Therapeutin nicht wirklich förderlich. Meine Meinung, mein Empfinden. Die Stimuung, wie gesagt, mag gut sein. Nur Stimmung ist halt nicht alles ... für mich zumindest nicht. Und 'oberflächlich' empfinde ich nicht wirklich als positiv. An unserem nächsten Termin beim Eheberater werde ich das auch sagen. Fred wird wie immer, wenn ich seiner Meinung nach 'Wallung mache', aus allen Wolken fallen. Unverständnis pur.

FF

Mittwoch, 13. April 2011

Schockraum

Geduld verlieren heißt Würde verlieren.
aus Indien

Ach ja, ich habe beschlossen, die Waage aus meinem Alltagsleben zu verbannen. Obwohl sie ja heute morgen mehr als gnädig zu mir war. Dafür habe ich heute von den Nudeln tatsächlich nur einen Teller gegessen, weil ich SATT war. Nix mit krampfhaftem/krankhaftem Reinstopfen, nur weil's da steht und ich's ja so gerne esse. Einfach satt und Schluss! Stolz. Bleibt zu hoffen, dass die Waage es mir irgendwann einfach mal DANKT .... und ich endlich endlich abnehme!!!

Abnehmen, Aprilwetter, Astronaut
Bauernbrot Benjamin Blümchen
Danke
Essen, Einsamkeit
Fernsehen, Feuerwehr
Gute Laune, Gute Besserung
Husten, Hund
Igam Ogam
Krank
Lecker
Maulwurf, Müsli
Nudeln
Ordnung machen?!
Pirat
Ruhepausen
Schreiben lernen
Traurig

Nachtmagazin

Unvorteilhaft ist, wenn man ein krankes Kind hat, das aber nicht wirklich platt genug ist (aus ethischen Gründen: Gott sei Dank!!), um den ganzen Tag (freiwillig!) im Bett zu bleiben, und mein eigenes Immunsystem die Grätsche macht.
Vielleicht sollte ich es einfach machen ... das mit dem Hund. Dann ginge es MIR vielleicht endlich mal wieder besser, denn MIR ist es unverändert wichtig. Ich sage nur 'Therapiehund'.

Dienstag, 12. April 2011

Murmeltier

... Als festgefahren würde ich unsere Situation hier schon bezeichnen. So viele Träume, die ich hatte. Zerplatzen wie die Seifenblasen zugunsten Fred's. Nur leider macht er nichts draus. Zurück bekomme ich ... außer in der Theorie finanzieller Sicherheit ... nichts. Sweet Nothing. 'Sweet' streichen. Warum trennt er sich nicht endlich von mir? Dann könnte ich mich endlich aus dieser Leichenstarre lösen. Scheintot. So fühle ich mich.

Ja, ich hatte vor, dass wir uns wieder einen Ayush anschaffen. Unser süßer Berner Sennenhund-Welpe war im Dezember gestorben. Angeborener Herzfehler, sagt man. Netter Züchter, süße Hunde. Das wäre mir so wichtig, um wieder ein Stück Mensch zu werden. Gerade (nach dreimaligem Nachfragen) kam von Fred diese Scheiße hier:

... Thema Hund. Ich weiß nicht, was ich da noch sagen soll. Von meiner Seite aus wurde bislang dazu alles gesagt. Ich fühle mich im Moment nicht dazu fähig und bereit. Aber du musst wissen, was für dich richtig ist. Du kannst ja gerne nach Kulmbach fahren. Wie du gesagt, ist es nicht weit. Nur ich möchte da nicht mitkommen. Ich befürchte leider, dass du das nicht verstehst. ....
Toll, sehr toll, Fred! Das war heute Mittag.

Kleiner time warp: und wieder grüßt das Murmeltier. Hatte einen schönen Krank-Bett-Tag mit Fridolin. Der arme Kerl hat eine starke Bronchitis, aber wir haben viel gespielt, gelesen, gut gegessen und ein kleines bisschen ferngesehen ... Ausnahme für kranke Kinder. Gerade bringt Fred ihn mal wieder ins Bett ... und surprise, surprise ... auf dem Programm steht das abendliche Drama. Nein, Fred hat ihn nicht nur, wenn Fridolin schon müde ist. Er war den ganzen Tag perfekt brav, und ist ausgeruht. Fred ist ja ständig mit ihm zusammen, weil er ja an Haus, Garten und sonst nichts macht, DAMIT er für Fridolin da sein und möglichst viel Zeit mit ihm verbringen kann. Insofern ist das kein Grund, sondern eine Ausrede. Ja, ich muss gestehen, ich habe an der Tür gelauscht während des Dramas gerade. Und nein, das Drama liegt nicht an Fridolin. Fred's 'Befehle' sind für mich nicht nachvollziehbar. Wie soll sie dann ein kleines vierjähriges Kind verstehen?! Und nein, ich beschwöre da nichts herauf oder ziehe an Fridolin. Er macht schon genug mit. Selbst wenn Fred an ihm zieht, halte ich mich soweit es geht zurück. Die Betonung liegt auf 'soweit es geht'. Sobald Fridolin in irgendeiner Weise in 'Gefahr' ist, greife ich ein. Und das ist er, leider, wenn Fred ihm permanent sagt, dass er 'böse' ist. Fridolin IST nicht böse. Er ist ein absolutes 'Anfänger-Kind', wie ich es jedem wünsche. Und ich weiß, wovon ich spreche. Im Übrigen wäre ich schön blöd, ständig dazwischen zu gehen, wenn dies nicht vonnöten ist, da es mich ja auch entlastet, wenn Fred sich um Fridolin kümmert. Blöd. Das.

FF

Sonntag, 10. April 2011

Murmeltiere und anderes Gekräuch

Liebe Leserinnen und Leser,

Gestern waren wir im Tierheim, und haben uns schwerpunktmäßig Katzen und Kaninchen angesehen. Mann, Mann, Mann ... die waren so süß. Am liebsten hätte ich gleich zwei Kätzchen mitgenommen. Gefühlsmäßig würde ich Kaninchen lieber hinten anstellen, da der Aufwand mit Futter und Käfig ja doch relativ hoch ist. Fred meinte, da könne man ja dann schauen, wenn es akut sei. Herrschaftszeiten, wie akut denn bitte noch?! Wozu sind wir denn bitte hingefahren?!

Gestern Abend gab es hoffnungsvolles Spielen miteinander, Memory, das mit der Farbenraupe, Ritterspiel und nochmal Memory. Bei sowas denke ich mir dann, ob es nicht vielleicht doch noch was werden könnte mit Fred und mir, außerdem ist was mit meiner Periode nicht in Ordnung. Pffffff. Was noch alles?! Naja, ich muss sowieso zum Hausarzt, wegen einer Überweisung zum HNO-Arzt, da kann ich mir gleich noch eine mitholen. Ich frage mich, wann das alles aufhört. Sind das immernoch Warnschüsse? Und wenn ja: was soll ich machen? Wer hilft mir zu machen, was ich machen muss?!

Heute morgen dann wieder das böse Erwachen: als ich runterkam, waren Fred und Fridolin frühstückstechnisch in den letzten Zügen. Ob ich auch was essen möchte? hat mich niemand gefragt. Geschweige denn für mich gedeckt oder auf mich gewartet. 'Missverständnis' meinte Fred hinterher. Pfffffff. Nehme ich ihm nicht mehr ab.

Wie meinte Fred's Therapeutin am Freitag so schön bezüglich Garten? "Machen Sie das doch zu Ihrem Baby". Ja, mache ich. Und das mit dem Haus, das mit den Tieren, das mit dem Wander, den Urlaub, Fahrrad fahren ... einfach alles mache ich jetzt zu 'meinem Baby'. Ich war immer der Ansicht, wenn man verheiratet sei, dann wäre es von Vorteil, ein 'gemeinsames Baby' zu haben. Ja, wir haben Fridolin. Ihn liebe ich mehr als alles andere auf der Welt, doch darum geht es nicht.

Woran ich mich gerade erst wieder erinnere ist, als wir bei Fred's Therapeutin waren, erzählte Fred von den 'lächerlichen Umständen' unter denen wir 'beschlossen hätten', zwei Kinder zu bekommen. Damals auf dem Lago de Atitlán. Wir haben in einem Souvenirladen sogar zwei Mäuse gekauft, eines für jedes zukünftige Kind. Und wir haben beschlossen, zu heiraten. Das haben wir ja auch gemacht. Ich habe das ernst genommen. Ich habe FRED ernst genommen. Fred mich offensichtlich NICHT. Verarsche. Stich um Stich. Mitten in mein Herz. Wie ich mich fühle? Beschissen. Ich kann nicht mehr. Und ich hatte gedacht ... gehofft ... etwas würde besser.

Traurig.

FF

Freitag, 8. April 2011

Sackgasse

http://www.tittelbach.tv/programm/fernsehfilm/artikel-1370.html

Schöne Grüße,
Anna

Not Ready To Make Nice

Liebe Leserinnen und Leser,

gerade war ich mit Fred bei seiner Therapeutin. Er scheint ganze Arbeit geleistet zu haben. Wenn mir jetzt nochmal jemand erzählt, ICH sei dominant, dann gehe ich mir Domina-Stiefel und eine Peitsche kaufen. Lächerlich. Franz meint, wenn alle das ja sowieso von mir denken, dann soll ich halt einfach mal auf den Putz hauen, und zeigen, wie dominant ich wirklich sein kann. Dominanz. Pfffff. Wenn ich wirklich so dermaßen dominant wäre, dann säßen wir jetzt fertig in einem Palast mit einem schönen Garten außenrum, dann wäre Fridolin nicht getauft, dann wären wir garantiert nicht in Deutschland und und und.

Im Endeffekt ging es eine Stunde lang darum, dass Fred's Bedürfnisse alle gerechtfertigt sind, und ich mich nicht wundern muss, dass Fred ist wie er ist, wenn ich nicht auf ihn eingehe, und ach so dominant bin und und und, und dass ich zwar auch Bedürfnisse haben darf (danke, sehr nett!), aber bitte nichts von Fred erwarten soll; wenn er halt dies und das nicht mag, dann muss ich selber schauen, wie ich bekomme, was ich will. Und nein, es ist ja gar nicht schlimm, dass er alles nicht mag, und sich nicht auf mich einlässt. Kann man das dann noch Partnerschaft nennen?! Partner schafft. Er wird schon noch sehen ... .
Ich frage mich wirklich nach dem Sinn. Wo hat er sich versteckt? Mein eigenes Ding machen. Eines ist sicher: nichts ist sicher! (Der war gut.) Mein eigenes Ding, ja. Ich werde mich zurückziehen. Fred alles machen lassen. Der wird sich noch umschauen.

Gerade auch wieder ... auf die Frage, ob wir Suppe kochen wollen, weil das halt gesund wäre für mich, kam die Antwort "Ja, kann ICH gerne machen." ... Was soll ich dazu noch sagen?!

Kalt ist es heute, obwohl die Sonne scheint. Mein Schädel platzt fast. Liegt das an der Tatsache, dass Fridolin heute nicht bei mir geschlafen hat? Oder daran, dass ich schlicht und einfach Stress habe? Oder ist das tatsächlich der Gesichtsnerv? Die Zunge fühlt sich nach wie vor ein wenig 'taub' an nach dem Herpes Zoster.

Mittlerweile ist es wärmer geworden, also kann ich mich tatsächlich auf die Dachterrasse legen mit einem Buch in der Hand. Die Nerv-Töle nebenan scheint auch nicht da zu sein. Wenn nur der Kopf bitte nicht platzt ... das wäre nett!!

Scheißdreck, blöder.

FF

Donnerstag, 7. April 2011

Stille

'Stille' ist ein relatives Wort. Familie Flodder, unsere Doppelhaushälftennachbarn haben ein Kind, das niemals still sein kann. Das geht einfach nicht. Dazu haben sie eine Nerv-Töle, die pausenlos am Kläffen ist. Bäh. Was die Situation mit Fred betrifft, fehlen mir einfach die Worte. Unglaublich. Ich bin des Beschreibens müde geworden.

"Lass Vergangenes nicht dein Leben diktieren,
doch nutze es als Ratgeber für deine Zukunft."
aus China

Dienstag, 5. April 2011

Gänsehaut

Miserable Nacht. Eingeschlafen gegen 22.30 Uhr (?!), das erste Mal gegen 23.50 Uhr aufgewacht, schlecht wieder eingeschlafen, die ganze Nacht über mehrere Male aufgewacht, und dazwischen schlecht geträumt. Irgendwas davon, dass ich meinen Geldbeutel verliere (aber den alten von Oilily), mitsamt allem Geld, Ausweisen und Co. Daraufhin beginnt eine zermürbende Suche – in Barcelona. Dabei war ich noch nie dort, geschweige denn in Spanien. Und überall, wo ich hingehe, taucht diese Kirche auf … Sagrada Familia. Ich habe mich noch nie mit Spanien beschäftigt, und erst recht nicht mit Barcelona (obwohl mich das schon irgendwie reizt).
Nach dem gestrigen Bauernhoferlebnis mit den Tieren, steht für mich fest: Wir brauchen Tiere. Hier. Zuhause!
Gerade Fressen: eine Packung Gummibärchen. Sodbrennen. Mir ist kotzübel. Nein, insgesamt habe ich heute nicht viel gegessen: 1 Stück Streuselkuchen, 2 kleine Teller Lauchsuppe, 1 halbes Käsebrot und jetzt diese verfluchten Gummibärchen. Mir ist echt schlecht. Pfui bäh. Wieso kann ich nicht mit dieser Scheiße aufhören? Weiteressen, obwohl es mir schlecht ist. Das ist pervers. Abartig. Ekelhaft.

Sonntag, 3. April 2011

Aaraama

Liebe Leserinnen und Leser,

der Weg zur erfüllten Glückseligkeit führt - bei mir - über die vollkommene Ordnung. Ordnung, die Vollendete. Das Glück eines jeden Pedanten, der ich nun mal bin. Über die äußere Ordnung zu innerer Ordnung. Jede äußere Ordnung beginnt bei einem gut sortierten Bücherregal. Gut sortiert heißt: nach Genres und in den Genres alphabetisch. Ich habe viele Bücher. Die kann ich ordnen nach Romanen (alphabetisch, nach Autor), Reiseliteratur und innerhalb der Reiseliteratur nach Ländern, Sprachen, Kochbücher (nach Ländern), Pädagogik und Ernährung. Oder sortiere ich die Bücher lieber nach gelesen und ungelesen (vor lauter sortieren vergesse ich nämlich zu lesen, und da ich gerne neue Bücher kaufe, komme ich mit dem Lesen erst recht nicht nach). Hierbei könnte ich die gelesenen in die oben genannten Kategorien einordnen, und die ungelesenen nach und nach dazu stellen. Wobei mich das nicht wirklich auf Dauer befriedigen würde, da die Zahl der ungelesenen Bücher so groß ist, dass es nicht wirklich ORDENTLICH wäre, würde ich nur die gelesenen sortieren. Oder ich sortiere alle Bücher nach Größe, nach Farbe des Buchrückens, nach Verlag ... als ich noch zuhause bei Frida gewohnt habe, habe ich alle meine Bücher (und ich hatte schon damals ein riesiges Bücherregal für ein Kind!) in einem System erfasst wie in der Bücherei ... früher.

Nun, aber da ich die vollendete Ordnung noch nie wirklich herzustellen geschafft habe, versinkt früher oder später meistens alles im Chaos. Alles, ich inklusive.

Weiter geht's.

FF

The Legend Lives On

Liebe Leserinnen und Leser,

Es war Vollmond. Ein voller Mond, der an diesem kalten, klaren Abend wie Chrom schimmerte. Kalter Kreis, passiv und keusch, wie hast du dir nur die Verehrung der Liebenden verdient? Du bist die Sonne der Romantiker, denn ihnen gehört die Nacht.
Gestern ... habe ich den Polen- und den Masuren-Reiseführer zerstört, eine Glasflasche, ein Kühli, einen Bewerbungs-Ratgeber und meine Mundspülmaschine (war sowieso schon kaputt). Danach ging es mir wirklich besser. Als Fred nach Hause kam, gab es den großen Crash. Nicht wirklich zielführend. Fred hat keine Streitkultur. Nie entwickelt. Nein, ich will mich nicht hervorheben, aber diejenige, die die Grundzüge der Kommunikation gelernt hat, bin ich. Diejenige, die sich zum Thema 'Gewaltfreie Kommunikation' beliest, bin ich. Bis zu einem bestimmten Punkt schaffe ich auch, dies anzuwenden. Wenn ich merke, dass Fred sich permanent auf stur stellt und keinen Zentimeter von seiner festgefahrenen Meinung abweicht, dann verliere selbst ich die Beherrschung. Denn: ich werde wütend, wenn ich, um einen Konflikt zu bewältigen, eine friedliche, einvernehmliche Lösung herbeizuführen, Schritt für Schritt auf Fred zugehe, er aber nicht auf mich. Dabei bleibt es. Es flogen also die Fetzen, wobei ich mich immernoch im Ansatz um Contenance bemühte, er mich aber niederschrie und immer und immer das letzte Wort haben musste. Nein, ich mache auch nicht alles richtig. Ich hätte ruhig bleiben müssen. Und dann? Erst flogen die Fetzen, dann taten meine Nieren dermaßen weh, dass ich mich auf's Sofa legen musste, wo ich vor (seelischer) Erschöpfung einschlief. Fred nahm das alles ziemlich mit. Er schlief auch ein. Auf dem Boden.

Glücklicherweise durfte Fridolin über Nacht bei meiner bleiben (nur so am Rande: ich bitte sie NIE um Hilfe, sie will Fridolin übermäßig oft haben, wirft mir dann aber vor, sie auszunutzen, sie 'bekommt' ihn weitaus öfter, als andere Großeltern ihre Enkelkinder!). Fred und ich lasen nach dem Aufwachen gemeinsam auf der Dachterrasse, bestellten Pizza zum Abendessen (die ich verschlang) und spielten nachher Carcassonne. Seltsame Art der Konfliktbewältigung. Obwohl sich für mich gar nichts gelöst hat, habe ich das eigenartige Gefühl, dass alles gut wird. Obwohl diese Hoffnung nicht wirklich genährt wird.

Fred ist immernoch steif und fest 'kein Gartenmensch, das habe ich schon vor zehn Jahren gesagt'. Tja, was will er dann? Ok, er ist kein Gartenmensch. Warum hat er dann dieses verfluchte Haus gekauft, mit Garten? Warum will er es dann nicht verkaufen? Warum darf ich nichts im Garten machen? Gefällt ihm unser Assi-Garten etwa?! Für mich gibt es nur: entweder wir lassen diesen verfluchten Garten endlich planen und gestalten, oder ich will dieses Haus verkaufen!! Aus diesem Grund habe ich beschlossen, mein letztes Geld in die Planung zu investieren. Wahrscheinlich werde ich es hinterher bitter bereuen. So viel Geld für ein Stück Papier, und dann haben die noch nicht mal angefangen zun arbeiten ... . Aber was soll ich machen? Ich bin für mein Glück selbst verantwortlich. Lange genug habe ich gehofft, dass Fred wenigstens das nicht blockieren würde. "Die Hoffnung stirbt zuletzt", Leid(t)spruch aller Clubfans. Meine Hoffnung ist aber gestorben. Ich kann nur versuchen, das Beste draus zu machen. Mich über Wasser halten. Irgendwie.

FF

Samstag, 2. April 2011

Beruhigung

Glasflasche
!BAMM!
Fridolin darf über Nacht bei Frida bleiben.
De-Eskalation.
Besser für ihn.
Natürlich nicht ohne 'Du nützt mich nur aus.'
blablabla
Eh klar.
Böse Friederike.
Verzweifelte Friederike.
Wie verzweifelt, weiß keiner.
KEINER.
Würde ich den verdammten Polen-Reiseführer finden,
dann müsste er jetzt auch dran glauben.
Jetzt geht's mir besser.
Nein, beruhigt bin ich nicht.
Aber Fridolin bekommt so wenigstens unseren Zoff nicht mit.

Hoffnungslosigkeit

Sonne satt.
Draußen.
Ich liege auf meinem dreckigen Bett. Nein nicht dreckig. Fusselig. Nicht schön.
Fridolin ist bei Frida.
Fred ist einkaufen.
Nicht erreichbar.
Ich liege drinnen
auf dem Bett
Heulen
Verzweiflung
Hoffnungslosigkeit
Orientierungslosigkeit
Einsamkeit
hoffnungslose Einsamkeit
orientierungslose Verzweiflung
einsame Hoffnungslosigkeit
Nachbar 1 arbeitet im Garten
Nachbar 2 arbeitet an seinem Grundstück
Nachbar 3 arbeitet am Haus - große Renovierung
Unser Garten verwahrlost.
Ich auch.
Ich verkümmere.
Gehe kaputt.
Übelkeit.
Trauer.
Kopfweh.
Sägen.
Hämmern.
Rasenmähen.
Beet anlegen.

Fressen.
Ich will fressen.
Den seelischen Schmerz vergessen.
Fressen, bis ich platze - Kaboom!
Bis es mir schlecht ist.
Schlecht ist mir immer.
Vom Essen werde ich nur fett und bekomme Sodbrennen.
Weiter geht nicht.
Reicht nicht.
Selbstzerstörung.
Ritzen.
Sich selbst verletzen.
Tut zu sehr weh.
Mache ich nicht.
Aber ich verstehe jeden einzelnen, der das macht.
Sich selbst spüren.

Nein, Fred's 'Ja aber' bedeutet nicht nur 'Ja aber'.
Das ist nicht nur gegen die Sache.
Das ist nicht nur gegen mich.
Das ist

ABLEHNUNG

ZURÜCKWEISUNG

schmerzt höllisch.

Gefühlstot.
Seelisch tot.

leer

Fritz?
liebt mich.
Angst.
Atemnot.
Ich ersticke an meinen Gefühlen.
Und kann nichts dagegen machen.

Wo ist die ach so starke Friederike?!

Eheliche Rechte und Pflichten

Ein meines Erachtens nach sehr verständlich geschriebener Artikel zu ehelichen Rechten und Pflichten findet sich bei Rechtsanwalt News. Ich bin am Ende. Echt. Ausgelutscht und weggeworfen. Welchen ehelichen Pflichten kommt Fred denn eigentlich noch nach? Ja, wir leben im gleichen Haus. Das war's dann aber auch schon. Er lebt in seinen beiden, ich in meinem Zimmer.
Geschlechtsgemeinschaft - nun ja. Hatten wir mal, Fridolin ist der Beweis. Ach, ich mag mich nicht mehr aufregen. Von der ganzen Scheiße bekomme ich noch ein Magengeschwür. Das Monster in meinem Gesicht ist auch nur durch Stress verursacht, sagten mir alle drei Ärzte, die ich am Montag gesehen habe.

FF

Freitag, 1. April 2011

Friedlich ...

... war der Tagesabschluss mit Fridolin. Nachdem er sich wieder eingekriegt hat, lagen wir im Bett im Dachstudio, also bei mir oben und sahen aus dem Fenster. Dazu lief eine ganz ruhige Musik zur Entspannung. Nach einer Weile schlossen wir die Augen, und fingen an, uns zu erzählen, was wir 'sehen', uns vorstellen, wenn wir die Musik hören. Zuerst lief ein kleiner Junge mit einer Frau an der Hand die Straße entlang, in der anderen Hand eine Spielzeugschaufel. Sie liefen, bis sie an eine Mauer kamen. In der Mauer war eine dicke schwere Tür aus Holz. Der Junge hatte ein grünes T-Shirt mit einem Krokodil drauf an, und öffnete die Tür. Dahinter befand sich ein Spielplatz mit Rutsche, Sandkasten, Kletterturm und Schaukel. Der Junge setzte sich auf den Schoß seiner Mutter und die beiden schaukelten. Als sie hoch genug waren, nahmen die beiden Schwung und sprangen auf eine große Wolke. Während sie da so lagen und ihnen die Sonne auf den Rücken schien, stieß ein Windstoß die Wolke an, und sie flogen über den Spielplatz, über die Stadt, raus aus der Stadt, über Felder und Wiesen, sahen die Füchse, Rehe ... . An dieser Stelle schaffte Fridolin noch zu fragen, was sie sonst noch gesehen hatten, dann schlief er ein ... :-))

Jetzt 'Liebe am Fjord - Das Meer der Frauen'. Ich brauche keine Aufregung mehr heute, wirklich nicht. Wenn Fred heimkommt, stelle ich mich einfach schlafend. Wenn das irgendwie geht, der ganze Scheiß hier schlägt mir nämlich brutal auf Magen und Darm, vielleicht sind das aber auch die vielen bunten Pillen.

Ego-Shooter

"Gehst du jetzt in dein Zimmer und schmollst?!"

ohne Worte.


Fred's Worte, nachdem ich ihm zu verstehen gab, dass es mich verletzt, wenn er am Esstisch mit Fridolin flüstert, er trotzdem weitermachte und ich kurz auf die Toilette ging.
Als ich wieder runterkam, klammerte Fridolin sich an Fred.
Toll.




Wieviel kann ein Mensch ertragen?
Und was passiert, wenn ein Mensch nicht mehr ertragen kann?


Nein, ich werde nicht mir oder sonst irgendwem jemals etwas antun, keine Sorge, ich werde nicht Amok laufen und sonst auch nichts.

Aber:
Ich gehe kaputt.
Ernst.


Lass' mich in Ruhe, Blödmann!

Guaranteed

'Leave it to me as I find a way to be
Consider me a satellite forever orbiting
I knew all the rules but the rules did not know me
Guaranteed'

Donnerstag, 31. März 2011

Mord In Bester Gesellschaft

Liebe Leserinnen und Leser,

gefreut hatte ich mich darauf, mein Bücherregal zu sortieren. Nun habe ich um das Chaos in meinem Zimmer herum gesaugt, wenigstens dort ist es jetzt sauber. Der ganze Müll ist auch erstmal weg, der anfällt, wenn man vier Tage im Bett liegen muss und keiner da ist, der mich ein bisschen auffängt. Das Bücherregal ist ausgeräumt, aber jetzt

Nein, eine Schuldzuweisung ist das nicht. Mich hat zuletzt nur aufgeregt, dass Fred zwar den ganzen Tag unterwegs war, gearbeitet hat, für mich eingekauft und Fridolin durch die Gegend kutschiert, der bei einem play date war. Nur, sonst ruft er an einem Tag zwanzigmal an - wegen nichts. Heute hatte ich keine Info, Antwort auf Email und SMS mit Lichtjahren Zeitverzug. Das hat für Unmut gesorgt.

FF

Freischwimmer

"Nur wer gegen den Strom schwimmt, gelangt zur Quelle."
- aus China -

Fressen: den Rest Schokolade aus der Schweiz.

Jetzt: bloggen
Dann: Bücher sortieren (endlich!!)

Mittagessen: zwei Teller Gemüseeintopf - ok!

Ich habe Geld ausgegeben! Für ein absolut bescheuertes App. Von Facebook. Jetzt reicht's!!

Und menno, der Kurs 'Progressive Muskelentspannung für Mutter und Kind' findet nicht statt. Den wollte ich eigentlich zusammen mit Fridolin machen. Aber: letzte Nacht habe ich mir um die Ohren geschlagen anstatt zu schlafen, nach Sachen, in denen ich sonst noch aktiv werden kann.

Angemeldet sind wir jetzt beim:
- Landesbund für Vogelschutz und
- beim Bund Naturschutz
- DAV

Beide Organisationen bieten ein üppiges Veranstaltungsprogramm sowohl für Erwachsene als auch Familien. Das klingt toll!

Rückmeldung habe ich von den folgenden Vereinen und Organisationen:
  • Deutsche Wanderjugend im Fränkischer Albverein, die haben eine Familiengruppe, die regelmäßig Wanderungen unternimmt. Wir sind dabei! Also Fridolin und ich auf jeden Fall!
  • einem der beiden Nepal-Vereine hier in der Region
Noch ausstehende Rückmeldungen:
- amnesty international (da ist nächsten Montag aber Kennenlernabend)
- der zweite Nepal-Verein

Einfach mitmachen kann man bei den Veranstaltungen des ADFC (glaube ich). Ansonsten werde ich regelmäßig die einzelnen Kindertheater überprüfen, DAI und alles, was sonst noch interessant erscheint. Klingt doch gut, oder?! Jetzt muss ich's bloß noch MACHEN!

Gestern beim Surfen bin ich übrigens auf einen Anbieter von Volunteer-Stellen auch für Erwachsene in Nepal gestoßen. Unterkunft wäre bei Gastfamilien oder im Projekthaus, das Projekt und die Einsatzdauer bestimmt man selbst. Sehnsucht ... . Ich schwöre, wenn ich abgenommen habe, werde ich sowas nochmal machen. In Mexico ging's ja auch schon mal gut. Geplant waren sechs Wochen, geblieben bin ich fast vier Jahre ... .

FF

Hunger


Hunger nach

Liebe
Zuneigung
Wärme
Anerkennung
Kultur
Erfolg
Leben
Heimat
Ruhe
Frieden
Freiheit
Lösungen
Energie
Zugfriedenheit
Sonne
Natur
Zärtlichkeit
Bewegung
Kunst
Reisen
Stille
Geborgenheit

weniger

Mittwoch, 30. März 2011

Friederike Halbiert Sich

  1. Friederike schafft den Stress ab!
  2. Friederike kauft die jeweils kleinere Packung bei Süßigkeiten (und bleibt konsequent dabei!)
  3. Friederike isst lieber zwei Vor- als eine Hauptspeise!
  4. Friederike teilt ... den Nachtisch ... sollte er denn vorkommen!
  5. Friederike verzichtet auf Beilagen (Weiß-)Brot!
  6. Friederike trickst sich selber aus: nur EINE Süßigkeiten-Variante auf Vorrat kaufen, aber verschiedenes Obst und Gemüse!
  7. Friederike futtert Fisch!
  8. Friederike isst nur so viel, wie sie in zwei Händen tragen kann - kein Tablett!
  9. Friederike muss lachen!
  10. Friederike's Frust-Futter wird in den Keller verbannt - weiterer Weg macht Unlust?!
  11. Friederike zieht nur noch die engsten Jeans an. Nix ist ekliger, als beim Essen Nachschlag zu nehmen, wenn die Hose sowieso schon kneift. *örks*
  12. Friederike futtert vor dem Essen Gurkensalat oder Wassermelone. Durch den Wassergehalt stellt sich das Sättigungsgefühl schon etwas früher ein.
  13. Friederike isst langsam, stopfen gilt nicht!
  14. Friederike ignoriert kostenlose Häppchen und Probierangebote!
  15. Friederike genießt! Lieber voll Lust auch mal etwas "Verbotenes" zu essen, und dann befriedigt sein, anstatt sich aus Frust am Verbot mehr Essen reinzuschieben.
  16. Friederike stückt früh!
  17. Friederike darf saufen!
  18. Friederike braucht mehr Schlaf! Schlafende Menschen fressen nicht.
  19. Friederike trinkt Süßes aus dem Sektkelch. Die feierliche Prozedur soll dazu führen, den Saft nicht hinunter zu stürzen, sondern in feierlichem Rahmen zu trinken.
  20. Friederike isst Süßes nur als Nachspeise, nicht auf leeren Magen!
  21. Friederike bleibt in Bewegung!
  22. Friederike isst mit Atmosphäre!
  23. Friederike isst Süßes aus dem Kühlschrank.
  24. Friederike futtert Vollkorn.
  25. Friederike futtert Ballaststoffe.
  26. Friederike lenkt sich ab.
  27. Friederike ersetzt Zucker konsequent durch Honig.
Ok, der ein oder andere Vorsatz kommt in der Lektion 'Halbieren für Fortgeschrittene'. Mal sehen, ob's funktioniert. Hope so!

Vom Umgang Mit Negativen Emotionen

Nun war ich das vergangene Wochenende ja bei einem Workshop zum Thema 'Tibetische Meditation und der Umgang mit negativen Emotionen'. Hierzu ein toller Artikel zur Hintergrund-Information:
Seine Heiligkeit der Vierzehnte Dalai Lama
Nottingham, England, 24. Mai 2008

Transkribiert und leicht redigiert von Alexander Berzin

Mit Klarstellungen, die durch violette Schrift kenntlich gemacht sind und sich in eckigen Klammern befinden

Übersetzung ins Deutsche: Christian Dräger

 

Die Definitionen von „gut“ und „schlecht“ und „positiv“ und „negativ“

Wie geht man mit negativen Emotionen um? Das ist ein wichtiges Thema - das Thema wirft die Frage auf, was positiv ist und was negativ ist. Gibt es irgendetwas, das uneingeschränkt negativ oder uneingeschränkt positiv ist? Ich weiß es wirklich nicht. Alles ist wechselseitig voneinander abhängig und alles hat verschiedene Aspekte. Ein Beobachter betrachtet etwas aus diesem Blickwinkel und erhält ein Bild, und sogar derselbe Beobachter, wenn er sich auf die andere Seite begibt, sieht die Dinge aus einem anderen Blickwinkel.
Aber warum hat jeder Mensch eine unterschiedliche Sicht auf die Welt? Nun, das kommt daher, weil jeder von uns die Welt aus einem anderen Blickwinkel betrachtet. Sogar ein und derselbe Gegenstand erscheint ein und derselben Person in verschiedener Weise. Was ist der Unterschied zwischen gut und schlecht und was ist die Definitionen von gut und schlecht? – Ich weiß es nicht. Selbst eine Ameise analysiert diesen Punkt nicht. Aber irgendwie weiß eine Ameise, dass etwas, das hilfreich für ihr Leben ist, etwas Gutes ist und sie betrachtet es dann als etwas Gutes; und etwas, das eine Gefahr für ihr Leben ist, empfindet sie als schlecht, so dass sie dann um diese Gefahrenquelle herumläuft.
Also vielleicht können wir sagen, dass [die Frage von gut oder schlecht] auf dem Überlebensinstinkt basiert. Wir suchen nach Annehmlichkeiten und Glück. und deshalb betrachten wir etwas, was hilfreich für unser Überleben ist, als gut: Das ist positiv. Etwas das uns hingegen angreift und wobei wir das Gefühl haben, es sei eine Gefahr für unser Überleben – da haben wir das Gefühl, das sei schlecht: [Das ist negativ.]

Die Definition von „ negativen Emotionen“

Entsprechend dieser Art [positiv und negativ zu definieren, müssen wir] bezüglich der Frage, wie man mit negativen Emotionen umgeht, [uns erst damit beschäftigen,] wie wir sie definieren. Zu allererst sind negative Emotion etwas, das unseren inneren Frieden stört, was der Grund dafür ist, warum wir sie als „negativ“ bezeichnen. Jene [Emotionen], die innere Stärke und Frieden herbeiführen, würden wir als „positiv“ bezeichnen.
Aus Diskussionen, die ich mit Wissenschaftlern hatte, insbesondere mit dem großartigen Wissenschaftler Varela, einem engen Freund von mir, kamen wir zu dem Schluss, dass starkes Mitgefühl eine Emotion ist und letztendlich eine nutzbringende Emotion. Wir stimmten zudem darin überein, dass sich selbst im Geist eines Buddhas so etwas wie Emotionen im Sinne von Mitgefühl finden; also Emotionen sind nicht notwendigerweise schlecht oder negativ. Das unendliche Mitgefühl eines Buddhas – müssten wir als eine Emotion auffassen. Der Buddha war also unendlich emotional. Wenn wir Mitgefühl als eine Emotion auffassen, dann ist diese sehr positiv. Furcht und Hass zerstören andererseits unseren inneren Frieden und unser Glück, so dass wir diese für etwas Negatives halten müssen.

Mit negativen Emotionen auf der Grundlage von Vernunft umgehen

Wie gehen wir mit [negativen Emotionen wie beispielsweise] Furcht und Hass um? [Dazu müssen wir in Betracht ziehen,] dass diese schädlichen Emotionen keine vernünftige Grundlage haben. Sie kommen dadurch zu Stande, dass man eine unrealistische Geisteshaltung hat; wohingegen positive Emotionen aus einer vernünftigen Grundlage erwachsen. Einige Emotionen können zum Beispiel durch Vernunft und Logik verstärkt werden; daher besitzen sie eine vernünftige Grundlage. Negative Emotionen entstehen automatisch, aber wenn wir Analyse und Vernunft anwenden, dann können sie abgeschwächt werden: Sie haben keine solides Fundament. Daher kann man sagen, dass eine positive Emotion etwas ist, das mit der Realität verbunden ist, eine negative Emotion hingegen auf einer Verzerrung der Realität oder auf Unwissenheit in Bezug auf die Realität beruht.
Wenn wir uns beispielsweise über einen Feind ärgern, lässt der Ärger in dem Augenblick, wo er entsteht, die Handlungen des Feindes so erscheinen, als könnte dieser mir Leid zu fügen. Deshalb denken wir, dass die andere Person ein schlechter Mensch sei. Aber wenn wir die Situation analysieren, dann erkennen wir, dass die andere Person nicht von Geburt an ein Feind ist. Wenn mir anderen Leid zufügen, muss das aufgrund von unterschiedlichen Gründen geschehen, nicht durch die Person selbst. Wenn die Person sich wahrhaftig in der Kategorie „Feind“ befinden würde, dann müsste sie von Geburt an ein Feind sein und könnte niemals zu einem Freund werden. Aber unter anderen Umständen könnte dieser Mensch unser bester Freund werden. Deshalb sind Ärger und Hass, die man für eine Person empfindet, falsch.
Was falsch ist, sind die Handlungen der Person, nicht die Person selber. Aber Ärger [der nur auf den falschen Handlungen von jemandem gründet] richtet sich gegen die Person. Mitgefühl, auf der anderen Seite, richtet sich größtenteils auf die Person, unabhängig von ihren Handlungen. Wir können daher Mitgefühl für einen Feind empfinden, und zwar auf der Grundlage, dass wir den Feind als eine Person betrachten.
Wir müssen also zwischen einer Person und den Handlungen einer Person unterscheiden. In Bezug auf die menschliche Seite, die Person, können wir Mitgefühl empfinden, aber gegenüber den Handlungen der Person kann sich Widerspruch bei uns regen. Daher kann man sagen, dass negative Emotionen normalerweise mit einer sehr engen geistigen Verfassung einhergehen. Der Geist richtet seine Aufmerksamkeit dann lediglich auf einen Aspekt: [die falschen Handlungen der anderen Person.]
Aber in Bezug auf das Mitgefühl müssen wir eine Unterscheidung treffen. Es gibt Mitgefühl, das sich auf einen biologischen Einflussfaktor gründet. [Diese Art von Mitgefühl richtet sich in parteiischer Weise auf jemanden, der uns nützlich ist, wie beispielsweise auf unsere Mutter.] Oder sprechen wir über eine Form des Mitgefühls, die sich auf Vernunft gründet und unparteiisch ist? Die Form des Mitgefühls, die auf Vernunft basiert ist viel besser, sie ist unparteiisch – sie beruht auf Begründungen. Mitgefühl richtet sich auf die Person, nicht auf die Handlung. Eine negative Emotion, die ihre Aufmerksamkeit nur auf die Handlungen richtet, ist nicht vernünftig und sie bringt darüber hinaus kein Glück.

Die Nachteile negativer Emotionen wie beispielsweise des Ärgers analysieren

In Bezug darauf, wie man mit negativen Emotionen umgehen kann, ist die Analyse das wichtigste. So können wir zum Beispiel darüber nachdenken, wie viel Nutzen ich daraus ziehen kann, wenn ich ärgerlich werde. Ärger beschert einem sehr viel grobe Energie, das ist wahr. Selbst in unserem alltäglichen Gesichtsausdruck und an unserer sprachlichen Ausdrucksweise können wir das feststellen. Wenn wir ärgerlich werden, verzieht sich unser Gesicht zu einer Grimasse und unsere Worte werden barsch. Wir sind fest entschlossen, die schärfsten Worte zu wählen, mit denen wir die andere Person verletzen können. Dann, wenn der Ärger abschwillt, verringert sich unsere Energie, die zuvor so hart und gewalttätig war; der Verstand wird dann tatsächlich schärfer. Also bei der Energie, die man durch Ärger gewinnt, handelt es sich um eine blinde Art der Energie [bei der der Verstand nicht klar ist, solange wir noch ärgerlich sind.] Deshalb ist Ärger niemals wirklich hilfreich; wenn wir hingegen stets einen intelligenten, realistischen Ansatz wählen, dann kann uns das sehr viel mehr weiterhelfen. Selbst in einem Gerichtssaal hilft es niemandem, wenn ein Rechtsanwalt vor Zorn laut herumbrüllt. Wenn der Rechtsanwalt jedoch seinen Verstand gebraucht, dann kann er die anderen besiegen.
Ärger zerstört die Fähigkeit des Verstandes klar zu funktionieren. Unser Urteilsvermögen mag durch Worte, die im Ärger gesagt worden sind, getrübt sein. Aber mithilfe unserer Intelligenz können wir verstehen, dass Ärger keine Vorteile bringt. Wenn wir in einer schwierigen, bedrohlichen Situation entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen können, indem wir von unserem Verstand Gebrauch machen, wird das sehr viel hilfreicher sein. Mit anderen Worten: während wir unser Mitgefühl für die andere Person aufrechterhalten, öffnen wir uns der Möglichkeit, dass wir zu einem späteren Zeitpunkt Freunde werden können. Wenn wir so denken, können die negativen Emotionen vermindert werden. Selbst wenn sie noch auftreten, werden sie schwächer sein.

Dienstag, 29. März 2011

SMS

"Warum? Tut es Dir gut so mit mir zu reden? Mich so zu verletzen." - ICH HABE VERDAMMT NOCHMAL NICHTS GEMACHT!!
Und das in meinem letzten Posting war ja lange nicht alles. Nur das, was ich mir gemerkt habe.
Mann, Mann, Mann! Mein Vater bringt sich um. Meine Mutter hat sonst welche Psycho-Probleme, mein Ehemann hat eine chronische Depression ... und ich gehe in Psycho-Therapie. Was läuft hier falsch?! Der Haken bei der Sache: ICH gehe kaputt an dieser Scheiße!! Oder warum habe ich ständig solche Krankheiten? Das sind Warnschüsse. Einer nach dem anderen. Warnschüsse an mich, etwas an meinen Lebensumständen zu ändern. Nur WIE?!?

Boshaft

... bin ich. Keinen Funken Anstand habe ich im Leib. Es ist atemberaubend. Unglaublich. ... Schon klar. "Ach, leck' mich!" Soll ich so jemandem - meiner Mutter - noch meinen Sohn anvertrauen?! Ach, sie hätte nie behauptet, dass das Kindertheater am Freitag sei. Immer schon sei das am Samstag gewesen. Ja klar. Komisch nur, dass Fred, Fridolin und ich unabhängig voneinander 'Freitg' gehört hatten. "Ach, leck' mich!" ... der vorläufige Höhepunkt. Ach, und ich würde sie vernachlässigen. Nicht mal eine Postkarte aus der Schweiz. Eigentlich hatte ich ihr sogar ein Andenken gekauft. Nur, ob ich ihr das jetzt tatsächlich noch schenken mag?! Langsam kann sie mich mal ... !!! Ich mag mir nicht mehr mein Leben kaputt machen lassen.

Das wäre jetzt der richtige Moment, wieder in Depressionen zu verfallen und Rotz und Wasser zu heulen und zu fressen. Oder beides. Nur, wenn ich heule, tut mein Auge noch mehr weh als sowieso schon. Und fressen ... . Lust hätte ich auf eine Tüte Kartoffelchips. Sind aber nicht da. Was dann?! Scheißdreck.
Neulich stand in der Zeitung was von einer Frau, die Bulimie hatte, und dringend Geld für Essen brauchte. Da sie keines hatte, erschlug sie ihre Mutter. Puh.

FF

Suppengeschichten

Der Vollständigkeit halber - mehr für mich als für die werte Leserschaft:

Essen vorgestern:
Eine Packung Saltletts, eine Tafel Schokolade
3 mittlere Teller Ravioli und Tortellini mit Nudeln und Parmesan
Essen ohne Hunger!

Essen gestern:
Ein Stück Pizza auf die Hand zwischen Arzt und Arzt - Hunger, ok
Ein Flammkuchen mit Feta und Oliven - kleiner hätte auch gereicht, habe den ganzen reingeschoben trotz satt
Ein Pudding-Gruß des Hauses obwohl satt
Stück Apfel-Schmand-Torte obwohl satt, weil ich schon mal da war
1 Cappuccino - geht in Ordnung

Essen heute:
1 Tafel Schokolade - scheiße!

Fühle mich arg unwohl, draußen scheint die Sonne und ich würde so gerne was machen, aber muss im Bett liegen mit dem Auge. Drinnen stickig. Herpes noch nicht wesentlich besser. Linke Gesichtshälfte taub. Jetzt auch Auge knallrot. Fred ist nur am Japsen, alles zu viel und Stress, dabei ist Fridolin voll lieb und macht, was man ihm sagt.
Liege alleine hier rum und kann immer mal 10 Minuten lesen, dann hat das nicht-wehe Auge genug. Fred gebeten, mir später eine einfache Tomatensuppe zu kochen, weil Hunger und ich brauche Vitamine. Das ist scheinbar zu viel verlangt. Hier ist es stickig und warm. Würde besser gehen, wenn jemand dafür sorgen würde, dass es um mich rum wenigstens halb ordentlich ist, mal für mich lüften würde, oder gar eine Tasse Tee bringen.

Auge tut weh, Ende

FF

Ein Schlechter Scherz

.... ist das alles nicht ... nach den Irrungen und Wirrungen der letzten Woche(n) nun der vorläufige Höhepunkt:

Am Sonntag Nachmittag war ich noch davon ausgegangen, ich hätte mich bei Fred mit der Bindehautentzündung angesteckt. Dem war wohl nicht so: alle drei Ärzte, die ich gestern aufgesucht hatte, meinten, das sei die größte Gürtelrose, die sie jeweils in ihrer Laufbahn gesehen hätten, eine Woche Krankenhaus, wenn's reicht. Nun, da Fridolin aber am Montag Geburtstag hat, probiere ich es jetzt erst mal mit Tabletten. Ob die allerdings wirken, aufgrund meiner Nierenprobleme, sei dahingestellt. Aber wie immer: die Hoffnung stirbt zuletzt.

So, Kiste aus ... Auge tut weh, Gesicht tut weh, und die Medikamente schlagen auf den Magen. Immerhin keine Antibiotika diesmal.

FF

Montag, 28. März 2011

Bloody Mondays and Strawberry Pies

Kurzer Abriss des Tages:

Power-gebloggt

Frühstück:
1 Tafel Schokolade

Mittagessen:
2 Teller Tomatensuppe mit Mais

Abendessen:
2 Teller Gemüse-Eintopf mit
eineinhalb Scheiben Butterbrot
ein Apfel
eine Kiwi
eine halbe Tafel Schokolade

Getränke: Pepsi

Essenstechnisch: gleich blöd wie immer.
Ansonsten: recht entspannt, obwohl ich mitten im Chaos liege. Viel PC, bisschen Fernsehen. Nicht so toll für die Augen.

Sonst:
Anfrage für einen Tageskinder-Platz ab September, die Nachbarin rührt die Werbetrommel!

In der Zeitung habe ich einen Anzeige für einen Kindergottesdienst entdeckt - das wollte ich schon längst mal mit Fridolin machen!
Außerdem: ein Veranstaltungstipp für eine Fledermaus-Wanderung im Mai und

Sonntag, 27. März 2011

Schweinehunde und andere Ungeheuer

Liebe Leserinnen und Leser,

nun liege (!) ich hier im Bett mit meinem Monster im Gesicht. Als ich aufgestanden bin, um einen meiner nächtlichen Gänge zu tätigen - die Nieren sind auch wieder da - bin ich versehentlich über einen Schweinehund gestolpert. Weiß jemand, wie man den wieder einschläfert?! Also ... ja, im Buddhismus soll man keinem (!) Lebenwesen etwas zu Leide tun. In diesem Sinne werde ich die Aussage mit dem Einschläfern nochmal überdenken. Vielleicht kann ich dem Ungeheuer irgendwie anders zu Leibe rücken.

FF

Samstag, 26. März 2011

Amazing

Liebe Leserinnen und Leser,

machen Sie sich bitte keine allzu großen Sorgen wegen des letzten Postings. Das war eine LANGE fällige 'Abrechnung' mit verschiedenen Sachen, die waren, und es tat GUT! Vielleicht hilft mir das ja beim Verarbeiten - schön wäre das allemal!

Essen gestern: 1 Käsebrot, 1 Butterbrot - satt
Heute: 1 Breze, aufgeteilt auf zwei Mahlzeiten - satt
Fred kocht gleich Nudeln - Hunger habe ich eigentlich überhaupt gar keinen. Und gewichtstechnisch leisten kann ich mir das schon gar nicht. Mist. Was mache ich jetzt?! Mitessen, obwohl ich keinen Hunger habe - und ich meine KEINEN? Und obwohl ich genau weiß, dass ich mich nicht beherrschen können werde?
edit: zwei Teller Nudeln mit Basilikum-Pesto

Wie meinem letzten Posting nach zu vernehmen, war die Nacht mehr als bescheiden ... geschlafen ... habe ich sage und schreibe 50 Minuten. Ich war bis Punkt 6 Uhr wach, und Roger Waters mit mir, um 6.50 Uhr hat der Wecker geklingelt - ich habe sogar geschafft, aufzustehen. DAS ist immerhin ein Zeichen, dass es (theoretisch) aufwärts geht mit mir. Zu meinen schlimmsten Zeiten musste ich mich früh überwinden, aufzustehen - oder ich bin einfach liegen geblieben. Nach einer warmen Dusche (Himmel hilf, das ist nicht normal, eigentlich bin ich leidenschaftliche Kaltduscherin, und ich meine KALTduscherin) bin ich in die Hose gehupft und ab aufs Fahrrad. Ach ja, warme Dusche, weil meine linke Gesichtshälfte vom Auge bis zur Backe irgendwie nicht taub ist oder so, aber zumindest sich sehr seltsam anfühlt. Ich schiebe es auf a) Bindehautentzündung (jippieh) und b) den kaputten Zahn (am Dienstag ist Termin).

Nach einer halben Stunde war ich da. Lauter nette Leute beim Kurs, 13 an der Zahl, davon zwei Männer, und die Kursleitung. "Tibetische Meditation - Umgang mit schwierigen Emotionen", also genau das Richtige für mich. Los ging der Workshop mit der Fabel einer Prinzessin, die sich einmal bei einem Spaziergang den Fuss an einer Baumwurzel stieß. Daraufhin bat sie ihren Vater, den König, das ganze Reich mit Leder auslegen zu lassen, damit sich keiner ihrer Untertanen je die Schuhe stoßen würde. Der königliche Leibwächter aber dachte an all die Tiere, die dafür getötet werden müssten. So ging er also zu der Prinzessin, und riet ihr, sich das Leder doch selbst um die Füße zu binden, so könnten die Tiere am Leben bleiben, und sie würde sich nicht mehr die Füße stoßen.
Was diese Fabel sagen will?! Der Buddhismus ermöglicht es, einen andere Einstellung zu den Problemen zu entwickeln.

“Glück und Leid hängen von deinem Geist, von deiner Interpretation der Dinge ab. Sie kommen nicht von außen und nicht von anderen. All dein Glück und all dein Leid sind von dir erschaffen, von deinem eigenen Geist.”

Lama Zopa Rinpoche

Lojong - Geistesschulung

Die Nachteile von Ärger und Verlangen
Deine Probleme als Pfad nehmen - im Hier und Jetzt leben, nicht in der Vergangenheit ('hätte, wenn und aber' ändern nichts am Geschehenen) und nicht in der Zukunft (was muss ich später alles erledigen?!)
Deine Probleme für andere erfahren.

“Vertraue nicht darauf, Glück im Äußeren zu finden. Von außen solltest du nichts erwarten, sonst erschöpfst du dich vollkommen, leidest ohne Ende und findest doch keine Befriedigung.”

Lama Zopa Rinpoche

Warum warten mit dem Glücklichsein? Warum nicht im Hier und Jetzt Glück spüren? Ist es möglich, grundlos glücklich zu sein? Was, wenn wir keine Wünsche hätten? Glücklich wären mit dem, was wir haben?

Gleichmut : Apathie

Ein paar Übungen aus der Tibetischen Meditation:
1. Präsenz der Achtsamkeit - Einatmen und bei jedem Ausatmen eine Zahl zählen bis 10. Diese Übung dient der Entspannung des Körpers.

Kum Nye - Die Kunst der Langsamkeit

Die Süßigkeit der Langsamkeit in der Bewegung

Aufhellen der Gedanken

Im Augenblick sein


2. Das Lernen der Selbstakzeptanz

Sieben tibetische Mönche sind in einer Höhle zum Meditieren: der obere Mönch, ein todkranker Mönch, ein uralter Mönch, der bald sterben wird, ein nutzloser Mönch und zwei normale Mönche. Da werden sie von sieben Räubern überfallen. Der Räuberhauptmann droht, alle Mönche umzubringen, um nicht verraten zu werden. Nach zähen Verhandlungen lassen sich die Räuber darauf ein, einen der Mönche zu töten, um sich so das Schweigen der übrigen Mönche zu sichern. Diesen einen soll der oberste Mönch bestimmen. Wen wird es treffen?

Nun, wir Westmenschen würden wohl meinen, der oberste Mönch würde sich selbst opfern. Die Fabel geht aber so weiter, dass der Mönch sich nicht entscheiden kann, weder für einen seiner Untergebenen Mönche, noch für sich selbst - weil er eine bedingungslose Liebe zu sich selbst hat, sich selbst akzeptiert wie er ist.

Ohne Worte - Amazing (Aerosmith):

There were times in my life
When I was goin' insane
Tryin' to walk through
The pain
When I lost my grip
And I hit the floor
Yeah, I thought I could leave but couldn't get out the door
I was so sick and tired
Of a livin' a lie
...

That one last shot's a permanent vacation
And how high can you fly with broken wings?
Life's a journey not a destination
And I just can't tell just what tomorrow brings

You have to learn to crawl
Before you learn to walk
But I just couldn't liten to all that righteous talk
I was out on the street,
Just a tryin' to survive
Scratching to stay alive

Ha, neulich habe ich hier so einen alten Glückskeks gefunden, den man im China-Restaurant bekommt, wenn man brav aufgegessen hat:

Be on alert for a new opportunity!

Into The Shining Light

Hundemüde
Irgendwas zwischen Herzrasen und Herzflattern
zu heiß hier drinnen
Millionen Ameisen in meinen Adern
Die rechte Niere tut weh.
Mir ist schlecht.
Ich will schlafen.
Hin und her wälzen.
Learning to fly.
Irgendwann möchte ich paragliden.

Hey you, out there in the cold
Getting lonely, getting old
Can you feel me?
Hey you, standing in the aisles
With itchy feet and fading smiles
Can you feel me?
Hey you, dont help them to bury the light
Don't give in without a fight.
Hey you, out there on your own Sitting naked by the phone
Would you touch me?
Hey you, with you ear against the wall
Waiting for someone to call out
Would you touch me?

Hey you, would you help me to carry the stone?
Open your heart,
I'm coming home.
But it was only fantasy.
The wall was too high,
As you can see.
No matter how he tried,
He could not break free.

 And the worms ate into his brain.
Hey you, out there on the road
always doing what you're told,
Can you help me?
Hey you, out there beyond the wall,
Breaking bottles in the hall,
Can you help me?
Hey you, don't tell me there's no hope at all
Together we stand, divided we fall.

Komische Reise, auf der ich mich befinde.
Dabei geht es mir alles andere als gut.
Aber untergegangen bin ich bis jetzt auch nicht.
Wo mag die Reise hinführen.
Ich hänge an Schnüren, wie eine Marionette.
Nur wer hat die Schnüre in der Hand?
Ich kann es nicht sehen.
Irgendwo über diesem unendlichen Wolkenmeer.
Dabei schleudert mich der Wind mal frontal gegen einen Felsen,
mal macht er kurz vorher halt und ich segle in einer Nussschale
auf dem Meer.
Aufgepeitscht vom Wind
Dann wieder fliege ich fast frei wie ein Vogel.
Ich sitze in einem Ruderboot und versuche,
irgendwohin.
Der Anker ist so schwer, dass ich ihn nicht lösen kann.
Ich komme nicht vom Fleck.

A fatal attraction holding me fast, how
Can I escape this irresistible grasp?
You ... you made me live in this world
Then you left me
before I knew what was going on
alone
on my own
helpless
scared
I guess no-one can ever in this world understand
I do
you do
me
you
each other
No matter what you did.
I will live your life until the real end.
This was so not it.
This can't be it!
Where were you?
When I needed you?
I never had you.
What did I do wrong?
Hold me.
My hand in your hand.
Walk with me.
Be there.
Shine on for me.
Close to me.
And you.
Longing.
Heart damage.
Someone in my head other than me.
Fly with me.
Crazy diamond.
You and me and you
No-one in between.
closest together.
You're not gone.
How I wish you were here.
How I wish we could be together.
I love you
forever!
You're me.
I am you.
Dad.

Freitag, 25. März 2011

Up And Running

Liebe Leserinnen und Leser,
up and running - aufgestellt und in Betrieb; comp. gestartet und läuft
(to) get sth. up and running - etw. in Gang bringen, etw. zum Laufen bringen
(to) keep sth. up and running - etw. in Betrieb halten

Fahrradfahren ist so schön! Habe Fridolin um 8.15 Uhr in den Kinderladen gebracht ... die Luft ist so klar und schön angenehm frisch (wenn man sich die Millionen Autos neben und vor und hinter uns wegdenkt) und die Sonne schien so schön, dass es eine Freude ist, ihn dort hinzubringen. Noch dazu scheint die Sonne genau in die Straße, wenn wir von der Hauptverkehrsstraße abbiegen, dass sie von hinten wärmt, während von vorne der frische Wind ins Gesicht bläst.
Laufen ist auch schön. Das werde ich jetzt gleich machen! Heute 'nur' 45 Minuten. Nicht übertreiben. Morgen dafür wieder volle Power. Immer ein bisschen variieren.

Wann ich das letzte Mal in ein Auto gestiegen bin? Das weiß ich nicht mehr ... ach ja, als Fred Fridolin und mich vom Bahnhof abgeholt hat, als wir aus der Schweiz zurück kamen. Hätte ich aber ehrlich gesagt nicht gebraucht, er hätte uns ja auch mit der U-Bahn abholen können, wir waren noch fit genug. Und sowieso und überhaupt brauche ich kein Auto. Nicht mal zum Einkaufen. Wenn man nur einen Fahrradanhänger hat, lernt man, sich auf das Wesentliche zu beschränken, man kommt öfter raus, ist in Bewegung. Busfahren?! Brauche ich auch nicht mehr. Vorläufig. Sag niemals nie. Aber solange schönes Wetter ist zumindest nicht. Außerdem kostet eine einfache Fahrt mittlerweile 2,10 €. Das ist ABARTIG! Sorry, das kann und will ich mir nicht leisten. So groß ist die Stadt auch wieder nicht, dass ich da alternativ nicht mit dem Fahrrad hinkommen könnte. Oder halt laufen. In der Theorie klingt das alles nach viel Bewegung. In der Praxis auch. Das wäre auch gut, wenn ... ja, wenn ich nicht gestern gegessen hätte: 2,5 Teller Sahnige Paprika-Mais-Suppe, eine Packung Salzstangen (250 g) und zwei Stück Schokolade. Hm, die ganze Zeit hatte ich schlechtes Gewissen deswegen, doch soviel ist das doch gar nicht?!

Was das Thema 'up and running' betrifft: die wörtliche Übersetzung steht ja schon oben, für mich zählt das gerade im übertragenen Sinn. Nachdem meine interne Festplatte ja in den letzten nunmehr eineinhalb Jahren einige mehr oder minder schweren breakdowns (= Maschinenschaden) erlitten hatte, laufen die Arbeiten auf Hochtouren, die Maschine wieder in Gang zu bringen. Nein, up and running ... von voll leistungsfähig ist hier bei weitem noch nicht zu sprechen. Aber ich meine behaupten zu können, dass ich zumindest auf einem guten Weg bin. Besser als die letzten Monate ist das allemal. Und 'running' im Wortsinn tut gut. Nicht nur, weil ich somit den Problemen einfach davon laufen kann (so schnell wie früher bin ich noch lange! nicht), sondern weil etwas in Bewegung gekommen ist. Und das tut gut. Die Maschine läuft auf der niedrigsten Stufe. Dafür, dass sie vorher mehr als 200% gegeben hat, bis es zu besagten Betriebsunfällen kam, ist diese besagte niedrigste Stufe voll ok. Jetzt soll die Maschine mal eine gute Weile warm laufen, störungsfrei und ohne dass es zu weiteren failures kommt (und ich meine eine Zeit komplett ohne Störfälle), dann und keine Minute früher kann ich die operating temperature hochfahren. Denn noch unterläuft meine Maschine einem overhaul.
edit:
Laufen war so dermaßen cool, dass ich statt der geplanten 45 stolze 90 Minuten gelaufen bin. Übertrieben. Vielleicht. Aber es macht halt Spaß, und das ist es, was gerade zählt. Ob ich morgen dazu komme, weiß ich noch nicht, von daher ist es kein Schaden. Jetzt wird geputzt!
Coming back to life,
Friederike Fröhlich 

Donnerstag, 24. März 2011

The Night They Drove Old Dixie Down

Liebe Leserinnen und Leser,

sollte dies mein letztes Posting gewesen sein, dann weil ich mich tot gelacht habe. Fred lässt sich gerade von Fridolin feiern - weil er paar Säcke Sand in den Sandkasten gehievt hat. Wer hat alles andere gemacht?! - Ich. Nach diversen Auftritten der letzten Monate hätte ich an seiner Stelle das jetzt einfach erledigt - stillschweigend. Aber er versteht ja nicht einmal, dass das bisschen Einsatz NORMAL ist. Übrigens ist er jetzt platt wie Flunder von der vielen Schufterei. *örks*

Fridolin's Sandkasten ist jetzt spielfertig, der restliche Garten sieht immer noch aus ... oh Graus.

Ach ja, warum ich keine Schokolade esse? "Ach ja stimmt, du hattest doch letzte Woche Magen-Darm-Grippe." - Hä?! Bin ich hier im falschen Film oder wie?!

Diesen Samstag Workshop "Tibetische Meditation":

Gefühle laufen zeitweise im Kreis und erschweren unser Leben. Die tibetische Psychologie kennt Methoden der Meditation, um wieder Herr im eigenen Haus zu sein. Mit Hilfe dieser Übungen wird auf einen kreativen Umgang mit störenden Emotionen hingearbeitet. In Theorie und Praxis entsteht Raum für konstruktive Lösungen und Veränderungen.


Schönen Abend noch,
Friederike Fröhlich
Da gehe ich mich einfach wegmeditieren, vielleicht hilft's ja. Schwupp und alles ist gut. Schwupp und ich lebe auf dem Mond. Oder so. Oder einfach ganz weit weg von hier. In Deutschland jedenfalls nicht. Da habe ich dann meine Ruhe. Vielleicht. Hoffentlich.

Run, Baby, Run!

Liebe Leserinnen und Leser,

Sorge dich nicht um das, was kommen mag,
weine nicht um das, was vergeht.
Aber sorge, dich nicht selbst zu verlieren, und weine,
wenn du dahintreibst im Strome der Zeit,
ohne den Himmel in dir zu tragen.
- Friedrich Schleiermacher -

Wenn ich das lese, könnte ich heulen. Vor Traurigkeit. Vor Verzweiflung. Hoffnungslosigkeit. Weil alles so dermaßen festgefahren ist, dass ich mich scheinbar (?!) nicht mehr selbst befreien kann. Ich bin gefangen. Am meisten in mir selbst. Etwas vom Leben zu erwarten ist doch nicht vermessen?! Zu erwarten, dass sich ein Ehemann um einen kümmert und sorgt, sich für mich interessiert, an meinem Wohlsein bemüht ist?! Ich habe mich ja auch bis zum Schluss für ihn angestrengt. Am Montag gab es ein 6-Gänge-Menü zu seinem Geburtstag. Selbst gekocht. Das wusste er auch zu schätzen. Mittlerweile habe ich den Eindruck, dass er mich nur noch bekämpft.

So, gestern abend habe ich 45 Minuten auf dem Laufband geschafft, danach noch ein paar Minuten Pseudo-Gymnastik (das ist einfach nicht mein Ding). Nachdem ich heute morgen im Sonnenschein schon den lieben Fridolin in den Kinderladen gefahren habe - mit dem Fahrrad vorbei an den vielen Stinke-Autos - schwinge ich mich jetzt gleich wieder auf das Laufband. Ich werde laufen ... bis ich dünn bin! Dann fliege ich nach Nepal und alles wird gut. Oder so.

Noch so was, was mich ärgert an mir selbst ist mein verdammter Umgang mit Geld. Mittlerweile gebe ich Geld für ein bescheuertes App von Facebook aus! Wie tief kann man sinken?! Stoppen, ich muss das stoppen!!


  • Junior kinderladenfertig gemacht

  • in den Kinderladen gebracht

  • Zeitung gelesen

  • 65 Minuten Laufband - genial!!!

  • Sandspielsachen saubergemacht -> Sandkasten fertig

  • Treppen gewischt

  • Dachterrassen-Pause ohne Sichtschutz


Morgens  und abends zu lesen

Der, den ich liebe
Hat mir gesagt
Dass er mich braucht.

Darum
Gebe ich auf mich acht
Sehe auf meinen Weg und
Fürchte von jedem Regentropfen
Dass er mich erschlagen könnte.

~ Bertolt Brecht ~

Danke, Fritz. Wenigstens einer!! Ja, ich muss auf mich acht geben. Nicht nur für dich. In erster Linie für mich. Aber es fühlt sich gut an, wenn da wenigstens einer ist, dem ich nicht wurscht bin. Ja, Fred bin ich wohl egal. Harte Erkenntnis. Traurig. Aber ich muss lernen, damit umzugehen, mich neu zu orientieren, mein Leben neu und vor allen Dingen selbst gestalten. Nur: wie macht man das? Ganz schön schwer!

Ha, der Witz an der Dachterrasse ist: erst lärmt's von der Baustelle rechts, in einer halben Stunde kommt das Kreischkind von links zurück - Entspannung ist das nicht. Aber wenigstens (herzer-)wärmende Sonne.

Ich hätte ja Lust, nachher nochmal auf dem Laufband zu laufen ... mal sehen.

Orientierung-suchende Grüße,
Friederike Fröhlich mit den Lärmschutzkopfhörern bäääääääh

Mittwoch, 23. März 2011

1, 2, 3 im Sauseschritt

Liebe Leserinnen und Leser,

Wie schön wäre es jetzt, auf der Dachterrasse zu liegen, und mich in Ruhe zu entspannen. Warm ist es ja ... ruhig ... naja. Und hinlegen ... wir wohnen erst seit knapp drei Jahren da, da darf man nicht erwarten, dass wir schon so etwas profanes wie eine Balkonverkleidung hätten! Leute, MIR geht das Geld aus (weil ich den Flur und das Wohnzimmer, mein eigenes Zimmer und und und komplett alleine gestemmt und einfach gemacht habe - finanziell und ideentechnisch) und wenn ich auf Fred warte, dann geschieht das gleiche wie in besagten drei Jahren: sweet nothing!

Also ... gerade habe ich Fred zwei Mails geschrieben. Ganz ehrlich: als Vorlage habe ich SEINE Emails der letzten Monate genommen:



Ganz ehrlich: ich habe mir lange überlegt, wie ich ihm schreiben soll und ob. Nachdem ich mir Fred's Emails aus dem letzten Jahr angesehen habe, entschied ich mich aber für die Wortwahl von oben. Untragbare Zustände sind das hier für Fridolin und mich. Daraufhin hat Fred das hier geantwortet:

JAWOLL!!!!!!!
Was ist denn das für ein Ton bitte?
Ich bin NICHT dein Angestellter. Soweit klar?
Ich lach' mich schlapp ... daraufhin habe ich mir nochmal ein paar seiner Emails durchgelesen und im Vergleich zu meiner obenstehenden nichts Verwerfliches erkennen können, und das dann auch zurück geschrieben, woraufhin er antwortete:


Kein Kommentar. Wenn das schon nicht mehr auffällt?
Nur damit hier keine Missverständnisse aufkommen: bevor ich meinen Job im Oktober gekündigt habe, hatte ich über zwei Jahre meine eigene private Kinderkrippe, die mehr als erfolgreich lief, und die ich Vollzeit betrieben habe. Diese habe ich zugunsten einer Job-Offerte als Leitung einer Kindertagesstätte aufgegeben, mehr Geld, Versicherungsschutz etc etc, und wenn die Rahmenbedingungen ja so gut seien, könnte man doch dann langsam mal ein zweites Kind planen. Während meiner Zeit in der Krippe arbeitete Fred lange Zeit in Kurzarbeit, weniger Geld, aber auch kürzere Arbeitszeit! Er hatte zu dieser Zeit ~ 30 Stunden, ich 45 Stunden Wochenarbeitszeit. Als Leitung der Kita arbeitete ich dann bis zu 70 Stunden pro Woche sowie an den Wochenenden und nachts, nebenbei versorgte ich Fridolin, hatte Ehe- und Mutterkrise, richtete das Haus ein soweit es eben ging und war nierenkrank. Keine gesunde Mischung, zugegebenermaßen. Fred ARBEITETE und kümmerte sich mit um Fridolin. Alles was darüber hinaus ging und geht, ist ihm ZU VIEL!
Ja, während ich krank war, versorgte er Fridolin. Aber bitte ... das ist doch nicht viel? Einer meiner Onkels ist leitender Angestellter bei einem führenden Energieversorgungsunternehmen (Atomstrom). Er hat fünf Kinder, ein Hobby und ein großes Haus. Das alles pflegt er. Ein anderer Bekannter ist Richter an einem OLG, hat ein Hobby, das er verfolgt und drei Kinder. Mein anderer Onkel hat vier Kinder, ist Prof. Dr. mit eigener Klinik, hat ein Hobby. Kein einziger ist so dermaßen und so ausdauernd müde und schlapp wie FRED! Und so könnte ich weiter schreiben ... . Ich ... war sehr lange krank und rappel mich doch auch wieder auf?!

Langsam aber sicher ist es Zeit, dass die Ratte(n) - ich - das sinkende Schiff verlässt. Endgültig.

Friederike. Fröhlich.

Hallo Fred,

bitte bestelle bis spätestens Freitag hier ... die Balkonumrandung für die Dachterrasse. Farbe xyz. Oder: bis Samstag im Baumarkt kaufen UND montieren.

Ach ja, ebenfalls bis Freitag ist der Sand im Sandkasten auszutauschen, so dass Fridolin ab Samstag früh drin spielen kann. Die Sandspielsachen mache ich sauber.

Gruß,
Friederike